Liebe Theaterbegeisterte, liebe Freunde des Wolfgang Borchert Theaters,

nach der fulminanten Premiere der MARQUISE VON O. stehen wir am Monatsende des Februar in den Startlöchern für eine Premiere mit einer weiteren starken Frau: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER (28.2.) von Bertolt Brecht.

Wir eröffnen den Monat mit HEISENBERG einer romantischen Komödie mit Tiefgang und unserem Dauerbrenner DER GOTT DES GEMETZELS. Weitere neun Produktionen unseres Repertoires präsentieren wir Im Februar, darunter zum letzten Mal ER IST WIEDER DA. Langsam Abschied nehmen müssen wir auch von DIE SCHROFFENSTEINS – EINE FAMILIENSCHLACHT. Das zweisprachige Kleist-Schauspiel steht nur noch am 17.2. und im April auf dem Spielplan.

Die Lesung mit Claus Peymann mussten wir auf Montag, 27. Mai verschieben. Stattdessen spielen wir Kafkas VERWANDLUNG in unserem Foyer. Bereits erworbene Karten können zurückgegeben bzw. umgetauscht werden.

Neben den Abendvorstellungen laden wir Sie herzlich zum Philosophischen Café am Sonntag, 3. Februar, um 11 Uhr ein. Diesmal können Sie gemeinsam mit Prof. Dr. Christa Runtenberg und Stefan Rethfeld unter dem Motto Philosophie und Architektur den Stadtraum erkunden.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr

Meinhard Zanger & Team
Münster, Ende Januar 2019

Inhalt

Premiere No. 5: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER | Bertolt Brecht
HEISENBERG | Simon Stephens
DER GOTT DES GEMETZELS | Yasmina Reza
WILLKOMMEN | Lutz Hübner / Sarah Nemitz
WIR SIND DIE NEUEN | Ralf Westhoff / Kathrin Sievers
DIE MARQUISE VON O. | Heinrich von Kleist
JUGEND OHNE GOTT | Ödön von Horváth
DIE SCHROFFENSTEINS  – EINE FAMILIENSCHLACHT (UA) | Heinrich von Kleist
HAROLD UND MAUDE | Colin Higgins
DIE VERWANDLUNG | Franz Kafka
ICH WERDE NICHT HASSEN | Izzeldin Abuelaish
ER IST WIEDER DA | Timur Vermes / Kathrin Sievers
On Air, Sa 2.2., 20.04 Uhr: Welle WBT 95,4 MHz | Thema: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER
Matinee, So 3.2., 11 Uhr, Foyer: DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ | Philosophie und Architektur
Kostprobe, Sonntag, 24.2., 11 Uhr: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER | Einblicke und Ausschnitte
Lesung mit Claus Peymann auf Mai verschoben
PARKEN
KARTEN & SERVICE
TERMINE

Premiere No. 5: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER | Bertolt Brecht

Eigentlich heißt sie Anna Fierling – den Beinamen "Courage" hat die gerissene Marketenderin von Soldaten erhalten. Der Krieg ist ihr Geschäft. Jetzt zieht sie während des großen Dreißigjährigen Krieges mit ihren drei Kindern, Eilif, Schweizerkas und der stummen Kattrin einem finnischen Regiment hinterher, das in Schweden für einen Polenfeldzug die Bauernsöhne anwirbt. Ihre Söhne lassen sich von den Werbern allerdings auch beeindrucken und ziehen als Soldaten in den Krieg. Als ihre Tochter im Nachbarort überfallen wird und verwundet heimkehrt, verteidigt die Courage den Krieg als Lebensform weiterhin. – Und während ihr Sohn Eilif vors Kriegsgericht kommt, fällt sie in Panik, weil der Schwedenkönig Gustav Adolf bei Lützen gefallen ist. Denn jetzt droht das Kriegsende und damit ein Preisverfall für ihre Waren . . . | Eine Parabel über die sittliche und menschliche Verrohung in Zeiten des Krieges – eine Frau zwischen Geschäft und Mutterdasein. | >> Ausführliche Infos finden Sie hier >>


Skizze der Bühnenbildnerin Olga Lageda.

