Newsletter März 2017

der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin

 

Inhalt

Das BACH PROJEKT
Achtung Freiheit! - Fastenpredigtreihe zum Reformationsjahr 2017
Bachausstellung im Kaiserflur
Gespräche bei Brot und Wein starten wieder
Markuspassion erstmals im Dom
Ausgewählte Termine im März

Das BACH PROJEKT

„Das ist ein Lebenstraum“ sagt Domorganist Andreas Sieling über DAS BACH-PROJEKT - JOHANN SEBASTIAN BACH UND SEIN ORGELWERK, das er pünktlich zum Geburtstag des großen Komponisten im Reformationsjubiläumsjahr am 21. März 2017 startet. 15 Konzerte in fünf Jahren – Sieling führt das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach erstmals an der Großen Sauerorgel des Berliner Domes auf.

DAS BACH-PROJEKT beginnt bewusst im Reformationsjubiläumsjahr, denn wie kaum ein anderer seiner Zeitgenossen blieb Bach der lutherischen Tradition verpflichtet. Er gab dieser Tradition -  gerade im Blick auf ihre tragenden Säulen Bibel und Gesangbuch  - eine neue Dimension.  Für den Reformator Martin Luther gehörte Musik untrennbar zur christlichen Verkündigung dazu. Dieses Ziel hat sich Johann Sebastian Bach mit seiner Musik zu eigen gemacht. Was Bachs Musik dabei besonders auszeichnet, ist nicht allein das ungewöhnlich hohe künstlerisch-musikalische Niveau seiner Kompositionen. Bach hat sich die Bibeltexte, die er vertont hat, geradezu wissenschaftlich erarbeitet, sie theologisch und inhaltlich durchdrungen.

Karten: 10,- / erm. 6,- Euro an der Kasse des Berliner Domes 030 202 69 - 136.

Termine 2017:

Dienstag, 21.03.2017, 20 Uhr (Geburtstag Bach)
I.    Happy Birthday!        

Freitag, 25.08.2017, 20 Uhr (im Rahmen des Festivals 12. Internationaler Orgelsommer)
II.    Bach und die barocke Lebenslust    

Dienstag, 31.10.2017, 20 Uhr
III.    Bach und Luther


 

Achtung Freiheit! - Fastenpredigtreihe zum Reformationsjahr 2017

Der Begriff Freiheit steht zugleich im Zentrum des evangelischen Selbstverständnisses und der neuzeitlichen Identität. Aber was macht die „Freiheit eines Christenmenschen“, von der Martin Luther sprach, wirklich aus? Aus welchen Quellen speist sich eine Freiheit, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist? Was sind die Grenzen der Freiheit heute? Im Reformationsjahr 2017 soll die diesjährige Fastenpredigtreihe dazu anregen, über die evangelische Freiheit nachzudenken. Dies soll ganz bewusst in einem ökumenischen Horizont geschehen, denn die Freiheit, die Jesus Christus schenkt, überschreitet von ihrem Wesen her alle konfessionellen Grenzen.

05. März, 18 Uhr, Abendgottesdienst
Freiheit und Bindung
Markus 2, 23-28  
Monsignore Erwin Albrecht, katholisches Rundfunkreferat, Regensburg 

12. März, 18 Uhr, Abendgottesdienst
Vom Heilen der Erinnerung – healing memories
Prälat Dr. Karl Jüsten und Prälat Dr. Martin Dutzmann

19. März, 18 Uhr, Abendgottesdienst
Freiheit und Grenzen
1. Korinther 10, 23-24
Landessuperintendentin i.R. Oda-Gebbine Holze-Stäblein

26. März, 18 Uhr, Abendgottesdienst
Freiheit und Christus
Galater 5, 1-6
Propst Dr. Christian Stäblein

02. April, 18 Uhr, Abendgottesdienst
Freiheit und Amt
1. Korinther 9, 1-2.16-23
Prof. Dr. Johanna Rahner

09. April, 18 Uhr, Abendgottesdienst
Freiheit und Familie
Matthäus 12, 46-50
Dr. Alexander Nawar


 

Bachausstellung im Kaiserflur

Bereits zum sechsten Mal zeigt das Bachhaus Eisenach auch in diesem Jahr eine kleine, aber feine Ausstellung im Kaiserflur des Berliner Domes: „Text: Luther & Musik: Bach“

Vom 9. März bis zum 23. April 2017 widmet sich die Ausstellung dem Lied-Dichter Martin Luther und der Rolle, die seine Lieder im Werk von Johann Sebastian Bach spielen. Luther war in Eisenach zur Schule gegangen und hatte hier seine erste musikalische Ausbildung erhalten – genau wie 200 Jahre nach ihm Bach.

