Liebe Leser_innen,

heute startet der 150-Tage Countdown für das Jubiläumswochende, an dem die Hamburger Kunsthalle ihren 150. Geburtstag feiert. Bis zum 30. August werden wir auf Instagram, Facebook und Twitter täglich eine kleine Geschichte zum Haus erzählen. Sie sind herzlich eingeladen den Beiträgen zu folgen.

Am 12. April startet eine neue Ausstellung mit Kunst von Hamburger Künstlern des 19. Jahrhunderts. Entdecken Sie die Hamburger Schule und ihre Inspirationen aus Skandinavien und Italien.

Die bereits laufende Ausstellung Korrektur der Nationalfarben ist »[…] ein effizienter Lehrgang in Sachen Medienmisstrauen.« lobt Die Welt (28. März 2019). Das analytische und humorvolle Œuvre des Künstlers KP Brehmer ist ein echter Geheimtipp zum Weitererzählen an Freunde und Bekannte.

Aber auch die Präsentation The Video is the Message lohnt einen Besuch. Zu sehen und hören sind u.a. Videos, Filme, Videoinstallationen und Schallplatten aus der ausgezeichneten Mediensammlung der Hamburger Kunsthalle.

Mit der Seele und dem Thema Ewigkeit aus Sicht unterschiedlicher Religionen befasst sich bereits am 4. April die Reihe Kunst im interreligiösen Dialog.

Mitte April steht einem Osterspaziergang in die Kunsthalle nichts im Wege: Das Museum ist an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Schon jetzt können aufmerksame Leser_innen das Osterei in diesem Newsletter finden – zu gewinnen gibt es einen Platz in einem Malkurs.

Tipp: Am Tag der Provenienzforschung am 10. April 2019 können Sie bei der Veranstaltung Werk der Woche um 12 Uhr die Herkunftsgeschichte des rund 400 Jahre alten Gemäldes »Landschaft mit der Flucht nach Ägypten« erfahren. Mit dem Kunsthallen-Tagesticket erhalten Sie zudem ermäßigten Eintritt zur Filmpremiere »Auch Leben ist eine Kunst« um 20 Uhr im Abaton Kino.

Viel Spaß!

Inhalt

1. Neue Ausstellung: Hamburger Schule
2. Kuratorinnen stellen vor: KP Brehmer. Korrektur der Nationalfarben
3. Videos, Filme und Schallplatten: Medien-Ausstellung
4. Kunst im interreligiösen Dialog: Seele und Ewigkeit
5. Bildung und Vermittlung: Malkurse für Erwachsene zur Ausstellung Hamburger Schule
6. Schätze der Hamburger Kunsthalle

1. Neue Ausstellung: Hamburger Schule


Friedrich Carl Gröger (1766–1838)
Lina Gröger, die Pflegetochter des Künstlers, 1815
Öl auf Leinwand,  62,2 x 53 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walfod

 

12. April bis 14. Juli 2019

Die Kunsthalle lädt mit Hamburger Schule. Das 19. Jahrhundert neu entdeckt dazu ein, dieses spannungsreiche Jahrhundert aus der Sicht der sogenannten »Hamburger Schule« kennenzulernen. Präsentiert wird die Situation der Künste und deren Strukturen in der Hansestadt zu dieser Zeit. Die Ausstellung bietet anhand von rund 120 Gemälden, Zeichnungen und Graphiken einen repräsentativen Überblick. Sie stellt die maßgeblichen Protagonisten vor, die über den Zeitraum eines ganzen Jahrhunderts in Hamburg wirkten, darunter unter anderem Philipp Otto Runge, Erwin Speckter, Jacob Gensler, Valentin Ruths und Thomas Herbst. >>mehr

Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, um 19 Uhr, Werner-Otto-Saal
Teilnahme: frei

