Einladung zur Vernissage | Ausstellung Clemens Tremmel
In ihrer 37. Ausstellung zeigt die BAT CampusGalerie ihren diesjährigen Ausstellungsstipendiaten Clemens Tremmel.
Die Vernissage findet am
25. April 2013 um 18.30 Uhr im Beisein des Künstlers statt. Die Laudatio spricht Dr. Martina von Assel, Leiterin des Kunstmuseums Bayreuth, die für Ingrid Mössinger von den Kunstsammlungen Chemnitz eingesprungen ist.
Clemens Tremmel wurde 1988 in Eisenhüttenstadt geboren und studiert derzeit bei Prof. Hans-Peter Adamski an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Virtuos spielt Clemens Tremmel auf der Klaviatur der Erinnerungen, die wir vonWerken großer Maler und Zeichner in uns tragen. Seine Gemälde wecken im Betrachter Reminiszenzen und spontane Assoziationen an Künstler wie Caspar David Friedrich bis zum Struwwelpeter. Dennoch bleibt es nur eine Ahnung, denn genau hier setzt sein Kunstgriff an: DasWesentliche, das Zentrum des zitierten Werkes, aber auch seiner eigenen Szenerien, wird im Nachhinein zerstört – ausgeschnitten, übermalt oder abgedeckt. An dieser Stelle beginnt das raten und Überlegen, Nachschlagen und Suchen: Was
war das doch, was man hier sehen müsste – oder sehen wollte? Clemens Tremmel gelingt damit, was Kunst heute selten schafft: Er provoziert eine direkte und individuelle Auseinandersetzung mit dem Dargestellten bzw. dem, was hinter der Oberfläche an zentraler Stelle steht.
Für die klangliche Untermalung der Vernissage sorgt Exit Bells. Die fünf erfahrenen Bayreuther Musiker erschaffen mit Laptop und Soundgeneratoren in Verbindung mit verschiedenen Natur- und Percussioninstrumenten eine Symbiose faszinierender Audiolandschaften, die weitgehend improvisiert die visuellen Eindrücke der Kunstwerke emotional unterstützen. Das Spektrum erstreckt sich dabei über die Grenzen von Ambient und Avantgarde hinaus.
Clemens Tremmel, Erhebung, 2011,
Öl + Lack auf Leinwand + Holz, 114 x 115 cm