Newsletter November 2017

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Inhalt

Winterausstellungen
Freundeskreis Iwalewahaus e.V.: Meet the Artist
Iwalewa Art Award
BayFinK Vortrag: Shawn Constant (Johannesburg), One City
Depotführung
Iwalewahaus on tour
Bayreuth Academy of Advanced African Studies Vortrag: Henriette Gunkel (Goldsmiths College London), Hauntology and the Future-as-difference
Objekt des Monats
ENGLISH
Winter Exhibitions
Freundeskreis Iwalewahaus e.V.: Meet the Artist
Iwalewa Art Award
BayFinK Lecture: Shawn Constant (Johannesburg), One City
Guided Depot Tour
Bayreuth Academy of Advanced African Studies Lecture: Henriette Gunkel (Goldsmiths College London), Hauntology and the Future-as-difference
Object of the Month

DEUTSCH

Winterausstellungen

Winterausstellungen

Im Winter 2017/18 werden im Iwalewahaus vier Ausstellungen parallel zu sehen sein. Am 10.11.2017 werden zunächst die Ausstellungen Lieblingsstücke- 36 Objekte des Monats und Was Werden Wird. Erwachsen werden in Westafrika und in der Schweiz eröffnet.

Später, am 29.11.2017, dann die Ausstellung Exodus Stations #2 als Teil eines sammlungsbezogenen Forschungsprojektes.

Die inSüdafrika lebende Künstlerin und Gewinnerin des Iwalewa Art Awards, Kitso Lynn Lelliott verwirklicht während ihrer Residenz ebenfalls eine neue Ausstellung , die ab dem 10.11.2017 zu sehen sein wird. 

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches, vielseitiges Programm! Weitere Informationen zu den einzelnen Ausstellungen finden sie im folgenden Text.

 

Lieblingsstücke - 36 Objekte des Monats

11.11.2017 bis  04.03.2018          

Vernissage am 10.11.2017 // 19.00 Uhr

Foyer, Iwalewahaus

© Owusu-Ankomah, Prelude to the Microcron No.14, 2010, acrylic on canvas

Seit der Wiedereröffnung des Iwalewahaus im Mai 2015 haben Gäste, Freund_innen und Mitarbeiter_ innen des Iwalewahaus – im monatlichen Wechsel – ihre persönlichen Herzstücke der Sammlung ausgewählt und sie im Foyer präsentiert. Diese bis heute 36 Lieblinge waren jeweils einzeln, begleitet von detaillierten Objektkarten, auf dem schwarzen Teppich im Foyer zu sehen. In Lieblingsstücke werden sie erstmalig gemeinsam gezeigt. Die Ausstellung bietet einen intimen Blick in die über 2000 Objekte zählende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst und populärer Kultur von Künstler_innen aus Afrika und der Diaspora, Asien und dem pazifischen Raum. Die Grafiken, Gemälde, Skulpturen, Textilien und Fotografien aus der einzigartigen Sammlung werden hier nicht nur „gehängt“, sondern zum ersten Mal auch omnisensorisch präsentiert. Wir laden Sie ein, die Schätze des Iwalewahaus zu sehen, zu hören, zu ertasten und zu riechen. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit der Forscher_innengruppe  African Art  History and the Formation of a Modern Aesthetic und BayFinK (Bayerische Forschungs- und Informationsstelle – Inklusive Hochschulen und Kultureinrichtungen).

In diesem Pilotprojekt werden Standards für die zukünftige inklusive Ausstellungsarbeit des Iwalewahaus entwickelt. Unser Ziel ist es, schrittweise Maßnahmen für ein zukünftig barrierefreies Museum umzusetzen.

Kurationsteam: Bastian Beekes, Sarah Böllinger, Katharina Fink,  Lukas Heger, Lena Naumann, Philipp Schramm, Nadine Siegert

Begleitprogramm

Fr. 10.11.2017 // 19.00 Uhr

19.00 Uhr: Vernissage mit Musik von Steffen Krafft und den Iwalewa All Stars

21.00 Uhr: Führung für blinde und sehende Besucher_innen. Mit Philipp Schramm.


Mi. 06.12.2017 // 16.00 Uhr

Ausstellungsführung für blinde und sehende Besucher_innen. Mit Philipp Schramm.

Fr.15.12.2017 // 17.00 Uhr

Nsukka & Oshogbo.

