Liebe Freunde der Musica Bayreuth,

das Markgräfliche Opernhaus ist als Juwel des Rokoko vor allem seit der festlichen Wiederöffnung nach einer intensiven Renovierungsphase so beliebt wie noch nie. Das ist Anlass genug für uns, dieses wunderbare Haus auch in der Saison 2019 mit einem reichen Opern- und Konzertangebot zu beleben. 
Wir verfolgen die Spuren der Markgräfin Wilhelmine nach Potsdam und freuen uns über die beginnende Zusammenarbeit mit den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci. Eine Barockopernproduktion wird direkt nach ihrer Premiere auch bei der Musica Bayreuth zu erleben sein (26. Und 27. Juni).
Wir folgen auch dem Wirken von Christoph Willibald Gluck, der ganz in der Nähe von Nürnberg geboren ist und in seinem Werk Einflüsse aus ganz Europa vereint. Die erstmalige und enge Zusammenarbeit mit den Internationalen Gluck-Festspielen Nürnberg beschert uns eine konzertante Ur- und Erstaufführung sowie ein fulminantes, gemeinsames Abschlusskonzert beider Festivals im Markgräflichen Opernhaus.
Mit „Zauberflöte Reloaded“, einer rasant-unterhaltsamen Adaption des Opernklassikers, öffnen wir das Opernhaus für ein junges Publikum. 
Wir freuen uns über eine erneute Kooperationen mit den Residenztagen der Bayerischen Schlösserverwaltung und mit dem Richard-Wagner-Verband Bayreuth sowie dem deutsch-französischen forum junger kunst. 
Untenstehend finden Sie das Programm für die Musica 2019. Es erwarten uns wieder viele spannende Konzerthighlights, wie ein barocker Arienabend mit Julia Lezhneva, szenische Opernproduktionen, wie Medea oder Polifemo. Crossover bringt die Formation Wildes Holz mit zur Musica und im ganz besonderen Rahmen des Brausaals von Liebesbier präsentieren wir einen Cembalo Solo-Abend mit Jean Rondeau. 
Außerdem haben wir wieder besondere Angebote für Schulklassen im Programm. Sie finden sicher das passende Angebot und wir freuen uns, Sie auch in diesem Jahr wieder begrüßen zu können!

Auf viele bereichernde Erlebnisse!

 

Inhalt

Festivalauftakt mit der jungen deutsch-französisch-ungarischen philharmonie
Festliche Musik für Orgel, Trompete und Corno da Caccia
Klassik Lounge im Liebesbier mit Jean Rondeau
Julia Lezhneva und La Voce Strumentale
Münchener Bach-Orchester - Universum Bach
The Queen's Six - A-Cappella
Aris Quartett - Von Liebe, Zukunft und Individualismus
Wildes Holz - Origineller Crossover und beste Unterhaltung
AOI Trio - Preisgekrönte Kammermusik
Musikalische Spazierfahrt zu drei Markgrafenkirchen
Siegfried Wagner zum 150. Geburtstag
Zauberflöte Reloaded - Quirliger Opernspaß mit Hip-Hop und Breakdance
Luigi Cherubini - Medea
Mit der Orgel durch die Opernwelt - Orgelkonzert mit Tobias Skuban
G. B. Bononcini - Polifemo
C. W. Gluck - Antigono
European Brass Ensemble
Gluck-Operngala mit Max Emanuel Cencic und Karina Gauvin
Musica 2019 Education
Vorverkauf
Kartenbestellung
Sponsoren und Medienpartner
Kontakt

Festivalauftakt mit der jungen deutsch-französisch-ungarischen philharmonie

Leidenschaft, Enthusiasmus und Energie sind garantiert, wenn rund 60 hochtalentierte Musiker aus Frankreich, Deutschland und Ungarn aufeinandertreffen. Jedes Jahr gelingt es der internationalen Orchester-Akademie der jungen deutsch-französisch-ungarischen philharmonie aufs Neue, die individuellen, stets hohen musikalischen Qualitäten der Akademie-Teilnehmer zu einem „hinreißenden Klangerlebnis“ (Opernfreund) zu vereinen. Das ermöglichen mehrere renommierte Dozenten europäischer Musikhochschulen und vor allem der musikalische Leiter Nicolaus Richter, der es versteht, die jungen Talente mit viel Sensibilität und langjähriger Erfahrung als Violinist in hochkarätigen Orchestern zu Höchstleistungen zu bringen. Als glänzenden Abschluss einer Tournee über Strasbourg und Karlsruhe gibt das Orchester den Auftakt zur Musica 2019. 
Engelbert Humperdincks märchenhafter Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“ folgt Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante in Es-Dur, eine Mischform zwischen Solokonzert und Sinfonie. Ideal also für die junge deutsch- französisch-ungarische philharmonie, die damit zeigt, dass sie sowohl den homogenen Gesamtklang als auch die Rolle des feinfühligen Begleiters von Solo-Instrumentalisten beherrscht. Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 6 in D-Dur schlägt die Brücke zu Bayreuth. Zum immensen Erfolg des Werks trug einst der Dirigent Hans Richter – Ehrenbürger Bayreuths und auf dem Friedhof der Stadt begraben – entscheidend bei. Lassen Sie sich mitreißen von einem Konzerterlebnis voller Energie und Leidenschaft. 
Dieses Konzert findet als Kooperation zwischen dem deutsch-französischen Forum junger Kunst und der Musica Bayreuth statt. Es wird vom Bayerischen Rundfunk – Studio Franken aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt auf BR-Klassik gesendet. 

