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Inhalt

Vorwort
Ralf Rothmann liest in der Humboldt-Bibliothek
Kinderszenen – Schumanns Meisterwerk im Fontane-Haus
Internationaler Museumstag im Museum Reinickendorf
Führung am Historischen Ort Krumpuhler Weg
Mathe-Treff in der Bibliothek im Märkischen Viertel
Vorlesenachmittage in den Reinickendorfer Bibliotheken
Veränderte Öffnungszeiten der Humboldt-Bibliothek
Denkmal des Monats
Lesetipps der Bibliotheken
Unser Angebot für Sie
Haftungsausschluss

Vorwort

Liebe Kulturinteressierte,

mit dieser 111. Ausgabe beginnt der zehnte Jahrgang unseres Newsletters. Ich möchte mich für die Aufmerksamkeit, die sie unserem Veranstaltungs- und Informationsangebot entgegenbringen, herzlich bei Ihnen bedanken!

Auch der Mai bietet wieder eine Fülle von Interessantem.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Katrin Schultze-Berndt
Bezirksstadträtin für
Schule, Bildung und Kultur

Ralf Rothmann liest in der Humboldt-Bibliothek

Ralf Rothmann liest am Mittwoch, den 11. Mai 2016 im Rahmen der Reihe "LESEZEICHEN - Literatur live in Tegel" aus seinem neuen Roman "Im Frühling sterben".

»Sprach ich meinen Vater in der Kindheit auf sein starkes Haar an, sagte er, das komme vom Krieg; man habe sich täglich frischen Birkensaft in die Kopfhaut gerieben. Ich fragte nicht weiter nach, hätte wohl auch, wie so oft, wenn es um die Zeit ging, keine genauere Antwort bekommen. Die stellte sich erst ein, als ich Jahrzehnte später Fotos von Soldatengräbern in der Hand hielt und sah, dass viele Kreuze hinter der Front aus jungen Birkenstämmen gemacht waren.«

Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere,Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund ...

In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste ...

Datum: Mittwoch, 11. Mai 2016
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: 7,- € / 4,- €
Ort: Humboldt-Bibliothek, Karolinenstr. 19, 13507 Berlin

Die Reihe "Lesezeichen - Literatur live in Tegel" ist eine Reinickendorfer Kooperationsveranstaltung zwischen der Volkshochschule und der Humboldt-Bibliothek.

(Text und Foto: © Suhrkamp Verlag)

Kinderszenen – Schumanns Meisterwerk im Fontane-Haus

Wie Schumanns Meisterwerk WIRKLICH entsand

Kammerorchester Unter den Linden

Robert Schumann (Andreas Peer Kähler) ist verzweifelt. Gerade hat er glücklich seine geliebte Clara geheiratet und mit ihr sechs Kinder bekommen. Nun verlangt Clara von ihm, Musik für ihre kleinen Engelchen zu komponieren, und er weiss nicht, wie er das machen soll. „Kinderszenen“ hat Clara als Titel vorgeschlagen! Vielleicht können ihm die Kinder im Publikum dabei helfen? Mit ihrer Hilfe und der von Roberts Jugendfreund Peter Gilgen entstehen so ganz spontan allmählich Schumanns originale „Kinderszenen“ – und zu aller Überraschung erscheint am Ende sogar Clara persönlich und singt einige von Roberts schönsten Liedern… www.kudl-berlin.de

Karten ab 6,- € unter Tel.: 030 – 479 974 23 oder Online

Vorstellungen:

Sonntag 22. Mai 2016, 16.00 Uhr    Fontane-Haus

Montag  23. Mai 2016, 10.30 Uhr    Fontane-Haus

(Foto: Promo)

Internationaler Museumstag im Museum Reinickendorf

Anlässlich des Internationalen Museumstages am 22. Mai 2016 finden im Museum folgende Veranstaltungen statt:

11 Uhr – Führung durch die Ständige Ausstellung des Museums

Das Museum Reinickendorf ist in der alten Dorfschule von Hermsdorf untergebracht, an die noch ein historisches Schulzimmer erinnert. Ein Handwerkerraum, eine Försterstube, der Raum „Raus ins Grüne“ und eine Arbeiterküche aus der Zeit um 1920 illustrieren die Entwicklung des Ortes im Norden Berlins vom ländlich geprägten Dorf über ein Ausflugsziel für Städter bis zur Industrialisierung und Eingemeindung nach Berlin. Ein 2013 neu hinzugekommener Raum geht auf die Rolle Reinickendorfs für die Rüstungsproduktion der Nationalsozialisten, die französische Besatzung und die Folgen der deutschen Teilung ein. Zudem wurde das Arbeitszimmer des 1997 verstorbenen Arztes, Philosophen, Künstlers und Schriftstellers Wladimir Lindenberg im Museum rekonstruiert. Auf dem Freigelände hinter dem Museum wurde ein germanisches Gehöft rekonstruiert, das aus dem begehbaren Langhaus, dem Webhaus und einem Speicher besteht.

Der Eintritt ist frei.

Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums, vor der Uhr

13 Uhr – Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Cité Foch. Reinickendorfs französische Erbschaft“

Die Cité Foch ist die größte der Siedlungen, die die französischen Alliierten während ihrer Zeit (1945-1994) für die Militärangehörigen im Norden Berlins errichteten. 

Die Ausstellung zeigt die Baugeschichte der Cité Foch, erinnert an die Zeit der Franzosen und weist auf die Qualitäten und Chancen der Siedlung im Zusammen-hang mit der geplanten baulichen Entwicklung als Wohnstandort hin.

Der Eintritt ist frei.

Ort: GalerieETAGE im Museum Reinickendorf

15 Uhr - Vortrag

Kunst & Kaffee: Von Hermsdorf bis Manhattan - Episoden im Leben von Max Beckmann

Der Maler und Grafiker Max Beckmann ist vor allem für seinen figurenstarken, expressiven Stil bekannt, den er zu Beginn des 20. Jahrhunderts der aufkommenden Abstraktion entgegensetzte. Von 1907-14 lebte der junge Künstler mit seiner Familie in der Ringstraße 17 in Hermsdorf. In dieser Zeit hielt Beckmann auch den Bau des Hermsdorfer Wasserturms in zwei Gemälden fest.

Wie sah Beckmanns Leben in Hermsdorf aus? Wer waren die beiden Frauen an seiner Seite? Welchen Einfluss hatten seine Eindrücke als Sanitäter im Ersten Weltkrieg auf seinen Malstil? Warum war er einer der meist gehassten Künstler der Nazis? Und wie gelangte Beckmann schließlich nach New York?

Gönnen Sie sich mit den Kunstkomplizen einen entspannten Sonntagnachmittag im Lesekabinett des Museums Reinickendorf und erfahren Sie bei Kaffee und Kuchen mehr über Leben und Werk Max Beckmanns.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Eintritt: 15 € (inklusive Kaffee und Kuchen)

Um Anmeldung unter info@kunstkomplizen.de  oder Tel.: 01573/7507224 wird gebeten.

Ort: Kabinett im Museum

Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin

Tel.: 030/404 40 62, www.museum-reinickendorf.de

Führung am Historischen Ort Krumpuhler Weg

In Tegel-Süd, auf dem Gelände Billerbecker Weg 123 A, befand sich von 1942 bis 1945 ein NS-Zwangsarbeiterlager. Es wurde von einer Tochterfirma des Unternehmens Borsig betrieben und zählte mit bis zu 1.500 Insassen zu den großen Lagern in Berlin. Gebäude aus der Lagerzeit haben sich bis heute als steinerne Zeugen der NS-Zwangsarbeit erhalten. Im Frühjahr 2010 wurde hier eine bezirkliche Gedenkstätte eingerichtet. Am 6. April 2016 konnte in einer authentischen Baracke ein Gedenk- und Informationsraum zur Geschichte des Zwangsarbeiterlagers mit Fundstücken eröffnet werden.

Die Führung erläutert die Geschichte des Geländes als Zwangsarbeiterlager sowie die spätere Nutzung des Geländes als Gartenarbeitsschule. Der Gedenk- und Informationsraum ist geöffnet. 