1949 wurde das von Bertolt Brecht und Helene Weigel gegründete Berliner Ensemble mit MUTTER COURAGE eröffnet. Brechts Parabel zeigt, "daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleinen Leuten gemacht werden. Daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß." Der Autor hatte von vornherein eine musikalische Ausgestaltung im Sinn. Sein langjähriger Partner in musikalischen Fragen Hanns Eisler war zur Zeit der Entstehung des Theaterstückes (1939) noch im Exil, daher suchte Brecht neue Komponisten. Paul Dessau war der dritte Musiker, mit dem er an der COURAGE zusammen arbeitete – seine Vertonungen (1948/49) wurden schließlich verbindlich für alle weiteren Aufführungen. Den Namen "Courage" übernahm Brecht aus einem Roman von Grimmelshausen (1670).


Inszenierung  | Meinhard Zanger
Bühne & Kostüme | Olga Lageda
Musik | Paul Dessau
Musikalische Bearbeitung & Leitung | Manfred Sasse

 
Mit | Florian Bender | Rosana Cleve | Wolfgang Ekholt | Heiko Grosche | Monika Hess-Zanger | Johannes Langer | Ivana Langmajer | Jürgen Lorenzen | Manfred Sasse | Pavel Tseliapniou
 
Vorstellungsdauer | 2 1/2 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL

HEISENBERG | Simon Stephens

Berührende Geschichte zweier Menschen, die beieinander finden, was sie nicht zu suchen wagten.

Wie eine Naturgewalt bricht Freigeist Georgie in Alex' Leben: Im belebten Bahnhof küsst sie ihn einfach in den Nacken. Eine Verwechslung, wie sich herausstellt – was Georgie nicht daran hindert, Alex ab jetzt hinterherzulaufen und ihm ungefragt ihr Herz zu öffnen. Sie sei Killerin, nein, Kellnerin, nein, Sekretärin. Einerseits stört die Chaotin Georgie seinen pedantisch geregelten Alltag, andererseits verliebt er sich in sie . . . – Eine romantische Komödie mit Tiefgang | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Wie sieht die Liebe aus? Alex (Meinhard Zanger) und Georgie (Ivana Langmajer) kommen dem Geheimnis ein bisschen näher – Foto © Klaus Lefebvre.

"Zangers Darstellung des Pedanten, dessen Alltag genau geregelt ist und der noch immer seiner ersten – und letzten Liebe aus Jugendzeiten hinterhertrauert, ist einfach gelungen. Und auch anrührend, wenn ihn seine Gefühle übermannen und er wortlos die Tränen laufen lässt." [Die Glocke]

"Meinhard Zanger spielt den intellektuell anspruchsvollen und offenbar lebensklugen Metzger mit einer Mischung aus pedantischem Einzelgängergehabe und einem feinen Ansatz jener köstlichen Komik, die zuweilen bei verkorksten Männerfiguren im Gefolge Loriots zu beobachten ist. Ivana Langmajer verleiht ihrer Figur Georgie ein verbales Temperament, das sich aus Lebenslust, aber auch aus der Not familiären Verlusts speist; denn sie sucht ihren Sohn, was aber erst peu à peu als starke Triebfeder ihrer Sehnsucht nach Partnerschaft und Hilfe sichtbar wird." [WN]

Vorstellungsdauer | 2 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL

DER GOTT DES GEMETZELS | Yasmina Reza

Seit mehr als 10 Jahren im Programm!

Zwei Elternpaare treffen sich, um zivilisiert und offen über die Prügelei ihrer beiden Söhne zu sprechen. Bei Kaffee und Kuchen wird überlegt wie man reagieren soll, um positiv Einfluss auf die Entwicklung beider Kinder zu nehmen. Schnell wird aus dem Gespräch eine Wortschlacht, die in Handgreiflichkeiten zu enden droht . . . – Rezas gnadenlose zivilisations- und kulturkritische Gesellschaftssatire über die "Bestie" Mensch. | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Auch zwischen diesen Eheleuten kriselt es (Mara S.P. Stroot und Meinhard Zanger). – Foto © Tanja Weidner

"So klug und frech, als hätte ein Chabrol Lachgas getankt." [Westfälische Nachrichten]

"Das Timing stimmt in Kathrin Sievers' Inszenierung am Borchert Theater. Das Tempo ist hoch. Und die Darsteller haben die Sache hervorragend im Griff. Mit sicherem Gespür für Pointen und Situationskomik reizen sie das Potenzial des Textes bis zum Äußersten aus." [Münstersche Zeitung]

