Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Opernfreunde,

nun ist es soweit - mit der Premiere Götterdämmerung am 29. Januar 2012 ist Richard Wagners Monumentalwerk Der Ring des Nibelungen fertiggestellt. Danach rücken Anfang Februar starke Frauenfiguren in den Fokus: Die Wiederaufnahmen Arabella und Ariane et Barbe-Bleue stehen an. Dann ist es auch mit Chancen auf Plätze wieder zum Besseren bestellt, nachdem Ihnen im Dezember und Januar die Auskunft "leider ausverkauft" allzu oft gegeben werden musste.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Oper Frankfurt

Inhalt

GÖTTERDÄMMERUNG von Richard Wagner, Premiere am 29. Januar 2012
ARABELLA von Richard Strauss, Wiederaufnahme am 4. Februar 2012
ARIANE ET BARBE-BLEUE von Paul Dukas, Wiederaufnahme am 11. Februar 2012
KURZ GEMELDET
TICKETVERKAUF

GÖTTERDÄMMERUNG von Richard Wagner, Premiere am 29. Januar 2012




Generalmusikdirektor Sebastian Weigle und Regisseurin Vera Nemirova vollenden nun mit Götterdämmerung den Frankfurter Ring des Nibelungen. Nach der Premiere Siegfried, der ebenso wie dem Rheingold und der Walküre fulminanter Erfolg beschieden war, hieß es in einem Radiobericht: "Der Frankfurter Ring stellt sich auch mit seinem dritten Teil Siegfried in die Tradition besten Geschichtenerzählens." Ein weiterer Rezensent meinte gar: "Dieser Ring setzt Maßstäbe, an denen Bayreuth 2013 zu messen sein wird. Die Intensität des Beifalls lässt das ahnen."

Die Darsteller in Götterdämmerung sind überwiegend bereits aus den vorangegangenen Teilen der Tetralogie bekannt. Neu auf der Besetzungsliste ist Ensemblemitglied Johannes Martin Kränzle als Gunther. Der Bariton wurde 2011 von den Kritikern des Fachmagazins Opernwelt zum "Sänger des Jahres" gewählt. Der amerikanische Bass Gregory Frank (Hagen) gehörte bis 2009 dem Ensemble der Oper Frankfurt an und kehrt nun zur Freude Vieler hierher zurück. Er übernahm die Partie, nachdem die ursprüngliche Besetzung, Stephen Milling, absagen musste. Ensemblemitglied Claudia Mahnke (Waltraute / 2. Norn) verkörperte kürzlich anlässlich der Ruhrtriennale Brangäne in Wagners Tristan und Isolde in Bochum unter Kirill Petrenko. Anja Fidelia Ulrich (Gutrune) war in der Frankfurter Walküre bereits als Gerhilde besetzt, Meredith Arwady (1. Norn) sang Erda in Rheingold und Siegfried. Die Amerikanerin Angel Blue (3. Norn) gastiert nach Auftritten u.a. am Theater an der Wien in Brittens The Rape of Lucretia erstmals an der Oper Frankfurt.

Premiere: Sonntag, 29. Januar 2012, 17 Uhr
Weitere Vorstellungen: 5., 10., 18., 26. Februar, 3. März 2012
Vorstellungen innerhalb der Zyklen: 17. Juni, 1. Juli 2012, jeweils 17 Uhr

ARABELLA von Richard Strauss, Wiederaufnahme am 4. Februar 2012




"Das Drama der verkauften Braut" könnte man das häufig vertretene Thema in Oper, Film und Literatur nennen. Auch Arabellas Bestimmung ist es, durch möglichst reiche Heirat die Familie vor dem drohenden Ruin zu bewahren. Der Haken: es gibt zwei Töchter in der Familie Waldner. Die jüngere Tochter Zdenka soll sich als Sohn ausgeben, um nicht dazwischen zu funken. Das kann nur zu Verwicklungen führen... Strauss ließ seinerzeit seinen Librettisten Hofmannsthal die Vorlage mehrfach umschreiben, da der Stoff dem Komponisten zunächst zu banal und komödienhaft erschien. Das Ergebnis ist ein lebendiges Gesellschaftsbild im biedermeierlichen Wien der 1860er Jahre - eine Komödie durchaus, aber mit einigem Tiefgang, zu dem die Regie des renommierten Christof Loy maßgeblich beiträgt.

