MIT VIEL MUSIK INS NEUE JAHR

Der Jahreswechsel bringt frischen Wind in unseren Spielplan: Seit dem 5. Januar haben wir wieder Xerxes im Repertoire – Händels Barockoper über den liebestollen Perserkönig ist bis zum 2. Februar in der Oper Frankfurt zu erleben. Am 17. Januar findet unter dem Titel Warschau-Frankfurt-Transit ein Austausch-Konzert unseres Opernstudios statt, wofür junge Sängerinnen und Sänger der Warschauer Akademia Operowa der Polnischen Nationaloper anreisen. Ein Liederabend mit dem französischen Bariton Ludovic Tézier erwartet Sie am 22. Januar. Die Pianistin Maria Prinz begleitet den international begehrten Verdi-Interpreten dabei auf dem Klavier. Und am 27. Januar feiern wir die Premiere von Verdis La forza del destino / Die Macht des Schicksals in der Inszenierung von Tobias Kratzer und unter der musikalischen Leitung des Italieners Jader Bignamini.

Ein frohes und musikalisches neues Jahr wünscht

Ihre Oper Frankfurt 

Premiere von Verdis La forza del destino

Die Macht des Schicksals (1862) zählt zu Verdis Spätwerk und enthält, angeregt durch die französische Grand opéra, viele seiner mitreißendsten Eingebungen. So erklingt sein berühmtes »Schicksalsmotiv« gleich zu Beginn und treibt die dramatische Handlung musikalisch immer wieder voran: Leonora liebt gegen den Willen ihres Vaters den jungen Mestizen Don Alvaro. Die beiden planen ihre Flucht, wobei der Vater unbeabsichtigt zu Tode kommt. Leonoras Bruder Don Carlo will Rache und verfolgt das Paar unerbittlich bis zum fatalen Ende.

In den Hauptrollen hochkarätig besetzt singen Franz-Josef Selig (Marchese / Padre Guardiano) und Christopher Maltman (Don Carlo) sowie Michelle Bradley (Leonora) und Hovhannes Ayvazyan (Don Alvaro). Jader Bignamini dirigierte in Frankfurt zuletzt Verdis Il trovatore und steht nun erneut am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Regisseur Tobias Kratzer stellt die Themen Rassismus und Verrohung einer Gesellschaft in Kriegszeiten ins Zentrum und folgt damit einem Werk, das die Grenzen von Ort und Zeit hinter sich lässt. In langer und erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Regisseur entwirft Rainer Sellmaier das Bühnenbild und die Kostüme.

Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019, 18 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 31. Januar, 3., 7., 9., 15., 17., 23., 28. Februar, 18., 24., 26. Mai 2019

Oper extra: Sonntag, 13. Januar 2019, 11 Uhr im Holzfoyer
In der Einführungsveranstaltung gibt das Regieteam einen ersten Einblick in das Inszenierungskonzept und die SolistInnen der Produktion vermitteln musikalische Eindrücke.

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Xerxes von Georg Friedrich Händel

Seit letzter Woche ist er wieder auf der Bühne der Oper Frankfurt zu erleben: Xerxes, der liebestolle König, der immer das haben will, was er nicht kriegen kann. Er plant Romilda, die Geliebte seines Bruders, zu erobern – und das, obwohl er bereits mit der Königstochter Amastre verlobt ist. Liebe, Neid, Eifersucht und irreführende Versprechungen sorgen für allerlei Wirbel und am Ende muss der König einsehen, dass seine Macht keine Gefühle steuern kann.

Die musikalische Tragikomödie zählt zu Händels Spätwerk und zeugt von der Virtuosität und Lebenskraft des alternden Komponisten. Sein Stil ist ausgefeilt, er arbeitet mit frischen Farben und stellt die Figuren dieses bissigen Gesellschaftspanoramas unwiderstehlich komisch dar – eine Persiflage auf die Sehnsüchte, Verzweiflung und Größenwahn einer in sich verstrickten Gesellschaft.

Regisseur Tilmann Köhler brachte die Oper erstmals 2017 als Festmahl der Eitelkeiten auf die Frankfurter Bühne. Mit ansteckendem Spielwitz, einer großen Sensibilität für die Verletzlichkeit der Figuren und Lust an Absurditäten lässt er die Irrungen und Wirrungen kammerspielartig ganz nah heranrücken. Neben dem Countertenor Lawrence Zazzo und der Sopranistin Elizabeth Sutphen sind alle weiteren Rollen mit den Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt – darunter Zanda Švēde in der Hosenrolle des Xerxes sowie Louise Alder als Romilda. Unter der musikalischen Leitung von Constantinos Carydis zeigt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester auf historischen Instrumenten einmal mehr, wie lebendig und frisch Barockoper klingen kann.