Vorstellungsdauer | 1 1/3 Std. | Keine Pause | WBT_SAAL |

WILLKOMMEN | Lutz Hübner / Sarah Nemitz

"Sehenswert, voller überraschender Wendungen und politisch unkorrekter Gags!" [Ultimo]

Benny möchte sein WG-Zimmer für ein Jahr Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Seine Mitbewohner sind nicht alle begeistert, die meisten sogar offen dagegen. Anna macht einen Gegenvorschlag: Sie ist schwanger und würde gern mit dem Kindsvater zusammenziehen. Als der später vorbeischaut, bekommt die Diskussion eine neue Note . . .  – Wie steht es wirklich um die Bereitschaft, die eigene Komfortzone aufzugeben? Lutz Hübner und Sarah Nemitz holen die Diskussion über die gesellschaftliche Umordnung ins Wohnzimmer der bürgerlichen Mitte. | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Ahmed (Atilla Oener), der neue Freund von Anna (Rosana Cleve, Mitte), macht sich nicht bei allen beliebt (Ivana Langmajer als Sophie). – Foto © Klaus Lefebvre.

„'Willkommen' hat das Potenzial der neue Dauerbrenner im Borchert Theater zu werden: Es trifft die aktuelle, teilweise abstruse Diskussion um den Umgang mit den Migranten auf den Punkt. Hier kann sich jeder, welche Position auch immer er vertritt, wiedererkennen." [Westfalium]

"Die 90 Minuten haben Drive, liefern Dialogwitz und Nachdenklichkeit. [...] Der Krisengipfel am langen Tisch nimmt seinen Lauf und hat Rhythmus. [...] Das alles wirkt zu keinem Zeitpunkt überdreht, im Gegnteil: Viele Zuschauer erkennen sich und ihre Vorbehalte gegenüber dem und den Fremden wieder. Hier finden sich weder Spießer noch Samariter in Reinkultur. Das macht diese Komödie und Menschenstudie spannend und unterhaltsam." [WN]

Vorstellungsdauer | 1 1/2 Std. | Keine Pause | WBT_SAAL

WIR SIND DIE NEUEN | Ralf Westhoff / Kathrin Sievers

Generationen-Clash der besonderen Art!

Die Alt-68er Anne, Eddi und Johannes beschließen ihre alte Studenten-WG wieder aufleben zu lassen. Freundlich stellen sie sich beim Einzug den Nachbarn vor: drei Studenten, die für ihr jugendliches Alter erschreckend spießig sind. Der Clash der Generationen ist vorprogrammiert . . .  ein lakonisch-feiner Blick auf einen Generationenkonflikt der ganz besonderen Art. | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Die WG der Alt 68er findet wieder zusammen. – Foto © Tanja Weidner

"Sowohl die Alten wie auch die Jungen, die lassen erahnen, wie in der Komödie immer die Tragödie steckt. Die Figuren sind schillernd, besonders die Alten (…)." [WDR3 Mosaik]

"In seinem Film 'Wir sind die Neuen' spielt Ralf Westhoff mit den Klischees, indem er sie bewusst ins Gegenteil verkehrt. Und Kathrin Sievers setzt mit ihrer Bühnenadaption im Borchert-Theater noch mal eins drauf." [WN]

Vorstellungsdauer | ca. 1 1/4 Std. | keine Pause | WBT_SAAL

DIE MARQUISE VON O. | Heinrich von Kleist

Eine junge Frau erobert sich ihre Geschichte zurück!

Die Marquise von O. ist schwanger. An eine Zeugung kann sie sich nicht erinnern. Für ihren Vater ist das die boshafte Lüge zur Verschleierung sexueller Eskapaden, die Mutter weiß nicht, was sie denken soll, und die Marquise entschließt sich zu einem radikalen Schritt. Per Anzeige sucht sie den Vater des Kindes. Und wer ist dann der selbsterklärte Vater? Ein Monster? Ein Retter? Ein Engel? Die Kette der unglaublichen Ungeheuerlichkeit ist an diesem Punkt noch nicht zu Ende, denn gesucht wird die Wahrheit. Rasant und mit gewaltig stürmender Sprache, arbeitet sich eine starke Frau an die Wahrheit heran. | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Rosana Cleve als Marquise. – Foto © Klaus Lefebvre

Nach DIE HERMANNSSCHLACHT, DER ZERBROCHNE KRUG und der deutsch-russischen Koproduktion DIE SCHROFFENSTEINS – EINE FAMILIENSCHLACHT widmet sich Regisseurin Tanja Weidner einem weiteren Kleist-Text, der anlässlich der #Metoo-Debatte aktueller ist denn je.