Die Ausstellung im Kaiserflur des Doms stellt acht Lieder Luthers in Verbindung mit Bachs Musik vor. Eine besondere Rolle spielten sowohl bei Luther wie bei Bach die Katechismus-Lieder: Zu jedem seiner sechs Katechismus-Stücke schrieb Luther ein Lied, das das Lernen vereinfachen sollte. In Bachs Eisenacher Kindheit begann jeder seiner Schultage mit dem Singen eines dieser Lieder – daran erinnerte sich Bach vielleicht, als er zum Leipziger Reformationsjubiläum 1739 über genau diese sechs Lieder seine „Orgelmesse“ schuf. Sechs Künstler aus Ansbach, Detmold und Sydney (Australien) haben sich davon inspirieren lassen und schufen Multimedia-Installationen zu jedem Katechismus-Stück – Gesetz, Glaube, Gebet, Taufe, Beichte und Abendmahl –, welche die Ausstellung des Bachhauses im Berliner Dom begleiten. Mehr Informationen


 

 

Gespräche bei Brot und Wein starten wieder

„Wo ist euer Glaube?“- diese Frage stellt Jesus seinen Jüngern, als sie in Seenot geraten und durch ihre Angst völlig gelähmt sind. Auch wir befinden uns mitten in stürmischen Zeiten. Gerade aber dann stellen sich Fragen: Woran können wir uns festhalten? Wohin gehören wir? Wer sind wir?

Die Gespräche bei Brot und Wein sind offene Gesprächsabende. Sie richten sich an alle Interessierten, die sich mit anderen austauschen möchten. Ein Impulsreferat, freie Gespräche an den Tischen und ein meditativer Abschluss bilden die Grundelemente der Abende. Danach besteht die Möglichkeit zum lockeren Austausch.

„Glücklich mit heiligen Texten“ – vom Umgang mit der Schrift im Judentum. Mit diesem Thema starten am 22. März 2017 die Gespräche bei Brot und Wein in eine neue Saison. Gerade im Gedenkjahr der Reformation erinnert man sich an die Quelle der Heiligen Schrift. Mit der Bibel zu leben, müssen Christen erst wieder lernen. Eine Anregung dazu bietet die jüdische Tradition, in der die perspektivreiche Beschäftigung mit den heiligen Texten eine zentrale Rolle spielt. Zu diesem Thema wurde ein kompetenter Gast eingeladen: Rabbiner Edward von Voolen ist Direktoriumsmitglied des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam, tätig als Studienleiter für praktische Ausbildung sowie Dozent für Liturgie und Homiletik. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher und wissenschaftlichen Aufsätze über jüdische Religion, Kunst, Architektur und Geschichte.

Mittwoch, 22. März 2017, 19.30 Uhr,

Veranstaltungsort: Sophie-Charlotte Saal, Berliner Dom, Eingang über Portal 2


Markuspassion erstmals im Dom

Die Musik der Bach‘schen Markuspassion gilt als verschollen, lediglich das Libretto von Picander ist in einer Gedichtsammlung vollständig erhalten. Mit Hilfe dieses Textes kann das Werk bis zu einem gewissen Grade rekonstruiert und auch heute aufgeführt werden. Zudem verwendet Bach in seiner Markuspassion– anders als in der Matthäus- und Johannespassion  - bereits zuvor komponierte Werke wieder. So erklingen zum Beispiel Teile aus der Kantate ‚Widerstehe doch der Sünde‘ und der Trauerode. Zwei Choräle der Passion verwendete Bach später in seinem Weihnachtsoratorium, für die die Noten vorliegen.

Zahlreiche Musiker haben im Laufe der Zeit versucht, die fehlenden Arien, Rezitative und Chöre zu rekonstruieren. Eine aktuelle Fassung von Andreas Fischer aus dem Jahr 2016 ist im Ortus-Musikverlag erschienen. Diese Fassung nutzt die Berliner Domkantorei für die erste Aufführung der Markuspassion im Berliner Dom. 

