Liebe Zuschauer*innen,

nach vielen Aufführungen, Diskussionen, Vorträgen, Filmen, Gesprächen, Ausstellungen, Buchveröffentlichungen bei uns, im Schifffahrtsmuseum, in der dänischen Bücherei und an der Europa-Universität Flensburg, ist es an der Zeit, die geschützten Räume zu verlassen und öffentlichen Raum zu besetzen.

Wir wissen alle, die Geschichte der Grenz-, Hafen- und Rumstadt Flensburg ist geprägt von ihrer Kolonialgeschichte, vom Handel mit Zucker und Rum im 17. – 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde die Stadt reich, aus dieser Zeit stammen die das Stadtbild prägenden Bauten, auf diese Geschichte bezieht sich die Stadt in ihrem Tourismuskonzept. Die tüchtigen Kaufleute, mutigen Seefahrer, Rumproduzenten treten darin als Helden auf. Das alles können wir jeden Tag sehen.

Was wir nicht sehen, ist die andere Seite, die westindischen Inseln, die U.S. Virgin Islands, die Geschichte und Schicksale ihrer Bewohner*innen. Sie begründete unseren Reichtum, aber ihre Geschichte ist damals nicht erzählt worden – und wird es bis heute nicht.

Sie ist die Leerstelle.

Und so verankern wir die Leerstelle im Hafen, halten einen Platz frei, an dem die Geschichte dieser Menschen erzählt werden könnte – sollte. 

Wir laden Sie ein, am 16. Juni um 12:00 Uhr an der Hafenspitze

zur gemeinsamen Betrachtung der Leerstelle.

 

Es gibt folgendes Programm:

Eine Erklärung von Elisabeth Bohde

Ein Grußwort von Susanne Grigull (Leiterin des Schifffahrtsmuseums Flensburg)

Eine Audiobotschaft von Imani Tafari Ama (Kuratorin der Ausstellung Rum,Schweiß und Tränen)

Eine Komposition von Matthias Kaul

Eine gemeinsame Erstunterzeichnung der Petition „Zur Errichtung eines Denkmals für die Opfer der Flensburger Kolonialgeschichte“

 

Die Leerstelle wird bis zum 7. Juli im Hafen liegen bleiben. Alle weiteren Informationen sind ab dem 16. Juni auf der Homepage zu finden.

 

Weitere Termine aus unserem Spielplan gibt es, wie gewohnt, weiter unten.

 

Verankernde Grüße,

 

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel

 

Inhalt

Freunde kann man sich aussuchen – Familie muss man hinnehmen: Eine Einladung zum Teetrinken und Zuhören
Tayvl mayner - Theater mit Puppen, Schatten und Live-Musik
Notenfrei: „Spuren des Handrückens, unbemessen denkend“
Die Pilkentafel lädt ein: GESCHMACK DER KINDHEIT - Ein Abendessen
Karten für unsere Aufführungen

Freunde kann man sich aussuchen – Familie muss man hinnehmen: Eine Einladung zum Teetrinken und Zuhören

Denn die Teerunde trinkt nicht nur einmal im Monat zusammen Tee, sondern sie lesen sich dabei ihre Texte vor, reden darüber und stellen sich jedes Mal eine neue Aufgabe für das nächste Mal. So entstand eine Vielzahl von Geschichten, die unter anderem auch den Einzug in einige der Bücher gefunden haben. Es ist erstaunlich, wie absolut unterschiedliche Texte zu einem Thema entstehen. Ebenso erstaunlich, dass es der Gruppe gelingt, die Unterschiedlichkeit zu akzeptieren und keinen Neid, keinen Vergleich, keine Konkurrenz aufkommen zu lassen. Liegt das am Tee? Dann sollten wir doch alle Teetrinken. 
Und bleibt das auch so, wenn sie sich nun dem durchaus explosiven Thema: „Freunde kann man sich aussuchen – Familie muss man hinnehmen“ stellen?

Es lesen: Britta Bendixen, Ulrich Borchers, Angela Dumrath, Ingalies Friebel, Lilian Grzesiak, Jürgen Hargens, Angelika O`Brien

Begleitet wird auch diese Lesung von dem Gesangs- und Gitarrenduo „Die Traumfänger“ – Susanne Post und Dieter Korinth.


