Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem erfolgreichen Abschluss unseres bisherigen Ausstellungshighlights 'NEVER ENOUGH: Monika Sprüth und die Kunst' steht bereits der nächste Höhepunkt an: 'Buried in the Mix'.
Wie hören wir Macht und Geschichte? Wie können wir über die Grenzen von Kultur und Umgebung hinaus zuhören? Dies sind einige der Fragen, welche die Ausstellung uns stellt.
'Buried in the Mix' wurde von unserer Gastkuratorin Bhavisha Panchia im Rahmen des Programms Fellowship Internationales Museum der Kulturstiftung des Bundes kuratiert.

 

Zur Eröffnung der Ausstellung
‚Buried in the Mix’
am Freitag, dem 22. September 2017 um 19 Uhr
in der MEWO Kunsthalle
möchten wir Sie sehr herzlich einladen!!

 

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch! Der Eintritt am Eröffnungsabend ist selbstverständlich frei.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der MEWO Kunsthalle

+++ see english version below +++

Inhalt

Buried in the Mix

Buried in the Mix

Buried in the Mix

23. September 2017 bis 14. Januar 2018

Eröffnung: 22. September 2017 um 19 Uhr - Eintritt frei!

 

Mit Arbeiten von 1115, Fatima Al Qadiri, Chino Amobi, Sonia Boyce, Vivian Caccuri, Tony Cokes, Sofía Córdova, Thibaut de Ruyter, Christopher Kirkley, Los Jaichackers (Julio César Morales & Eamon Ore-Giron), Carlos Monroy, Nástio Mosquito, Andrew Pekler, Mario Pfeifer, Andrew Putter, Kemang Wa Lehulere and Samson Young.

Still. Los Jaichackers (Julio César Morales & Eamon Ore-Giron), Subterranean Homesick Cumbia Remix, 2014/2017

‚Buried in the Mix‘ erkundet, wie kulturelle (Ausdrucks-)Formen, Identitäten und Erzählweisen durch Musik und Sound produziert, verbreitet und über Landesgrenzen, Traditionen und Medien hinweg transportiert werden. Diese aus Zeichnungen, Video, (Sound-)Installationen und Performances bestehende Ausstellung wendet sich dem Klang als Thema zu, um verdrängte Stimmen, Eindrücke und Geschichten hörbar zu machen. Aufgezeichneter Ton breitet sich weithin aus und bringt uns mit einem breiten Spektrum vielfältiger Klänge, musikalischer Strukturen sowie vergessener MusikerInnen und Praktiken in Kontakt.
 
Klangtechnologien sind entscheidende Faktoren, durch die Sozial- und Kulturpolitik imaginiert, ausgedrückt und legitimiert werden. So sehr musikalische Formen selbst Akteure sind und Kultur prägen, sind sie auch treibende Kraft in der Geschichte. Klangaufnahmen finden innerhalb sozialer und ökonomischer Netzwerke statt und werden ganz unmittelbar von diesen geprägt. Frühe koloniale Stimmen, die von Ethnographen und Ethnomusikologen aufgenommen wurden, können heute in bedeutenden Sammlungen von Tondokumenten, wie dem Berliner Phonogramm-Archiv, angehört werden. Heutzutage sind es, trotz der gesteigerten Zugänglichkeit von Musikproduktionstools in den letzten Jahrzehnten, Musikmanager, Softwaredesigner und Labels, die bestimmen, was produziert und gehört wird.

Fatima Al Qadiri, Brute, 2016, 12” LP
Gestaltet von / Artwork by Babak Radboy 2016,
Skulptur / Sculpture: Josh Kline, Foto / Photo: Joerg Lohse

‚Buried in the Mix‘ zeigt Songs, Soundtracks, Clubmusik, Musikvideos und Feldaufnahmen als Äußerungen, die das kulturelle Gedächtnis und die historischen Prozesse der Bildung, Identität und sozialen Bindung der Diaspora hinterfragen, desorientieren und neu konstituieren. Die Arbeiten in der Ausstellung präsentieren zeitgenössische Echos von Kolonialität und westlicher Moderne. Sie offenbaren dabei strukturelle Unterschiede, öffnen jedoch auch Räume für die Produktion und Rezeption vielfältiger Erfahrungen. Sampeln und Remixen sind einige der Methoden, die KünstlerInnen, MusikerInnen und DJs einsetzen, um von Paradigmen und Genealogien abzuweichen. Durch das bewusste Überschreiten und Verwischen ästhetischer und konzeptueller Grenzen, entstehen neue Erzählweisen, Klangstrukturen und Tonalitäten. ‚Buried in the Mix‘ versteht Tonaufnahmen und Musik als soziale und politische  Praxis und bringt Projekte zusammen, die sich mittels veränderter Rhythmik und umgeschriebener Notation neu positionieren.

