Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der MEWO Kunsthalle,

ein Abend, zwei Eröffnungen! Am 7. Juni 2019 um 19 Uhr werden die Ausstellungen zu Hanna Forster und Roland Iselin eröffnet. Gezeigt werden zum einen zahlreiche Arbeiten der Memminger Malerin und Illustratorin Hanna Forster. Ihre Zeichnungen und Aquarelle zeugen von einem genauen Blick auf die Stadt, die nähere Umgebung und die Begebenheiten auf ihren Reisen.
Zudem präsentieren wir den Schweizer Fotografen Roland Iselin. Er folgt in seiner fotografischen Recherche durch Nordirland dem 1986 erschienen Buch 'Troubled Land' des britischen Fotografen Paul Graham. 30 Jahre später machte sich Iselin erneut auf den Weg nach Nordirland und suchte nach den fortwährenden Einschreibungen des Konflikts in die Landschaft.

 

Zur Eröffnung der Ausstellungen
'Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin' und 'Roland Iselin: Troubled Land'
am Freitag, dem 7. Juni 2019 um 19 Uhr

möchten wir Sie sehr herzlich einladen!

 

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch! Der Eintritt ist nicht nur am Eröffnungsabend frei, sondern immer. Seit 1. Mai 2019 verzichtet die Stadt Memmingen auf Eintritt in die städtischen Museen (Stadtmuseum, Strigel- und Antoniter-Museum sowie MEWO Kunsthalle).

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der MEWO Kunsthalle

Inhalt

Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin
Roland Iselin: Troubled Land

Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin

Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin

8. Juni bis 3. November 2019

Viele werden die Illustration von Hanna Forster noch kennen. Ihre Bunte Geschichten für den kleinen Leser oder das gemeinsam mit Hans Weis verfasste Tripp und Trapp und ihre Abenteuer waren in manchen Kinderzimmern der 1960er und 1970er Jahre zu Haus. Regional kannte man ihre Illustrationen für Schpiaglschwaub ond Schwaubaschpiagl von Friedrich Wilhelm Hermann oder ihre Zeichnungen der Kirchen im Umkreis.

Die Person hinter diesen Zeichnungen bleibt verborgen. Wir wissen wenig über Hanna Forster. Kinderbücher und Illustrationen entsprechen dem Bild, das man sich von einer Künstlerin in der Mitte des 20. Jahrhunderts so machte, die sich nicht der großen Kunst widmete, sondern niedlich-kindlichen Motiven und der Illustration.

Trotzdem funkelt bisweilen auch noch eine andere Persönlichkeit aus den Werken. Wir sehen das Bild einer jungen, unternehmungslustigen Frau, die mit ihrem Mann zum Bergsteigen geht und weite Reisen unternimmt. 1939 werden sie auf einer Reise in den Orient, der Donau entlang nach Istanbul, vom Kriegsbeginn überrascht; sie waren auf Sizilien und in Nordafrika. Auch soziale Konventionen schienen ihnen nicht so wichtig gewesen zu sein. Das Paar heiratet erst 1939 – zwölf Jahre nachdem Hanna Forster zu Hans Weis nach Memmingen gezogen war.

Hanna Forster, Bahnübergang

Hanna Forster, Bahnübergang

Die Ausstellung präsentiert das Werk von Hanna Forster in großer Breite und gibt einen Überblick über ihre unterschiedlichen Interessen und Arbeitsstile.

‚Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin' ist eine Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Memmingen, in dessen Bestand sich die meisten der hier ausgestellt Werke befinden, und dem Stadtarchiv Memmingen.
Parallel wird im Stadtmuseum die Ausstellung ‚Memmingerinnen – 25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt' (11.7.–3.11.2019) gezeigt, die ebenfalls einige Werke von Hanna Forster enthält.