2. Kuratorinnen stellen vor: KP Brehmer. Korrektur der Nationalfarben


KP Brehmer (1938–1997)
Aufsteller 25, Das Gefühl zwischen Fingerkuppen, 1967
Siebdruck auf Papier, gefaltet, vier farbige Samentüten, 60 × 36 × 10 cm
KP Brehmer Sammlung und Nachlass, Berlin
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Foto: Roman März


bis 23. Juni 2019

Die Hamburger Kunsthalle zeigt mit KP Brehmer. Korrektur der Nationalfarben eine umfassende Ausstellung des deutschen Malers, Graphikers und Filmemachers KP Brehmer (1938–1997). In komplexer Weise setzte er sich mit den Bildmedien der Bundesrepublik Deutschland und den Bedingungen der kapitalistischen Bildproduktion und -rezeption auseinander. >>mehr

Im April können Sie an drei Terminen zusammen mit den Macherinnen der Ausstellung ausgewählte Werke von KP Brehmer ganz intensiv betrachten oder sich durch die komplette Ausstellung mit Collagen, Druckgraphik, Gemälden, Zeichnungen und Filmen führen lassen.

Werk der Woche:
Mittwoch, 3. April 2019, 12 Uhr
Mittwoch, 24. April 2019, 12 Uhr
Teilnahme: jeweils 4 € (zzgl. Eintritt), begrenzte Personenzahl, Ticket ist im Vorverkauf erhältlich

Kuratorinnenführung:
Donnerstag, 25. April 2019, 19 Uhr
Teilnahme: Im Eintritt enthalten, begrenzte Personenzahl, Anmeldetickets an der Kasse erhältlich

3. Videos, Filme und Schallplatten: Medien-Ausstellung


Jeanne Faust (*1968)
Rodeo, 1999
Videoinstallation, Farbe, Ton, VHS, 10 Min, 16 mm Film übertragen auf Video, Videostill
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019


bis 15. September 2019

Die Hamburger Kunsthalle besitzt eine ausgezeichnete Mediensammlung, die mit über 600 Positionen von Videos, Filmen, Videoinstallationen, Schallplatten, Audiokassetten und CDs von 1960 bis heute einen substantiellen Einblick in die Geschichte der Medienkunst bietet. Die Sammlung wurde bereits 1977 begründet und seit 1993 verstärkt aufgebaut. In den letzten Jahren ist sie durch wichtige Werke von jüngeren Künstlern erweitert worden. Die Präsentation The Video is the Message zeigt nun seit langer Zeit erstmals wieder einen umfangreichen Überblick. >>mehr

4. Kunst im interreligiösen Dialog: Seele und Ewigkeit


Bertram von Minden, um 1345-1414/15
Buxtehuder Altar, Der Tod Mariens, 1390-1415
Öl auf Eichenholz
© Hamburger Kunsthalle/bpk
Foto: Elke Walford


Die Bezeichnungen für Seele sind so vielfältig wie die Vorstellungen darüber in den Religionen. Im Buddhismus geht man von fließenden, vergänglichen Energien aus, jedoch nicht von einem den Tod überdauernden Etwas, das Seele benannt werden könnte. In der Reihe Kunst im interreligiösen Dialog erörtern Vertreter_innen verschiedener Religionsgemeinschaften vor ausgewählten Kunstwerken, was die Seele ist und was mit ihr in der Ewigkeit geschieht.

Referierende: Özlem Nas, Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin, SCHURA - Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg, e.V.; Dr. Veronika Schlör, Katholische Akademie Hamburg; Oliver Petersen, Buddhismuslehrer, Tibetisches Zentrum e.V. Hamburg

Moderation: Marion Koch, M.A., Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin, Hamburger Kunsthalle

Kunst im interreligiösen Dialog: Seele und Ewigkeit
Donnerstag, 4. April 2019, 19 Uhr
Teilnahme: im Eintritt enthalten

5. Bildung und Vermittlung: Malkurse für Erwachsene zur Ausstellung Hamburger Schule


Jacob Gensler (1808–1845)
Am Elbstrand bei verdeckter Sonne, 1840
Öl auf Papier, 33,7 x 47,5 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Christoph Irrgang