Samson Young, To Fanon (But my mother weeps rich black tears), 2016

Wie wir zuhören und was wir hören, basiert auf sozialer Stellung, kulturellem Hintergrund oder politischer Ausrichtung. Wie hören wir Macht und Geschichte? Wie können wir über die Grenzen von Kultur und Umgebung hinaus zuhören? Dies sind einige der Fragen, welche die Ausstellung ‚Buried in the Mix’ uns stellt.
 
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: 1115, Fatima Al Qadiri, Chino Amobi, Sonia Boyce, Vivian Caccuri, Tony Cokes, Sofía Córdova, Thibaut de Ruyter, Christopher Kirkley, Los Jaichackers (Julio César Morales & Eamon Ore-Giron), Carlos Monroy, Nástio Mosquito, Andrew Pekler, Mario Pfeifer, Andrew Putter, Kemang Wa Lehulere and Samson Young.
 
Kuratorin: Bhavisha Panchia

 

English version

Buried in the Mix
23 September 2017 – 14 January 2018
Exhibition Opening: 22 September 2017, 7 pm
 
The exhibition ​Buried in the Mix​ ​explores the ways in which cultural forms, identities and narratives are produced, circulated and transferred across geographies, traditions and media. Featuring drawings, video, (sound) installation, vinyl record albums and performance, the exhibition turns to sound as a vehicle to reconstitute negated voices, subjectivities and histories. It relies on the knowledge that recorded sound stretches far and wide, bringing us into contact with an abundant range of heterogeneous noises, musical structures and forgotten musicians and practices.
                                                                                             
Audio technologies are critical sites through which social and cultural politics are imagined, expressed, and legitimated. In as much as sound and music act upon and inform cultural spaces, they are themselves constitutive forces in history. Acts of recording are unavoidably shaped by social and economic networks of power. Early encounters of the colonial enterprise can be heard in the extensive collections of the Berlin ​Phonogramm-Archiv, whereas, despite the proliferation of music production tools today, music executives, software designers and record labels play a determinative role in what music gets produced and ​heard.
                                                                                             
Buried in the Mix​ ​turns to songs and soundtracks, club music, music videos and field recordings as sites that contest, disorient and reconstitute cultural memory and social knowledge. Works included in this exhibition attune us to the resonances of coloniality and western modernity, reveal structural differences of relation, and open up spaces for the production and reception of a range of experiences. Sampling and remixing are methods used by the artists, musicians and DJs in the exhibition to deviate from established paradigms. Through a crossing of aesthetic and conceptual borders, narratives are redirected, sonic textures are rewoven and new vernaculars emerge. Taking sonic recording and music as a practice of social and political space, ​Buried in the Mix​ ​brings together projects which syncopate rhythms, rework scripts and reorient tools towards new potentialities.
                                                                                             
How we listen and what we hear varies based on differences of social positions, cultural backgrounds or political alignments. This exhibition thus raises questions as: ‘How do we hear power and history?’, and, ‘How can we listen across cultures and environments?’
                                                                                             
Participants include 1115, Fatima Al Qadiri, Chino Amobi, Sonia Boyce, Vivian Caccuri, Tony Cokes, Sofía Córdova, Christopher Kirkley, Los Jaichackers (Julio César Morales & Eamon Ore-Giron), Carlos Monroy, Nástio Mosquito, Andrew Pekler, Mario Pfeifer, Andrew Putter, Thibaut de Ruyter, Kemang Wa Lehulere and Samson Young.
 
Curator: Bhavisha Panchia

 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Freitag, 22. September 2017, 19:00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


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