3. Opernpremiere Gut Immling
Sex and Crime in Gut Immlings Gärten
Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ 18. Juli und 1. August
Am Anfang steht ein (Fast-)Eifersuchtsmord: Graf Belfiore glaubt, seine Geliebte Gräfin Violante Onesti bei einer Auseinandersetzung getötet zu haben. Diese flieht und arbeitet verkleidet als Gärtnerin Sandrina bei Don Anchise, der sich prompt in sie verliebt – sie aber nicht ihn. Hinzu kommen noch zwei Liebespaare, die zunächst nicht zueinander finden können, weil sie jeweils in andere Menschen verliebt sind. In Mozarts Jugendwerk „Die Gärtnerin aus Liebe – La finta giardiniera“ geht es turbulent-liebesverwirrt zu. Und genauso inszeniert es
Isabel Ostermann: witzig, sexy, lustvoll, spielerisch – mit Schubkarren, Strohhüten, Harken und Schaufeln. Die jungen Sänger haben schon bei den Proben in Immlings neuen Lustgärten viel Spaß, allen voran Komödiant und Charmeur Kapsung Ahn, Gewinner des 1. Internationalen Lions Gesangswettbewerbs, der den Gärtnerin-Diener/Cousin Roberto/Nardo spielt. Wenn das Wetter so herrlich bleibt, sind die Gärten der ideale Spielort für diese Oper – mit dem einmaligen Immling-Sonnenuntergang gratis dazu! Bei schlechtem Wetter finden „Sex and Crime“ (O-Ton Intendant Ludwig Baumann) im Gastronomiezelt statt.
Es gibt nur zwei Aufführungen dieser Liebesverwirr-Oper, nämlich an den beiden Sonntagen, 18. Juli und 1. August, jeweils um 19.30 Uhr. Die Regisseurin Isabel Ostermann ist künstlerische Produktionsleiterin an der Staatsoper unter den Linden in Berlin, wo die „Gärtnerin“ im Frühjahr 2011 als Koproduktion zu sehen sein wird. Die Musikalische Leiterin des Festivals,
Cornelia von Kerssenbrock, dirigiert das Immling Chamber Orchestra. Die Marchesa Violante Onesti, verkleidet als Gärtnerin Sandrina, singt Jennifer Riedel, ihren Conte Belfiore der Japaner Masashi Tsuji, den Podestà Don Anchise verkörpert Jianeng Lu, dessen Nichte Arminda singt Maria José Rodriguez, ihren Grafen Ramiro, mit dem sie sich schließlich tröstet, singen Ulrike Malotta und Alexandra Schulz, ihre Kammerzofe Serpetta ist Xerach Alonso, und den Gehilfen bzw. Diener der Gräfin singt Spaßmacher Kapsung Ahn.
Karten für alle Aufführungen des „14. Opernfestivals GUT IMMLING. Chiemgau“ bis zum 15. August gibt es im Festivalbüro unter Tel. 08055/90 34-0, bequem online unter www.gut-immling.de oder bei vielen Vorverkaufsstellen im Landkreis mit Ticketonline-Anschluss, etwa im Rosenheimer KuKo, bei Kroiss Busreisen oder im I-Punkt Bad Endorf.
Noch Plätze frei bei 7. Kinder-Kulturwoche
Kinderprogramm Gut Immling 2010
Arche Noah und 7. Kinder-Kulturwoche
Mit Benjamin Brittens Mysterienspiel „Arche Noah“ und über 200 Schülerinnen und Schülern des Ignaz-Günther-Gymnasiums in Rosenheim gibt es am
18. Juli und 1. August, jeweils um 11 Uhr, die bislang größte Produktion mit Kindern beim „Opernfestival GUT IMMLING. Chiemgau“. Unter der
Musikalischen Leitung von Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock und unter der Regie von Ludwig Baumann haben die 12- bis 17-Jährigen diese Kooperation mit der Erzdiözese München und Freising erarbeitet. Sie stehen mit drei Profisängern – Mrs. und Mr. Noah sowie Gott alias Ulrike Malotta, Minari Urano und Richard Aigner – im Chor und im Orchester auf der Bühne. Wer bei der Landesgartenschau in Rosenheim die kurzweiligen Aufführungen im Freien versäumt hat, sollte dies unbedingt im Festspielhaus Gut Immling nachholen. Nach den Vorstellungen freuen sich die Tiere des Pferdeschutzhofs Gut Immling über Besuche von Groß und Klein. Die Karten kosten 5 bis 26 Euro.
