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EU-Richtlinie für das Urheberrecht: Deutscher Musikrat fordert schnelle Verabschiedung des finalen Entwurfs
Sitzung des Präsidiums und der Konferenz der Landesmusikräte in Köln
Beethovenjahr 2020: Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt Projektfördermittel bereit
Preis der deutschen Schallplattenkritik für Porträt-CD von Anna Korsun aus der EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK
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EU-Richtlinie für das Urheberrecht: Deutscher Musikrat fordert schnelle Verabschiedung des finalen Entwurfs

Das Europäische Parlament, die EU-Kommission und der Europäische Rat haben sich in der vergangenen Woche auf einen finalen Entwurf zur EU-Richtlinie für das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt geeinigt. Damit die Richtlinie noch vor der Europawahl im Mai in Kraft treten kann, müssen die Mitgliedsstaaten und das Parlament den ausgehandelten Kompromiss bis voraussichtlich Mitte April final bestätigen.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Einigung des Trilogs auf einen finalen Entwurf ist ein überaus positives Ergebnis für die gesamte europäische Kultur- und Medienlandschaft. Die Regelungen sind keine Gefahr, sondern eine große Chance für die Digitalisierung, die von der Bereitstellung kreativer Inhalte lebt. Ohne den Schutz der Urheberrinnen und Urheber dieser Inhalte kann der Zugang zu kultureller Vielfalt sowie qualitativem und unabhängigem Journalismus im Netz nicht gesichert werden. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass Kreative von ihrer Arbeit leben können. Der Deutsche Musikrat hofft auf einen raschen und erfolgreichen Abschluss durch das Europaparlament und den Europäischen Rat.“

Vor den aktuellen Trilog-Verhandlungen war zwischen den EU-Staaten eine Verständigung auf einen gemeinsamen Richtlinienentwurf erzielt worden. Strittig waren in den bisherigen Verhandlungen u.a. die Regelungen von Artikel 13, der Plattformen dazu verpflichten soll zu prüfen, ob das Hochladen der jeweiligen Inhalte gegen Urheberrechte verstößt. Der Einigung der Mitgliedsstaaten lag ein Kompromiss zwischen Deutschland und Frankreich zugrunde, der Ausnahmeregelungen für Artikel 13 formuliert. Dem finalen Richtlinienentwurf gingen mehrjährige Verhandlungen der beteiligten Akteure voraus.

Sitzung des Präsidiums und der Konferenz der Landesmusikräte in Köln

Am vergangenen Freitag haben das Präsidium des Deutschen Musikrates und die Konferenz der Landesmusikräte (KdLMR) beim WDR in Köln getagt. Dabei wurden u.a. Themen zur Situation der Musikalischen Bildung und der Amateurmusik behandelt. Die KdLMR verabschiedete dazu einen Appell an die ARD. Anlässlich des 40jährigen Jubiläums des gastgebenden Landesmusikrates Nordrhein-Westfalen gratulierte der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger.

Weitere Informationen zum Präsidium des Deutschen Musikrates finden Sie hier.

Beethovenjahr 2020: Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt Projektfördermittel bereit

Im Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag Ludwig van Beethovens zum 250. Mal. Um das einzigartige musikalische Schaffen des Komponisten neu hör- und erlebbar zu machen, plant der Bund gemeinsam mit weiteren Partnern ein Beethoven-Gedenkjahr mit dem Jubiläumsprogramm BTHVN2020. Bis zu sechs Millionen Euro werden bereitgestellt, um kulturelle Projekte und Veranstaltungen rund um das Beethoven-Jubiläum in ganz Deutschland zu fördern. Die Fördervorgaben wurden dabei bewusst offengehalten, um möglichst viele Akteure, Initiativen und Institutionen einzubeziehen. Anträge können noch bis zum 31. März 2019 gestellt werden, den Förderantrag finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Beethoven-Jubiläum finden Sie unter www.bthvn2020.de.

Preis der deutschen Schallplattenkritik für Porträt-CD von Anna Korsun aus der EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK

Als künstlerisch herausragende Neuveröffentlichung des Tonträgermarktes wurde im Februar Anna Korsuns Porträt-CD „Ulenflucht“ aus der EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK (EZM) mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 1/2019) ausgezeichnet. Die „faszinierende CD“ zählt damit nach Meinung der Jury zu den besten und interessantesten aktuellen Neuproduktionen. Zentrale Bewertungskriterien des Preises sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Insbesondere würdigte die Jury Korsuns Musik, die Geschichte und Tradition etablierter Instrumente gekonnt über Bord werfe und unter Einbeziehung zahlreicher Alltagsgegenstände neue Klänge erschaffe. Insbesondere der Orgel entlocke sie dabei geradezu Verblüffendes. 

Durch diese bedeutende Auszeichnung auch für die EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK zeigen sich einmal mehr die hohe Qualität der EZM-Produktionen und die richtungsweisende Bedeutung der Reihe als Förderinstrument für aufstrebende junge Komponistinnen und Komponisten.

Als Referenzreihe des Deutschen Musikrates für zeitgenössische Musik fördert die EZM seit mehr als drei Jahrzehnten erfolgreich junge Kräfte für Komposition und Interpretation neuer Musik aus Deutschland. Sie setzt damit bedeutende Impulse für das zeitgenössische Musikleben auch international. Als hochwertige musikalische Visitenkarten bieten die CD-Porträts der Reihe eine maximale Referenz. Mit den bislang über 100 ausgewählten, bei WERGO erschienenen Porträt-CDs dokumentiert die Reihe ein einzigartiges Panorama der jüngeren musikalischen Entwicklungen in Deutschland und fördert das Verständnis für aktuelle musikalische Ausdrucksformen.

Die EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK ist ein Projekt des Deutschen Musikrates. Sie wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) gefördert. Die Produktionen der EZM entstehen überwiegend in Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

www.musikrat.de/edition
www.schallplattenkritik.de
www.annakorsun.com

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Schumannstraße 17
D-10117 Berlin

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