Liebes Publikum,

Flüchten oder Standhalten? Vor diese Frage sehen sich die Mitglieder der Familie Wingfield in der vom Publikum bei der Premiere gefeierten Inszenierung DIE GLASMENAGERIE gestellt. Mama Amanda - „von Michaela Conrad wunderbar leicht überdreht gespielt“ Strandgut - hat gar keine andere Wahl als sich Tag für Tag der harten Realität zu stellen. In ihrer Vorstellung allerdings flüchtet sie sich lieber in die Zeit, in der sie noch eine schöne und wohlhabende Tochter mit 17 Verehrern war. Flüchten oder Standhalten? Für Tochter Laura zählt einzig ihre „Sammlung von Gebilden“ und ihr Phantasie. „Lauras Zerbrechlichkeit hervorzukehren gelingt Vivien Zisack besonders in der Begegnung mit ihrem Schulschwarm Jim ( Mario Linder )“ FAZ. Flüchten oder Standhalten? Sohn Tom aber - „emotional ist Niklas Fiedlers Performance … äußerlich alles easy, innerlich hochsensibel“ FAZ - der als Lagerarbeiter die Familie ernährt, wird für sich einen Ausweg aus der Welt der Fiktion ins echte Abenteuer des Lebens finden. „Die Stille nimmt einen beträchtlichen Raum ein in dieser Inszenierung. Wir können gar nicht anders als genau hinzuschauen und werden hineingezogen in diesen Sog, der uns die Kraft und Zerbrechlichkeit von Illusionen vor Augen führt … so verlässt man das Theater, als käme man aus einer anderen Welt … leicht schwebend.“ Zu sehen am 13./ 14. April.

Der mittlerweile zu Kultfigur gewordene Bartleby kehrt endlich zurück. Er zeigt in ICH MÖCHTE LIEBER wie man flüchtet, indem man standhält. Oder umgekehrt? Nach fast einjähriger Abwesenheit gibt es nun endlich eine Wiederaufnahme am 11./12. April.

Flüchten oder Standhalten? In DIPLOMATIE, dem bedrückenden und atemberaubenden Duell zwischen dem schwedischen Diplomaten und dem deutschen General von Choltitz eröffnet uns der schwedische Generalkonsul Nordling sogar eine dritte Handlungsvariante: aktiv ins Geschehen eingreifen. Werfen Sie einen Blick in den neuen Trailer.

Mit dem Abend SIE HABEN IHR LEBEN RISKIERT UM ZU HELFEN ist am 17. April das Lesefest FRANKFURT LIEST EIN BUCH zu Gast in unserem Theater. Mit dem Roman „Das siebte Kreuz“ hat Anna Seghers den Verfolgten des Nazi-Regimes ein Denkmal gesetzt: Ein großer Appell an Humanität und Zivilcourage. Wir freuen uns auf einen engagierten, bereichernden Abend mit den Musikerinnen Anka Hirsch und Beate Jatzkowski, der Politologin Dr. Barbara Bromberger und der Schauspielerin Bettina Kaminski ( Eintritt frei).

Das alles und noch viel mehr gibt es im April im TITANIA.

Ihr FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE

TITANIA, Basaltstr. 23, 60487 Frankfurt
Telefon 069 - 71 91 30 20
kontakt@freiesschauspiel.de
www.freiesschauspiel.de

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Inhalt

Spielplan April 2018
ICH MÖCHTE LIEBER NICHT
DIE GLASMENAGERIE
FRANKFURT LIEST EIN BUCH
LIVE-ACT 3
ICH WERDE SEIN
DIPLOMATIE

Spielplan April 2018

11. April - 19.30 Uhr // Wiederaufnahme
ICH MÖCHTE LIEBER NICHT nach Herman Melvilles "BARTLEBY"

12. April - 19.30 Uhr
ICH MÖCHTE LIEBER NICHT nach Herman Melvilles "BARTLEBY"

13. April - 20 Uhr
DIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams

14. April - 20 Uhr
DIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams

17. April - 20 Uhr / Frankfurt liest ein Buch "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers
SIE HABEN IHR LEBEN RISKIERT, UM ZU HELFEN Vortrag, Lesung und Musik

23. April - 19.30 Uhr
LIVE-ACT 3 Theater, das passiert DIE BEFREIUNG

26. April - 19.30 Uhr 
ICH WERDE SEIN Das Drama Rosa Luxemburg

27. April - 20 Uhr 
DIPLOMATIE von Cyril Gély

28. April - 20 Uhr 
DIPLOMATIE von Cyril Gély

ICH MÖCHTE LIEBER NICHT

nach Herman Melvilles "Bartleby"

am 11. / 12. April, 19.30 Uhr

Es spielt Reinhard Hinzpeter
Inszenierung Bettina Kaminski Bühne Gerd Friedrich Dramaturgie Sten Volkemer