In der
zweiten Sommerferienwoche (10.-15. August) findet zum 7. Mal die Kinder-Kulturwoche auf Gut Immling statt, diesmal mit dem Thema
„Dschungelbuch“ in einer Fassung von Regisseurin Verena von Kerssenbrock. Rund 100 Kinder von 7 bis 12 Jahren erarbeiten ihr eigenes musikalisches Stück in von Profis geleiteten Workshops (Schauspiel, Musik, Maske, Kostüme, Bühnenbildbau, Kulissenmalerei, Akrobatik, Tanz). Die öffentliche Abschlussaufführung ist am Sonntag, 15. August, um 11 Uhr. Diese Woche, bei der die Kinder spielerisch ihre Kreativität entdecken, kostet 220 Euro inkl. einer Vorstellung der „Arche Noah“. Die Karten für die Abschlussaufführung kosten 6 Euro für Kinder und 10 Euro für Erwachsene. Das Festivalpartner-Hotel Ströbinger Hof in Bad Endorf und der Hotel-Landgasthof Schildhauer in Halfing bieten erstmals
Familien-Festivalpauschalen zum bequemen Übernachten mit Frühstück an, www.stroebinger-hof.de und www.zum-schildhauer.de.
Anmeldungen für die Kinder-Kulturwoche im Festivalbüro, Tel. Nr. 08055/90 34-0, Fax 08055/90 34-28, e-mail sekretariat@gut-immling.de.
Karten für alle Aufführungen des „14. Opernfestivals GUT IMMLING. Chiemgau“ bis zum 15. August gibt es im Festivalbüro, bequem online unter www.gut-immling.de oder bei vielen Vorverkaufsstellen im Landkreis mit Ticketonline-Anschluss, etwa im Rosenheimer KuKo, bei Kroiss Busreisen oder im I-Punkt Bad Endorf.
Opernzug nur noch 7. August möglich
Dank einer einmaligen Kooperation zwischen DB Regio, der Museumsbahn Chiemgauer Lokalbahn und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gibt es in diesem Jahr erstmals einen Opernzug von München nach Gut Immling. Der Opernzug am 24. Juli zum „Fliegenden Holländer“ kann nicht mehr gebucht werden, wohl aber der am
7. August zu „Carmen“ um 19 Uhr. Die rund 140 Gäste des Zuges steigen um ca. 16.30 Uhr im Münchner Hauptbahnhof ein und fahren bequem über die Stationen München-Ostbahnhof, Grafing und Rosenheim nach Bad Endorf. Weiter geht es zum Bahnhof Halfing auf der einst stillgelegten, 18 Kilometer langen Strecke der heutigen Museumsbahn, auf der ein gemeinnütziger Verein jeden Sonntag zwischen Mai und September Touristen nach Amerang und Obing befördert. Während der Fahrt bietet die Chiemgauer Lokalbahn den Gästen auf Wunsch gekühlte Getränke an.
Von Halfing aus fährt ein extra eingesetzter Shuttlebus ins nahe gelegene Gut Immling. Um ca. 23 Uhr geht das Ganze wieder retour, so dass alle Gäste um ca. 0.30 Uhr in München sind. Der genaue Fahrplan steht gleich auf der Startseite von www.gut-immling.de.
Die Fahrkarten kosten hin und zurück 15 Euro. Interessenten melden sich bitte per e-mail an: pressearbeit@gut-immling.de.
Halbzeit-Festivalbilanz
Holländer, Carmen, Spanische und Romantische Nacht
„Freude, schöner Götterfunken“ – mit dieser weltberühmten Dichterzeile begann das „14. Opernfestival GUT IMMLING. Chiemgau“ unter der Intendanz von Ludwig Baumann am Sonntag, 20. Juni. Im 700-Plätze-Festspielhaus erklang Beethovens 9. Sinfonie, gespielt vom Radio Sinfonie Orchester Pilsen unter der musikalischen Leiterin des Festivals, Cornelia von Kerssenbrock. Inmitten des Festspielsommers kann man sagen: Dieses geflügelte Wort passt hervorragend auf alle bisherigen Aufführungen (bis Mitte Juli), die vom göttlichen Sommerwetter ebenso verwöhnt wurden wie vom Zuspruch des begeisterten Publikums und der Kritik.