Hanna Forster (1903–1997) wurde zunächst von der Künstlerin Maria Herbig in Kaiserslautern unterrichtet, später besuchte sie eine Malschule in Karlsruhe und nahm Kurse an der Badischen Landeskunstschule (heute: Staatliche Akademie der Bildenden Künste). 1922 brach sie ihr Studium aus finanziellen Gründen ab und war hernach am Pfälzischen Gewerbemuseum in Kaiserslautern tätig. Nachdem sie den Maler, Schriftsteller und Pädagogen Hans Weis (1890–1956) kennen gelernt hatte, zog sie 1927 nach Memmingen; 1939 heirateten die beiden. In Memmingen wirkte sie als Künstlerin, Illustratorin und Kinderbuchautorin und war sie bis ins hohe Alter künstlerisch aktiv. Viele ihrer Zeichnungen wurden publiziert. 1995 zog sie zu Verwandten nach Pirmasens, wo sie 1997 verstarb.

Hanna Forster, Kalchstraße 1945

Hanna Forster, Kalchstraße 1945

 

ERÖFFNUNG: Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Roland Iselin: Troubled Land

Roland Iselin: Troubled Land

8. Juni bis 15. September 2019

Seit dem Karfreitagsabkommen vom April 1998 war Nordirland weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Die bürgerkriegsähnliche Situation schien sich beruhigt zu haben. Erst in neuester Zeit kam das Land wieder ins Gespräch. Die Grenzziehung zwischen der Republik Irland und dem zum Vereinigten Königreich gehörigen Nordirland ist ein hochumstrittenes Thema in den fortwährenden Brexit-Verhandlungen. Durch einen Brexit befände sich an dieser Stelle eine stark zu kontrollierende EU-Außengrenze, während im Karfreitagsabkommen eine größtmögliche Durchlässigkeit vertraglich abgesichert worden war. In der Folge dieser Diskussion wurde Gewalt wieder deutlicher spürbar und forderte neue Opfer. So wurde am 18. April 2019 die Journalistin Lyra McKee am Rande einer Demonstration in Derry/Londonderry erschossen.

Der Schweizer Fotograf Roland Iselin beschäftigt sich seit längerem mit der Situation in Nordirland. Seine fotografische Recherche folgt zunächst dem britischen Fotografen Paul Graham, dessen Buch Troubled Land 1986 erschienen war. Über dreißig Jahre später besuchte Iselin einige derselben Orte und suchte nach den fortwährenden Einschreibungen des Konflikts in die Landschaft.

Roland Iselin, Loyalist Colours, Newbuildings, County Derry, 2018

Roland Iselin, Loyalist Colours, Newbuildings, County Derry, 2018

In den Fotografien von Roland Iselins Serie ›Revisited (Troubled Land)‹ (2018-2019) sind die Markierungen der Konfliktparteien überall zu sehen. Seine Fotografien sind Landschaftsaufnahmen, die politische Territorien abbilden. Da sind Poster, Flaggen und Graffiti zu sehen (als die üblichen Medien der politischen Äußerung), die aus Nordirland bekannten Wandmalereien, aber auch Bordsteine und Lichtmasten, welche entweder in den Farben der Republik Irland (grün / weiß / orange) oder in denen des Vereinigten Königreichs (blau / weiß / rot) bemalt sind.

Der Konflikt ist allerorten sichtbar, beziehungsweise es wird überall deutlich gemacht, auf welcher Seite des Konflikts die Bewohner eines Hauses oder eines Viertels stehen. Die Segregation hat ihre Spuren hinterlassen und ist zum Teil der Landschaft geworden. Die Landschaft selbst ist politisch!

Roland Iselin studierte am Institut für angewandte Psychologie in Zürich, an der Zürcher Hochschule der Künste und an der New Yorker School of Visual Arts. Er lebt und arbeitet in Zürich.

2.)	Rajkamal Kahlon, Stammeshäuptling, aus der Serie ‚Die Völker der Erde’ (2017-2019)

Roland Iselin, Culture Threatens No one, East Belfast, 2018

 

ERÖFFNUNG: Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


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