Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der MEWO Kunsthalle,

nach dem erfolgreichen Start von ‚Freiheit, die ich meine...’ steht bereits die nächste Eröffnung an. Auch wenn der Titel der Ausstellung ‚Relikte & Reliquien’ an die Themen Glaube und Religion erinnert, stehen vielmehr die Erfahrung und der Umgang mit Objekten der Andacht und Anbetung im Mittelpunkt. Die künstlerische Auseinandersetzung damit sowie Fragen nach der Aura von Heiligenbildern, heiligen Bildern und dem Kunstwerk selbst werden in der Ausstellung behandelt.

 

Zur Eröffnung der Ausstellung
‚Relikte & Reliquien’
am Donnerstag, dem 9. Februar 2017 um 19 Uhr in der MEWO Kunsthalle
möchten wir Sie sehr herzlich einladen!

 

Des Weiteren möchten wir Sie auf das Theaterstück ‚NippleJesus’ hinweisen, das am Freitag, dem 17. Februar 2017 um 19:30 Uhr seine Premiere in der MEWO Kunsthalle feiert. Das Komödiensolo des Autors Nick Hornby in der Inszenierung von Kathrin Mädler ist eine Kooperation mit dem Landestheater Schwaben.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der MEWO Kunsthalle

 

Inhalt

Relikte & Reliquien
Freiheit, die ich meine...
KunstAusBildung - oder die Kunst auszubilden

Relikte & Reliquien

Relikte & Reliquien

10. Februar 2017 bis 7. Mai 2017

 

Zeichen und Bilder des Glaubens sind ein häufiges Thema in der zeitgenössischen Kunst. Künstler kopieren, dokumentieren und erforschen die Objekte der Andacht und der Anbetung. In der Ausstellung ›Relikte und Reliquien‹ geht es jedoch nicht um den Glauben an sich, stattdessen untersucht sie anhand ausgesuchter künstlerischer Arbeiten unser aller Verhältnis zum bildhaften Objekt. Überträgt sich die wundertätige Kraft eines Gegenstands der Anbetung in einer Fotografie? In einem Guß? In einem massenproduzierten Andenken?

Rotimi Fani-Kayode, Every Moment Counts (Ecstatic Antibodies), 1989, C-Print, Courtesy Autograph ABP London

Marlies Pekarek erkundet diese Bedeutungsebenen in farbenfrohen Abgüssen von Heiligenfiguren; aus Massenware fertigt sie in einem handwerklichen Prozess erneut künstlerische Objekte. Alexandra Vogt gibt uns einen Einblick in die Welt einer Sekte aus der Region und führt vor Augen, wie wichtig bildhafte Darstellungen für die Verbreitung von Botschaften sind. Andres Serrano erforscht in seiner fotografischen Arbeit die besondere Wirkung eines kleinen Plastikkruzifixes und provoziert damit die direkte Reaktion seines Publikums. Nick Crowe & Ian Rawlinson erzählen die Geschichte eines vor 600 Jahren als Häretiker auf dem Scheiterhaufen Hingerichteten, indem sie sein Herz aus einem Stück Holz formen, das damals in einem Gebäude nahe der Hinrichtungsstätte verbaut war. Claudia Schink bringt uns mit Abgüssen ihres eigenen Körpers die Martyrien einiger Heiligen nah.

Marlies Pekarek, Klosterladen, 2015, Seife

Die Frage nach der Aura der Objekte wird hier in allen Facetten beleuchtet: gibt es denn einen Unterschied zwischen Heiligenbildern und heiligen Bildern?

Josef Madlener brachte die Heiligen ins Allgäu, malte sie ganz weit von jeder historischen Realität und folgt damit in einer langen Tradition. Auch Rotimi Fani-Kayode zeigt Jesus und Johannes, wie er sich die Geschichte vorstellt – als junge, attraktive, schwarze Männer. Welches Bild wir uns machen hat sehr viel mit uns selbst zu tun. Die Geschichten sind so, wie wir sie uns denken.