"Eine zeitgemäße Geschichte . . . Rosana Cleve vielstimmig und emotional . . . großer Premierenapplaus"... [WN]

"Aktueller kann ein Klassiker kaum sein." [Westfalium]

"Mit Rosana Cleve hat Tanja Weidner eine kongeniale Verbündete gefunden. Die beiden zeigen uns die Marquise von O. als ganz moderne Frau, die ihre Selbstzweifel lernt beiseite zu schieben und autonom für sich zu handeln. Mit ihrem Fokus auf die Titelfigur schafft Tanja Weidner in ihrer Fassung eine konzentrierte Sicht auf die Erzählung und das bei unter Beweis gestelltem Respekt vor und sehr sensiblem Umgang mit dem Text ein wirkliches Kleist-Kleinod ist da am Hafen in Münster entstanden. Glückwunsch!" [theater pur]

"Tanja Weidner hat die Schauspielfassung geschrieben und auch die Regie geführt. Aktueller kann ein Klassiker kaum sein. [...] Sie rast, tobt und brüllt voller Wut: Rosana Cleve [...] verkörpert die Marquise von O. nach der gleichnamigen Novelle in kongenialer Weise . . . verkörpert ihre Rolle mit großer physischer Präsenz. Ihre wohlgesetzten Worte und ihre Körpersprache sind mitreißend: Eine wahre Meisterleistung der Schauspielerkunst. Man nimmt ihr den unendlichen Schmerz, Verzweiflung, aber eben auch ihre Wut und ihren Zorn ab. [...] Absolut sehenswert!" [Stadt 4.0]

Inszenierung  | Tanja Weidner
Bühne & Kostüme | Annette Wolf 

Mit | Rosana Cleve
 
Vorstellungsdauer | 70 Min. | Keine Pause | WBT_SAAL

JUGEND OHNE GOTT | Ödön von Horváth

"Wenn kein Charakter mehr geduldet wird, sondern nur der Gehorsam, geht die Wahrheit und die Lüge kommt."

Ein junger Lehrer, der seine Schüler vom humanistischen Prinzip der Gleichheit aller Menschen überzeugen will, sieht sich mit der faschistoiden Gesinnung seiner Klasse konfrontiert. Seine Bemerkung in einer Diskussion über Kolonien, auch "Neger" seien Menschen, ruft umgehend einen linientreuen Vater auf den Plan. Der Lehrer sieht seine berufliche Existenz gefährdet, zwischen ihm und seiner Klasse regiert von nun an die Feindseligkeit. Schließlich kommt es zu einem Mord . . . – Ein Kampf gegen die Uniformität der Gruppe und für die Freiheit der eigenen Meinung | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Der Lehrer (Florian Bender) wird von der Polizei (Monika Hess-Zanger, Ivana Langmajer) verhört. – Foto © Klaus Lefebrve.

"Psychodrama, Gesellschaftskritik und Krimi in einem." [Die Glocke]

"Kathrin Sievers hat das Ganze in eine modernere Filmschnittästhetik gebracht, arbeitet mit kurzen Szenen, sie schneidet besonders am Anfang den Prozess, der eigentlich erst viel später kommt, wo der Mord an dem einen Schüler aufgerollt wird, und die Erzählungen des Lehrer ineinander. Das geht auf dieser Bühne, die ja ohnehin abstrakt ist, sehr schnell hin und her." [WDR 3 Mosaik]

Vorstellungsdauer | 1 3/4 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL

DIE SCHROFFENSTEINS  – EINE FAMILIENSCHLACHT (UA) | Heinrich von Kleist

Kleists Tragikomödie als Beitrag zur Völkerverständigung. Koproduktion mit dem Drama Theater Rjasan aus Münsters russischer Partnerstadt! – AUSGEZEICHNET MIT VIER DARSTELLERPREISEN! – Nur noch zwei Mal in Münster!