So ist etwa auf www.chiemgau-online.de folgende enthusiastische Beschreibung zu lesen:
„Einer ständigen Entwicklung folgend, hat sich die Vision Ludwig Baumanns, fernab der Städte große Oper zu gestalten, längst erfüllt und das Opernfestival hat sich vom Geheimtipp für Kulturliebhaber zu einem der Höhepunkte im bayerischen Festspielkalender gemausert. Dabei zielt das Festivalkonzept nicht nur auf die ausgemachten Opernliebhaber ab, vielmehr macht es Oper allen Bevölkerungsschichten zugänglich: Mit einem Gesamtpaket aus Kulturerlebnis, kulinarischem Genuss, reizvoller Landschaft und bayerischer Gemütlichkeit. Anders als in den großen Opernhäusern geht es hier kommod zu, die steife Abendrobe weicht schon mal dem Dirndl und zur Pause kann man mit etwas Glück den Sonnenuntergang im Freien genießen.“
Bei der ersten Opernpremiere (25. Juni) ist Gut Immling Bayreuth ein Stück näher gerückt, denn die
erste Wagner-Oper ist auf „Bayerns zweitem grünen Hügel“ zu sehen: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagners romantische Oper über den verfluchten Holländer, den nur die wahre Liebe einer Frau, Senta, erlösen kann. Bühnenbildner ist der Unternehmer Claus Hipp, Regisseurin Verena von Kerssenbrock mischt in ihrer Inszenierung Elemente des 18. und 20. Jahrhunderts. Es spielen die Münchner Symphoniker unter Cornelia von Kerssenbrock. Den Holländer singt der gefeierte russische Bariton Dimitri Kharitonov, die
Senta Inga Balabanova bzw. alternierend Hélène Bernardy, ihren Vater Daland Bass Marek Gasztecki, den liebenden Erik Ralf Willershäuser, die Mary Snejinka Avramova vom Münchner Gärtnerplatztheater und den Steuermann Giorgio Valenta.
Einen Tag darauf folgte die
Spanische Nacht, eine stimmungsvolle Feria mit andalusischen Pferden, bei der auf Gut Immling dank Paella, Sangria und mediterranen Abendtemperaturen wahrhaft spanische Atmosphäre herrschte. Das Programm hatte Star-Reiterin Andrea Kahn zusammengestellt – mit vielen ihrer Reiter-Kollegen, der mitreißenden Flamenco-Gruppe „La Puerta Flamenca“ und Immlings Sängern.
Beim sonntäglichen
Atelierkonzert bei Künstlerin Antje Tesche-Mentzen in Hafendorf begeisterte der russische Pianist Alexander Mogilevsky, viel gerühmter Partner von Weltstar Martha Argerich, mit Werken von Haydn, Schumann, Chopin und Prokofjev.
Der Sohn der Künstlerin, Tassilo Tesche, ist bei der zweiten Opernpremiere auf Gut Immling zugleich Bühnenbildner und Regisseur: Er inszenierte Georges
Bizets Oper "Carmen" (Premiere war am 3. Juli) im Zirkus-Milieu. Die Titelrolle singt die in Istanbul geborene und in Nizza lebende Mezzosopranistin Karine Ohanyan, die vom Publikum und von der Kritik ob ihrer starken Interpretation zu Recht gefeiert wird. Zitat aus dem „Münchner Merkur“:
„Besonders wenn man eine so intelligent gestaltende Titelheldin wie Karine Ohanyan hat, die geschickt allen Carmen-Klischees aus dem Weg geht.
Die in Frankreich lebende Sängerin mit armenischen Wurzeln bringt dabei darstellerisch wie stimmlich alles mit, was die Rolle braucht. Ganz ohne gewollt laszive Verrenkungen baut Ohanyan auf subtile Rhetorik und die sinnliche Kraft ihres Mezzos, unter dessen samtiger Oberfläche ein kleiner Vulkan zu brodeln scheint. Keine Frau, die sich den Männern an den Hals wirft, sondern eine, die sie schon mit kurzen Blicken zu locken versteht.“ Die Partie der Micaela ist mit der jungen Rosenheimerin Sieglinde Zehetbauer besetzt, den Torero Escamillo singt der georgische Tenor Michael Bachtadze, der verliebte Don José trägt den sprechenden Namen Gustavo Casanova, Mercedes ist Melanie Arnhold, Frasquita wird gesungen von Xerach Alonso, die bereits beim „2. Internationalen Lions-Gesangswettbewerb Gut Immling“ das Publikum begeistert hat. Kapsung Ahn, der Gewinner des 1. Gesangswettbewerbs, ist in der Doppelrolle des Morales und Dancairo dabei, Alik Ibrahimov singt den Remendado. Auch hier spielen die Münchner Symphoniker unter Cornelia von Kerssenbrock, und es singt der große Festivalchor Gut Immling sowie der Kinder- und Jugendchor Gut Immling.