 

NippleJesus

Komödiensolo von Nick Hornby | Inszenierung: Kathrin Mädler | Besetzung: Jens Schnarre

In Kooperation mit dem Landestheater Schwaben

Premiere am 17. Februar 2017 in der MEWO Kunsthalle

Dave, einsneunzig groß und schwer gebaut, war Türsteher in einem Club. Doch jetzt möchte er sich einen zivileren Job besorgen. Er heuert als Wächter im Museum für Moderne Kunst an. Gleich sein erster Auftrag ist besonders heikel: Die Collage NippleJesus ruft in der Stadt eine aufgeregte Debatte hervor. Das Konterfei des gekreuzigten Heilands ist aus ausgeschnittenen Bildfetzen von Brustwarzen zusammengesetzt. Ist das jetzt Blasphemie? Pornografie? Oder doch moderne Kunst? »NippleJesus« nähert sich aus der Perspektive seiner charmanten, unbedarften Hauptfigur den großen Fragen zur Ästhetik, die wir uns nie zu stellen trauen. Was ist denn nun Kunst? Dave würde antworten: Etwas, dass Liebe und Leidenschaft entfacht.

 

Öffentliches Gespräch zur Inszenierung »NippleJesus« und zur Ausstellung ›Relikte & Reliquien‹

Freitag, 10. März 2017, im Anschluss an die Vorstellung (ca. 21 Uhr)

Ästhetik, Kunst und Religion stellen Fragen an den Grenzen von Sichtbarem und Unsichtbarem und sie stellen dabei vieles in Frage. Was nehmen wir wie wahr? Welche Bedeutung legen wir etwas bei? Wie fi nden wir eine Sprache, um uns darüber auszutauschen, was jede und jeder einzelne wahrnimmt und für wahr hält? VertreterInnen der Kirchen, des Museums und des Theaters freuen sich auf ein interessantes Gespräch mit dem Publikum: Dr. Kathrin Mädler (Landestheater Schwaben/Moderation), Dr. Axel Lapp (MEWO Kunsthalle), Dr. Maria Weiland (Cityseelsorge Memmingen), Dekan Ludwig Waldmüller (Kath. Dekanat Memmingen), Dekan Christoph Schieder (Evangelisch-Lutherisches Dekanat Memmingen), Pfarrer Ralf Matthes (Gemeinde St. Martin)

 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Donnerstag, 9. Februar 2017, 19.00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


Freiheit, die ich meine...

Freiheit, die ich meine...

28. Januar 2017 bis 1. Mai 2017

 

Von den Zwölf Artikeln (Memmingen, 1525) bis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (New York, 1949) und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Bonn, 1949) ist es ein langer Weg. Immer wieder mussten sich politische Einheiten darauf verständigen, die Rechte jedes und jeder Einzelnen zu definieren und dadurch kontinuierliche friedvolle Gemeinschaft zu ermöglichen. Diese Regularien waren immer auch kulturelle Errungenschaften, die uns Leitbilder sein sollten.

Wolfgang Tilmanns, Pro-EU anti-Brexit Poster campaign (vote remain 23 June), 2016, 30 color copy posters, Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Köln

Von „Kultur" wird immer dann gesprochen, wenn das Zusammenleben Probleme bereitet. Äußerst fragwürdige Begriffe wie „Leitkultur" oder „Kultur des christlichen Abendlandes" haben dann Konjunktur und dienen doch nur der Abgrenzung. Als ob Kultur jemals ein kanonisches Regelwerk gewesen wäre.

Mit dieser Ausstellung stellen wir Künstlern die Frage, was Freiheit heute für sie bedeutet? Vielleicht können sie als Kulturschaffende einiges zur Klärung der Begriffe beitragen. Einige der Antworten sind offensichtliche politische Äußerungen, andere beziehen sich auf die Freiheit der Kunst und die Möglichkeiten einer nicht von Zwängen bestimmten Tätigkeit. Die Resultate in dieser Ausstellung sind so vielfältig wie vielschichtig.