Freitag, 3. Mai, 19.30 Uhr & Samstag, 4. Mai, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 25,-€

© Andreas Harbach

Festliche Musik für Orgel, Trompete und Corno da Caccia

Mit Viktor Lukas und Johannes Trunk

Bei diesem Konzert trifft die gravitätische Klanggewalt der Orgel auf strahlende Bläsertöne. Viktor Lukas entführt die Zuhörer zusammen mit dem Trompeter Johannes Trunk in das Klanguniversum des 18. Jahrhunderts und der französischen Moderne. Unter anderem erklingt Johann Sebastian Bachs Fantasie und Fuge g-Moll - ein Orgelwerk, an dessen Anfang eine majestätische Fantasie steht, auf welche eine unter Orgelfans wohlbekannte, prachtvoll konstruierte Fuge folgt. Von den ganz wenigen erhaltenen Kompositionen Johann Georg Knechtels, der erfolgreich in der Dresdner Hofkapelle unter Johann Adolf Hasse als Hornist wirkte, hören wir ein Konzert für Orgel und Corno da Caccia. Dieses Blechblasinstrument stammt aus der Gruppe der Hörner und bedeutet im Italienischen so viel wie Jagdhorn. Der erfahrene Orchestermusiker Johannes Trunk wechselt während des Konzerts zwischen der Trompete und dem Corno da Caccia.  
Werke von Jean Langlais und Olivier Messiaen bringen daneben französische Klangfarben in das Konzert. Mit ihrem unverwechselbaren Personalstil prägten beide Komponisten, insbesondere Olivier Messiaen, die Orgelmusik sowie die kompositorische Avantgarde der Nachkriegsjahre.
Viktor Lukas war Schüler der berühmten Organisten Karl Richter und Marcel Dupré. Von 1960 bis 1973 wirkte er als Kirchenmusiker an der Stadtkirche Bayreuth bevor er als Professor für Orgel an die Kölner Musikhochschule berufen wurde. Eine lange Konzerttätigkeit führte ihn in fast alle Länder der Welt von den USA über die ehemalige UdSSR bis nach China. Er ist Gründer der Orgelwoche Bayreuth, aus der schließlich die Musica Bayreuth hervorging. 
Johannes Trunk erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik Mannheim. Im Landesjugendorchester Baden-Württemberg sowie der Jungen Deutschen Philharmonie sammelte er bereits früh seine ersten Orchstererfahrungen. 1996 erhielt er ein Engagement bei den Bamberger Symphonikern, wo er seither als Wechseltrompeter wirkt. 

Sonntag, 5. Mai, 18.00 Uhr | Stadtkirche Bayreuth

Einheitspreis 18,- €

© Andreas Harbach

Klassik Lounge im Liebesbier mit Jean Rondeau

Der junge Cembalist Jean Rondeau gehört heute zweifelsohne zum elektrisierendsten, was der Klassik-Markt gegenwärtig zu bieten hat. Und gleich mag man meinen, dass es sich dabei schon wieder um den nächsten, von den Plattenfirmen hochgepuschten Musiker handelt, der die Klassik-Branche retten soll. Doch hinter dem musikalischen Tausendsassa aus Frankreich, der neben seinem fantastischen Cembalospiel auch Filmmusik komponiert oder auf Klavier und Orgel improvisiert, steckt weitaus mehr.
Es ist höchste Zeit, diesen Cembalo-Revolutionär auf ganz außergewöhnliche Art und Weise bei der Musica Bayreuth zu präsentieren. Und wer klassische Konzerte mit dem Stillsitzen auf harten, schmerzenden Bänken, der Beachtung ungeschriebener Regeln und dem eiligen Herunterschütten des Pausengetränks assoziiert, für den endet nun die Durststrecke im Brausaal von Liebesbier. In Kooperation mit Maisel‘s Bier-Erlebnis-Welt präsentieren wir dieses Konzerterlebnis bei Bier vom Fass, bequemen Sitzmöglichkeiten und entspannter Atmosphäre. Dabei wird die Bestuhlung für das Publikum kreisrund um eine Bühne angeordnet, auf der uns Jean Rondeau in die großartige Klangwelt des 17. Und 18. Jahrhunderts entführt. Bei einem exklusiven Aperitif stimmen wir Sie im Vorfeld des Konzerts bestens auf den Abend ein. Genießen Sie dabei verschiedenste Getränke-Köstlichkeiten oder entdecken Sie neue Geschmacksdimensionen des Biers durch das fachmännische Wissen eines Biersommeliers aus dem Hause Maisel.      

Donnerstag, 9. Mai 2019, 19.30 Uhr | Brausaal im Liebesbier
Einheitspreis 29,- € inkl. Aperitif

© Nicolas Baghir

Julia Lezhneva und La Voce Strumentale

In mehrfacher Hinsicht ist bei diesem Konzert-Highlight alles an seinem Platz. Bereits letztes Jahr begeisterte Julia Lezhneva bei der Musica Bayreuth und sang sich als Laodice in Hasses Siroe, König von Persien in die Herzen der Zuhörer. Mit einem Programm, das nirgendwohin besser passen könnte als in das Markgräfliche Opernhaus, kehrt sie nun gemeinsam mit La Voce Strumentale unter der Leitung Dimitry Sinkovskys zurück nach Bayreuth. Und dabei erwartet uns „pures Barockglück“ (Tagesspiegel). Festliche Instrumentalmusik von Georg Philipp Telemann, der am Musenhof der Wilhelmine in Bayreuth wirkte, gesellt sich neben Arien italienischer Meister wie Antonio Vivaldi oder Nicola Antonio Porpora. Letzterer gilt als wichtigster Lehrer des berühmten Kastraten Farinelli, dessen Leben teilweise im Markgräflichen Opernhaus verfilmt wurde. Weitere Gesangspartien aus den Opern G.F. Händels und Carl Heinrich Grauns, erfolgreicher Kapellmeister am Hof Friedrichs des Großen, machen das Konzert zu einem farbenreichen Arien-Feuerwerk. 
 