Nach der überaus erfolgreichen Interpretation der Titelpartie in La Calisto durch Christiane Karg darf man sich freuen, schon bald mehr von dieser fabelhaften Sängerin aus dem Ensemble der Oper Frankfurt hören und sehen zu können. Ihr als Zdenka, Arabellas jüngerer Schwester, kommt im Grunde die Schlüsselrolle zu, denn durch sie fliegt "die Sache" schließlich auf. In der Besetzung dieser zweiten Wiederaufnahme gibt es weitere neue Namen: die amerikanische Sopranistin Emily Magee übernimmt die Titelpartie. Sie ist an allen großen Opernbühnen weltweit zu Hause und gab ihr Debüt in der genannten Partie vor wenigen Jahren an der Hamburgischen Staatsoper. Eine große Freude für alle, die der Oper Frankfurt schon länger treu sind: die ungarisch-schwedische Sopranistin Clarry Bartha (Adelaide) kehrt zurück; sie war von 1987 bis 1994 in Frankfurt Ensemblemitglied. Neben vielen anderen Partien gab sie hier eine umjubelte Desdemona an der Seite von William Cochran und René Kollo. Die norwegische Koloratursopranistin Mari Eriksmoen (Fiakermilli) debütierte 2010/2011 als Blonde in Mozarts Entführung in Frankfurt. Peter Marsh aus dem Ensemble wechselt von der Partie des Grafen Elemer zu der des Matteo. Die zuerst genannte Partie singt jetzt Simon Bode aus dem Frankfurter Opernstudio. In allen weiteren Rollen sind Solisten der Premieren- sowie der ersten Wiederaufnahmeserie vertreten, u. a. Barbara Zechmeister, Simon Neal und Alfred Reiter. Die musikalische Leitung liegt erstmals bei Gabriel Feltz, dem Chefdirigenten der Stuttgarter Philharmoniker, der 2008/2009 mit Glanerts Caligula sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt gab.

Wiederaufnahme: 4. Februar 2012, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen: 12., 17., 25. Februar 2012, jeweils 19 Uhr




ARIANE ET BARBE-BLEUE von Paul Dukas, Wiederaufnahme am 11. Februar 2012




In Frankreich gehört Paul Dukas' Oper Ariane et Barbe-Bleue zum Kern-Repertoire der Opernbühnen; andernorts ist dies ganz und gar nicht der Fall. Gut also, dass diese Opernrarität hier wieder - erstmals nach der Premiere Anfang 2008 - zu erleben ist. Dukas' (1865 - 1935) einzige Opernkomposition Ariane et Barbe-Bleue gilt zu Recht als orchestrales Meisterwerk. Die Textvorlage stammt von Maurice Maeterlinck. Thematisch ist Ariane et Barbe-Bleue eine Verknüpfung der mittelalterlichen Sage vom französischen Ritter Blaubart mit dem griechischen Mythos um Ariadne im Labyrinth. Anders als in Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg liegt bei Dukas der Schwerpunkt nicht auf dem Verhältnis zwischen Blaubart und seiner Frau, sondern vielmehr auf der Emanzipation Arianes. Ihr kommt der mit Abstand größte Gesangspart in dieser Oper zu, Barbe-Bleue hingegen hat nur ganze 27 Takte zu singen.

Die schwedische Mezzosopranistin Katarina Karnéus ist auch anlässlich der Wiederaufnahme wieder in der Titelpartie zu erleben. Nach der Premiere hieß es in einer Rezension: "Katarina Karnéus brilliert als Titelheldin. Lockt, verführt, umschmeichelt, betört, verzaubert, mit sanfter starker Stimme, traumwandlerischem Spiel." Auch Ensemblemitglied Dietrich Volle kehrt als Barbe-Bleue zurück. Die englische Mezzosopranistin Susan Bickley (La Nourrice), kürzlich noch als Virgie in Mark-Anthony Turnages Anna Nicole am Royal Opera House Covent Garden in London engagiert, gibt ihr Frankfurter Hausdebüt. Als Blaubarts vormalige Frauen sind Ensemblemitglieder und Gastsolisten neu besetzt, darunter Katharina Magiera (Sélysette) und Juanita Lascarro (Ygraine) sowie Elisa Cho (Mélisande) und Kateryna Kasper (Bellangère). Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals bei dieser Produktion Kapellmeister Erik Nielsen, der kürzlich an der New Yorker Metropolitan Opera Mozarts Zauberflöte dirigierte.