Cornelia Renz, Good. Bad. Bravo., 2015, Marker auf Plexiglas

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Libia Castro & Ólafur Ólafson, Yvon Chabrowski, Daniel Gustav Cramer, Hannes Egger, Famed, Sebastian Hammwöhner, Kathrin Heichel, Sven Johne, Jana Müller & Wiebke Elzel, Julia Pfeiffer, Jochen Plogsties, Cornelia Renz, Martin G. Schmid, Stephan A. Schmidt, Andrzej Steinbach, Wolfgang Tillmans, Gabriel Vormstein und Matthias Wermke & Mischa Leinkauf

 

‚Freiheit, die ich meine ...’ ist die erste Ausstellung der MEWO Kunsthalle im Rahmen der „Zeitmaschine Freiheit" des Stadtmuseums Memmingen. Eine zweite Ausstellung folgt im Frühjahr 2018.

Das zweijährige Projekt „Zeitmaschine Freiheit" zur Initiierung neuer Partnerschaften für das Stadtmuseum Memmingen wird durch den Fonds „Stadtgefährten" der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

 

ERÖFFNUNG: Freitag, 27. Januar 2017, 19.00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
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KunstAusBildung - oder die Kunst auszubilden

KunstAusBildung - oder die Kunst auszubilden

5. Februar 2017 bis 5. März 2017

 

KunstAusBildung ist ein Projekt, das Zeichen setzt. Zum zweiten Mal arbeiten Berufsschule, Arbeitsagentur und Jugendliche ohne Ausbildungsplatz in einer Maßnahme mit kunsttherapeutischem Ansatz zusammen. Das Projekt gilt nicht zuletzt dank der Miteinbeziehung einer musealen Institution als das erste seiner Art in ganz Bayern. Die Idee zu diesem Projekt entwickelte Anne Palazzolo, Schulpsychologin des BBZ Memmingen. Sie überzeugte die Agentur für Arbeit Memmingen als Träger miteinzusteigen. Die MEWO Kunsthalle bietet organisatorische Unterstützung und stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Schüler-Workshop mit Çiğdem Aky, Ohne Titel, 2016

Persönlichkeitsbildende Angebote sind nicht unüblich, um junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu unterstützen. Diese »berufsvorbereitenden Maßnahmen« werden den Jugendlichen als Vorbereitung für die Ausbildung angeboten und dienen als eine Anleitung zur Selbsthilfe und zur Eigenverantwortlichkeit. Im Projekt KunstAusBildung stehen hier ganz bewusst die Kunst und der künstlerische Zugang im Mittelpunkt. Darüber hinaus fördert das Projekt selbstständiges, eigenverantwortliches Handeln, soziale Kompetenz und die Fähigkeit, sich innerhalb einer Gruppe zu behaupten und für seine Ideen einzustehen. Gerade für den Einstieg in die Arbeitswelt ist dies von großer Bedeutung. Seit Oktober 2016 trafen sich die Jugendlichen wöchentlich in elf ganztätigen Veranstaltungen und haben in einem künstlerischen Umfeld etwas geschafft. Die abschließende Ausstellung gibt einen Einblick in die konstruktiven Arbeitsprozesse, die aus diesem Projekt heraus entstanden.

 

Projektbeteiligte

Staatliches kaufmännisches Berufsbildungszentrum Jakob Küner Memmingen (BBZ)

Agentur für Arbeit Memmingen

MEWO Kunsthalle

Projektleitung

Susanne Schiele (Kunsttherapeutin)

 

ERÖFFNUNG: Samstag, 4. Februar 2017, 18:00 Uhr, Eintritt frei!

 

MEWO KUNSTHALLE
Bahnhofstr. 1
87700 Memmingen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di/Mi/Fr/Sa/So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
Feiertage: 11-17 Uhr

KONTAKT:
Tel. 08331/850-771
info@mewo-kunsthalle.de


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