Programm der Museen der Stadt Dresden vom 7. bis 12. Februar 2012
Di 7.2. 20 Uhr
Stadtmuseum Dresden, Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Straße 2
Dresdner Buchpremiere. Milena Oda: Nennen Sie mich Diener
Milena Oda ist in Dresden längst keine Unbekannte mehr. Immer wieder sind Beiträge von ihr in der Literaturzeitschrift Ostragehege zu lesen. In einer Dresdner Buchpremiere wird Milena Oda im Museumscafé des Landhauses aus ihren Debütroman "Nennen Sie mich Diener" lesen. Axel Helbig wird die Autorin vorstellen.
Milena Oda schreibt Prosa, Lyrik, Theaterstücke und Essays auf Deutsch, Tschechisch und Englisch. Sie arbeitet als Übersetzerin und Autorin für WDR3, die Prager Zeitung, Literární noviny, Idnes.cz-Kavarna etc. Die Autorin wurde 1975 im böhmischen Dorf Stara Paka geboren und lebt zur Zeit in Berlin und in New York. Sie wurde zu den 31. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Ingeborg-Bachmann-Preis) eingeladen und in Wien mit dem Literaturpreis Marguaritte d´Or ausgezeichnet.
Der Schriftsteller Volker Braun schreibt über Milena Oda und ihren Roman: "Es freut mich ungemein, daß Milena Odas Roman erscheint, wird mit ihm doch, nach Jahrzehnten des Verstummens der deutschsprachigen Literatur in Prag, eine Tradition erweckt, die deutsche, tschechische, jüdische Kultur verband. Milena Oda, die deutsch schreibt, aber mit Akzent spricht, bringt diesen Akzent in die Literatur zurück. Es ist ein kühner, fremder, belebender Puls, der in ihren Sätzen schlägt. Hier spürt man wieder, dass Schreiben Entdecken heißt und neue Zugänge, neue Abgründe des Wirklichen öffnet. Das Stärkste, was sie uns gibt, sind die menschlichen Schwächen, Defekte, die eigentlich Obsessionen, eigentlich Leidenschaft sind. Sie zeigt den besonderen Menschen, abgesondert in sich, seine abnorme Not, seine komische Lust. Er schämt sich nicht seiner Blöße. Aber so abwegig seine Schmach, sie ist nur die aufgebundene Wunde, die wir gewöhnlich nicht lecken. Wir: die normalen Naturen, die ohne Laster leben und ohne Träume zugrundegehn."
Weitere Infos zum Verlag und zur Autorin gibt es hier:
www.schumachergebler.de
www.milenaoda.com
Eintritt frei!
Do 9.2. 20 Uhr
Stadtmuseum Dresden, Wildruffer Str. 2
„Die geheimen Ängste der Deutschen“
Lesung und Gespräch
„Die Deutschen haben die Neigung, sich zu ängstigen. Das steckt seit dem Ende der Nazizeit und Krieg in ihrem Bewusstsein“ – so äußerte sich Altkanzler Helmut Schmidt in einem Interview über die Gemütslage unserer Nation. Gabriele Baring schildert anschaulich, wie die Traumata des Zweiten Weltkriegs von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Gabriele Baring
Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 3 Euro
Fr 10.2. 15 Uhr
Technische Sammlungen Dresden, Junghansstr. 1-3
Technik und Wissenschaft für alle!
Führung zur Geschichte des Hauses, sowie durch die interaktiven und musealen Ausstellungen
Das Museum zeigt wertvolle Objekte sächsischer, deutscher sowie internationaler Industrie- und Technikgeschichte aus den letzten 150 Jahren. Ein besonderes Highlight ist das Erlebnisland Mathematik und das „Epsilon“ - ein Erlebnisland für Kleine.
Führungsgebühr: 3 Euro/ ermäßigt 1 Euro (Schüler und Studenten)
Fr 10.2. 15 Uhr
Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Straße 2
öffentliche Führung
Dresdner Meisterwerke des 20. und 21. Jahrhunderts
Die Ausstellung zeigt einen Streifzug durch die Dresdner Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, u. a. mit Werken von Oskar Zwintscher, Robert Sterl, Otto Mueller, Otto Dix, Willy Wolff, Hermann Glöckner, Eberhard Göschel, Hartmut Bonk und Ralf Kerbach. Ein kleiner Einblick in die umfangreiche Sammlung von Werken A.R. Pencks sowie aktuelle Malerei von Thoralf Knobloch, Eckehard Fuchs und Theo Boettger beendet den Rundgang.
Führungsgebühr: 3 Euro / ermäßigt 1 Euro (Schüler und Studenten)
Fr 10.2., Sa 11.2, jeweils um 20 Uhr
Technische Sammlungen Dresden, Junghansstr. 1-3
Museumskino: Der letzte Mann
Deutschland 1924, Stummfilm mit Klaviermusik
R: Friedrich Wilhelm Murnau D: Emil Jannings, Maly Delschaft, Max Hiller
Eintritt: 7 Euro / ermäßigt 6 Euro
So 12. ab 13 Uhr, erster Tag der Sonderausstellung
Kraszewski-Museum, Nordstraße 28
Polen aus freier Wahl. Deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert
Die erste Sonderausstellung des neuen Jahres zeigt anhand von Fotografien und Dokumenten aus Warschauer Museen, Archiven und privaten Sammlungen die Geschichte von deutschstämmigen Bewohnern in Warschau.
Sie dokumentiert den Beitrag von deutschen, darunter auch mehrerer sächsischen Migranten, zur Entwicklung der Architektur, Industrie, Wissenschaft und Kultur in der polnischen Hauptstadt.
So 12.2. ab 10 Uhr
Technische Sammlungen Dresden, Junghansstr. 1-3
Spielen, Staunen und Basteln
Familienprogramm
12 Uhr bis 17.30 Uhr: In der Erlebniswerkstatt können die Kinder Bilder künstlerisch gestalten und selbst drucken, außerdem gibt es mathematisches Basteln und knifflige Rätsel.
15 Uhr: Im Technischen Theater „Mit Blitz und Funkenfeuer“ findet ein Experimentalvortrag zu Erforschung und Nutzung der Elektrizität statt.
Eintritt: 4 Euro /ermäßigt 3 Euro
zzgl. Führungs gebühr für Technisches Theater
3 Euro /ermäßigt 1 Euro
So 12.2. 10.30 Uhr
Technische Sammlungen Dresden, Junghansstr. 1-3
Museumskino: Emil und die Detektive
Die erste Kästner-Verfilmung der Filmgeschichte
Deutschland 1931, 72 Min, s/w
Regie: Gerhard Lamprecht, Drehbuch: Billy Wilder, Emmerich Pressburger und Erich Kästner
So 12.2. 15 Uhr
Carl-Maria-von-Weber-Museum, Dresdner Str. 44
„Pariser Blitzlichter“
Autorenlesung mit musikalischen Improvisationen
Lesung mit der Autorin Brigitte Schubert-Oustry
Auszüge aus einer 30jährigen Auslandskorrespondententätigkeit mit Interviews interessanter, bekannter Persönlichkeiten
Am Klavier Improvisationen mit Irene Weißing
Eintritt: 6 Euro /ermäßigt 4 Euro