In dieser Führung nehmen wir uns Zeit für die Werke aus unserer Sammlung, die von Künstler_innen der beiden wichtigsten Schulen der nigerianischen Moderne stammen.

Mit Nadine Siegert und Lena Naumann


Mi.17.01.2018 // 16.00 Uhr

Ausstellungsführung für blinde und sehende Besucher_innen. Mit Philipp Schramm.


Mo. 22.01.2018 // 18.00 Uhr

Montagsmalen: Lieblingsstücke Erinnern Sie sich noch an das Ratespiel? Wir stellen es auf den Kopf, natürlich montags am Abend. Schaffen Sie mit uns neue Werke: Wir malen nach unserer Vorstellung, inspiriert und angeleitet von den Bildbeschreibungen in der Ausstellung. Ein großes, vielsinniges Vergnügen.


Sa. 27.01.2018 // 14.00 - 17.00 Uhr

Workshop: Tingatinga Erhalten Sie einen Einblick in die ostafrikanische Kunstrichtung, benannt nach Edward Tingatinga. Nach der Besichtigung eines Tingatinga-Kunstwerks in der Ausstellung leitet der tansanische Künstler Noel Anasael einen Mal-Workshop. Unkostenbeitrag: 10 Euro.


Do. 15.02.2018 // 16.00 Uhr

Ausstellungsführung für blinde und sehende Besucher_innen. Mit Philipp Schramm.

 


Die Bayreuth Academy of Advanced African Studies präsentiert:

Was Werden Wird. Erwachsen werden

in Westafrika und der Schweiz.

11.11.2017 bis 04.03.2018           

Vernissage am 10.11.2017 // 19.00 Uhr

Foyer, Iwalewahaus

©  Zoumana Sidibé 

„Was wird passieren, wenn ich erwachsen geworden bin?“ Eine Frage, der sich viele junge Menschen auf der ganzen Welt stellen.  Erwachsen-werden ist ein herausfordernder, manchmal angsteinflößender, manchmal wundervoller Prozess und die Frage nach der Gestaltung der eigenen Zukunft ist immer in der Schwebe zwischen dem Durchgeplanten und dem Einfachmal-machen. Das Kommunikationsprojekt Longing for the Future vom Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel versucht herauszufinden, wie junge westafrikanische Universitätsabsolvent_innen diesen Prozess bewältigen. Das Projekt betont nicht die Unterschiede, sondern hebt Gemeinsamkeiten zwischen Jugendlichen auf der ganzen Welt hervor, die ihre Zukunft gestalten. Die Ausstellung basiert auf Werken, die während des Kommunikationsprojektes entstanden sind. Sie zeigt die Fotografien und die dazugehörigen Biografien in einer audio-visuellen, multi-dimensionalen szenischen Installation.

In der Ausstellung arbeiten Bilder und Töne zusammen, um ein allumfassendes Erlebnis zu kreieren, das dem Publikum zeigt, was es heißt, erwachsen zu werden und (s)eine Zukunft zu erschaffen.  

Kuratorisches Konzept: Noemi Steuer (Zentrum für Afrikastudien Basel), Clemens Bechtel, Till Kuhnert

www.bayreuth-academy.uni-bayreuth.de


Exodus Stations #2

30.11.2017 bis 04.03.2018          

Vernissage am 29.11.2017 // 19.00 Uhr

Foyer, Iwalewahaus

© CBCIU, Iwalewahaus. Ulli Beier Nachlass

Die Ausstellung Exodus Stations #2 ist die zweite Edition im Rahmen eines breit angelegten Forschungsprojekts der Kuratorin Marta Jecu (Paris, Lissabon). Exodus Stations lädt zeitgenössische Künstler_innen zur Auseinandersetzung mit Archiven von Museen ein. Während der jeweiligen Residenzen in unterschiedlichen europäischen Museen sind die Künstler_innen aufgefordert, eine kritische und interpretatorische Sicht auf die Geschichte der Objekte und ihrer Bedeutungen zu entwickeln. Im Fokus stehen vor allem die Strategien der Selbstdarstellung der Institution und der Sammler_innen, ihre Gründungsgeschichten sowie die Praktiken der Differenzierung von künstlerischem und ethnologischem Material.