Im 19. Jahrhundert brachen viele Hamburger Maler zu Reisen auf und kehrten mit neuen Eindrücken und reichen Erfahrungen zurück in die Hansestadt. Die Ausstellung Hamburger Schule zeigt, welche künstlerischen Impressionen und Anregungen in ihre Kompositionen eingeflossen sind. Bei verschiedenen Praxis-Malkursen zu der Ausstellung erkunden die Teilnehmer_innen gemeinsam die Werke und lassen sich davon inspirieren.  

MALKURS Hamburger Schule
Nach dem Ausstellungsbesuch werden technische Fragen zu Farbe, Pinselstrich, Bildaufbau und Kontrasten besprochen sowie malerisch selbst erprobt.

Samstag, 13. April und Sonntag, 14. April 2019, von jeweils 11 bis 17 Uhr
Teilnahme: 125 Euro, erm. 89 Euro pro Teilnehmer_in (Anmeldung und weitere Informationen: kurse@hamburger-kunsthalle.de)

Osterei: Wir verlosen eine Teilnahme an diesem Malkurs! Schicken Sie bis einschließlich Sonntag, dem 7. April 2019 eine E-Mail mit Ihrem Namen, einer Telefonnummer und dem Betreff »Hamburger Schule-Malkurs« an presse@hamburger-kunsthalle.de.
Teilnahmeberechtigt an dem Kurs sind Personen ab 18 Jahren. Per Losverfahren wird ermittelt, wer gewinnt. Die geloste Person wird am Montag, dem 8. April 2019, benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.


MALKURS Landschaft im Licht
Die Landschaftsgemälde der Hamburger Schule stehen im Fokus der Betrachtung. Die aufgehellte Palette und die fleckhafte Malweise wird im Praxisteil des Kurses selbst erprobt, um zu den lichterfüllten Darstellungen zu gelangen.

Fünf Termine (donnerstags): 9. und 23. Mai sowie 6., 13. und 20 Juni 2019, jeweils von 17 bis 20 Uhr
Teilnahme: 155 Euro, erm. 110 Euro (Anmeldung: kurse@hamburger-kunsthalle.de)

6. Schätze der Hamburger Kunsthalle


Friedrich Einhoff (1936–2018)
Figurengruppe, 2008
Acryl, Kohle und Sand auf Leinwand, 490 x 595 mm
Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett / bpk
© LEVY Galerie
Foto: Dirk Masbaum

Entdecken Sie...
Friedrich Einhoff (1936–2018), Figurengruppe, 2008

Die beiden Gattungen Zeichnung und Malerei lassen sich bei Friedrich Einhoff (1936–2018) nicht klar voneinander unterscheiden. Zwar immer der menschlichen Figur verhaftet, muten seine Werke dennoch zugleich abstrakt an. Die Motive bleiben rätselhaft, da sie auf umrisshafte Figuren, angedeutete Orte oder Gegenstände reduziert sind. So auch bei dem Werk Figurengruppe. Die anonymen menschlichen Gestalten bestimmen die Komposition. Die Bildoberfläche ist angeraut und tritt in Beziehung zu den fragmentarischen Figuren, die sich, wie die porösen Malmittel, aufzulösen scheinen. Einhoff hat für die Zeichnung neben Acryl und Kohle Sand als Material zum Einsatz gebracht. Der erzielte Effekt kennzeichnet seine Arbeitsweise, die darauf abzielt, ein alltägliches Motiv zu verfremden, so dass keine Abbildhaftigkeit eines Menschen- oder Naturbildes vorliegt, sondern lediglich eine nebulöse Andeutung.

Die Zeichnung ist in der Ausstellung Das vertraute Unbekannte. Friedrich Einhoff in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle bis zum 26. Mai 2019 im Sammlungsbereich Harzen-Kabinett zu sehen.

Viel Spaß!