Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der MEWO Kunsthalle,

mit unserer neuen Ausstellung ‚Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier’ bekommen wir die Möglichkeit, in die Kunstwelt des in Frankfurt am Main geborenen Künstlers einzutauchen. Wie so viele verschlug es ihn nach seinem Studium der Grafik nach Berlin. Dort entwickelte sich von Projekt zu Projekt sein stark von der Linienführung der Comiczeichnung geprägter Stil.

 

Zur Eröffnung der Ausstellung
‚Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier’
am Freitag, dem 17. März 2017 um 19 Uhr in der MEWO Kunsthalle
möchten wir Sie sehr herzlich einladen!

 

Wie immer ist der Eintritt am Eröffnungsabend frei. Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der MEWO Kunsthalle

 

Inhalt

Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier
Relikte & Reliquien
Freiheit, die ich meine...

Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier

Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier

18. März 2017 bis 1. Mai 2017

 

Wie so viele Künstler verschlug es Florian Bielefeldt (*1977 in Frankfurt a. M.) nach dem Studium – auf der Flucht vor Armut und Hunger – ins Herz der Republik nach Berlin, wo er sich in einer Kunstszene wiederfand, die weder Furcht noch Feinde kannte. Im Stahlbad aus Vernissagen, Projekten und Jobcenterbesuchen wünschte er bisweilen, den Verstand zu verlieren, wie bereits viele seiner Mitstreiter vor ihm, die in Projekten zu Goldstaub zerfallen waren, auf Gallery Weekends verdampften oder einfach vom Mahlstrom des Erfolgs hinweggesogen wurden. Dieses Sehnen indes erfüllte sich nicht. Mit dem Ausruf »ersauft an eurem Blut ihr dreckigen Calvinistenschweine« nahm er stattdessen zähneknirschend den fahlen Fehdehandschuh der Realität auf. Seitdem erhielt er verschiedene Stipendien, und er arbeitet als Künstler und Illustrator sowie als Mitglied der Künstlergruppe ›die Fortunisten‹ in einer Ateliergemeinschaft in Kreuzberg und lebt in Neukölln.

Bohren, 2016, Acryl auf Papier, 80 × 60 cm

Bielefeldt absolvierte sein Studium der Grafik, welches er mit einem einjährigen Aufenthalt am Edinburgh College of Art anreicherte, unter der Anleitung Thomas Rugs an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Sich von den traditionellen Druckgrafiken lösend, orientierte er sich bald an der Linienführung von Comiczeichungen und ihrem Hang zur figürlichen Darstellung. Verzweifelt über die Unmöglichkeit eine Zeichnung betreten zu können, fand er Trost im Ausschneiden der Motive, die er alsdann im Raum platzierte, um den Zuschauern und sich selbst wenigstens annähernd das Gefühl zu geben, sich innerhalb des Bildes zu befinden. Waren seine Arbeiten anfänglich von reinem Schwarz und Weiß sowie von Linien und Bleistiftschraffuren geprägt, hat er in den letzten Jahren zu einer Farbigkeit gefunden, deren Palette er seinem Konsum von Leutnant Blueberry, John Difool und Groo the Wanderer sowie von Walt Disneys Lustigen Taschenbüchern geschuldet sieht.

More Booze, 2016, Acryl auf Papier, 40 × 60 cm

 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Freitag, 17. März 2017, 19.00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Relikte & Reliquien

Relikte & Reliquien

10. Februar 2017 bis 7. Mai 2017

 

Zeichen und Bilder des Glaubens sind ein häufiges Thema in der zeitgenössischen Kunst. Künstler kopieren, dokumentieren und erforschen die Objekte der Andacht und der Anbetung. In der Ausstellung ›Relikte und Reliquien‹ geht es jedoch nicht um den Glauben an sich, stattdessen untersucht sie anhand ausgesuchter künstlerischer Arbeiten unser aller Verhältnis zum bildhaften Objekt. Überträgt sich die wundertätige Kraft eines Gegenstands der Anbetung in einer Fotografie? In einem Guß? In einem massenproduzierten Andenken?

Rotimi Fani-Kayode, Every Moment Counts (Ecstatic Antibodies), 1989, C-Print, Courtesy Autograph ABP London

Marlies Pekarek erkundet diese Bedeutungsebenen in farbenfrohen Abgüssen von Heiligenfiguren; aus Massenware fertigt sie in einem handwerklichen Prozess erneut künstlerische Objekte. Alexandra Vogt gibt uns einen Einblick in die Welt einer Sekte aus der Region und führt vor Augen, wie wichtig bildhafte Darstellungen für die Verbreitung von Botschaften sind. Andres Serrano erforscht in seiner fotografischen Arbeit die besondere Wirkung eines kleinen Plastikkruzifixes und provoziert damit die direkte Reaktion seines Publikums. Nick Crowe & Ian Rawlinson erzählen die Geschichte eines vor 600 Jahren als Häretiker auf dem Scheiterhaufen Hingerichteten, indem sie sein Herz aus einem Stück Holz formen, das damals in einem Gebäude nahe der Hinrichtungsstätte verbaut war. Claudia Schink bringt uns mit Abgüssen ihres eigenen Körpers die Martyrien einiger Heiligen nah.

Marlies Pekarek, Klosterladen, 2015, Seife

Die Frage nach der Aura der Objekte wird hier in allen Facetten beleuchtet: gibt es denn einen Unterschied zwischen Heiligenbildern und heiligen Bildern?

