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Die Sammlung von Prinz und Prinzessin Sadruddin Aga Khan
So ein Theater! Das Schmuckmuseum wird zur Bühne am Internationalen Museumstag
So ein Theater! Das Technische Museum wird zur Bühne am Internationalen Museumstag

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Schmuckmuseums,

vom 5. Mai 2018 bis zum 6. Januar 2019 wird die Sammlung von Prinz und Prinzessin Sadruddin Aga Khan erstmals vollzählig in Europa zu sehen sein. Das Schmuckmuseum Pforzheim zeigt sie unter dem Ausstellungstitel „Ost trifft West – exquisite Kostbarkeiten des Art déco“. Die Vernissage findet am Freitag, 4. Mai, 19 Uhr statt.

Am darauffolgenden Wochenende ist wieder Internationaler Museumstag – Sonntag, 13. Mai. Dazu gibt es sowohl im Schmuckmuseum als auch im Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie ein Programm mit Kostproben aus dem laufendne Programm des Stadttheaters – beide Museen werden zur Bühne.

Herzlich willkommen!
Ihr Museumsteam


Möchten Sie zu Vorträgen und Ausstellungen oder Kunstreisen eingeladen werden und freien Eintritt ins Schmuckmuseum haben? Dann werden Sie Mitglied bei der Internationalen Gesellschaft der Freunde des Schmuckmuseums, kurz ISSP. Weitere Informationen unter Telefon 07231/39-2126 oder www.schmuckmuseum.de. 
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Die Sammlung von Prinz und Prinzessin Sadruddin Aga Khan



Ost trifft West exquisite Kostbarkeiten des Art déco. Die Sammlung von Prinz und Prinzessin Sadruddin Aga Khan
5. Mai 2018 bis 6. Januar 2019 | Eröffnung Freitag, 4. Mai, 19 Uhr

Die gegenseitige Faszination zwischen Orient und Okzident hat seit der Antike immer neue Kunstformen hervorgebracht. Exotische Ornamentik von persischen Miniaturen oder japanischen Drucken, aus China und dem Nahen Osten ließen sich trefflich mit dem Wunsch nach dekorativem und außergewöhnlichem Luxus in der Zeit des Art déco verbinden. Ebenso waren die 1920er-Jahre durch technologischen Fortschritt und rasante Veränderungen in der Gesellschaft gekennzeichnet. Beides spiegelte sich in der (Schmuck-)Kunst jener Zeit wider, indem überbordende Motive und Farbigkeit in klare Formen und kühle Materialien gebracht wurden. Die Nécessaires, Zigarettenetuis und Uhren der Sammlung des Prinzen und der Prinzessin Sadruddin Aga Khan sind herausragende Zeugnisse davon. »Diese Glanzstücke der renommiertesten Pariser Juweliere hier im Schmuckmuseum erstmals vollzählig in Europa zeigen zu können, bevor sie im Musée des Arts décoratifs in Paris zu sehen sein werden, ist etwas ganz Besonderes«, betont Museumsleiterin Cornelie Holzach.

Die Sammlung nahm ihren Anfang, als Prinz Sadruddin seiner Frau an Heiligabend 1972 eine exquisite Zierdose von Cartier schenkte. Daraus erwuchs mit 116 Stücken die größte Einzelsammlung an Etuis und Uhren des Art déco. Sie stammen zumeist von Cartier, aber auch von Van Cleef & Arpels, Boucheron oder Bulgari und waren allesamt persönliche Gaben Sadruddins an seine Frau. Von der Motivik her sind sie Ausdruck des reichhaltigen Kulturaustauschs zwischen Ost und West. Lieblingsthemen des Prinzen waren Gärten, Blumen, die Jagd, und Tiere, vor allem Großkatzen.

Ein herausragendes Beispiel ist das »Panther«-Schminketui von Cartier aus dem Jahr 1925. Es zeigt einen Panther vor einer Szenerie mit Zypressen, den vornehmlichen Bäumen persischer Miniaturlandschaften, gearbeitet in Email sowie mit Perlmutt, Rubinen, Türkis, Onyx und Diamanten. Der Panther war möglicherweise auch von den Zeichnungen Paul Jouve inspiriert, der Rudyard Kiplings Dschungelbuch illustriert hatte. Im Vergleich zu Schmuck boten Nécessaires und Etuis eine ideale Fläche für Neuinterpretationen solch exotischer Motive. Dieses Meisterwerk war auf der Exposition internationale des Arts décoratifs in Paris 1925 ausgestellt. Neben Zigaretten- und Schminketuis befinden sich auch Uhren in der Sammlung Aga Khan, die meisterhaft ausgeführte Werke mit extravaganten Gehäusen kombinieren.

Unter dem Titel »Jeweled Splendors of the Art Deco Era. The Prince and Princess Sadruddin Aga Khan Collection« ist 2017 bei Thames & Hudson in New York ein prächtiger Band über die Sammlung erschienen, der für 49 € im Museumsshop erhältlich ist.

So ein Theater! Das Schmuckmuseum wird zur Bühne am Internationalen Museumstag



Mit Kostproben aus dem laufenden Programm des Stadttheaters Pforzheim
Sonntag, 13. Mai 2018

10 bis 17 Uhr | Eintritt in die Dauerausstellung und zu allen Veranstaltungen frei,
Eintritt in die Sonderausstellungen »Ost trifft West – exquisite Kostbarkeiten des Art déco. Die Sammlung von Prinz und Prinzessin Sadruddin Aga Khan« ermäßigt.

Programm für Erwachsene, Familien- und Kinder

11.30 und 15 Uhr
Schmuck eine Inszenierung
Führung für Erwachsene
Schmuck war und ist unabdingbarer Bestandteil der Selbstinszenierung. Welche Schmuckstücke gaben einer reichen Griechin der Antike oder einem Adeligen in der Barockzeit bei ihren öffentlichen Auftritten den letzten Schliff? 

14 Uhr
Begrüßung durch Bürgermeisterin Sibylle Schüssler
anschließend um 14 und 16 Uhr
»Mozart-Requiem
 Feiert das Leben!«  Tanzdarbietung
Spartenübergreifendes Projekt von Guido Markowitz

»Lux perpetua luceat eis« – »Ewiges Licht leuchte ihnen«, singt der Chor am Ende des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses »Licht« hat Guido Markowitz bei der Beschäftigung mit Mozarts Requiem inspiriert: Eine Tänzerin bewegt sich zwischen Himmel und Hölle, Licht und Schatten, Leben und Tod. Auf dieser Reise begegnet sie ebenso unheimlichen Kreaturen wie positiven Wesen, erlebt schreckliche und angenehme Momente. Der Tod wird für sie dabei vom unbekannten Widersacher zum verführerischen Freund.

14.20 und 16.20 Uhr
»Der zerbrochne Krug«
Lustspiel von Heinrich von Kleist

Dorfrichter Adam herrscht im kleinen Ort Huisum. Seine Lust auf erotische Abenteuer wird ihm dabei allerdings zum Verhängnis. Am Vorabend drang er ungebeten in das Zimmer der jungen Eve ein, konnte sie jedoch zum Schweigen bringen. Als Eves Verlobter Ruprecht völlig unerwartet auftauchte, blieb Adam nichts anderes übrig als die überstürzte Flucht, bei der er einen wertvollen Krug umstieß. Um genau diesen Krug dreht sich die nun kurzfristig einberufene Gerichtsverhandlung, die es in sich hat und so manchen Lacher provoziert…

14.30 und 16.30 Uhr
»Der Barbier von Sevilla«
Oper von Gioachino Rossini

Graf Almaviva liebt Rosina und versucht, sich ihr als Student getarnt zu nähern. Dabei muss er allerdings einen Weg vorbei an ihrem geizigen Vormund Doktor Bartolo finden, der ebenfalls beabsichtigt, sein Mündel zu heiraten. Hier schafft der Barbier Figaro Abhilfe – unübertroffen tönt der Ruf des Schlitzohres: »Figaro, Figaro, Figaro!«…Gioachino Rossini mischt in seiner turbulenten musikalischen Komödie französischen Charme mit italienischer Oper und entfesselt ein Feuerwerk voller Witz und Esprit. Seine Musik ist spritzig und mitreißend; Rhythmus, Melodie und meisterhaftes Crescendo machen jedes seiner Stücke zu einem Meisterwerk!

14.45 und 16.15 Uhr
»FlussPferde«
 interaktiver Theaterworkshop für Kinder
Im Kinderstück »FlussPferde« von Anne Mäkelä treffen ein gemütliches Flusspferd und ein ehrgeiziges Rennpferd aufeinander. Als zwischen den beiden ein Streit entflammt, wer von ihnen das wahre Pferd ist, will jeder plötzlich so sein wie der andere. Der interaktive Workshop für Kinder von Theaterpädagogin Swantje Willems dreht sich um die Fragen: »Wer bin ich eigentlich? Ist es gut, dass ich so bin, wie ich bin?«. Mit theaterpädagogischen Spielen, spannenden Aktionen und jeder Menge Spaß bekommen die Workshop-Kids Impulse, wie man von anderen lernen und sich selbst treu bleiben kann.

15.30 Uhr
Was klimpert und baumelt denn da? Schatzsuche mit Schmucki der Perlsau

Wie man mit klimperndem Schmuck finstere Mächte vertreiben, was alles an einer Taschenuhr baumeln kann und warum man Hündchen und andere Tier-Motive als Schmuck so gerne trug, erfahrt Ihr bei einer Schatzsuche mit Schmucki der Perlsau. Führung mit einer Museumspädagogin sowie einer Puppenspielerin des Figurentheaters Raphael Mürle und unterstützt vom Förderverein des Schmuckmuseums, ISSP.

So ein Theater! Das Technische Museum wird zur Bühne am Internationalen Museumstag



Mit Kostproben aus dem laufenden Programm des Stadttheaters Pforzheim

Sonntag, 13. Mai
10 bis 17 Uhr | Eintritt frei

Programm für Erwachsene, Familien- und Kinder

10 bis 17 Uhr
Vom Goldschmieden und Uhrenmachen
Produktionswege früher Industrialisierung
Zahlreiche historische Maschinen werden von Mitarbeitern in Gang gesetzt und vorgeführt. Sie erzählen von der wechselvollen Geschichte der Pforzheimer Schmuckindustrie.

14 bis 17 Uhr
Goldschmiede-Workshops zum Zuschauen und Selbermachen für Groß und Klein

mit Schmuckdesignern der Zunft Pforzheim Schmuck und Gestaltung e.V. und Museumspädagoginnen des Technischen Museums

11.30, 14.30 und 15.30 Uhr
Die Pforzheimer Schmuckindustrie – Führung für Erwachsene

Goldschmiedsbäuerle, Tigerer und Entrepreneure: Wie wurde Pforzheim zur Goldstadt? Wie haben Tüftler und Erfinder die Schmuckproduktion vorangebracht. Welche Berufe gab es?

13.45 Uhr
Was rattert und hämmert denn da? 
Mit Schmucki der Perlsau zu Besuch im Technischen Museum

Wer macht denn eigentlich den schönen Schmuck? Wie wird er hergestellt? Dies und vieles mehr will Schmucki wissen. Die kleine Perlsau begleitet Euch mit ihren und Euren neugierigen Fragen. Überall im Technischen Museum rattert und hämmert es, denn das Museum war einmal eine Schmuckfabrik. Viele Maschinen stehen da und werden von ehemaligen Schmuckarbeitern vorgeführt. Sie erzählen, wie das Arbeitsleben früher einmal war. Führung mit einer Museumspädagogin sowie einer Puppenspielerin des Figurentheaters Raphael Mürle und unterstützt vom Förderverein des Technischen Museums.

15.30 und 16.30 Uhr
»Herr Biedermann und die Brandstifter«
Ein Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Brandstifter treiben ihr Unwesen. Erst nisten sie sich auf dem Dachboden ein – und dann brennt es. Gottlieb Biedermann, Haarwasserfabrikant, hat klare Regeln und lässt Hausierer grundsätzlich abblitzen. Doch eines Tages steht Schmitz vor der Tür und schmeichelt Biedermann. Biedermann gefällt sich in der Rolle des Menschenfreundes und gewährt dem Bittsteller Unterkunft. Als sich noch ein zweiter Hausierer dazugesellt und beide mit Benzinfässern hantieren, wird offenkundig, dass der nächste Brand bevorsteht…

11 bis 17 Uhr
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