6. Juni, 19.00 Uhr

Tayvl mayner - Theater mit Puppen, Schatten und Live-Musik

Die EXXen

Auf den Spuren jüdischer  Sagen begeben sich 2 Spielerinnen in eine Welt aus Schatten, Teufeln und jiddischer Musik. Warum hat Lillith, die erste Frau auf der Erde Adam verlassen? Wie hat der Fuchs den Teufel und den Levjathan, König aller Meere überlistet? Und wie ging genau diese Geschichte, die mit Eva und der Schlange?
Auf einer Gratwanderung zwischen kindlich-naiver Weltauffassung und existentiell-metaphysischen,Fragen werden diese alten Sagen erzählt,  gespielt, verwoben und assoziativ neu zusammengesetzt.

Die Exxen sind ein mobiles Ensemble von Puppenspielerinnen und produziert und spielt seine Stücke bundesweit. Tayvl mayner ist in Kiel entstanden.

Spiel: Elena Schmidt-Arras, Karin Schmitt
07./ 08. Juni, 20.00 Uhr

 

Tayvl Mayner wurde gefördert durch das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Kiel.

 

Notenfrei: „Spuren des Handrückens, unbemessen denkend“

In dem Roman „Spuren des Handrückens, unbemessen denkend“ sind abstrakte Wesen an die Stelle von Menschen getreten: Etwa die lethargische „Konzentration auf Wassertropfen aus der Luft“, die schüchternen „Spuren des Handrückens“, das Schandmaul „Dasistschonbekanntundnichtneu“ und „Lederhäutiger Selbstschutz“ …

Hier hilft keine weitere Erklärung, sondern nur Ausprobieren! Kommen Sie doch in den Probenraum der Pilkentafel zum Lauschen und Entspannen.
Notenfrei bewegt sich aus reinem Vergnügen im Übergang von Text und Musik, experimentiert lustvoll mit Wort und Klang.

Diesmal mit Alexander Patrut (Lesung & Klavier) und einem Überraschungsgast.
14. Juni,  20.00 Uhr

Die Pilkentafel lädt ein: GESCHMACK DER KINDHEIT - Ein Abendessen

Wir laden zu Tisch.

3 Köch*innen haben jeweils 1 Gericht zubereitet, das sie in ihrer Kindheit gegessen haben und sich darauf vorbereitet, uns die Geschichten zu diesem Gericht zu erzählen.

12 Stühle stehen um den Tisch, 12 Menschen begegnen sich.

8 Gäste essen 3 Gänge, schmecken 3 Kindheitserinnerungen, erinnern sich vielleicht auch.

1 Gastgeber*in führt durch den Abend. Die 3 Köch*innen werden verschiedenen Generationen und Regionen angehören.

Auch Sie können sich als Köch*in für einen Abend bewerben. Wir wollen im Herbst weiter zu Geschmack der Kindheit einladen.
 
Für dieses exklusive Format ist es notwendig, sich eine Karte im Voraus zu kaufen. Im Preis sind das 3-Gänge-Menü und die dazu passenden Getränke enthalten. 


15. Juni, 19.00 Uhr

 

Karten für unsere Aufführungen

gibt es an der Abendkasse, über die Homepage www.pilkentafel.de und per Mail an info@pilkentafel.de.
Vorverkauf: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, SHZ Kundenzentrum oder Tourist Information
für Student*innen: Karten für 7,-- € im AStA Büro der Uni und FH

Eintritt

Für die Theaterstücke:
20,-- € für Förder*innen
15,-- € für jede*n
10,-- € für Schüler*innen, Student*innen, Sozialpassinhaber*innen

Für GESCHMACK DER KINDHEIT (im Preis ist das 3-Gänge Menü inklusive Getränke enthalten):

50,-- € für Förder*innen  
35,-- € für jede*n  
20,-- € für Schüler*innen, Student*innen, Sozialpassinhaber*innen

Hier ist eine Reservierung unter www.pilkentafel.de oder per Mail an info@pilkentafel.de dringend notwendig!

Für die Vorträge:

10,--€ für Förder*innen

 5,--€ für jede*n

 3,--€ für Schüler*innen, Student*innen, Sozialpassinhaber*innen

 

 

 

Hinweise der Sponsoren dieses Newsletters:


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