Dank des heißen Sommerwetters konnte nach der „Spanischen Nacht“ auch der
„Romantische Liederabend“ am 8. Juli Open Air stattfinden. Es war ein Abend für Kenner, die dazu den perfekten romantischen Immling-Sonnenuntergang bekamen!
Vorschau auf die zweite Festival-Halbzeit
Am Sonntag, 18. Juli, bereichern gleich zwei weitere Opern das diesjährige Festival-Programm. Von und für Kinder und Jugendliche kommt
vormittags das Mysterienspiel „Arche Noah“ von Benjamin Britten mit über 200 Schülerinnen und Schülern zur Aufführung – in einer Kooperation mit dem Ignaz-Günther-Gymnasiums Rosenheim und der Erzdiözese München und Freising.
Abends folgt eine Koproduktion mit der Berliner Staatsoper unter den Linden in Immlings neuen „Lustgärten“: Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ als erste Produktion der Akademie Gut Immling mit jungen Nachwuchssängern unter der Regie von Isabel Ostermann. Beide Opern werden am Sonntag, 1. August, noch einmal wiederholt.
Im Festival-Programm mit
weiteren Aufführungen des „Fliegenden Holländers“ und von „Carmen“ folgen der beliebte Tenor-Abend
„O sole mio“, möglichst Open Air (22. Juli), und das
„Finale Grande“ mit dem Orchester der Staatsoper Baku, Aserbaidschan, unter Cornelia von Kerssenbrock (8. August). Die 7. Kinder-Kulturwoche für ca. 100 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren beschließt das diesjährige Festival: Sie erarbeiten in von Profis geleiteten Kreativ-Workshops das musikalische Stück „Dschungelbuch“ und zeigen es bei einer
öffentlichen Abschlussaufführung im Festspielhaus am Sonntag, 15. August.
Auf dem „grünen Hügel“ von Gut Immling und in den neuen Gärten sind Holz-Skulpturen von Roland Schmid und Wolfgang Müller ausgestellt. Kulinarisch verwöhnen in diesem Jahr die erfahrenen Münchner Caterer von Bayernbankett die Zuschauer im Kathrein-Kulturzelt, im Meggle-Weinstadl oder an verschiedenen Ständen im Freien.
Karten für alle Aufführungen des „14. Opernfestivals GUT IMMLING. Chiemgau“ vom bis zum 15. August gibt es im Festivalbüro unter Tel. 08055/90 34-0, bequem online unter www.gut-immling.de, bei München Ticket, Inn-Salzach-Ticket und vielen Vorverkaufsstellen mit Ticketonline-Anschluss.
Ausblick auf das 15. Opernfestival GUT IMMLING. Chiemgau 2011
Aida trifft Don Giovanni
Das Programm für das
"15. Opernfestival GUT IMMLING. Chiemgau" vom 26. Juni bis 14. August 2011 ist bereits in Planung und sieht voraussichtlich so aus:
Eröffnungskonzert, Sonntag, 26. Juni 2011
Premiere Aida von Giuseppe Verdi, Freitag, 1. Juli, 2011
Premiere Don Giovanni von W. A. Mozart, Samstag, 9. Juli, 2011
Der Vorverkauf beginnt wie immer im Herbst und wird mit diesem Newsletter rechtzeitig bekannt gegeben.
Förderclub-Mitglieder erhalten das Programm mit allen Daten wie immer vor dem offiziellen Vorverkaufsstart. Es lohnt sich also, Mitglied zu werden. Infos und das Anmeldeformular gibt es unter www.gut-immling.de bzw. bei den freundlichen Damen am Förderclub-Stand während des Festivals auf Gut Immling.
Kritiker-Lob
Hohe mediale Aufmerksamkeit erfuhr das Festival dieses Jahr. So gab es im TV drei Beiträge des Bayerischen Fernsehens, zwei von SAT 1 Bayern, im Rundfunk Kritiken bei BR Klassik, Vorberichte z. b. bei SWR, und die Printmedien nahmen gern Bühnenbildner Claus Hipp zum Anlass für Berichte oder sie porträtierten Mitglieder des viel gelobten Festivalchors Gut Immling.
Hier einige Zitate:
BR Klassik zum "Fliegenden Holländer":
"Insgesamt zeigt das Opernfestival Gut Immling, dass es Wagner musikalisch wie szenisch gewachsen ist; und das liegt nicht nur an den professionellen Mitwirkenden. Denn der Festivalchor, bestehend aus Laiensängern, der singt und spielt mit so viel Herzblut, dass er die beeindruckende Gesamtleistung keineswegs schmälert."