08. Mai 2016, 14 Uhr

Treffpunkt: Eingang Billerbecker Weg 123 A
Der Eintritt ist frei.

Kontakt: 030/404 40 62, www.museum-reinickendorf.de

Mathe-Treff in der Bibliothek im Märkischen Viertel

Ein Nachhilfelehrer bietet immer montags von 15.00 – 16.00 Uhr seine Hilfestellung bei Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung im  ”Problemfach” Mathematik an. Dieses kostenlose Angebot richtet sich an Schüler von der 5. Klasse an bis zum Abitur.

Bibliothek im Märkischen Viertel
Fontane-Haus
Königshorster Straße 6, Eingang am Marktplatz
13439 Berlin

Vorlesenachmittage in den Reinickendorfer Bibliotheken

Für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren gibt es regelmäßig stattfindende Vorlesenachmittage. Ziel ist es, bei ihnen Freude am Lesen zu wecken und damit auch das Lernen zu erleichtern und die Sprachkenntnisse zu verbessern. In Kooperation mit Lesewelt e.V. erwartet ein Team von Vorleserinnen bzw. Vorlesern zu festen Zeiten einmal wöchentlich die interessierten Kinder. Innerhalb einer Stunde werden Geschichten vorgelesen: für die ganz Kleinen, für Erstklässler und auch für die größeren Grundschüler. Der Besuch einer Vorlesestunde ist für die Kinder kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dieses Angebot gibt es in folgenden Reinickendorfer Stadtbibliotheken:

- Bibliothek im Märkischen Viertel:          immer montags von 16.30 - 17.30 Uhr

- Bibliothek am Schäfersee:                    immer montags von 16.30 - 17.30 Uhr

- Stadtteilbibliothek Reinickendorf-West:  immer donnerstags von 16.30 - 17.30 Uhr

Veränderte Öffnungszeiten der Humboldt-Bibliothek

Am Mittwoch, dem 11. Mai 2016, öffnet die Humboldt-Bibliothek wegen einer Personalversammlung erst um 13.00 Uhr, die Bibliotheken im Märkischen Viertel und am Schäfersee erst um 14.00 Uhr.

Am Samstag, dem 14. Mai 2016, bleibt die Humboldt-Bibliothek geschlossen.

Denkmal des Monats

Grabmal für Wilhelmine Anne Susanne von Holwede, geb. Colomb, Grabanlage mit vier Linden (heute nur noch drei), ca. 1784, auf dem ehemaligen Kirchfriedhof von Alt-Tegel

Baudenkmal

Im direkten Umfeld der Kirche Alt-Tegel befinden sich eine Reihe alter Grabmäler, die noch zum alten Kirchhof der Dorfkirche gehören, der im 15. Jahrhundert angelegt und 1874 geschlossen wurde. Im Nordosten befindet sich ein einzelnes Grabmal, welches mit einer marmornen Urne gekrönt und von einer Tafel mit Porträtmedaillon verziert ist. Hier wurde die 1784 verstorbene Wilhelmine Anne Susanne von Holwede, geborene Colomb, die Schwester von Marie-Elisabeth von Humboldt und somit die Tante der bekannten Brüder Wilhelm von Humboldt und Alexander von Humboldt, begraben.

Lesetipps der Bibliotheken

Schöne Literatur

Stephan, Cora: Ab heute heiße ich Margo.

Kiepenheuer & Witsch, 2016. 639 S.

Zwei berührende Frauenschicksale, die auf faszinierende Weise miteinander verknüpft sind, schildert die bekannte Autorin auf beeindruckende Weise. Dabei spannt sie den zeitlichen Bogen von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Nachwendezeit in Deutschland.

Jarawan, Pierre: Am Ende bleiben die Zedern.

Berlin-Verlag, 2016.  445 S.