Josef Madlener brachte die Heiligen ins Allgäu, malte sie ganz weit von jeder historischen Realität und folgt damit in einer langen Tradition. Auch Rotimi Fani-Kayode zeigt Jesus und Johannes, wie er sich die Geschichte vorstellt – als junge, attraktive, schwarze Männer. Welches Bild wir uns machen hat sehr viel mit uns selbst zu tun. Die Geschichten sind so, wie wir sie uns denken.

 

NippleJesus

Komödiensolo von Nick Hornby | Inszenierung: Kathrin Mädler | Besetzung: Jens Schnarre

In Kooperation mit dem Landestheater Schwaben

Premiere am 17. Februar 2017 in der MEWO Kunsthalle

Dave, einsneunzig groß und schwer gebaut, war Türsteher in einem Club. Doch jetzt möchte er sich einen zivileren Job besorgen. Er heuert als Wächter im Museum für Moderne Kunst an. Gleich sein erster Auftrag ist besonders heikel: Die Collage NippleJesus ruft in der Stadt eine aufgeregte Debatte hervor. Das Konterfei des gekreuzigten Heilands ist aus ausgeschnittenen Bildfetzen von Brustwarzen zusammengesetzt. Ist das jetzt Blasphemie? Pornografie? Oder doch moderne Kunst? »NippleJesus« nähert sich aus der Perspektive seiner charmanten, unbedarften Hauptfigur den großen Fragen zur Ästhetik, die wir uns nie zu stellen trauen. Was ist denn nun Kunst? Dave würde antworten: Etwas, dass Liebe und Leidenschaft entfacht.

 

Öffentliches Gespräch zur Inszenierung »NippleJesus« und zur Ausstellung ›Relikte & Reliquien‹

Freitag, 10. März 2017, im Anschluss an die Vorstellung (ca. 21 Uhr)

Ästhetik, Kunst und Religion stellen Fragen an den Grenzen von Sichtbarem und Unsichtbarem und sie stellen dabei vieles in Frage. Was nehmen wir wie wahr? Welche Bedeutung legen wir etwas bei? Wie fi nden wir eine Sprache, um uns darüber auszutauschen, was jede und jeder einzelne wahrnimmt und für wahr hält? VertreterInnen der Kirchen, des Museums und des Theaters freuen sich auf ein interessantes Gespräch mit dem Publikum: Dr. Kathrin Mädler (Landestheater Schwaben/Moderation), Dr. Axel Lapp (MEWO Kunsthalle), Dr. Maria Weiland (Cityseelsorge Memmingen), Dekan Ludwig Waldmüller (Kath. Dekanat Memmingen), Dekan Christoph Schieder (Evangelisch-Lutherisches Dekanat Memmingen), Pfarrer Ralf Matthes (Gemeinde St. Martin)

 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Donnerstag, 9. Februar 2017, 19.00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Freiheit, die ich meine...

Freiheit, die ich meine...

28. Januar 2017 bis 1. Mai 2017

 

Von den Zwölf Artikeln (Memmingen, 1525) bis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (New York, 1949) und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Bonn, 1949) ist es ein langer Weg. Immer wieder mussten sich politische Einheiten darauf verständigen, die Rechte jedes und jeder Einzelnen zu definieren und dadurch kontinuierliche friedvolle Gemeinschaft zu ermöglichen. Diese Regularien waren immer auch kulturelle Errungenschaften, die uns Leitbilder sein sollten.

Wolfgang Tilmanns, Pro-EU anti-Brexit Poster campaign (vote remain 23 June), 2016, 30 color copy posters, Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Köln

Von „Kultur" wird immer dann gesprochen, wenn das Zusammenleben Probleme bereitet. Äußerst fragwürdige Begriffe wie „Leitkultur" oder „Kultur des christlichen Abendlandes" haben dann Konjunktur und dienen doch nur der Abgrenzung. Als ob Kultur jemals ein kanonisches Regelwerk gewesen wäre.

Mit dieser Ausstellung stellen wir Künstlern die Frage, was Freiheit heute für sie bedeutet? Vielleicht können sie als Kulturschaffende einiges zur Klärung der Begriffe beitragen. Einige der Antworten sind offensichtliche politische Äußerungen, andere beziehen sich auf die Freiheit der Kunst und die Möglichkeiten einer nicht von Zwängen bestimmten Tätigkeit. Die Resultate in dieser Ausstellung sind so vielfältig wie vielschichtig.

Cornelia Renz, Good. Bad. Bravo., 2015, Marker auf Plexiglas

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Libia Castro & Ólafur Ólafson, Yvon Chabrowski, Daniel Gustav Cramer, Hannes Egger, Famed, Sebastian Hammwöhner, Kathrin Heichel, Sven Johne, Jana Müller & Wiebke Elzel, Julia Pfeiffer, Jochen Plogsties, Cornelia Renz, Martin G. Schmid, Stephan A. Schmidt, Andrzej Steinbach, Wolfgang Tillmans, Gabriel Vormstein und Matthias Wermke & Mischa Leinkauf

 

‚Freiheit, die ich meine ...’ ist die erste Ausstellung der MEWO Kunsthalle im Rahmen der „Zeitmaschine Freiheit" des Stadtmuseums Memmingen. Eine zweite Ausstellung folgt im Frühjahr 2018.

Das zweijährige Projekt „Zeitmaschine Freiheit" zur Initiierung neuer Partnerschaften für das Stadtmuseum Memmingen wird durch den Fonds „Stadtgefährten" der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

 

ERÖFFNUNG: Freitag, 27. Januar 2017, 19.00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


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