Münchner Merkur zu "Carmen":
"Zum Glück gibt es da aber auch noch eine zweite Dame, die dem Abend ihren Stempel aufdrückt: Immlings Stamm-Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock, die am Pult der Münchner Symphoniker ordentlich Gas gibt, kleine Wackler schnell ausbügelt und Bizets schmissige Schlager locker aus dem Geiste der Opéra comique heraus serviert."
Karten für Zuschauer mit Behinderung
„Fliegender Holländer“ für Zuschauer mit Behinderung
Es gibt wenige Veranstaltungsorte mit geeignetem Platzangebot für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Das Festspielhaus Gut Immling, das mit seiner hervorragenden Akustik und der lichten Höhe fast wie eine Musik-Kathedrale anmutet, bietet dafür hervorragende Voraussetzungen: Es müssen keine Stufen überwunden werden, und an den Seiten ist bei jeder Vorstellung genügend Platz für Menschen mit Behinderung und ihre Begleitung. Bei einer Sondervorstellung pro Festivalsaison wird aber noch zusätzlich Platz für die „Rolli-Fahrer“ geschaffen, indem mehrere Reihen mit den bequemen Ledersesseln entfernt werden. Ermöglicht wird dies von der Jacob und Marie Rothenfußer-Gedächtnisstiftung, die nunmehr zum 12. Mal die Sondervorstellung vorwiegend für Menschen mit Behinderung (auch mit geistiger Behinderung) beim „Opernfestival GUT IMMLING. Chiemgau“ begleitet: Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ stand dieses Mal auf dem Programm und zog das vollbesetzte Haus am sommerlich warmen Sonntagnachmittag in seinen Bann.
„Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass Kultur und dabei speziell die Oper für alle erlebbar wird. Auf Gut Immling stellt das Miteinander ein wichtiges Anliegen aller Beteiligten dar. Die unvergleichliche Stimmung bei dieser Vorstellung, das gesamte Umfeld und die Einmaligkeit des Ortes machen das Dabeisein zu einem unvergesslichen Erlebnis.“, so Stiftungsvorstand Paul Rothenfußer. In Rosenheim ist die Stiftung bekannt aufgrund des Rothenfußer-Modells: In enger Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe Rosenheim e. V. werden u. a. pflegende Angehörige mit qualifiziertem Personal entlastet. Beim Opernbesuch auf Gut Immling arbeitet die in München ansässige gemeinnützige Stiftung zusammen mit der „Stiftung zur Förderung der Fürsorge für Behinderte im Landkreis Rosenheim“.
Generell gewährt das Opernfestival 50 Prozent Rabatt für Behinderte. Bitte dazu den Behinderten-Ausweis faxen an 08055/9034-28.
Schüler besuchen Generalproben
Das sollte Schule machen: Schüler blicken hinter die Opernkulissen
Zur Nachwuchsförderung des „Opernfestivals GUT IMMLING. Chiemgau“ gehört auch, dass bereits Schüler für die Oper begeistert werden. Nicht nur, dass ein musisches Gymnasium wie das Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasium eine ganze Produktion mit den Profis des von Gut Immling zusammen auf die Beine stellt – Benjamin Brittens „Arche Noah“ ist am 18. 7. und 1. 8., jeweils um 11 Uhr, auf Gut Immling zu sehen. Vielmehr werden immer wieder auch
Schulklassen zu Probenbesuchen eingeladen, um Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen zu gewinnen. Zur aktuellen „Carmen“-Produktion durften Schüler von insgesamt sieben Schulen dem Regisseur Tassilo Tesche auf die Finger schauen. Mit dabei waren: Realschule Haag, Realschule Prien (zwei Klassen), Gymnasium Bad Aibling (Q11 Stufe Theater und Musik), Gymnasium Raubling, Gymnasium Traunstein, Montessori Schule Rohrdorf, Hauptschule Bad Endorf.
Auch zur Generalprobe der "Gärtnerin aus Liebe" am Freitag, 16. Juli, um 11 Uhr gibt es die Möglichkeit des Probenbesuchs. Bitte im Festivalbüro anmelden: Tel. 08055/90 34-0.
Möglich macht diese Jugendförderung das Engagement von Yachten Meltl.
Mit sommerlichen Grüßen von Heidi Rauch
e-mail: pressearbeit@gut-immling.de