Liebe Theaterbegeisterte, liebe Freunde des Wolfgang Borchert Theaters,

in der kommenden Woche steht ein Highlight der aktuellen Spielzeit an: die Premiere von GHETTO. Joshua Sobols Schauspiel über den Überlebenskampf der Ghetto-Bewohner und das Ghetto-Theater von Wilna 1942-43 ist uns eine Herzensangelegenheit – in einer Zeit, in der wir erleben müssen, wie Menschen ihre Mitmenschen aufgrund von Religion oder Herkunft ausgrenzen. Die Premiere ist ausverkauft, für die beiden folgenden Vorstellungen gibt es noch Restkarten.

Sehr herzlich lade ich Sie ein zu unserer morgigen Kostprobe am Sonntag, 21. Januar um 11 Uhr. Wir zeigen Szenenausschnitte und Lieder aus dem Ghetto und sprechen über die HIntergründe zum Stück. Der Eintritt ist frei!

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr

Meinhard Zanger & Team
Münster, im Januar 2018

Inhalt

Premiere No. 4: GHETTO | Joshua Sobol
DIE VERWANDLUNG | Franz Kafka
Kostprobe, So 21.1., 11 Uhr: GHETTO | Joshua Sobol | Hintergründe und Ausschnitte
PARKEN
KARTEN & SERVICE
TERMINE

Premiere No. 4: GHETTO | Joshua Sobol

Wider das Vergessen! Ein atemloser und berührender Überlebenskampf.

1942 im jüdischen Ghetto von Wilna. Jakob Gens, Chef der jüdischen Ghettopolizei, steht zwischen allen Stühlen. Sein Motto: "Arbeiten, um zu überleben." Um die Moral und den Lebenswillen der Juden zu stärken und um Menschenleben zu retten, will Gens ein Theater im Ghetto gründen. Dasstößt auf Protest unter den Ghettobewohnern: "Auf dem Friedhof spielt man kein Theater!"

In einem Reigen atemloser Szenen mit Klezmer-Musik begegnen wir den Ghettobewohnern, von denen ein jeder auf seine Weise auf den mörderischen Wahnsinn reagiert: dem Ghetto-Polizeichef Gens, dem unbeugsamen Bibliothekar Kruk, der mutigen Sängerin Chaja, die sich den Partisanen anschließt, dem geldgierigen Weisskopf, der davon träumt, sich durch seine Geschäftstüchtigkeit für die Deutschen unentbehrlich zu machen. Sie alle sind der zynischen Tyrannei des SS-Offiziers Hans Kittel ausgeliefert, ein nonchalanter Sadist, der jüdischen Humor, Jazz und Gershwin liebt – und ein gnadenloser Killer ist . . .  Eine berührende wie beklemmende Geschichte über Menschen zwischen Rassenwahn und dem unbändigen Willen, Mensch zu bleiben nach einer wahren Begebenheit. | >> Ausführliche Infos finden sie hier >>


In der Rolle des SS-Offiziers Kittel kehrt Bernd Reheuser ans WBT zurück. Foto: © Tanja Weidner.

GHETTO wurde für den israelischen Journalisten, Theaterautoren und -leiter Joshua Sobol zum Welterfolg. Peter Zadek hatte 1984 an der Freien Volksbühne Berlin die Uraufführung inszeniert mit Michael Degen in der Rolle des jüdischen Polizeichefs Gens, mit Esther Ofarim als Sängerin Chaja, mit der Klezmer-Legende Giora Feidman und mit Ulrich Tukur in der Rolle des kulturaffinen SS-Offiziers Kittel, mit der ihm der Durchbruch gelang. 1992 verschärfte Joshua Sobol noch einmal die Aspekte der Kollaboration in seiner Essener Fassung, in der auch Intendant Meinhard Zanger mitwirkte, der das Schauspiel vor 25 Jahren zweimal erfolgreich – am Stadttheater Gießen und am Volkstheater Rostock – inszenierte. Für das WBT erarbeitet er eine eigene Fassung. Ursprünglich wirken in Sobols Schauspiel an die 100 Personen mit, bei uns sind es knapp unter 50.

Inszenierung | Meinhard Zanger
Bühne | Darko Petrovic
Kostüme | Heike Engelbert & Darko Petrovic
Musikalische Leitung | Manfred Sasse
Choreographie | Emanuele Soavi

Mit | Florian Bender | Marlon Brodda | Rosana Cleve | Heiko Grosche | Lasse Kiesow | Johannes Langer | Jürgen Lorenzen | Bastian Müller | Isabel Nagel | Moritz Otto | Tatjana Poloczek  |  Bernd Reheuser | Manfred Sasse | Rasmus Schock | Jannike Schubert | Tobias Schwieger | Alice Zikeli | und der Kinderchor des Paulinum

Vorstellungsdauer | 2 3/4 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL |

DIE VERWANDLUNG | Franz Kafka

Solo für ein werdendes Insekt. – Auch als mobile Produktion an Ihrer Schule.

Eines Morgens stellt der Handlungsreisende Gregor Samsa fest, dass er sich über Nacht in ein "Ungeziefer" verwandelt hat. Aus der unentbehrlichen Stütze der verschuldeten Familie ist ein Wesen von monströser Nutzlosigkeit geworden, ein Fremdkörper, ein Parasit. Die Eigenschaften, die Gregor bisher auszeichneten – Mobilität, Anpassung und Arbeitseifer – sind mit einem Mal verloren gegangen. Wenn man "ES" doch einfach loswerden könnte . . . eine atemberaubende Metamorphose, die im kleinbürgerlichen Familienkosmos Angst und Schrecken auslöst. | >> Ausführliche Infos, Pressestimmen und Fotos finden Sie hier >>


Florian Bender als Gregor Samsa, Erzähler und allen anderen Rollen. Foto: © Klaus Lefebvre.

"Regisseurin Monika Hess-Zanger hat Florian Bender mit ihrer eigenen Textfassung ein quirliges Solo auf den Leib geschrieben, das den Schauspieler nicht nur als Erzähler fordert, sondern auch sämtliche Nebenfiguren darstellen lässt. [...] Florian Bender stellt alle im fliegenden Wechsel hinreißend komisch dar, wenn er sie, wie Karikaturen ihrer selbst, auf die Bühne bringt. Hervorragend sein dynamisches, körperbetontes Spiel in der Rolle des Ungeziefers, sei es, dass er sich ängstlich unter dem Stuhl verkriecht, eine Säule anspringt oder sich ein Rohr hinaufzieht, quasi kopfüber krabbelnd. Ein bescheidenes, allmählich vergessenes, schließlich verachtetes Wesen, das sich seinem Schicksal ergibt." (Westfälische Nachrichten)

"Benders Schauspiel überzeugt besonders in kleinen, teils witzigen Gesten – wenn er, mit spitzen Zehen über den Boden staksend, Mitmieter der Familie mimt oder seine schwächelnde Mutter, die gerne mal in Ohnmacht fällt. [...] Die Isolation, in die Gregor gerät, wird überdeutlich."  (Die Glocke)

Vorstellungsdauer | 1 1/4 Std. | Keine Pause | WBT_FOYER

Kostprobe, So 21.1., 11 Uhr: GHETTO | Joshua Sobol | Hintergründe und Ausschnitte

Nach wahren Begebenheiten hat der israelische Autor und Regisseur Joshua Sobol sein Stück GHETTO geschrieben, das vor gut 30 Jahren zum Welterfolg wurde. Chefdramaturgin Tanja Weidner spricht mit Regisseur Meinhard Zanger über Inhalt und Geschichte des Schauspiels, die Bedeutung, die es heute noch für uns hat, den Autoren Joshua Sobol und warum er es zum dritten Mal inszeniert. Gemeinsam mit dem Ensemble geben wir Einblicke in die Probenarbeit und zeigen szenische Ausschnitte.


IDas Ensemble des Ghetto-Theaters veranstaltet für SS-Offizier Hans Kittel ein Fest. In der Mitte die jüdische
Sängerin Chaja (Jannike Schubert).
Foto: © Tanja Weidner.

Die Kostprobe findet statt am Sonntag, 21. Januar um 11 Uhr im Theaterfoyer. Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

PARKEN

Wir empfehlen Ihnen:

1. Parkhaus Stadthaus 3 / Kiesekamps Mühle
Kosten: je angefangene Stunde 0,50 €; Tagespauschale 4,00 €
Parkzeiten: Mo-So 0-24 Uhr

2. Parkhaus Cineplex
Kosten: je angefangene Stunde 1,00 €; Tagespauschale 4,00 €
Parkzeiten: Mo-So 0-24 Uhr

Das Parken auf dem Vorplatz des WBT ist leider nicht gestattet, da es sich um Parkplätze der Mitarbeiter der im Flechtheimspeicher ansässigen Firmen handelt. Wir bitten um Berücksichtigung und Ihr Verständnis. Bitte beachten Sie auch die neue temporäre Zuwegung und die aktuellen Informationen hierzu. Unannehmlichkeiten auf Grund der Baustelle bitten wir zu entschuldigen, weisen aber darauf hin, dass wir diesbezüglich leider keinen Einfluss haben. Bauherrin ist die Stadtwerke Münster GmbH.

KARTEN & SERVICE

Wolfgang Borchert Theater | Am Mittelhafen 10 | 48155 Münster | Telefon | 0251.400 19 | Fax | 0251.400 10 | eMail | tickets@wolfgang-borchert-theater.de | VORVERKAUF und ABENDKASSE im FOYER des Flechtheimspeichers | Hier geht's zum Kartenkauf im Internet | Preise + Infos erfahren Sie HIER | Abonnement

TERMINE

ER IST WIEDER DA | So 21.1. [ausverkauft] | Sa 10.2. [Restkarten] | So 11.2. [ausverkauft] | Di-Do 27.-29.3. |
GHETTO | Do 25.1. [Premiere – ausverkauft ] | Sa+So 27.+28.1. [Restkarten] | Di-Do 20.-22.2. | [Einführung jeweils 1 Std. vor Beginn] |
DIE VERWANDLUNG | Fr 26.1. [ausverkauft] | [Foyer] |
DIE SCHROFFENSTEINS – EINE FAMILIENSCHLACHT | Di+Mi 30.+31.1. | Fr+Sa 23.+24.2. [nur noch wenige Vorstellungen] | [Einführung jeweils 1 Std. vor Beginn] |
TERROR | Do+Fr 1.+2.2. [ausverkauft] | Do+Fr 1.+2.3. |
ZURÜCK AUF ANFANG (DSE) | Sa 3.2 [ausverkauft] | So 4.2. | So 29.4. |
TSCHICK | Di 6.2. | Mi 7.2. [Restkarten] | Di-Do 20.-22.3. |
WIR SIND DIE NEUEN | Do 8.2 | Fr 9.2. [Restkarten] | So 25.2. [ausverkauft!] | Sa+So 3.+4.3. | So 18.3. |
WUNSCHKINDER | Di-Do 13.-15.2. [Restkarten] | Fr+Sa 23.+24.3. |
DER LETZTE VORHANG | Fr-So 16.-18.2. | Fr+Sa 9.+10.3. |
FRAU MÜLLER MUSS WEG | Di+Mi 27.+28.2. | Di+Mi 13.+14.3. |
HAROLD UND MAUDE | Do 8.3. [Premiere] | Sa+So 10.+11.3. | So+Mo 1.+2.4. [Ostern] | Mi-Fr 2.-4.5. | Sa+So 2.+3.6. |
ICH WERDE NICHT HASSEN | Do 5.4. [Premiere] | So 8.4. [Einführung 17 Uhr] | Sa 21.4. | So 13.5. | So 10.6. |
DER GOTT DES GEMETZELS | So 22.4. | Fr 25.5. |
SHAKESPEARES STURM [OPEN AIR im Hafenbecken] | Sa 16.6. [Premiere] | So-So 17.6.-15.7. | Di-So 21.8.-16.9. | tgl. außer montags |


WBT_TAUCHGÄNGE

KOSTPROBE: Matinee | jeweils am Sonntag vor einer Premiere | 11 Uhr | Nächste Kostprobe | So 21.1.2018 GHETTO | Eintritt frei | Anmeldung nicht erforderlich |

EINFÜHRUNGEN: jeweils 1 Std. vor Vorstellungsbeginn bei der zweiten Vorstellung nach einer Premiere | und bei allen Vorstellungen von DIE SCHROFFENSTEINS – EINE FAMILIENSCHLACHT und GHETTO

DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ: Matinee | Mit Prof. Dr. Christa Runtenberg & ReferentIn | Nächster Termin am So 4.2., 11 Uhr im Theaterfoyer des WBT |

DAS ROTE SOFA: Late Night | Musikalisch-literarische Exkurse, kleinere und größere Verrücktheiten, Dinge, die Sie nie zuvor gesehen haben . . . und vielleicht auch nie wieder sehen werden! | Nächster Termin: Happy Bertie! | Fr 9.2., 22.00 Uhr im WBT_FOYER

Vorstellungsbeginn [wenn nicht anders angegeben] | werktags 20 Uhr | sonn- und feiertags 18 Uhr |

Foto Zanger © Jürgen Escher Photographie Köln.

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