Freitag, 10. Mai, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf 39,- bis 125,- EUR

© Emil Matveev

Münchener Bach-Orchester - Universum Bach

„Die Musik meines Vaters hat höhere Absichten, sie soll nicht das Ohr füllen sondern das Herz in Bewegung setzen“. Das sagte Carl Philip Emanuel Bach einmal über seinen Vater Johann Sebastian. Dieser Ausdruck tiefer Ehrerbietung gilt nicht nur als erstes der unzähligen Bach-Zitate überhaupt, er ist zugleich programmatischer Kern des Konzertabends mit dem Münchener Bach-Orchester. Unter dem elektrisierenden Dirigat des Bach-Experten Hansjörg Albrecht stellt das Ensemble Werke von Bach Vater und Bach Sohn gegenüber. Mit schwerelos anmutender Leichtigkeit und kometenhaft-vitaler Musizierlust werden die Zuhörer mitgenommen auf einen musikalischen Erkundungsflug durch das Universum Bach. Und hierbei verhält es sich genau wie beim Blick in den nächtlichen Sternenhimmel: Man meint alles zu kennen, entdeckt aber doch immer wieder neues. Das instrumentale Zentralgestirn bildet an diesem Abend die Flöte. Die Wahrnehmung Carl Philip Emanuel Bachs war und ist ja vor allem durch seine ehrenvolle Position als Cembalo-Begleiter Friedrichs des II. bei dessen erlauchten Flötenkonzerten am preußischen Hof geprägt. Zusammen mit dem Soloflötisten der Münchener Philharmoniker, Michael Martin Kofler, präsentiert das Münchener Bach-Orchester unter anderem die Orchestersuite Nr. 2 h-moll sowie das Brandenburgische Konzert Nr. 5 D-Dur von Johann Sebastian Bach und Carl Philip Emanuel Bachs Konzert d-Moll WQ 22. Drei Werke, in denen der Flöte eine zentrale solistische Rolle zukommt.   
Unter dem berühmten Karl Richter begann für das Münchener Bach-Orchester in den 50er Jahren eine Erfolgsgeschichte, die es mit zahlreichen CD-Einspielungen und regelmäßigen Konzerten von Paris über New York bis Tokyo kontinuierlich fortschreibt.

Freitag, 17. Mai, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 28,- EUR, 

© Florian Wagner

The Queen's Six - A-Cappella

„Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen“. Was bereits Georg Philipp Telemann trefflich auf den Punkt brachte, zeigen The Queen’s Six im Rahmen dieses Konzerts an nur einem einzigen Abend. Denn der musikgeschichtliche Bogen, den die sechs Stimmkünstler dabei schlagen, ist beeindruckend. Von den frühen Vokalwerken eines William Byrd oder eines Thomas Tallis bis hin zu A-cappella-Arrangements der Beatles – an diesem Abend erklingt eine Auswahl der meisterhaftesten Werke für das schönste und zugleich am schwierigsten zu spielende Instrument, wie Richard Strauss einmal die menschliche Stimme beschrieb. 
Das Ensemble setzt sich aus „Lay Clerks“, also erwachsenen Profi-Sängern des St. George-Chapel Choir zusammen, dessen Geschichte bis ins Jahr 1348 zurückreicht und der weltweit erstklassigen Ruf besitzt. Neben ihrer Konzerttätigkeit als The Queen’s Six sind die sechs Sänger also noch immer feste Mitglieder des St. George-Chapel Choir und wirken in dieser Funktion an der musikalischen Ausgestaltung von mehr als acht Gottesdiensten pro Woche mit. Durch die „unzähligen Arbeitsstunden des gemeinsamen Singens resultiert eine erfrischend ungehörte Innerlichkeit“ (BBC Music Magazine) im chorischen Gesamtklang des Ensembles. Nur einer der Gründe weshalb es vom britischen Königshaus sogar mit dem musikalischen Gästeempfang im Rahmen royaler Bankette betraut wird. 

Mittwoch, 22. Mai, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 25,- €

© PR

Aris Quartett - Von Liebe, Zukunft und Individualismus

„Technisches Können, Präzision und Leidenschaft“ (Fono Forum) bündeln sich auf höchstem künstlerischen Niveau im „ausgewogenen Zusammenspiel“ (Concerti) des Aris Quartett. Bis man von der Fachpresse mit solchen Lobeshymnen in der kammermusikalischen Königsdisziplin Streichquartett bedacht wird ist es ein ausgenommen harter und vor allem langer Weg. Gut dass sich die Mitglieder des Aris Quartett bereits im Jugendalter zusammengefunden haben und 2019 im zehnten Jahr zusammen musizieren. Während dieses Jahrzehnts intensiver Zusammenarbeit konnte die Formation ein emotional packendes, virtuoses Spiel kultivieren, das jedoch nie zur Effekthascherei verkommt. 
Mit einem expressiven Programm, das für diese Art des Musizierens wie gemacht scheint, gastiert das Quartett nun bei der Musica Bayreuth. Zukunftsweisend und außerordentlich progressiv waren die drei genialen, an diesem Abend erklingenden Streichquartette zu ihrer Entstehungszeit. Joseph Haydn bewegte sich mit der Komposition seines Streichquartetts B-Dur op. 76/4 deutlich in Richtung der romantischen Klangsprache des 19. Jahrhunderts. Ludwig van Beethoven stieß mit dem späten Streichquartett F-Dur op. 59/1 auf nichts als Unverständnis bei seinen Zeitgenossen. Als zu weit entfernt von den gewohnten Formen, zu eigenwillig wurde das Werk von den Zuhöreren empfunden. Das brachte übrigens nicht nur diesem Quartett sondern dem ganzen Opus 59 seiner Zeit die Bezeichnung „Flickwerk eines Wahnsinnigen“ ein. Ganz im Geiste des Beethovenschen Spätwerks experimentierte auch Felix Mendelssohn Bartholdy mit der Form des Streichquartetts und brach dabei mit Konventionen. Sein Streichquartett a-Moll op. 13, ein Frühwerk des Meisters, trägt aber auch ganz persönliche Züge, zitiert er doch hier die Komposition „Frage“, ein sehnsüchtiges Liebeslied, welches aus seiner eigenen Feder stammt. So sind alle drei Werke gleichzeitig starker Ausdruck des schöpferischen Individualismus von Haydn, Mendelssohn und Beethoven.