"Eine wunderbare Inszenierung, deren schöne Kürze Wünsche weckt, sie würde im Dip- oder Tryptichon mit geistesverwandten Sprachmonumenten gespielt: Kafkas 'Strafkolonie', dem Buch Hiob, 'Prometheus'." FRANKFURTER NEUE PRESSE

"Das Warten hat sich gelohnt ... das Ensemble ist dem Rätsel namens Bartleby erfolgreich auf den Grund gegangen." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Der Kanzleiangestellte Bartleby ist in seinem Fleiß und seiner Gewissenhaftigkeit nicht zu übertreffen. Doch eines Tages beginnt er, Aufgaben, die ihm sein Arbeitgeber aufträgt, mit einem freundlichen „Ich möchte lieber nicht“ abzulehnen. Der Anwalt ist ratlos, fassungslos …

Mit "Bartleby, der Schreiber", dieser subversiven Geschichte einer Verweigerung, hat Melville ein Kultbuch geschaffen, das bis heute heftige Diskussionen innerhalb der Philosophie und der Soziologie auslöst. Ist "nichts zu tun" schon Boykott? Bartleby – Faulpelz oder Freigeist, Opfer oder Täter?

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DIE GLASMENAGERIE

von Tennessee Williams

am 13. / 14. April, 20 Uhr

Es spielen Michaela Conrad, Niklas Fiedler, Mario Linder, Vivien Zisack
Inszenierung Reinhard Hinzpeter Bühne Gerd Friedrich

Vivien Zisack, Niklas Fiedler in DIE GLASMENAGERIE

"So ist ... auf Tennessee Williams’ modernen Klassiker ... ein innovativer und sogar überraschender Blick gelungen … auch, dass das Ensemble nicht nur der Depression, sondern gelegentlich auch dem Witz Raum gibt, macht die Inszenierung sehenswert.” F.A.Z.

Allen Rückschlägen und Enttäuschungen zum Trotz gibt Amanda Wingfield ihre Wünsche und Hoffnungen nicht auf. Die rosige Zukunft der beiden erwachsenen Kinder Tom und Laura sieht sie schon vor sich. In dieser Gesellschaft, in der sie immer die Verliererin war, werden die beiden Erfolg haben, Karriere machen, eine glückliche Familie haben – so der Plan. Doch der Nachwuchs entzieht sich dem Erwartungsdruck. Tom und Laura träumen andere Träume, haben andere Sehnsüchte. Während Tom, der mit seinem Job im Schuhlager die Familie ernährt, in seinen Gedichten von Weite, Ferne, Wildheit träumt und nach Leben giert, entwirft seine Schwester Laura für sich eine geheimnisvolle Welt der Phantasie, die Glasmenagerie, ein Reich von magischer Anziehungskraft.

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FRANKFURT LIEST EIN BUCH

SIE HABEN IHR LEBEN RISKIERT UM ZU HELFEN

am 17. April, 20 Uhr

„Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers erzählt eine atemlos spannende und beklemmende Fluchtgeschichte: Sieben Häftlinge, darunter Georg Heißler, sind aus dem KZ Westhofen (eigentlich Osthofen) entkommen. Unerbittlich werden sie von ihren Unterdrückern gejagt. Heisler gelingt es, nach Mainz und weiter nach Frankfurt zu kommen. Die Stadt verspricht ihm vorläufige Rettung. Auf seinem Fluchtweg ist er auf Unterstützung und Versorgung angewiesen.

Mit ihrem Roman hat Anna Seghers den Verfolgten der Nazi-Zeit ein Denkmal gesetzt. Es ist eine der mutigsten Geschichten gegen das Hitler-Regime. Der Roman ergründet die Motive der funktionierenden Mitmacher, der kalkulierenden Karrieristen, der eingeschüchterten früheren Oppositionellen, der Funktionsträger des Regimes und vor allem derjenigen, die dem Entflohenen helfen. "Das siebte Kreuz" zeigt eindringlich, dass es dem Faschismus nicht gelungen ist, menschliche Werte wie Hilfsbereitschaft, Solidarität und Treue gänzlich zu zerstören und wird dadurch zu einem großen Appell an Humanität und Zivilcourage.

Auszüge aus dem Roman werden gelesen von der Schauspielerin Bettina Kaminski. Die Politologin Dr. Barbara Bromberger spricht über die Freundschaft Anna Seghers' mit der Widerstandskämpferin Lore Wolf. Gemeinsam mit Beate Jatzkowski am Akkordeon wird die Cellistin Anka Hirsch eigene Kompositionen zu Gehör bringen.

