Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen der MEWO Kunsthalle,

zwei Wochen nach unserer letzten Vernissage geht es nun schon in die nächste Runde. Seit vielen Jahren setzen sich Monica Germann und Daniel Lorenzi mit großer Konsequenz mit Zeichnung, Malerei, Objekt, Video und Musik auseinander. Das mannigfaltige Werk lässt sich in seiner Fülle kaum fassen. Ein Zusammenhang ergibt sich insbesondere durch die Komposition der einzelnen Werke im Ausstellungsraum in Form großer Rauminstallationen.

 

Zur Eröffnung der Ausstellung 
Monica Germann & Daniel Lorenzi: dreht sich die Spiegelkugel zum Punktlicht'
am Freitag, dem 22. Februar 2019 um 19 Uhr

möchten wir Sie sehr herzlich einladen!

 

Der Eintritt am Eröffnungsabend ist frei.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der MEWO Kunsthalle

Inhalt

Monica Germann & Daniel Lorenzi: dreht sich die Spiegelkugel zum Punktlicht
Jadranka Kosorcic: Status Quo
Forest. Enter. Exit.

Monica Germann & Daniel Lorenzi: dreht sich die Spiegelkugel zum Punktlicht

Monica Germann & Daniel Lorenzi: dreht sich die Spiegelkugel zum Punktlicht

23. Februar 2019 bis 19. Mai 2019

Großformatige Malereien auf mit Silberfarbe grundierter Leinwand zeigen Kreise, und dazwischen sogenannte ‚Smileys‘ [welche in den 1980er Jahren als Erkennungszeichen der Musikbewegung Acid House populär wurden, die aber als Zeichen und Phänomene schon auf Ludwig Wittgenstein zurückgehen und heute als Emojis allgegenwärtig geworden sind], neben weiteren geometrischen Mustern, die sich zum Teil als Verbundsteine [jenen Grundelemente der Verödung mitteleuropäischer Auffahrten und Höfe] identifizieren lassen. In diesen Arbeiten finden sich einige simple geometrische Formen, die aus wenigen Pinselstrichen zusammengefügt sind, aus denen sich große gesellschaftliche Themen eröffnen, wie die fortschreitende Flächenversiegelung in unseren Städten und die digitale Kommunikation.

Daneben hängen präzise gezeichnete kleinere Arbeiten, Aquarelle, in denen Linienstrukturen mit Bleistift vorgegeben sind und die dann der Reihe nach immer wieder mit einer dünnen Tuschlasur übermalt wurden. Aus einfachen Linien entstanden durch die stetige Verdichtung der Farbe plötzlich dreidimensionale Bilder. Die Struktur erhebt sich hier zum Objekt und drängt sich fast aus dem Papier heraus.

Monica Germann &  Daniel Lorenzi, Saturation hue green, Tusche auf Papier, 30,5 x 23 cm

Realistische Wandzeichnungen ergänzen das Œuvre, ebenso wie dreidimensionale Objekte – aus Holz und Metall –, die wie die Leinwände und die Aquarelle auf die Modernismen der Abstraktion verweisen. Diese Arbeiten sind deshalb so faszinierend, weil sie die Kunstgeschichte ebenso wie die Geschichte der künstlerischen und kulturellen Sozialisation ihrer Schöpfer in sich tragen und trotzdem aktuell und zeitgenössisch frisch wirken.
Zur Ausstellung werden Monica Germann & Daniel Lorenzi eine Wand im Eingangsbereich der MEWO Kunsthalle gestalten. Dieses Wandbild wird diesen Ort für die Dauer von zwei Jahren, bis zum Frühjahr 2021, visuell prägen.


Monica Germann & Daniel Lorenzi (*1966, St. Gallen / *1963, Solothurn) haben an der Zürcher Hochschule der Künste studiert. Seit 1995 arbeiten sie gemeinsam in den unterschiedlichsten Medien und Formaten. Zahlreiche Ausstellungen haben ihr Werk dem schweizerischen und internationalen Publikum näher gebracht. In den letzten Jahren hatten sie Atelierstipendien in Berlin (2013) und New York (2015). Monica Germann & Daniel Lorenzi leben in Zürich.

Monica Germann &  Daniel Lorenzi, Saturation hue green, Tusche auf Papier, 30,5 x 23 cm

 

ERÖFFNUNG: Freitag, 22. Februar 2019, 19 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Jadranka Kosorcic: Status Quo

Jadranka Kosorcic: Status Quo

Blind Date mit dem Kunst Additum 2018/19 des Vöhlin-Gymnasiums, Memmingen

8. Februar 2019 bis 22. April 2019

Die Kontaktaufnahme findet in der Regel über Annoncen oder die direkte Ansprache statt. Neben dem individuellen Porträt geht es in diesen Serien immer auch um ein ‚Porträt’ der Orte. Schon der Fotograf August Sander sagte: „Durch meine Auswahl der Personen ergibt sich ein Spiegelbild eines Ortes und auch meines Blickes auf diesen.“ Solche Porträtreihen sind unter anderem bereits in Berlin, New York, Malmö, Philadelphia, Split, Rijeka, London, München, Lwiw (Lemberg) und Orońsko entstanden.

Bislang gibt es neben der Porträtreihe mit den Schüler*innen des Kunstkurses aus Memmingen nur eine weitere Werkgruppe, in der eine bestehende Gruppe zur Gänze erfasst wurde. Diese entstand indem Kosorcic alle 25 Einwohner der Stadt Hum in Kroatien, der kleinsten Stadt der Welt, portraitierte.