Hier geht es zum >> TV-Beitrag des WDR >>

Zwischen den beiden Häusern Warwand und Rossitz herrscht Misstrauen, obwohl sie einer Familie angehören. Als ein Junge ertrinkt, brodelt es gewaltig in der Gerüchteküche. Der Mordverdacht ist schnell ausgesprochen. Blinde Rachsucht verstellt den Blick auf die Realität und ein Miteinanderreden wird unmöglich. Inmitten dieser in Feindschaft zerrissenen Welt sucht ein junges Paar zaghaft sein Glück – doch die Jagd auf sie ist längst eröffnet . . .  eine sprachgewaltige, politische, absurde Tragikomödie der Missverständnisse zwischen zwei verfeindeten Familien gleichen Ursprungs: Angst und Gerüchte verbreiten statt miteinander reden – ein "Spaß zum Totlachen". | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Die Familien sind unversöhnlich (Andrej Blazhilin, Aleksandr Zaitcev) – Foto: © Klaus Lefebvre.

„Miteinander reden wäre so wichtig. Aber Rupert von Schroffenstein (Alexandr Zaitcev) knurrt wie ein Wolf vor sich hin. Und sein Kontrahent Sylvester von Schroffenstein (Meinhard Zanger) macht . . . die Merkel-Raute und starrt Löcher in die Luft . . . Tolle Darsteller…“ (Die Glocke)

„Ein interessantes Experiment. Für ein zweisprachiges Publikum ein Fest . . . Das Ensemble zeigt sich bestens in Form.“ (WN)

Vorstellungsdauer | 2 1/4 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL |

HAROLD UND MAUDE | Colin Higgins

Bezaubernde Liebesgeschichte, die alle Grenzen überwindet!

Harold ist ein Einzelgänger, der in seiner Freizeit gerne auf Beerdigungen geht. Seine Mutter glaubt, das verwächst sich, wenn er erst mal verheiratet ist, darum sucht sie eine Frau für ihn. Dann begegnet Harold Maude, die das Leben in vollen Zügen genießt. Maude führt Harold immer weiter aus der selbstgewählten Isolation. Die beiden scheinen wie füreinander gemacht, wäre da nicht der Altersunterschied von 60 Jahren . . . – Eine kuriose Geschichte über die Liebe, die Suche nach dem Glück und der eigenen Freiheit. | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Harold (Johannes Langer) bekommt von Maude (Monika Hess-Zanger) ihre Kunst gezeigt. – Foto © Klaus Lefebvre.

"Die Borchert-Fassung der skurrilen Geschichte hat ihren eigenen Charme." (Die Glocke)

"Der [...] tiefgängigere und stillere Teil des Abends beginnt nach der Pause. Denn Maude (wie immer höchst präsent: Monika Hess-Zanger), die betagte Dame mit der wunderbar optimistischen Lebenseinstellung, liefert in dieser zunächst schwarzhumorigen, dann aber mehr und mehr tragikomischen Thematik die intensivsten Szenen." (WN)

Vorstellungsdauer | 2 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL

DIE VERWANDLUNG | Franz Kafka

Solo für ein werdendes Insekt. – Zusatztermine am 20. und 21. Februar

Über Nacht wird aus dem eifrigen, mobilen Gregor Samsa ein Käfer – eine nutzlose Monstrosität, die der Familie zur Last fällt. Wenn man "ES" doch einfach loswerden könnte . . . eine atemberaubende Metamorphose, die im kleinbürgerlichen Familienkosmos Angst und Schrecken auslöst. | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Florian Bender als Gregor Samsa, Erzähler und allen anderen Rollen. – Foto © Kyoung Jae Cho.

"Regisseurin Monika Hess-Zanger hat Florian Bender mit ihrer eigenen Textfassung ein quirliges Solo auf den Leib geschrieben, das den Schauspieler nicht nur als Erzähler fordert, sondern auch sämtliche Nebenfiguren darstellen lässt. [...] Florian Bender stellt alle im fliegenden Wechsel hinreißend komisch dar, wenn er sie, wie Karikaturen ihrer selbst, auf die Bühne bringt." (Westfälische Nachrichten)

"Benders Schauspiel überzeugt besonders in kleinen, teils witzigen Gesten – wenn er, mit spitzen Zehen über den Boden staksend, Mitmieter der Familie mimt oder seine schwächelnde Mutter, die gerne mal in Ohnmacht fällt. [...] Die Isolation, in die Gregor gerät, wird überdeutlich."  (Die Glocke)

Vorstellungsdauer | 75 Min | Keine Pause | WBT_FOYER

ICH WERDE NICHT HASSEN | Izzeldin Abuelaish

Izzeldin Abuelaishs bewegendes Plädoyer für den Frieden.