Wiederaufnahme: Samstag, 11. Februar 2012, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 19., 24. Februar, 2. März 2012, jeweils 19:30 Uhr

KURZ GEMELDET




} Unter dem Titel "...BLÜHENDES LEID! Wagners Götterdämmerung - Erlösung oder Untergang?" hält Prof. Dr. Peter Steinacker, Kirchenpräsident a.D. und ausgewiesener Wagner-Spezialist, am 7. Februar 2012 bei freiem Eintritt um 19:30 Uhr im Holzfoyer wieder einen Vortrag.

} "Mir ist so wunderbar..." - unter dieser verheißungsvollen Überschrift findet die zweite Soiree des Opernstudios statt. Am 8. Februar 2012 um 20 Uhr präsentieren Studiomitglieder im Holzfoyer der Oper Frankfurt Liebesduette aus dem Opernrepertoire.

} Das nächste Museumskonzert am 12./13. Februar 2012 hat den Star-Saxophonisten Branford Marsalis zu Gast. Unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle, Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt, kommen Werke von Debussy, Aderhold (Uraufführung!) und Beethoven zur Aufführung. Wie immer spielt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester im Großen Saal der Alten Oper.

} Kammermusik an der Oper Frankfurt einmal abends: Das Frankfurt Chamber Brass Ensemble widmet sein Programm Richard Wagner und dessen Zeitgenossen. Round about the Ring am 14. Februar 2012 um 20 Uhr im Holzfoyer. Die musikalische Leitung hat Karsten Januschke, Solorepetitor an der Oper Frankfurt.

} Yuval Zorn, Kapellmeister an der Oper Frankfurt, stellt am 19. Februar 2012 um 11 Uhr im Rahmen einer Klavier-Matinee im Holzfoyer sein Können unter Beweis. Er präsentiert Werke von Alexander Zemlinsky, Franz Liszt, Tzvi Avni und Béla Bartók.

TICKETVERKAUF

Zur Zeit sind die Opernvorstellungen und Liederabende bis Ende April 2012 im Vorverkauf. Ab 1. Februar 2012 startet der Vorverkauf für die Opernaufführungen und den Liederabend im Mai 2012.

Wir möchten nochmals auf die neuen Servicezeiten beim telefonischen Vorverkauf unter (069) 212 49 49 4 seit Jahresbeginn hinweisen: montags bis freitags 9 - 19 Uhr, samstags und sonntags 10 - 14 Uhr. Unter dieser Nummer können Karten und Gutscheine gebucht werden. Die Versandkosten betragen 3 Euro, es fallen keine Vorverkaufsgebühren an.

Onlinebuchungen unter www.oper-frankfurt.de. Portokosten auch hier nur 3 Euro, alternativ Ausdruck der Tickets am eigenen PC, beides ebenfalls ohne Vorverkaufsgebühren. Details zum Onlineverkauf finden Sie hier.

Vorverkaufskasse der Oper Frankfurt am Willy-Brandt-Platz: montags bis freitags 10 - 18 Uhr, samstags 10 - 14 Uhr. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn.

Karten für die Museumskonzerte mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester in der Alten Oper sind über FrankfurtTicket RheinMain buchbar, Ticket-Hotline (069) 13 40 400, Vorverkaufsstellen in der B-Ebene Hauptwache und in der Alten Oper sowie an der Vorverkaufskasse der Oper Frankfurt am Willy-Brandt-Platz.

Copyright der Fotos: Götterdämmerung und Arabella: Monika Rittershaus, Ariane et Barbe-Bleue: Wolfgang Runkel, "Kurz gemeldet": Oper Frankfurt
Hinweise der Sponsoren dieses Newsletters:


Festival Oude Muziek Utrecht 2011

"In Monte Oliveti" - Felice Anerio, Agostino Agazzari, Michelangelo Rossi, Giovanni Pierluigi da Palestrina
Geistliche Vokalmusik aus dem barocken Rom
Huelgas Ensemble; Leitung: Paul van Nevel
Aufnahme vom 3.9.11 aus der Domkerk
Festspiel-Panorama
Do, 16.02.2012 - 21:05 Uhr Deutschlandfunk


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Eine Revue in Ö-Moll
Von Ursula Rütten
Feature
Sa, 18.02.2012 - 18:05 Uhr Deutschlandradio Kultur
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