Breit angelegte Familiengeschichte, die berührend die Erlebnisse einer libanesischen Familie erzählt, die vor dem Bürgerkrieg flieht. Die Suche nach seinem vor über 20 Jahren verschwundenen Vater lässt Samir El-Hourani erstmals in den Libanon reisen … Dem jungen Münchener Autor (geb. 1985) ist mit seinem Debüt glänzende und aktuelle Bezüge bietende Unterhaltung gelungen.

Sachbücher

Ebert, Vince: Unberechenbar : warum das Leben zu komplex ist, um es perfekt zu planen.

Rowohlt 2016. 316 S.

Lässt sich unser Leben strikt durchplanen oder haben wir die erfreulichsten Erfolge dem Zufall zu verdanken? Der Autor hinterfragt den Wunsch vieler Menschen, alles im Griff haben zu wollen und Überraschungen möglichst zu vermeiden. Denn Spontaneität und Kreativität bewirken oft wahre Wunder.

Juul, Jesper: Leitwölfe sein : Liebevolle Führung in der Familie.

Beltz 1016. 215 S.

Kein klassischer Erziehungsratgeber mit Erziehungstipps! Juul gibt eher Denkanstöße für das eigene Eltern-Verhalten, er ermutigt Mütter und Väter dazu, den eigenen Führungsstil in der Familie zu überdenken und in eine Richtung zu gehen, die eine liebevolle, aber dennoch klare und eindeutige Führungsrolle beinhaltet.

Hörbücher

Strunk, Heinz: Der Goldene Handschuh. Ungekürzte Autorenlesung.

Roof/Tacheles, 2016. 5 CD (379 Min.)

Beeindruckende Lesung  vom Autor selbst. Der Roman bietet atmosphärisch dichte Milieuschilderungen rund um die Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“, in der in den 1970er Jahren der mehrfache Frauenmörder Fritz Honka seine Opfer fand. Mehr als 6 Stunden intensiver, lohnender und bisweilen verstörender Lesung.

Wells, Benedict: Vom Ende der Einsamkeit. Gelesen von Robert Stadlober. Ungekürzte Lesung.

Diogenes, 2016. 6 CD (455 Min.)

Der neue Roman von Wells erobert zu Recht die Bestsellerlisten. Die spannende Geschichte der Geschwister Jules, Liz und Marty ist literarisch überzeugend und unterhält aufs Feinste. Das Hörbuch bietet die sehr gekonnte Interpretation des bekannten Schauspielers Robert Stadlober, besonders gelungen sind dabei die Passagen eines österreichischen Protagonisten mit entsprechendem Akzent.

Kinder- und Jugendliteratur

Hole, Stian: Morkels Alphabet.

Hanser 2016. 23 gez. Bl.

Eingebettet in wunderschöne Illustrationen mit Naturmotiven erzählt der preisgekrönte norwegische Autor und Illustrator eine ungewöhnliche Freundschaftsgeschichte: Anna und Morkel kommunizieren über geheime Zettelbotschaften und treffen sich schließlich regelmäßig, um den Geräuschen der Natur zu lauschen. Eines Tages ist Morkel aber verschwunden und Anna vermisst ihn sehr. Viele Botschaften sind nötig, um Morkel wieder zurückzubringen. Ein ungewöhnliches Buch für viele Altersstufen. Kinder ab fünf Jahren werden beim Vorlesen sicher viele Fragen stellen und auch Erwachsenen bietet dieses außergewöhnliche Buch viel Stoff zum Nachdenken.

Nilsson, Johanna: Hass gefällt mir

Beltz & Gelberg, 2016. - 168 Seiten

Gloria ist in Robin verliebt, dieser jedoch nutzt die Situation aus und verleitet sie zu sexuellen Handlungen, die von seinen Freunden gefilmt und ins Internet gestellt werden. Glorias Freundin Jonna startet eine Gegenoffensive, die in eine Spirale von Verleumdung, Gewalt und Mobbing mündet. Die Geschichte wird in 3 Teilen jeweils aus der Sicht der Jugendlichen erzählt, die Beiträge aus dem Schulchat sind zwischengesetzt. Ein authentischer Roman zum Thema Cybermobbing, auch als Schullektüre geeignet.

(Ab 14 Jahren)

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