Der palästinensische Gynäkologe Izzeldin Abuelaish weigert sich Rache nehmen zu wollen. Tag für Tag passiert er die Grenze, denn er arbeitet in einem israelischen Krankenhaus. Für ihn ist Religion zweitrangig. Wenn Menschen Hilfe brauchen, dann hilft er. Erst nach dem Tod seiner Frau beschließt er mit den Kindern auszuwandern. Sie sollen endlich in Frieden aufwachsen. Kurz vor der Abreise passiert die Katastrophe: Bei einem Bombardement verliert er drei Töchter . . . – die sehr persönliche, wahre Geschichte eines Einzelnen über den Wunsch Vieler nach Frieden und Aussöhnung! | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Jürgen Lorenzen erzählt die Geschichte von Izzeldin Abuelaish.  Foto – © Klaus Lefebvre
 
"Geniale Schauspielerleistung . . . klare und schnörkellose Inszenierung . . . in jeder Sekunde mitreißend und bewegend." (Westfalium)
 
"Klar ist: ein solcher Monolog kann nur gelingen, wenn ein Schauspieler alles hineinlegt. Und das tut Jürgen Lorenzen bedingungslos bis zur Selbstaufgabe. Jürgen Lorenzen wird Izzeldin und macht diesen gnadenlosen Konflikt für alle geradezu physisch erfahrbar: dessen Sinnlosigkeit und Unmenschlichkeit. Wut und Fassungslosigkeit bleiben, aber Lorenzen und Weidner haben gekratzt an dem Panzer der Gleichgültigkeit, den wir uns zugelegt haben angesichts der Kriege auf unserem Planeten." (theater pur)

Vorstellungsdauer | 80 Min | Keine Pause | WBT_SAAL

ER IST WIEDER DA | Timur Vermes / Kathrin Sievers

Darf  man über oder gar mit Hitler lachen?ZUM LETZTEN MAL!

Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin 2015. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter tausenden von Ausländern und Angela Merkel. Blitzschnell analysiert er den Zustand der maroden Gesellschaft und erkennt, was zu tun ist. Er startet eine neue Karriere – im Fernsehen. Denn mit Propaganda kennt er sich aus . . .  – eine gallige Satire über Medien und ein Land, das trotz jahrzehntelanger Demokratie auf der Suche nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons einem Demagogen und einer bestimmten Ideologie gegenüber völlig chancenlos ist.  | >> Ausführliche Infos, Fotos und Pressestimmen finden Sie hier >>


Hitler (Thomas Karl Hagen) gewinnt die Menschen schnell für sich. – Foto © Tanja Weidner.

Thomas Karl Hagen –  ein [...] gefährlich leiser Hitler. […]" [theater pur]

"Geradezu lehrstückhaft zeigt Regisseurin Kathrin Sievers mit einer politisch aktualisierten Spielfassung, wie sich solche Typen mit rhetorischem Geschick, Rücksichtslosigkeit und Showtalent immer wieder in Machtzentralen manövrieren und willkommen geheißen werden. […] Die Aufführung ist ein erschreckender Spaß. Je länger er dauert, desto weniger wird über diese kuriose Hitler-Figur, desto mehr mit ihr über die Profiteure der Hitler-Hetze sowie die gläubigen und amüsierten Konsumenten gelacht – der Zuschauer wird also zum Kollaborateur. Was das Lachen vorschriftsmäßig im Halse stecken bleiben lässt." [Die Deutsche Bühne]

Vorstellungsdauer | 2 1/4 Std. | Eine Pause | WBT_SAAL

On Air, Sa 2.2., 20.04 Uhr: Welle WBT 95,4 MHz | Thema: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER

Am 2. Februar bieten wir Ihnen in unsere Radiosendung Welle WBT 95,4 MHz einen Einblick hinter die Kulissen. In diesem Monat plaudern unsere beiden Moderatoren Dramaturgin Silvia Drobny und Schauspieler Florian Bender über die Februar-Premiere MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER. Zu Gast ist die Darstellerin der Titelrolle Monika Hess-Zanger.