»Kaum eine Arie kann ihn [Xerxes] wohl besser bereits in den ersten Takten großformatig in Szene setzen als jenes berühmte Larghetto »Ombra mai fu« – diese verlockende Chance ließ bei der Wiederaufnahme auch die litauische Sopranistin Zanda Švede nicht verstreichen. Der Neuzugang im Ensemble brillierte mit weichem, hellen Timbre [...]Frankfurter Neue Presse

Weitere Vorstellungen: 11., 13., 19., 26. Januar und 2. Februar 2019

Mit: Zanda Švēde (Xerxes) Lawrence Zazzo (Arsamene) Louise Alder (Romilda) Elizabeth Sutphen (Atalanta) Katharina Magiera (Amastre) Bo˛idar Smiljanić (Ariodate) Thomas Faulkner (Elviro)

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Liederabend mit Bariton Ludovic Tézier

Ludovic Tézier schenkt den großen Partien seines Stimmfachs eine der elegantesten, facettenreichsten, prächtigsten Baritonstimmen überhaupt, da ist sich die Opernwelt von Paris und London über Salzburg bis nach New York einig. In jeder von ihm verkörperten Figur – nach Mozart- und Belcanto-Partien sind es inzwischen hauptsächlich die Baritonrollen Verdis – beweist der Franzose zudem stets aufs Neue einen exzeptionellen szenischen und gestischen Instinkt, der ihn zugleich als einen der großen Sängerdarsteller unserer Zeit auszeichnet.

Nun debütiert Ludovic Tézier mit seinem warmen, geschmeidigen und fokussierten Bariton an der Oper Frankfurt – freuen Sie sich auf Lieder von Fauré, Berlioz, Liszt, Mozart, Schumann und Schubert. (Hier finden Sie das detaillierte Programm.)

Liederabend: Dienstag, 22. Januar 2019, 20 Uhr im Opernhaus

Mit: Ludovic Tézier (Bariton), Maria Prinz (Klavier)

 

 

Warschau-Frankfurt-Transit – ein Konzert zweier Opernstudios

2014 wurde der Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe für einen Workshop an die Warschauer Akademia Operowa eingeladen. Diese Akademie am Teatr Wielki / Opera Narodowa (Polnische Nationaloper) ist – ähnlich dem Opernstudio der Oper Frankfurt – eine Ausbildungsstätte für junge Sängerinnen und Sänger. Bei dieser Gelegenheit entstand gemeinsam mit dem Warschauer Intendanten Waldemar Dąbrowski die Idee von Austauschkonzerten der Institute, welche in beiden Städten aufgeführt werden. Daneben ergibt sich für die jungen SängerInnen die Gelegenheit, die Arbeit der beiden Häuser näher kennenzulernen und mit den jeweiligen DozentInnen vor Ort zu arbeiten.

Diese Kooperation wiederholt sich nun zum vierten Mal: Nachdem das erste Konzert am 14. Dezember 2018 im Redoutensaal des Teatr Wielki / Opera Narodowa in Warschau stattfand, wird es am 17. Januar 2019 in der Oper Frankfurt zu erleben sein. Der Idee des Austauschkonzerts folgend setzt auch das Programm zwei Schwerpunkte: Zum einen kommen Lieder und Arien slawischer Komponisten wie Tschaikowski, Rimski-Korsakov und Moniuszko zur Aufführung, zum anderen präsentieren sich die SängerInnen auch mit deutschem Repertoire u.a. von Strauss und Weber.

Warschau-Frankfurt-Transit: Donnerstag, 17. Januar 2019, 19 Uhr im Holzfoyer

Mit: Akademia Operowa des Teatr Wielki / Opera Narodowa in Warschau: Katarzyna Belkius, Monika Buczkowska, Karolina Makuła, Stefan Astakhov, Joanna Laszczkowska, Aleksander Teliga
Opernstudio der Oper Frankfurt: Julia Moorman, Jaeil Kim, Michael Petruccelli, Iain MacNeil, Michał Goławski

 

 

Einführungsvorträge

Besuchen Sie unsere kostenlosen Werkeinführungen eine halbe Stunde vor Beginn jeder Vorstellung im Holzfoyer der Oper Frankfurt.

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