Exodus Stations #2 beschäftigt sich mit dem Nachlass des Gründungsleiters des Iwalewahaus, Ulli Beier. Die Ausstellung geht anhand der Archivmaterialien den Aktivitäten Beiers und seiner Ehefrauen Susanne Wenger und Georgina Beier als Kunstförderer in Nigeria nach. Präsentiert werden die Ergebnisse der Künstlerresidenzen von Tatiana Macedo (Lissabon, Berlin) und Raphaël Denis (Paris, Brüssel) am Iwalewahaus. 

Kuration: Marta Jecu, Felicia Nitsche, Nadine Siegert 

Projektmanagement: Felicia Nitsche (Iwalewahaus


Öffnungszeiten: Mi-So,13.00–17.00 Uhr 

Eintritt 5,-€/ 3,-€ (ermäßigt)

Freier Eintritt zu Ausstellungseröffnungen und jeden 1. Sonntag im Monat 

Führungen finden immer am dritten Sonntag im Monat um 14.00 Uhr statt. Führungen 7,- € p.P. inkl. Eintritt

 

Freundeskreis Iwalewahaus e.V.: Meet the Artist

Meet the Artist

Kitso Lynn Lelliott (Johannesburg)

Mi. 01.11.2017 // 19.00 Uhr

Foyer, Iwalewahaus

Sprache: Englisch

© Kitso Lynn Lelliott

In unserer beliebten Reihe lädt der Freundeskreis Iwalewahaus e.V. zur Begegnung mit der Trägerin des diesjährigen Iwalewa Art Awards ein: Kitso Lynn Lelliott

Iwalewa Art Award

Offizielle Übergabe des Iwalewa Art Award

Fr. 10.11.2017 // 19.00 Uhr

Foyer, Iwalewahaus

Die Universität Bayreuth vergibt im Jahr 2017 zum zweiten Mal den Iwalewa Art Award. Nachdem der Preis im Jahr 2015 an den angolanischen Künstler Délio Jasse ging, wurde 2017 die in Johannesburg ansässige Künstlerin Kitso Lynn Lelliott als Preisträgerin ausgewählt.
Als Künstlerin der Ausstellung FAVT: Future Africa Visions in Time arbeitet Kitso Lynn Lelliott seit 2015 eng mit dem Iwalewahaus zusammen und hat in diesem Rahmen gemeinsam mit Katharina Fink das Projekt Alzire of Bayreuth geschaffen. Dieses künstlerische Interesse an Spuren von Lebenswegen führte Kitso Lynn Lelliott bis zum Hof der Wilhelmine von Bayreuth.
Im Rahmen des Iwalewa Art Awards entsteht eine weitere Arbeit, die ab November im Iwalewahaus zu sehen sein wird. 

Projektkoordination: Emilie Köhler (Iwalewahaus)

BayFinK Vortrag: Shawn Constant (Johannesburg), One City

Vortrag:One city. Creating inclusive

environments by means of community

driven design and architecture

Shawn Constant (Local Studio, Johannesburg)

Mi. 15.11.2017 // 19.00 Uhr

Sprache: Englisch, deutsche Übersetzung möglich
 

 

Depotführung

Depotführung

Fr. 17.11.2017 // 16.00 Uhr
Fr. 19.01.2018 // 16.00 Uhr

Sprache: Deutsch

© J. Sultan Ali, Daitya Kali. Ohne Jahr, Öl auf Leinwand


Das Iwalewahaus öffnet seine Depoträume für eine Führung und lädt ein zu einem Blick hinter die Kulissen. Da nur eine begrenzte Besucherzahl in den Depots möglich ist (max. 15 Personen), wird um eine verbindliche Anmeldung unter iwalewa@uni-bayreuth.de gebeten.

Führung: Sigrid Horsch-Albert (Sammlungskustodin, Iwalewahaus)

 

Iwalewahaus on tour

FAVT: Future Africa Visions in Time

Die Ausstellung FAVT: Future Africa Visions in Time erforscht vielfältige Forschungsgebiete und Diskussionen der Bayreuth Academy of Advanced African Studies. Durch intensive Gespräche zwischen Künstler_innen und Forscher_innen wurden Kunstwerke und konzeptionelle Positionen entwickelt, die sich kritisch mit den Konzepten von "Futures" beschäftigen, über sie nachdenken, sie interpretieren, vorstellen, intervenieren, stören, vorstellen oder antizipieren.
FAVT: Future Africa Visions in Time bietet eine diskursive Plattform für die Forschungsleistung der Bayreuth Academy und beinhaltet Fotografie, Installationen, Soundscapes, Projektionen, Text und Performance. FAVT war 2015 im Iwalewahaus zu sehen und reist nun weiter auf dem afrikanischen Kontinent bis 2019. Die nächsten Haltestellen sind Harare (Simbabwe) und Windhoek (Namibia). 