Monika Hess-Zanger hier als Prospera in DER STURM. – Foto © Tanja Weidner.

Nicht verpassen! WELLE WBT 95,4 MHz – am Sa 2.2. um 20.04 Uhr.
Für die Produktion der Sendung danken wir dem Medienforum Münster.

Matinee, So 3.2., 11 Uhr, Foyer: DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ | Philosophie und Architektur

Beobachtungen im Stadtraum

Mit Prof. Dr. Christa Runtenberg & Stefan Rethfeld

Der Alltag einer Stadt bietet unendlich viele Einblicke. Architektur, Städtebau und Landschaft lassen sich als Schichtwerk für gesellschaftliche Entwicklungen lesen. Bei einem Spaziergang kann das Eigene sowie das Fremde (wieder-) erkannt werden. Was verraten uns Häuser über ihre Bewohner? Wie verändert sich derzeit die Stadt? Und was macht eine lebendige Stadt aus? Der Architekt und Journalist Stefan Rethfeld (Münster/Berlin) unternimmt die monatlichen Rundgänge „Münster vor Ort“ – und wird von seinen Erkenntnissen berichten – und diese zur Diskussion stellen.

Das Philosophische Café | Sonntag, 3. Februar 2019 | 11 Uhr im Theaterfoyer des WBT
Der Eintritt ist frei!

Im Flechtheims können Sie vor Beginn ab 9 Uhr frühstücken. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Tischreservierungen nur bis 10 Uhr freigehalten werden.

Kostprobe, Sonntag, 24.2., 11 Uhr: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER | Einblicke und Ausschnitte

Bei dieser Kostprobe spricht Chefdramaturgin Tanja Weidner mit Regisseur Meinhard Zanger und dem Schauspielensemble über den Brechts Chronik aus dem dreißigjährigen Krieg, MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER. Autor, Musik und das Thema Geschäft und Krieg werden dabei im Zentrum stehen. Das Ensemble rundet mit szenischen und musikalischen Eindrücken den spannenden Sonntagvormittag ab..

Die Kostprobe findet statt am Sonntag, 24. Februar um 11 Uhr im WBT_FOYER | Der Eintritt ist frei | Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Lesung mit Claus Peymann auf Mai verschoben

Die für Februar an zwei Abenden vorgesehene Lesung von Thomas Bernhards MEINE PREISE haben wir auf Montag, 27. Mai, 20 Uhr verschieben müssen. Claus Peymann inszeniert derzeit am Burgtheater Wien Ionescos Die Stühle. Eine Kollegin brach sich den Fuß, und so musste seine Premiere auf Mitte März verlegt werden. Die Verschiebung von Peymanns Lesung in den Mai hat zur Folge, dass sie nunmehr nur an einem Abend stattfinden kann.

MEINE PREISE ist der autobiografische Text seines langjährigen Weggefährten Thomas Bernhard. Bernhard schreibt in diesem Roman über die Literaturpreise, die er erhalten hat und wie sich die Vergaben zu Tragödien entwickelten. Auf die ganze Menschheit schimpfend und über sich selbst kopfschüttelnd, entwirft er ein Porträt des Autors als Preis- und Preisgeldempfänger. Bernhard hadert mit der Welt im Allgemeinen, dem Kulturbetrieb im Besonderen und ganz speziell mit sich selbst inmitten dieser künstlichen Welt. Claus Peymann krächzt und giftet, wie das Thomas Bernhard damals selbst vielleicht selbst über das Erlebte gewettert haben mag und gleichzeitig schafft er es mit Witz und Ironie die humorvollen Seiten des Textes herauszuarbeiten. – Eine Abrechnung mit der gesamten Menschheit: Tragisch und böse, humorvoll und verrückt.


Claus Peymann in Aktion. – Foto © Heiner Wittmann.

Montag, 25. Mai 2019 | 20 Uhr
Die Lesung besteht aus einem Teil, es gelten die normalen Ticketpreise im Saal. Bisher erworbene Tickets für die Februar-Lesungen können umgetauscht bzw. zurückgegeben werden.
 