Jadranka Kosorcic, Blind Date with Josefine, Memmingen 2018, 56 × 42 cm, 2018

Der Austausch mit den Schüler*innen behandelte immer wieder ihr spezielles Interesse am Kunstkurs und an Kunst im Allgemeinen, ihr Leben in der Stadt Memmingen, ihre Interessen außerhalb der Schule und ihre Pläne nach dem Abitur. ‚Blind Date mit Memmingen’ wurde so zu einer Art Gruppenporträt des Kunstkurses, gleichzeitig auch ein Ausschnitt dieses Abiturjahrgangs, ein individueller und zugleich kollektiver Spiegel des Lebens junger Menschen in Memmingen.

Die Tonaufnahmen sind eine Dokumentation, ein Archiv des Status Quo. Es wäre hochspannend die einzelnen Schüler*innen im Abstand von einigen Jahren erneut zu porträtieren, um zu sehen, welchen Weg die Einzelnen tatsächlich im Leben eingeschlagen haben.

Die Idee zur Portraitreihe in Memmingen entstand gemeinsam mit Robert Paulus, der diesen Kurs am Vöhlin-Gymnasium unterrichtet.

Mit freundlicher Unterstützung der Freunde der MEWO Kunsthalle e.V.

Jadranka Kosorcic (*1972 in Split) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, dem Chelsea College of Art and Design, London und der Akademie der Bildenden Künste München. Sie lebt in München. In den letzten Jahren führten Stipendienaufenthalte Kosorcic nach Split, Orońsko, Lwiw (Lemberg), Sankt Christoph, Rijeka und New York. Sie war an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt.

Jadranka Kosorcic, ‚Blind Date with Hum’, Mostyn, Llandudno 2017 (Installationsansicht), Foto: David Berweger

 

ERÖFFNUNG: Donnerstag, 7. Februar 2019, 19 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Forest. Enter. Exit.

Forest. Enter. Exit.

24. November 2018 bis 17. März 2019 (verlängert!)

Seit jeher begleitet der Wald die Menschheitsgeschichte, ob als Ressource für den technologisch-zivilisatorischen Fortschritt, als mystischer Rückzugsort oder als Medium ideologischer Überformung. Wald war für den Menschen immer mehr als nur bloße Natur.

Riefen die Gebrüder Grimm uns noch die Wildheit und Morbidität des Waldes, voller unheimlicher Wesen, vor Augen, so beschwor Joseph von Eichendorff die Heimat patriotisch als „schönes Land der Eichen“. Die zugrunde liegende einheitsstiftende Idee zog sich durch das gesamte 19. Jahrhundert und verlor erst in den Umwälzungen im Zuge der Industrialisierung mehr und mehr an Bedeutung. Nach der ideologischen Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten wurde der Wald in Zeiten des Wirtschaftswunders neu als Urlaubs- und Erholungsziel definiert.

Jessica Wolfelsperger, aus der fotografischen Serie Saga, 2017

Über die Jahre entwickelte sich eine Sensibilität für das Naturthema, die einerseits auf diese vage immerwährende Verbundenheit zurückgeht, die aber auch starke Züge ökologischen Bewusstseins in sich trägt. Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit brechen sich Bahn und werden öffentlich diskutiert. Im Gegenzug steigen Nationen aus Klimaabkommen aus und die vermeintlich einzige Strategie vieler Industrien scheint die bedingungslose Gewinnmaximierung zu sein.

Mitunter als Gegenentwurf erfahren der Wald, die Berge und die Natur ganz allgemein seit einigen Jahren eine Renaissance und besetzen damit den Platz einer quasi-religiösen Sehnsuchtsidee. Touristische Konzepte wie das Waldbaden, aber gerade das Höher-Schneller-Weiter-Prinzip der Branche sprechen die deutliche Sprache einer den heutigen Verhältnissen angepassten Nutzbarmachung von Natur als Erlebniswelt. Nicht selten steht der Eigennutz im Mittelpunkt. Ein Gleichgewicht zwischen Wald und Mensch ist wünschenswert, aber kaum erreicht.

Die Selbstbedienungsmentalität der vergangenen Jahrhunderte ist nicht zukunftsfähig. Ist der Wald nur mehr die Bühne für unser am Überfluss und Überreiz erkranktes Ego? Der Mensch muss sich in seiner (Um-)Welt neu verorten und mit ihr auch in ökonomischer Hinsicht eine Beziehung auf Augenhöhe eingehen.

Premna Daemon (2018) – terra0, Foto: Stephan Baumann, http://bild-raum.com

Die Ausstellung ‚Forest. Enter. Exit.‘ widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Wald und Mensch. Sie stellt die Frage, wie wir uns heutzutage dem Wald nähern – tatsächlich, sinnlich, aber auch im übertragenen Sinn? In assoziativen Räumen ermöglichen die einzelnen Kunstwerke unterschiedliche Zugänge zur Wald-Mensch-Beziehung. Diese spiegeln sich in der Fülle der verschiedenen künstlerischen Positionen und der genutzten Medien wider.

Diese Ausstellung wurde kuratiert von Axel Städter.

 

Beteiligte KünstlerInnen:

Patrick Alan Banfield, Daniel Gustav Cramer, Jaakko Kahilaniemi, Riitta Päiväläinen, Laurentius Sauer, Janina Schmid, Stefan Schmidt, terra0 (Paul Kolling, Paul Seidler and Max Hampshire) in Zusammenarbeit mit Georgia Hansford, Louis Center und Gregor Finger, Jessica Wolfelsperger

 

ERÖFFNUNG: Freitag, 23. November 2018, 19 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Hinweise der Sponsoren dieses Newsletters:


Tongo Musik - Lernspiel für Kinder


Musik, Instrumente und Noten spielerisch entdecken.
Mit Lernspielen für Kinder von 2 - 8 Jahren.
Ausgezeichnet mit "Best of 2016" (Apple)
„Tongo Musik“ - für Smartphone und Tablet




Mehr lesen