Inhalt

EU-Parlament macht den Weg für ein zeitgemäßes Urheberrecht frei
Zwei Jubiläen in der Elbphilharmonie: Randy Brecker mit Bundesjazzorchester und Landesjugendjazzorchester Hamburg
Neues aus den DMR Mitgliedsverbänden
Impressum

EU-Parlament macht den Weg für ein zeitgemäßes Urheberrecht frei

Die Abgeordneten des EU-Parlamentes haben gestern mit deutlicher Mehrheit von 438 zu 226 Stimmen für die geplante EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt gestimmt. Damit kann das Parlament die Trilog-Verhandlungen mit Europäischem Rat und EU-Kommission aufnehmen.

Dazu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der 12. September ist ein guter Tag für Europa und die Kreativschaffenden. Der Schutz der Urheber und die faire Vergütung kreativer Leistungen sind Voraussetzung dafür, dass weiterhin attraktive Inhalte produziert und bereitgestellt werden können. In den nächsten Monaten wird es darum gehen, den gesellschaftlichen Dialog zur Zukunft eines fairen Internets zu etablieren, der sich von dem bisherigen Schlagabtausch durch eine differenzierte und gesellschaftspolitisch grundierte Argumentation absetzen sollte.“

Der Deutsche Musikrat engagiert sich seit Langem für eine Stärkung der Urheber und Rechteinhaber sowie eine angemessene und faire Vergütung Kreativschaffender unter Einbeziehung der Plattformbetreiber. Noch im Juli hatten sich die EU-Abgeordneten mit knapper Mehrheit gegen das vom Rechtsausschuss vorgeschlagene Verhandlungsmandat ausgesprochen.

Zwei Jubiläen in der Elbphilharmonie: Randy Brecker mit Bundesjazzorchester und Landesjugendjazzorchester Hamburg

Am 11. Dezember 2018 präsentieren sich das Bundesjazzorchester (BuJazzO) und das Landesjugendjazzorchester Hamburg (LJJO Hamburg) erstmals zusammen im Großen Saal der Elbphilharmonie. Beide Ensembles feiern in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen – ein einmaliger Anlass und passender Rahmen für ein gemeinsames Konzert mit dem amerikanischen Trompeter Randy Brecker im Konzerthaus an der Elbe. Geleitet werden die Bigbands von Jiggs Whigham (Bundesjazzorchester) und Lars Seniuk (Landesjugendjazzorchester Hamburg).

„Wir sind stolz, in der Elbphilharmonie zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen vom Landesjugendjazzorchester Hamburg und Randy Brecker unser gemeinsames 30. Jubiläumsjahr zu vollenden. Einen schöneren Ort hierfür können wir uns nicht vorstellen! Randy Brecker ist für viele unserer jungen Leute ein großes Vorbild und mit ihm gemeinsam auf einer Bühne zu stehen, ist für jede und jeden ein Traum“, so Dominik Seidler, Projektleiter des Bundesjazzorchesters.

„Für die Musikerinnen und Musiker des Landesjugendjazzorchesters ist dieses Doppelkonzert mit dem Bundesjazzorchester ein Jubiläums-Highlight. Die Zusammenarbeit freut mich ganz besonders, denn fünf Musikerinnen und Musiker der aktuellen Besetzung des Bundesjazzorchesters stammen ursprünglich aus dem Landesjugendjazzorchester Hamburg. Das zeigt den Erfolg und die Nachhaltigkeit unserer Jazz-Nachwuchsförderung in Hamburg“, meint Thomas Prisching, Geschäftsführer des Landesmusikrates Hamburg e.V. 

Der Vorverkauf für das Konzert mit Randy Brecker ist am 11. September 2018 gestartet: www.elbphilharmonie.de/de/programm/randy-brecker/11010. Tickets sind ab 13 € erhältlich über Eventim (https://bit.ly/2CJseM8) und telefonisch unter Tel. 01806-570070.

Der mehrfache Grammy-Preisträger Randy Brecker ist in vielen musikalischen Genres zu Hause. Er studierte klassische Trompete und war Gründungsmitglied der amerikanischen Jazzrock-Band „Blood, Sweat & Tears“, spielte in den Bigbands von Clark Terry und Charles Mingus und ist auf über 700 Alben von Art Blakey bis Frank Zappa zu hören. Große Erfolge konnte Brecker mit seinem Bruder und der Fusionband „The Brecker Brothers“ feiern.

Das Bundesjazzorchester prägt seit 30 Jahren als Ausbildungsorchester für Talente des deutschen Jazznachwuchses die Jazzszene in Deutschland. 1988 von Peter Herbolzheimer gegründet, gilt es als wertvolles Bindeglied zwischen Ausbildung und Beruf und als Talentschmiede für erfolgreiche Jazzmusiker von morgen. Bekannte Jazzmusiker wie Till Brönner, Roger Cicero, Michael Wollny, Julia Hülsmann und Tom Gaebel haben hier ihre Karrieren begonnen. Träger des Bundesjazzorchesters ist der Deutsche Musikrat. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die Daimler AG und der Westdeutsche Rundfunk teilen sich die Förderung des Projekts. Weitere Informationen: www.bundesjazzorchester.de.

Das LJJO Hamburg zählt zu den führenden Auswahlorchestern Deutschlands und bietet unter der Leitung des jungen Dirigenten Lars Seniuk Bigband-Jazz in seiner ganzen Klangvielfalt dar. Es vereint und fördert die besten jungen Jazzmusikerinnen und -musiker der Hansestadt. Das Ensemble wird getragen vom Landesmusikrat Hamburg e.V. und gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, der Zeit-Stiftung sowie der Hamburgischen Kulturstiftung. Weitere Informationen: www.ljjo-hamburg.de.

Neues aus den DMR Mitgliedsverbänden

Lehrbeauftragte in Berlin bekommen zum Wintersemester höhere Honorare

Die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung hat Ende Juni die Ausführungsvorschriften zur Erhöhung der Lehrauftragsvergütung an den Berliner Hochschulen amtlich bekannt gegeben. Danach treten ab 01. Oktober höhere Vergütungssätze in Kraft. Die Erhöhung ist im neuen Hochschulvertrag vereinbart.

Die Mindestvergütung für einen Lehrauftrag wird im ersten Schritt ab dem Wintersemester 2018/19 von derzeit 24,50 Euro pro Lehrveranstaltungsstunde auf 35,00 Euro angehoben; eine Steigerung von über 40 Prozent. Ab dem Wintersemester 2019/20 gilt eine Mindestvergütung von 37,50 Euro je Stunde. Danach ist bis zum Ablauf des Wintersemesters 2022/23 eine jährliche Steigerung um jeweils 2,35 Prozent des Stundensatzes vorgesehen. Damit steigt die Mindestvergütung pro Lehrveranstaltungsstunde um 15,71 Euro auf 40,21 Euro.

Auch die Vergütung der höheren Entgeltstufe steigt sowie die Mindestvergütung für Prüfungstätigkeiten, insbesondere für die Vorbereitung, Beaufsichtigung und Korrektur.

Impressum

Herausgeber

Deutscher Musikrat e.V.
Schumannstraße 17
D-10117 Berlin

V.i.S.d.P.

Prof. Christian Höppner
Generalsekretär des Deutschen Musikrates

Kontakt

Tel +4930 30881030
Fax +4930 30881011
generalsekretariat@musikrat.de

Website | Newsletter | Twitter | Facebook

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.