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Newsletter 3/11
Deutscher Bühnenverein – Bundesverband der Theater und Orchester
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Informatives und vergnügliches Lesen des Newsletter 3/11 wünscht die Hauptgeschäftsstelle aus Köln!

Inhalt

1. Entschädigungsrichtlinie der Bundesregierung wegen Frequenzumstellung völlig unzureichend
2. Bühnenverein fordert gerechte Besteuerung von Regisseuren
3. In welchen Städten wollen wir leben? Neue Diskussionsreihe des Bühnenvereins
4. Neuer Fonds der Kulturstiftung des Bundes
5. Kinder zum Olymp-Wettbewerb Schulen kooperieren mit Kultur
6. Baden-Baden Award 2011
7. Deutscher Theaterpreis DER FAUST wird am 5. November vergeben

1. Entschädigungsrichtlinie der Bundesregierung wegen Frequenzumstellung völlig unzureichend

Der Deutsche Bühnenverein kritisiert mit aller Schärfe die nun verabschiedete Richtlinie der Bundesregierung, die den Theatern und anderen Veranstaltungseinrichtungen Entschädigungen für die Neuanschaffung von drahtlosen Mikrofonanlagen zubilligen sollte. Neue Anlagen sind erforderlich geworden, nachdem die Bundesregierung die Frequenzen, die bisher für drahtlose Mikrofonanlagen genutzt wurden, an die Mobilfunkindustrie mit Milliardeneinnahmen versteigert hatte. „Die Richtlinie läuft darauf hinaus, dass die Mehrheit der Theater und der anderen Veranstalter keine Entschädigung erhalten wird“, kommentierte der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, die nun bekannt gewordene Regelung. Der Entschädigungsanspruch gilt nur für Anlagen, die zwischen den Jahren 2006 und 2009 angeschafft worden sind. Solche Anschaffungen hat es aber so gut wie nicht gegeben, da die erwartete Frequenzumstellung in den Theatern seit 2006 bekannt war. „Dieses wirtschaftliche Handeln der Häuser kann doch jetzt nicht zu ihren Lasten gehen“, so Bolwin.

Zur Pressemitteilung

2. Bühnenverein fordert gerechte Besteuerung von Regisseuren

Rolf Bolwin hat die Anwendung des vollen Umsatzsteuersatzes von 19 Prozent auf Honorare von selbstständig tätigen Regisseuren in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur scharf kritisiert. Die Besteuerung treffe insbesondere jüngere Regisseure, erklärte er.
Allein Starregisseure könnten es sich leisten, Nettohonorare zu vereinbaren: Dadurch stiegen wiederum die Kosten der betroffenen Theaterbetriebe.

Der Bundesfinanzhof hatte kürzlich in einem Urteil die entsprechende Steuerpflicht festgestellt, nachdem die Bundesregierung es abgelehnt hatte, die Honorare der Regisseure von der Umsatzsteuer zu befreien, wie dies bei allen anderen darstellenden Künstlern geschehen ist.

3. In welchen Städten wollen wir leben? Neue Diskussionsreihe des Bühnenvereins

Der Deutsche Bühnenverein veranstaltet in Zusammenarbeit mit Theatern und Opernhäusern in Stuttgart, Frankfurt, Dresden, Düsseldorf und München die Diskussionsreihe „In welchen Städten wollen wir leben?“. Damit soll eine öffentliche Diskussion über die Zukunft der Stadt angeregt werden. Experten aus unterschiedlichen Bereichen debattieren über die gegenwärtige Situation und mögliche Gestaltungsansätze. Die Reihe startete am 3. Oktober 2011 im Schauspiel Stuttgart mit dem Thema „Stadtplanung und Stadtgesellschaft der Zukunft“.

In der Diskussionsreihe wird es vor allem um die Frage gehen, inwieweit Bildung, Soziales und Kultur im Hinblick auf das Selbstverständnis der Städte künftig zusammengedacht werden müssen, gegebenenfalls sogar neue Modelle kommunalen Handelns entwickelt werden müssen. Weitere Themen der Reihe sind „Wirtschaft als Motor der Stadt“, „Architektur zwischen Denkmalschutz und Moderne“, „Medien und städtische Kommunikation“ und „Städtische Räume der Kunst“.