PARKEN

Wir empfehlen:

1. Parkhaus Stadthaus 3 / Kiesekamps Mühle
Kosten: je angefangene Stunde 0,50 €; Tagespauschale 4,00 €
Parkzeiten: Mo-So 0-24 Uhr

2. Parkhaus Cineplex
Kosten: je angefangene Stunde 1,00 €; Tagespauschale 4,00 €
Parkzeiten: Mo-So 0-24 Uhr

Das Parken auf dem Vorplatz des WBT ist leider nicht gestattet, da es sich um Parkplätze der Mitarbeiter der im Flechtheimspeicher ansässigen Firmen handelt. Wir bitten um Berücksichtigung und Ihr Verständnis.

KARTEN & SERVICE

Wolfgang Borchert Theater | Am Mittelhafen 10 | 48155 Münster | Telefon | 0251.400 19 | Fax | 0251.400 10 | eMail | tickets@wolfgang-borchert-theater.de | VORVERKAUF und ABENDKASSE im FOYER des Flechtheimspeichers | Hier geht's zum Kartenkauf im Internet | Preise + Infos erfahren Sie HIER | Abonnement

TERMINE

WILLKOMMEN | Mi 30.1. [Restkarten!] | Do 31.1. [Restkarten!] | Di+Mi 5.+6.2. [Restkarten!]|
HEISENBERG | Fr+Sa 1.+2.2. | Sa+So 16.+17.3. |
DER GOTT DES GEMETZELS | So 3.2. [Restkarten!] | So 10.3. |
WIR SIND DIE NEUEN | Do-So 7.-10.2. [Ausverkauft!] | Di+Mi 5.+6.3. |
DIE MARQUISE VON O. | Di+Mi 12.+13.2. [Restkarten!] | Di+Mi 12.+13.3. | auf Anfrage als Vormittagsvorstellung |
JUGEND OHNE GOTT | Do 14.2. | Fr+Sa 15.+16.2. [Restkarten!] |
DIE SCHROFFENSTEINS – EINE FAMILIENSCHLACHT (Сердца и Ножи) | So 17.2. | Sa 27.4. [zum letzten Mal] | Einführung jeweils 1 Std. vor Beginn |
HAROLD UND MAUDE | Di 19.2. [Restkarten!] | Sa+So 23.+24.3. |
DIE VERWANDLUNG | Di+Mi 20.+21.2. | Fr 1.3. | auf Anfrage in Schulen |
ICH WERDE NICHT HASSEN | Fr 22.2. [Restkarten!] | Do 28.3. |
ER IST WIEDER DA | Sa+So 23.+24.2. [Restkarten!] [Zum letzten Mal!] |
MUTTER COURAGE | Do 28.2. [Premiere] | Do-Sa 7.-9.3. |
WUNSCHKINDER | Di+Mi 19.+20.3. |
TERROR | Do+Fr 21.+22.3. |
TSCHICK | Di+Mi 26.+27.3. | auf Anfrage als Vormittagsvorstellung |
DER LETZTE VORHANG | Fr 29.3. |
ZURÜCK AUF ANFANG (DSE) | Sa+So 30.+31.3. |
DIE MITWISSER | Do 11.4. [Premiere] |
EUROPA VERTEIDIGEN | Do 23.5. [Premiere] |

PATRICKS TRICK | auf Anfrage in Schulen |
TITUS | auf Anfrage in Schulen |
 


WBT_TAUCHGÄNGE

KOSTPROBE: Matinee | jeweils am Sonntag vor einer Premiere | Nächste Kostprobe: MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER | So 24.2.2019 | 11 Uhr | WBT_FOYER | Eintritt frei | Anmeldung nicht erforderlich |

EINFÜHRUNGEN: jeweils 1 Std. vor Vorstellungsbeginn bei der zweiten Vorstellung nach einer Premiere und bei allen Vorstellungen von DIE SCHROFFENSTEINS – EINE FAMILIENSCHLACHT. | WBT_FOYER | Eintritt frei | Anmeldung nicht erforderlich |

DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ: Matinee | Mit Prof. Dr. Christa Runtenberg & Stefan Rethfeld | "Philosophie und Architektur: Beobachtungen im Stadtraum" | So 3.2.2019 | 11 Uhr | WBT_FOYER | Eintritt frei | Anmeldung nicht erforderlich |

Vorstellungsbeginn [wenn nicht anders angegeben] | werktags 20 Uhr | sonn- und feiertags 18 Uhr |

Foto Zanger © Jürgen Escher Photographie Köln.

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