Samstag, 25. Mai, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 25,- €

© Michael Reh

 

Wildes Holz - Origineller Crossover und beste Unterhaltung

Wo gehobelt wird, da entsteht fantastische Musik. Jedenfalls dann, wenn das Trio Wildes Holz die Bühne betritt. Die großartige Mischung macht dabei den Unterschied, denn die drei Musiker fühlen sich beinahe in jedem Musikstil zuhause, musizieren einmal klassisch, dann eher jazzig, spielen die wildesten Arrangements bekannter Rock- und Popsongs oder interpretieren ihre eigenen Kompositionen. Mindestens genauso originell wie ihre Programmwahl ist die Instrumentierung des Trios. Flöte, Gitarre und Kontrabass – schnell fragt man sich, wie das zusammenpassen soll. Und nun macht nicht mehr nur die Mischung, sondern auch die Besetzung den Unterschied. Alle drei Musiker sind wahre Könner ihres Fachs, so zum Beispiel Tobias Reisige, der sein Flötenstudium an der Folkwang-Universität in Essen abschloss und als deutschlandweit einziger Profimusiker ein Diplom in Jazz-Blockflöte besitzt. Sie sind Individualisten, die sich von keinen Zwängen oder Musizierkonventionen beeindrucken lassen, eben genauso, wie sie sich selbst auf ihrer Homepage beschreiben: „Eckig. Kantig. Oder eben: Ungehobelt“
Wildes Holz begeistert aber auch durch eine quicklebendige Bühnenpräsenz, mit der witzige Moderationen und schelmische Gags garantiert sind – Lachanfälle des Publikums inklusive. Dieser Abend in der Panzerhalle verspricht spritzigen Crossover und beste Unterhaltung.

Dienstag, 28. Mai 19.30 Uhr | Panzerhalle Bayreuth
Karten im Vorverkauf ab 18,- € inkl. Busshuttle

© Harald Hoffmann

AOI Trio - Preisgekrönte Kammermusik

AOI, eigentlich setzt sich dieses Kürzel aus den Initialen der hochbegabten japanischen Nachwuchsmusiker Kosuke Akimoto, Kyoko Ogawa und Yu Ito zusammen. AOI, das könnte aber genauso gut für ausgezeichnet, offen und innig stehen. 
Ausgezeichnet wurde das Trio 2018 mit dem heiß begehrten 1. Preis im Fach Klaviertrio bei dem 67. internationalen Musikwettbewerb der ARD. Offen, ungehört und frisch klingen die Interpretationen des Klaviertrio-Repertoires wenn die drei jungen Musiker zusammen spielen. Innig und intensiv ist sowohl ihre völlige Hingabe zur Musik als auch die tiefe Verbundenheit zu ihren Instrumenten, was bei jedem einzelnen Bogenstrich, bei jedem einzelnen Anschlag der Tasten zu spüren ist. Mit leidenschaftlicher Kammermusik von Beethoven, Martinů und Schubert gastiert das AOI Trio nun bei der Musica 2019. 
In Ludwig van Beethovens „Geistertrio“ op. 70-1 ist energetisches Musizieren gefordert, denn hier ballt sich eine sich steigernde Spannung auf engstem kompositorischen Raum. Ähnlich explosiven Momenten begegnet man als Zuhörer auch in Franz Schuberts Kla-viertrio No. 1 in B-Dur D.898. Urplötzliche Entladungen starker musikalischer Gesten gelten als das Markenzeichen der späten Schaffensperiode Schuberts, der dieses Trio zugeordnet werden kann. Trotz des hohen energetischen Niveaus bezeichnete Robert Schu-mann dieses Opus einmal als „anmuthig, vertrauend, jungfräulich“. 
Beide Werke bilden den Rahmen um Bohuslav Martinůs Klaviertrio No. 3 in C-Dur, das einerseits durch einen hörbar spätromantischen Gestus, andererseits durch klare Antizipationen moderner Musik besticht. 

Freitag, 31. Mai, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 25,- €

© Daniel Delang

Musikalische Spazierfahrt zu drei Markgrafenkirchen

Unter der historisch fachkundigen Führung von Pfarrer Hans Peetz, 1. Vorsitzender des Markgrafenkirche e.V., erkunden wir gemeinsam drei der schönsten Markgrafenkirchen in der Region um Bayreuth. Lassen Sie sich dabei bequem von unserem Busshuttle fahren oder frönen Sie Ihrer Frühlings-Radellust bei einer ortskundig geführten Fahrradtour von Kirche zu Kirche. 
Für das musikalische Erlebnis bei den Zwischenstopps in den Kirchen sorgt kein geringe-rer als einer der besten Bajanakkordeon-Spieler der Welt, Alexandr Hrustevich. Regelmä-ßig gastiert er in den bekanntesten Konzertstätten der Welt und präsentiert uns bei der Spazierfahrt ein Programm mit Werken von Barockmusik bis Tango. Seine flinken Finger, mit denen er selbst großbesetzte Orchesterwerke auf nur einer Tastatur zum Klingen bringt, haben ihm den Beinamen „das Einmannorchester“ eingebracht.  
Zunächst machen wir um circa 15.00 Uhr Station am Tor zum Fichtelgebirge und besu-chen St. Michael am Gurtstein in Weidenberg. Die idyllische Marktgemeinde wird überragt von der weithin sichtbaren Kirche, die eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Nach einem schweren Brand im 30-jährigen Krieg begann 1717 der Neubau des Langhauses unter der Riege der Herren von Lindenfels. Nach mehreren Bauunterbrechungen und an-derer Pannen wurde die einschiffige Saalkriche schließlich im Jahre 1771 fertiggestellt. Der Kirchenraum ist charakterisiert von einem kunstvollen Deckengemälde des Bayreuther Hofmalers Johann Franz Gout und einem prächtig verziertem Orgelprospekt. 
Weiter geht es zur Kirche St. Walburga nach Benk, die wir um circa 16.45 Uhr erreichen. Die von 1741 bis 1744 durch das hochfürstliche Bauamt zu Bayreuth errichtete Kirche ist im Innenraum von kostbaren Kulturgütern wie einem prächtigen Kanzelaltar, ein von En-geln gestütztes Taufbecken oder wertvollen Stuckarbeiten des berühmten Hofkünstlers Jeronimo Francesco Andreoli geprägt. Während die Busfahrgäste auf die Radtour warten gibt es Gelegenheit zu anregenden Gesprächen bei einer Tasse Kaffee im Gasthaus zur Sonne Benk. 
Endpunkt der Ausfahrt bildet der Besuch der Markgrafenkirche St. Gallus in Lanzendorf, die weithin sichtbar das Ensemble von Hoch- und Niederdorf in Reichweite der alten Mainbrücke krönt. Die Spazierfahrt endet um circa 18.00 Uhr.
Das Programm kann bequem im Bus, als Autofahrer oder als Fahrradfahrer wahrgenom-men werden, die Fahrradgruppe wird von Pfr. Hans Peetz persönlich begleitet. 

Samstag, 1. Juni, 14.30 Uhr | Bushalt Wilhelminenstraße

Treffpunkt der Fahrradtour: 14.15 Uhr | Ev. Epiphaniaskirche Laineck


Ticket für Busfahrer 37,- €

Ticket für Selbstfahrer 29,- €

© Hans Peetz 

Siegfried Wagner zum 150. Geburtstag

Ein wenig Musik gehört doch zu jedem Geburtstag. Wenn es sich bei dem Geburtstagskind um einen Komponisten handelt, dann muss es schon ein ganzes Konzert sein! Und obwohl wir in Bayreuth sind geht es dabei einmal nicht (nur) um Richard Wagner. Nein, Siegfried Wagner, sein Sohn, wäre am 6. Juni 2019 150 Jahre alt geworden. Die Bad Reichenhaller Philharmoniker, die 2019 ebenfalls im 150. Jahr bestehen, gastieren am Vorabend dieses Tages mit einem Geburtstagskonzert bei der Musica Bayreuth. Doch warum gerade ein Gratulant aus Bad Reichenhall? Man könnte tatsächlich behaupten, dass es ohne die Kurstadt an der Saalach keinen Siegfried Wagner gegeben hätte. Im August 1861 brach Richard Wagner zu einem zweitägigen Besuch bei Cosima von Bülow auf, die sich zur Erholung in Bad Reichenhall aufhielt. Was als Anstandsbesuch bei der Tochter Franz Liszts geplant war, endete damit, dass sich Richard Wagner Hals über Kopf in Cosima verliebte und sie schließlich ein paar Jahre später ehelichte. 
Unter der Oberfläche der historisch-anekdotischen Details schlummert sogar noch mehr Verbindendes zwischen der Musikerfamilie und Bad Reichenhall. So zum Beispiel das Angebot der Stadt an Richard Wagner, sein geplantes Festspielhaus in dem weithin bekannten Kurort zu errichten. 
Gute Gründe also, die Verhältnisse zwischen den Wagners und Bad Reichenhall musikalisch ein wenig näher zu beleuchten. Und so ganz ohne Richard Wagner geht es dann doch nicht, denn auch die Konstellation von Wagner Vater und Wagner Sohn lohnt es erkundet zu werden. So erklingen bei diesem Konzert neben den selten zu hörenden Werken Siegfried Wagners, der Zeit seines Lebens im Schatten des Übervaters stand, zugleich Auszüge aus den Opern Siegfried und Lohengrin von Richard Wagner. Der Regisseur und Schauspieler Claus J. Frankl führt unterhaltsam moderierend durchs Programm. Dabei werden auch großformatige Bilder rund um das Thema des Abends ge-zeigt.

Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 28,- €

© Bad Reichenhaller Philharmoniker

 

Zauberflöte Reloaded - Quirliger Opernspaß mit Hip-Hop und Breakdance

Ja! Richtig gelesen! Der Untertitel verrät schon, um was es an diesem Abend gehen soll: um Spaß, um Freude an der Musik und einer mitreißenden Story. Da ist zum Beispiel Pamina, die sich trotz der schmerzhaften Scheidung ihrer Eltern nicht die Stimmung ver-miesen lässt und als selbstbewusste junge Frau ihr Leben lebt. Da ist der draufgängeri-sche Frechdachs Papageno, ein waschechter Outlaw, der dem verpeilten Tamino ständig unter die Arme greifen muss. Und was machen Outlaws, wenn Sie mal ihre Gefühle beschreiben oder ihrem Ärger Luft machen wollen? Genau, sie rappen! 
Wir tun es den Gesetzlosen gleich und setzen die ungeschriebenen Gesetze des Opernhauses an diesem Abend außer Kraft. Auf der Bühne werden die Wortfetzen beim Rappen fliegen oder Breakdancer zu den Klängen des großen Live-Orchesters eine tolle Tanzperformance abliefern. Und wem gerade danach ist, zu klatschen, Bravo zu rufen, mitzusingen oder mitzutanzen, der darf das jederzeit tun. 
Die Fans der „unverfälschten“ Zauberflöte erhalten mit dieser Produktion garantiert neue Sichtweisen auf das Meisterwerk und entdecken originelle Dimensionen der Handlung, an die man zuvor nie gedacht hätte. Denn wenn in der Zauberflöte Reloaded Straßenkultur auf Mozart trifft, ist nicht nur ein riesen Spaß vorprogrammiert sondern auch eine „Dimension der Tiefe, die anrührender kaum sein könnte“ (Mainpost). 
Die Regie hat der Berliner Opernregisseur und Dirigent Christoph Hagel, der bereits mit Projekten wie „Flying Bach“ oder „Breakin‘ Mozart“ immer wieder musikalische sowie performative Genregrenzen höchst erfolgreich durchbrach. Mit Zauberflöte Reloaded ist ihm ein rasantes, mitreißendes Musiktheater gelungen.

Freitag, 7. Juni, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus

Karten im Vorverkauf ab 25,- €

© Zauberflöte Reloaded PR

Luigi Cherubini - Medea

Es ist eine Geschichte, die wirklich keinen kalt lässt: die sich für die Liebe zu ihrem Partner Jason aufopfernde, mit magischen Kräften begnadete Medea wird zur mordenden Rächerin einer enttäuschten Liebe und stürzt ihr Umfeld ins Verderben. In den unterschiedlichsten Bearbeitungen fesselt diese Story einer monströsen Verwandlung die Menschen schon seit 431 vor Christus.1797 brachte Luigi Cherubini den Stoff ganz im Stile des Klassizismus mit viel Monumentalität auf die große Opernbühne. Die Uraufführung und ihre Wiederholungen zu Ende des 18. Jahrhunderts waren ein Flopp. Eine Übersetzung des Librettos ins Deutsche, vereinzelte Aufführungen im deutschsprachigen Raum, die Anfertigung von Spezialfassungen – all das brachte bis zur Besetzung der großen Maria Callas als Medea in den 50er Jahren nicht den großen Durchbruch für die Oper. Seltsam eigentlich, denn trotz wuchtiger, dramatisch-musikalischer Dichte ist die Ermü-dung des Opernbesuchers durch dieses Werk ausgeschlossen. Zu spannend sind die vielen unvorhergesehenen Wendungen der Handlung, die inneren Konflikte der Figuren, die scheinbar achterbahnfahrenden Seelenzustände der Titelheldin Medea. Eine rastlose, packende Musik, welche die Handlung kompositorisch genial ausdeutet, ergänzt Luigi Cherubinis Medea zu einem intensiv-durchdringenden Opernerlebnis. Für Johannes Brahms galt das Werk übrigens als „das höchste in dramatischer Musik“. 
Für höchsten Kunstgenuss sorgt an diesem Abend das renommierte Tyl-Theater Pilsen. Nach Monteverdis L’Orfeo im Jahr 2018 darf die Musica Bayreuth das Opernensemble aus dem Nachbarland Tschechien bereits zum zweiten Mal freudig in Bayreuth begrüßen.

Dienstag, 11. Juni & Mittwoch 12. Juni, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus

Karten im Vorverkauf ab 37,- €

© Tyl-Theater Pilsen

Mit der Orgel durch die Opernwelt - Orgelkonzert mit Tobias Skuban

Der Farbenreichtum der orchestralen Klangsprache in Opernwerken ist überwältigend. In ihr konzentriert sich dramatische Lebendigkeit und eine ausdrucksstarke Sinfonik. Wohl auf keinem anderen Instrument lässt sich dieser orchestrale Gesamtklang so gut darstellen, wie auf der Königin aller Instrumente, der Orgel. Und mehr noch: In Bezug auf die Dramatik, den Pathos und die Inszenierung steht das Orgelspiel dem Erlebnis von Opernmusik in nichts nach. Grund genug also, diese beiden Welten zusammen zu bringen. 
Das Konzert zeigt, wie unterschiedlich die Berührungspunkte von Orgel und Oper sein können. Eröffnet wird der Abend durch eine Suite aus der Oper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel, wofür W. H. Best im 19. Jahrhundert eine Orgelbearbeitung anfertigte. Beim Hören der dramatischen Anfangsakkorde des „Prélude religieux“ aus Rossinis „Petite Messe solenelle“ fühlt man sich unmittelbar an eine Opern-Ouvertüre erinnert. Dimitry Shostakovich machte sich die Klanggewalt der Orgel zu Nutze und fügte seiner blutrünstigen Oper „Katerina Ismailowa“ eine berühmt gewordene Orgelpassacaglia bei, die das dämonische Feuer des Werks erst richtig zum Brennen bringt. 
Eine Bayreuther Färbung bekommt der Abend mit Richard Wagner und Franz Liszt. Letzterer legte seiner infernalischen Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ ein Thema aus Giacomo Meyerbeers Oper „Le prophète“ zu Grunde. Aus Richard Wagners „Tannhäuser“ hören wir das „Lied an den Abendstern“, welches von dem berühmten italienischen Organisten Marco Enrico Bossi für die Orgel eingerichtet wurde. 
Tobias Skuban wurde 1978 geboren und erhielt bereits früh Klavier- und Orgelunterricht am Richard-Strauss-Konservatorium der Stadt München. Als Stipendiat der Hochbegabten-förderung des Freistaats Bayern nahm er schließlich ein Studium im Konzertfach Orgel an der Münchener Hochschule für Musik und Theater auf. Eine rege Konzerttätigkeit als Organist, Duopartner, Ensemble-Spieler und Korrepetitor führt in durch ganz Deutschland und in den internationalen Raum. 

Sonntag, 23. Juni, 18.00 Uhr | Stadtkirche Bayreuth

Einheitspreis 15,- €

© privat

G. B. Bononcini - Polifemo

Barockoper historisch inszeniert - mit Prolog

Eine Opernrarität vom »Musenhof« der preußischen Königin Sophie Charlotte steht im Zentrum dieses Musiktheaterabends, der mit der geballten Schöpferkraft dreier Meisterkomponisten prunkt. 1702 erlebte Bononcinis »Polifemo« hier seine Uraufführung. Ein einäugiger Riese, eine eifersüchtige Zauberin und die Göttin der Liebe sorgen für wundersame Verwandlungen in der Geschichte nach Ovids »Metamorphosen«. Musik des jungen Händel und eine Serenata Alessandro Scarlattis bilden den Prolog. Inszeniert wird das »Gemeinschaftswerk« von Margit Legler, einer Expertin für historische Theateraufführungspraxis – stilecht barock!   

Ensemble 1700, Dorothee Oberlinger (musikalische Leitung), Margit Legler (Inszenierung)

Mittwoch, 26.06., & Donnerstag, 27.06., 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus

Karten im Vorverkauf ab 39,- €

© Johannes Ritter

C. W. Gluck - Antigono

Konzertante Aufführung des Dramma per musica in drei Akten

In Kooperation mit den internationalen Gluck Festspielen bringt die Musica Bayreuth Glucks Oper Antigono in konzertanter Form als deutsche Erstaufführung auf die Bühne des Markgräflichen Opernhauses. Doch hier erwartet den Besucher nicht nur Erstmaliges, sondern auch eine labyrinthartig verzwickte Geschichte der Liebe in Zeiten des Kriegs. 
Berenice und Demetrio, das junge Liebespaar, dessen Verhältnis durch familiäre Verstrickungen unter keinem guten Stern steht, findet schließlich inmitten kriegerischer Auseinandersetzungen zueinander. Als Glucks Oper 1756 – nur acht Jahre nach Fertigstellung des Markgräflichen Opernhauses – im Teatro Argentina in Rom uraufgeführt wurde, war der Erfolg groß. Der dem Werk zugrundeliegende, meisterhaft gestaltete Erzählkomplex von politischen Machtkämpfen und ekstatischer Liebessehnsucht fasziniert damals wie heute.  
Mit einer hochkarätigen Besetzung hören wir die Oper an diesem Abend in konzertanter Form und italienischer Sprache mit deutschsprachigen Erläuterungen. 

Besetzung unter anderem: Valer Sabadus, Francesca Lombardi Mazzulli, Händelfestspielorchester, Michael Hofstetter (Leitung)

Samstag, 6. Juli, 19.30 Uhr | Markgräfliches Opernhaus

Karten im Vorverkauf ab 43,- €

©  Schneider Photography

 

European Brass Ensemble

Der internationale Name dieses Blechbläser-Ensembles weist nicht nur auf die vielen unterschiedlichen Herkunftsländer seiner Mitglieder hin, er wird auch zum Programm. Denn die Werke alter europäischer Meister hat das European Brass Ensemble genauso im Repertoire wie beschwingte südamerikanische Rhythmen. 
Im niederösterreichischen Kloster Melk versammelt der weltweit renommierte Leiter der Sächsischen Bläserphilharmonie, Thomas Clamor, jedes Jahr junge Blechbläser-Talente aus unterschiedlichen Nationen zu einer intensiven Probenphase um sich. Ein hervorra-gender Beitrag zum internationalen, kulturell-musikalischen Austausch also, der jedes Mal von einer Konzerttournee durch Österreich und weiterer europäischer Länder gekrönt wird. Dabei begeisterst die Formation allerorts mit „Leichtigkeit und Mühelosigkeit, die man von einer Besetzung wie dieser nicht alle Tage zu hören bekommt“ (Klassik Magazin). Zudem hat die vielbeachtete CD „Diversity“, die bei dem Klassiklabel Genuin erschien, das En-semble als Botschafter für die völkerverbindende Kraft des Muszierens bei einem breiten Publikum bekannt gemacht. 
Durch ihre Heimat, dem UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Melk, ist das European Brass Ensemble bestens vertraut mit dem sakralen Konzertrahmen. Deshalb freut es die Musica Bayreuth besonders dieses Konzert in Kooperation mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bayreuth in der Stadtkirche präsentieren zu können. Wenn an diesem Abend ausgewählte Musik von orchestralen Bearbeitungen bis hin zu den rhythmischen Grooves eines Felix Mendoza erklingt, bietet sie den Bläsern die ideale Akustik zur Ent-faltung ihrer Klangschönheit. Einen besonderen Programmschwerpunkt bilden dabei symphonische Bläsersätze der Werke Richard Wagners. 

Freitag, 12.7., 18.00 Uhr | Stadtkirche Bayreuth

Karten im Vorverkauf ab 10,- €

© Oliver Kendl

Gluck-Operngala mit Max Emanuel Cencic und Karina Gauvin

Ein Reigen seliger Gluck-Arien erwartet uns zum Ausklang der Musica Bayreuth 2019. Dieses Konzert veranstalten wir gemeinsam mit den Internationalen Gluck Festspielen Nürnberg, mit denen wir in dieser Saison die erstmalige Kooperation feiern. 
Max Emanuel Cencic, einer der aktuell erfolgreichsten Countertenöre und die Sopranistin Karina Gauvin, international als Barockexpertin gefeiert, zeigen mit diesem Konzert, dass in der Musik Glucks die gesamte emotionale Bandbreite eines menschlichen Lebens hörbar und spürbar ist. 
Dabei wird die bedeutende musikgeschichtliche Dimension des aus der heutigen Metropolregion Nürnberg stammenden Komponisten deutlich, denn es war unter anderem sein progressives Schaffen, das den Weg vom musikalischen Hochbarock zur frühklassischen Epoche ebnete. 
Die Gesangsstars des Abends werden begleitet vom Orchester Armonia Atenea unter der Leitung George Petrous, die als historisch-informierte Spezialisten für Barockmusik gelten. In ihrem mehrfach ausgezeichneten Musizieren fällt „die Mischung aus Präzision und Spiellust auf, aus einem fein ausgestalteten Klangbild und theatraler Spontaneität“ (Neue Zürcher Zeitung). 

Sonntag, 14. Juli, 18.00 Uhr | Markgräfliches Opernhaus
Karten im Vorverkauf ab 39,- €

© Julien Faugäre

Musica 2019 Education

Auch in diesem Jahr präsentiert die Musica wieder exklusive Veranstaltungen für Schulklassen. Diese werden von der Sparkasse Bayreuth unterstützt, die die Hälfte des Eintritts für jeden Schüler übernimmt. Nur für Schulklassen mit ihren Lehrkräften!

Donnerstag, 2. Mai, 10.00 – 11.00 Uhr & 11.30 – 12.30 Uhr, Europasaal, Das Zentrum
junge deutsch-französisch ungarische philharmonie und Robert Eller, Nicolaus Richter (Leitung)

Das erste Education-Konzert der Musica Bayreuth 2019 richtet sich an Schüler ab der fünften Klasse. Hier sind alle genau richtig, die schon immer einmal wissen wollten, wie ein Orchester funktioniert oder warum Orchesterwerke so klingen wie sie klingen. Gemeinsam mit dem Moderator Robert Eller und der deutsch-französisch-ungarischen philharmonie hören wir nach, wie es Engelbert Humperdinck schafft, dass seine Ouvertüre zu Hänsel und Gretel so märchenhaft klingt, welche Funktionen die einzelnen Instrumente in Mozarts Sinfonia Concertante erfüllen, oder an welchen Stellen der 6. Sinfonie Dvořáks man unser Nachbarland Tschechien heraushört. 

Ab Klassenstufe 5

© Andreas Harbach

Freitag, 31. Mai, 10.00 – 11.00 Uhr & 11.30 – 12.30 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus
Posaunissimo – Die Reise auf dem Posaunenzug 
Am Freitag, 31. Mai heißt es Obacht bei der Einfahrt des Posaunenzugs! Die vier Vollblutmusiker von Posaunissimo aus Leipzig sorgen mit drei Posaunen und viel Schlagwerk für eine garantiert erlebnisreiche Schulstunde. Es erklingt Musik aus ganz verschiedenen Epochen der Musikgeschichte. Dabei erklären die Musiker auf witzige Weise und immer praxisnah die Funktionsweise und den Klang ihrer Instrumente. Und nicht nur zuhören, sondern anfassen und selbst spielen ist erlaubt. Als Höhepunkt der 45-minütigen Reise auf dem Posaunenzug musizieren alle zusammen im Saal des Evangelischen Gemeindehauses. Ein gemeinschaftliches Erlebnis, bei dem man die verbindende Kraft der Musik hautnah spüren kann. 

Konzert von 10.00 - 11.00 Uhr für Klassenstufe 1-2

Konzert von 11.30 - 12.30 Uhr für Klassenstufe 3-4

© PR

Vorverkauf

Der Vorverkauf für die Veranstaltung beginnt am Freitag, dem 30.11.2018 um 15.00 Uhr. Tickets sind online unter www.musica-bayreuth.de und bei www.ticketmaster.de sowie an den angeschlossenen VVK-Stellen erhältlich.

Informationen zu den Ermäßigungen, Last-Minute-Tickets und VVK-Stellen finden Sie auf www.musica-bayreuth.de/tickets.

Kartenbestellung

Wir bieten Ihnen als Newsletter-Abonnent die Möglichkeit, Ihre Kartenwünsche direkt an uns zu übermitteln, am besten per E-Mail an ticket@musica-bayreuth.de. Bitte geben Sie unbedingt Absender, Telefonnummer, die gewünschte Veranstaltung und die Preiskategorie Ihrer Wahl an (Preisinformationen und Saalpläne auf unserer Webseite www.musica-bayreuth.de. Nach der Bearbeitung der Bestellung erhalten Sie eine Reservierungsbestätigung und Zahlungsaufforderung; Ihre Karten werden nach Zahlungseingang ohne weitere Kosten an Sie verschickt.

 

 

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Kontakt

Musica Bayreuth - Orgelwoche Bayreuth e.V.
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