Liebe Freunde der Kirchenmusik, sehr geehrte Damen und Herren!

Mit herzlichen Grüßen senden wir Ihnen einen einladenden Konzerthinweis für den kommenden Sonnabend. In der Taufkapelle der St.-Andreas-Kirche warten mit Blockflöte und Cembalo erstmals zwei bereits arrivierte Künstler der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler bei uns auf!

Ihr
KANTORAT ST. ANDREAS HILDESHEIM
Bernhard Römer
Kantor und Organist

Kammerkonzert bei Kerzenschein

Sonnabend, 16. Februar 2019, 18.00 Uhr
Duo Asterion
Maximilian Volbers, Blockflöte
Andreas Gilger, Cembalo
Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler

Made in Italy - Italienische Musik als Exportschlager
Werke von Bassano, Volbers, Castello, Rossi, Falconiero, Berardi, Corelli, Telemann, Caldara, Blavet und Hasse

HILDESHEIM. Im 17. und 18. Jahrhundert war Italien in kultureller Hinsicht das Maß aller Dinge. Die virtuose Kunstfertigkeit, harmonische Extravaganz und enorme Ausdrucksfähigkeit italienischer Musik strahlten in alle Winkel Europas: Johann Sebastian Bach und Henry Purcell ließen sich zahlreiche Manuskripte zusenden, etliche Komponisten aus aller Herren Länder machten sich auf den Weg in die Musikstädte des Mittelmeerstaats, um den italienischen Geschmack aus erster Hand kennenzulernen. Sie brachten die gewonnenen Eindrücke zurück in die Heimat und gaben sie weiter – oder erlangten, wie Johann Adolph Hasse, welcher ab 1730 als „divino Sassone“ bekannt war, in Italien Weltruhm.

Karten für die nummerierten Sitzplätz kosten 12 EUR (Schüler und Studenten 9 EUR) und sind in Service-Center der HAZ, beim Kulturring und in allen Reservix-Verkaufsstellen erhältlich und hier online. Die Tageskasse öffnet um 17.30 Uhr.

Für alle, die es schon etwas genauer wissen möchten:

Giovanni Bassano (1558-1617)  
Ricercata sesta aus: Ricercate, passagi et cadentie, Venezia 1585

Maximilian Volbers (* 1994)
Vestiva i colli (Madrigal von G. P. da Palestrina)

Dario Castello (um 1590- um 1658)
Sonata seconda aus: Sonate concertate in stil moderno, libro secondo, Venezia 1629

Michelangelo Rossi (um 1601-1656)  
Toccata settima aus: Toccate e corenti d'intavolatura d'organo e cimbalo, Rom 1657

Maximilian Volbers      
Sonata sopra „Hor che’l ciel e la terra” (Madrigal von Claudio Monteverdi)

Andrea Falconiero (1585-1656)  
La suave melodia aus: Il primo libro di Canzone, Sinfonie, Fantasie […], Napoli 1650

Angelo Berardi (1636-1694)  
Canzona sesta „Capriccio per camera“ aus: Sinfonie a violino solo op. 13, Bologna 1670

Pause

Arcangelo Corelli (1653-1713)  
Sonata F-Dur op. 5 Nr. 4, Rom 1700

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Sonata C-Dur aus: „Essercizii musici”, Hamburg 1739

Antonio Caldara (1670-1736)
Sonata G-Dur

Michel Blavet (1700-1768)      
Sonata d-Moll  op. 3 Nr. 2

Johann Adolph Hasse (1699-1783)  
Cantata per Flauto C-Dur (orig. B-Dur), Italien um 1730

Maximilian Volbers gehört zu den profiliertesten Blockflötisten der jüngeren Generation. Seine Ausbildung erhielt er bei Brigitte Meier-Sprinz, Ulrike Volkhardt und Winfried Michel. Derzeit studiert er im Master Konzertfach an der Universität Mozarteum Salzburg bei Dorothee Oberlinger. Im Zuge seiner intensiven Beschäftigung mit der Musik des 16.-18. Jahrhunderts absolviert er dort parallel ein Cembalo-Studium bei Florian Birsak und studiert darüber hinaus Historische Aufführungspraxis bei Reinhard Goebel.

Er ist Preisträger der GWK Münster (Förderpreis 2013) und wurde 2016 mit dem hochdotierten 1. Preis des Musikwettbewerbs der GenRe in Köln ausgezeichnet. 2015 war er Finalist des Internationalen Telemann-Wettbewerbs, 2017 erreichte er als erster Blockflötist überhaupt das Orchesterfinale des Deutschen Musikwettbewerbs und erhielt ein Stipendium, verbunden mit der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler. Ebenfalls 2017 gewann er den 9. In­ternationalen Johann Heinrich Schmelzer Wettbewerb.

Max Volbers konzertiert mit Musikern wie Dorothee Oberlinger, Maurice Steger und Hille Perl; u. a. war er bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Herrenchiemsee Festspielen, der mommenta Dortmund und den Audi Sommerkonzerten zu hören. Er arbeitet mit Dirigenten wie Reinhard Goebel, Sir Roger Norrington, Marc Minkowski sowie Pietari Inkinen.

Max Volbers ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben, der Ernsting Stiftung Coesfeld, welche ihm zwei wertvolle Instrumente zur Verfügung stellt, sowie der Cordes-Stiftung. Für die Saison 2018/19 wurde er in die BAKJK aufgenommen.

Andreas Gilger wurde 1991 in Duisburg geboren. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Christian Rieger (Cembalo, Generalbass, Aufführungspraxis), Wolfgang Kostujak (Generalbass, Aufführungspraxis) und Roland Maria Stangier (Orgel), sowie bei Michael Borgstede an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Weitere wichtige Impulse erhielt er von Andreas Staier und Christine Schornsheim.

Als Cembalist und Organist ist Andreas Gilger auf CD-Aufnahmen und Konzertbühnen in der ganzen Welt solistisch, kammermusikalisch sowie mit Ensembles wie Das Neue Orchester (Christoph Spering), der Kölner Akademie (Michael Alexander Willens) und L’Arte del Mondo (Werner Ehrhardt) zu hören. Dabei trat er u. a. bei Festivals wie den Tagen Alter Musik in Herne, dem Felicja Blumental Festival in Tel Aviv, dem Shanghai International Arts Festival und dem Festival Musika Música in Bilbao auf.

Mit Thomas Wormitt (Traversflöte) und Adrian Cygan (Barockcello) gründete er 2013 das Cicerone Ensemble, das 2015 mit dem Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung sowie einem Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbes ausgezeichnet wurde. Seit 2016 ist Andreas Gilger Lektor für Cembalo, Generalbass und Korrepetition am Mozarteum Salzburg.

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