1.April 2017, 20 Uhr
Markuspassion
Kammerchor der Berliner Domkantorei
Barbara Berg - Sopran
Saskia Klumpp - Alt
Georg Gädker - Tenor
Jonathan de la Paz Zaens - Bass
Barockorchester „Aris & Aulis“
Leitung: Domkantor Tobias Brommann

Karten 9,- bis 32,- Euro ohne Vorverkaufsgebühren direkt an der Kasse des Berliner Domes 030 20269-136 oder online über CTS Eventim.


 

Ausgewählte Termine im März

1. März · Aschermittwoch
19.00 Gottesdienst mit Austeilung des Aschekreuzes
Domprediger Thomas C. Müller · Schola der Domkantorei
Leitung und Orgel: Domkantor Tobias Brommann

3. März · Freitag
19.00 Auf ihr Priester, auf zum Schlachten!
Passionskantaten von G. P. Telemann
Moderne Erstaufführung im Rahmen eines Werkstattkonzertes
Solisten · lautten compagney Berlin · Staats- und Domchor Berlin
Konzerteinführung und Leitung: Kai-Uwe Jirka

4. März · Samstag
18.00 Choral Evensong Domvesper in anglikanischer Tradition
Domprediger Thomas C. Müller
The English Choir Berlin ·
Leitung: Kathleen Bird · Daniel Clark, Orgel

5. März · Invokavit
10.00 Gottesdienst mit Abendmahl
Domprediger Michael Kösling
LKMD Gunter Kennel, Orgel

7. März · Dienstag
18.00 Passionsandacht
Domprediger Michael Kösling · Domkantor Tobias Brommann, Orgel

9. März · Donnerstag
20.00 Taizé-Gottesdienst
nach dem Ritus der ökumenischen Communauté de Taizé
Einsingen vierstimmig ab 18.45 Uhr, einstimmig ab 19.40 Uhr

12. März · Reminiscere
10.00 Gottesdienst mit Abendmahl
Domprediger Thomas C. Müller
Berliner Domkantorei
Leitung und Orgel: Domkantor Tobias Brommann

14. März · Dienstag
18.00 Passionsandacht
Domprediger Thomas C. Müller
Domkantor Tobias Brommann, Orgel

17./18./19. März
20.00 Ben Becker: Ich, Judas
»Einer unter Euch wird mich verraten!«
Regie/Inszenierung: Ben Becker
Dramaturgie: John von Düffel
Solist an der großen Sauerorgel: Domorganist Andreas Sieling
Eine Koproduktion von Ben Becker & Meistersinger mit dem
Berliner Dom

21. März · Dienstag
18.00 Passionsandacht
Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann
Domkantor Tobias Brommann, Orgel

20.00 Happy Birthday Bach!
Das Bach-Projekt
Domorganist Andreas Sieling führt erstmals an der Sauerorgel das komplette Orgelwerk Johann Sebastian Bachs auf. Die Reihe von 15 Konzerten beginnt an Bachs Geburtstag u.a. mit der d-Moll Toccata.

24. – 26. März ·
Kurswochenende »Einführung in die christliche Spiritualität«
Domprediger Thomas C. Müller · Prof. Dr. Marina Lewkowicz
Termine: 24. März: 19 – 21.45 Uhr; 25. März: 14 – 17.30 Uhr;
26. März: 14 – 17.45 Uhr · Anmeldung erforderlich (bis zum 19. März
über gemeinde@berlinerdom.de) ·

26. März · Laetare
10.00 Gottesdienst mit Abendmahl
Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann
Staats- und Domchor Berlin · Leitung: Kai-Uwe Jirka
LKMD Gunter Kennel, Orgel

28. März · Dienstag
18.00 Passionsandacht
Pfarrerin Birte Biebuyck
Domkantor Tobias Brommann, Orgel


 

Konzertkasse und Öffnungszeiten des Berliner Domes

Telefon (030) 202 69 136, Mo-Sa: 9.00-18.00 Uhr, So: 12.00-18.00 Uhr
Karten für Veranstaltungen gibt es zudem an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Eine vollständige Übersicht unserer Veranstaltungen finden Sie im Kalender
auf unserer Homepage: www.berlinerdom.de
 

Berliner Dom · Am Lustgarten · 10178 Berlin · Tel.: 030-202 69 136
E-Mail: info@berlinerdom.de · www.berlinerdom.de ·

Berliner Dom auf Facebook