Die nächsten Veranstaltungen finden statt am:

20. November 2011 in der Oper Frankfurt

15. Januar 2012 im Staatsschauspiel Dresden

12. Februar 2012 in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf

29. April 2012 im Akademietheater der Bayerischen Theaterakademie in München

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen demnächst auf der

Webseite des Deutschen Bühnenvereins

4. Neuer Fonds der Kulturstiftung des Bundes

Die Kulturstiftung des Bundes hat nach den beiden Programmen "Heimspiel" und "Wanderlust" einen neuen Fonds aufgelegt: "Doppelpass" unterstützt die Kooperation von freien Gruppen einerseits und Stadt- und Staatstheatern, Landesbühnen und Privattheatern andererseits. In zweijährigen Residenzprogrammen sollen neue Formen künstlerischer Zusammenarbeit angeregt werden: pro Residenz vergibt die Kulturstiftung des Bundes bis zu 150.000 Euro.

Weitere Informationen

5. Kinder zum Olymp-Wettbewerb Schulen kooperieren mit Kultur

Noch bis zum 30. November 2011 haben Schulen, Künstler und Kultureinrichtungen die Möglichkeit, sich mit ihren kulturellen Kooperationsprojekten für den Wettbewerb "Schulen kooperieren mit Kultur" zu bewerben.

Im Rahmen ihrer Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! ruft die Kulturstiftung der Länder jedes Jahr bundesweit zu einem Wettbewerb für Schulen auf. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in kulturellen Projekten zu engagieren und eigene künstlerische Erfahrungen zu sammeln.

Kinder zum Olymp! sucht nicht nur Einzelprojekte, sondern möchte darüber hinaus die Schulen mit dem überzeugendsten Kulturprofil auszeichnen, Schulen, in denen die Künste fächerübergreifend den Alltag prägen.

Zur Anmeldung

6. Baden-Baden Award 2011

Um der Öffentlichkeit zu zeigen, was diese Menschen hinter der Bühne leisten und dass auch in ihnen oft echte Künstler stecken, hat die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe einen Preis für Deutschlands beste und kreativste Auszubildende der Medien- und Eventberufe ins Leben gerufen. Mit dem „Baden-Baden Award“ werden überragende Abschlussarbeiten frisch gebackener Bühnenmaler, Bühnenplastiker, Maskenbildner, Mediengestalter in Bild und Ton, Veranstaltungstechniker und Veranstaltungskaufleute ausgezeichnet.

Die Preisträger in den sechs Kategorien werden von einer prominenten und unabhängigen Jury ermittelt. Alle Preisträger erhalten eine von der Majolika in Karlsruhe gefertigte Skulptur in Form eines Fohlens. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, ihre prämierte Arbeit in Zusammenarbeit mit der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) auf der Showtech in Berlin zu präsentieren.

Außerdem vergibt die Jury einen Sonderpreis an die beeindruckendste Arbeit. Dieser wird von der Europäischen Medien- und Event-Akademie gestiftet. Der Gewinner darf sich über eine einwöchige Reise für zwei Personen nach New York inklusive dem Besuch einer Broadway-Show freuen.

Die Baden-Baden Awards 2011 werden am 02. Dezember 2011 in der Akademiebühne in Baden-Baden verliehen.

Der Deutsche Bühnenverein ist Partner des Baden-Baden Award.

7. Deutscher Theaterpreis DER FAUST wird am 5. November vergeben

Am Samstag, dem 05. November 2011, wird der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum sechsten Mal verliehen. In diesem Jahr findet die Vergabe in der Oper Frankfurt statt.

Den „Preis des Präsidenten“ erhält die Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte. Der Theaterregisseur, Schauspieler und Intendant Wolfgang Engel wird für sein Lebenswerk geehrt.

Nominiert sind sowohl Künstler aus großen Häusern (u.a. Luk Perceval, „Hamlet“, Thalia Theater Hamburg; Valery Tscheplanowa, Maria Stuart in „Maria Stuart“, Schauspiel Frankfurt; Lauri Vasar, Billy Budd in „Billy Budd“, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg) als auch aus kleineren Theatern (z.B. Christian Spuck, „Poppea//Poppea“, Theaterhaus Stuttgart – Gauthier Dance; Christopher Gottwald, „Das Kind der Seehundfrau“, Theater Pfütze Nürnberg).
Die vollständige Liste der Nominierten finden Sie hier.

Der Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Produzent Michael Quast führt als Moderator durch die sechste Verleihung. Als Laudatoren überreichen u.a. Prof. Dr. Brigitte Fassbaender, Karoline Herfurth, Prof. Dr. Frank Hörnigk, Sandra Hüller, Volker Ludwig, Matthias Matschke, Christine Schäfer und Prof. Klaus Zehelein den FAUST in den jeweiligen Kategorien.

3sat berichtet ausführlich am Sonntag, den 6. November 2011 um 19.10 Uhr über die Verleihung.

Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt.