Lesung mit Johannes Jansen (Berlin) : Endlich
Endlich, so der Titel der Veranstaltung am Donnerstag, 18. März 2010, 20.00 Uhr beginnt mit einer Lesung des Berliner Autors Johannes Jansen.
1966 in Berlin geboren, gehörte Jansen zu den Protagonisten der literarischen Untergrundszene Ostberlins in den 1980er Jahren. Nach dem Mauerfall gelang es Jansen auch im wiedervereinigten Deutschland als Autor Fuß zu fassen: 1996 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis und wurde 1997 mit der Ehrengabe der Deutschen Schiller-Stiftung ausgezeichnet.
Jansen versteht es, den Leser in seine scheinbar traumwandlerischen Texte, die sich unentwegt an der Realität abarbeiten, hineinzuziehen. Seine Beobachtungen und Reflexionen fasst Jansen in eine fragmentarische Sprache. Er entwirft mit ihr aneinander gekettete Bilder, die sich ineinander auflösen, teils scheinbar kontrastieren und sich schließlich gegenseitig verstärken.
Während der Lesung wird der Animationsfilm Stahlingrad von Rainer Görsz mit Texten von Johannes Jansen gezeigt. Johannes Jansen steht im Anschluss für Fragen der Besucher zur Verfügung.
Zur Ausstellung: Poesie des Untergrunds. Die Literaten- und Künstlerszene Ostberlins 1979 bis 1989