In Kooperation mit VVN-BdA Frankfurt, DGB SV Frankfurt, Gegen Vergessen - Für Demokratie, FV Gedenkstätte KZ-Katzbach, Club Voltaire, Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Etti und Peter Gingold Initiative, KunstGesellschaft.

Eintritt frei

LIVE-ACT 3

Theater, das passiert DIE BEFREIUNG

am 23. April, 19.30 Uhr

Es spielen Michaela Conrad, Niklas Fiedler, Bettina Kaminski, Hans-Peter Schupp

Mit LIVE-ACT betreten wir Neuland. Der Zuschauer erlebt nicht die Aufführung eines von einem Autor geschriebenen Theatertextes, sondern ist Zeuge einer über Monate gehenden Stückentwicklung. Szene für Szene, Situation für Situation: Erwartung, Hass, Verführung, Streit, politische Tiraden und Provokationen, Zusammenbrüche, Sinnentaumel, gegenseitige Verletzungen.

Ein Mann ist in einem Raum. Allein. Was geht in ihm vor? Was macht er? Was will er? – Eine Frau kommt herein. Warum? Ist es ein Versehen? Ein Irrtum? Oder Absicht? Will sie den Mann treffen? Mit ihm reden? Kennen die beiden sich? – Jede Figur hat ihr Geheimnis, das auch ihr Gegenüber nicht kennt. Nach und nach entwickelt sich ein Dialog, eine Begegnung, eine Szene. Vor den Augen des Publikums.

Einmal monatlich heißt es LIVE-ACT in unserem Theater. Mit jedem Acting kommen 2-3 Szenen dazu. Am Ende wird es ein Stück sein. Ein frei entwickeltes Stück über DAS DRAMA DER FREIHEIT.

Eintritt 8 € / 5 € ermäßigt

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ICH WERDE SEIN

Das Drama Rosa Luxemburg

am 26. April, 19.30 Uhr

Es spielen Michaela Conrad, Naja Marie Domsel, Bettina Kaminski
Inszenierung Reinhard Hinzpeter Bühne Gerd Friedrich Kostüme Sabine Steusloff



"Ein faszinierendes Stück Frankfurter und europäischer Zeitgeschichte" JOURNAL FRANKFURT

"Eine kraftvolle Aufführung für eine kraftvolle Frau, die hier zu Recht auch als modern erscheint." FRANKFURTER RUNDSCHAU

Frankfurt. 26. September 1913. Titania, Bockenheim. Eine kleine verwachsene Person, deutsch-polnische Jüdin, tritt an das Rednerpult und fordert die Frankfurter Arbeiter auf, mit Massenstreiks den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu verhindern: Rosa Luxemburg. Freiheitskämpferin, Staatsfeindin, Pazifistin, Terroristin, Revoluzzerin – Viele Namen für eine Frau, die nach wie vor polarisiert. Aus Briefen, Artikeln, Essays und Reden hat Reinhard Hinzpeter ein Theaterstück entwickelt, das versucht, sich dieser widersprüchlichen, schillernden, lebenshungrigen und kraftstrotzenden Persönlichkeit anzunähern.

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DIPLOMATIE

von Cyril Gély

am 27. / 28. April, 20 Uhr

Es spielen Jürgen Beck-Rebholz, David Földszin, Adrian Scherschel und Husain Mamen, Victor Schlothauer, Darios Vaysi
Inszenierung Bettina Kaminski Bühne Gerd Friedrich

"Spannung bis zum Schluss" STRANDGUT KULTURMAGAZIN

"Eine packende Inszenierung ... hochgradig sehenswert" FRIZZ DAS MAGAZIN

"Ein Duell auf Leben und Tod ... starke Regie, starkes Spiel, starkes Setting." FRANKFURTER NEUE PRESSE

Zwei Männer, zwei Welten, zwei Prinzipien in einem Duell. Auf dem Spiel stehen das Schicksal von Millionen Menschen und eine unersetzbare Stadt. Die Wahl der Waffen: das Wort, die Wahrheit, die Lüge. Alles eine Frage der Perspektive.

Paris, im August 1944. Noch halten die deutschen Soldaten einen großen Teil von Frankreich und die Hauptstadt des Landes besetzt. Aber was wird passieren, wenn die Alliierten in den nächsten Tagen in Paris einmarschieren? Schauplatz des Stückes ist das Hotel Meurice, der Sitz des Wehrmachtsbefehlshabers von Groß-Paris, General Dietrich von Choltitz. Er hat von Hitler den Befehl erhalten: „Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen“.

Alles ist für die Zerstörung der französischen Hauptstadt vorbereitet. Plötzlich taucht durch eine Geheimtür der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling bei von Choltitz auf. Es entspinnt sich ein faszinierendes, bedrückendes, atemberaubendes und hoch spannendes Duell zwischen dem schwedischen Diplomaten und dem deutschen Militär.

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