 


Stolen Moments.

Namibian Music History Untold.

Im Winter 2017 wird die Ausstellung Stolen Moments. Namibian Music History Untold. im Kunstraum Bethanien/Kreuzberg in Berlin zu sehen sein. Die Geschichte der namibischen Populärmusik in der Zeit der 1950er bis zum Ende der 1980er Jahre steht im Zentrum der Kooperation des Iwalewahaus, Universität Bayreuth und der Stolen Moments Research Group aus Windhoek, Nambia. Das im Rahmen des TURN Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellungsprojekt beleuchtet erstmals die Musikkultur der Townships, die in Zeiten der Apartheid unterdrückt und ins Abseits gedrängt wurde. Die Ausstellung baut auf einer Materialsammlung auf, die in sechsjähriger Recherchearbeit gemeinsam mit einer Vielzahl an Musiker_innen und Zeitzeug_innen das verloren geglaubte musikalische Erbe des Landes wieder ans Tageslicht beförderte. Dabei stellt die künstlerische Auseinandersetzung mit dieser bisher unerzählten Musikgeschichte nicht nur das kreative Schaffen der einzelnen Künstler_innen in den Mittelpunkt, sondern reflektiert auch Fragen kultureller Identität, Herkunft und Landesgeschichte. So widmet sich die Ausstellung unter anderem der Ahnengalerie der namibischen Unterhaltungsmusik, die wegweisende Musiker_innen des Landes samt ihrer Musik erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Konfrontation und Auseinandersetzung mit dem musikalischen Erbe und die damit verbundene Landesgeschichte ist gerade in Namibia von großem Wert für die Anregung eines Generationendialogs, der bislang vom Schweigen über die Jahre der Apartheid geprägt war.

 

Bayreuth Academy of Advanced African Studies Vortrag: Henriette Gunkel (Goldsmiths College London), Hauntology and the Future-as-difference

Vortrag: Hauntology and the
 
Future-as-difference
 
Henriette Gunkel (Goldsmiths College, London)

Do. 30.11.2017 // 19.00 Uhr
Foyer, Iwalewahaus
Sprache: Englisch
 
Diese Präsentation nimmt Mark Fishers Konzeptionierung Ideen zur Theorie der Hauntologie im Kontext des kapitalistischen Realismus als Ausgangspunkt, um künstlerische Praktiken zu durchdenken, die uns auf das Konzept der Zukunft als Differenz verweisen. Oder wie Franco Bifo Berard es formuliert, die Möglichkeit der Zukunftsfähigkeit.

Objekt des Monats

Objekt des Monats

#36

Lame Beggar von Hezbon Owiti


1966. Öl auf Leinwand.


„The career of Hezbon Owiti (...) is full of promise.“, schrieb Ulli Beier 1968. Owiti wurde 1946 in Central Nyanza/Kenia geboren. Er arbeitete an der University of Ibadan, erhielt 1965 ein Stipendium der Fairfeld Foundation, New York/USA und war 1968 Residenzkünstler an der Sussex University/England. Owiti ist Autodidakt, der sich mit Wasserfarbe, Bleistift und Ton das künstlerische Schaffen beibrachte. Wie viele andere konnte auch der junge Owiti nicht von seiner Kunst leben. Als er in Nairobi als Hausmeister im Chemichemi Cultural Center arbeitete, wurde er von Es’kia Mphalele entdeckt.

Mphalele war ein im nigerianischen Exil lebender südafrikanischer Schriftsteller,
der 1961 gemeinsam mit Ulli Beier, Chinua Achebe, Wole Soyinka und anderen den ersten Mbari Club in Ibadan gründetet. Mphalele verschaffte Owiti ein Fairfield Stipendium, welches es diesem ermöglichte nach Nigeria zu reisen. Während seiner Zeit in Oshogbo fertigte er Drucke und Ölgemälde an, darunter den auf 1966 datierten
Lame Beggar. Die Atmosphäre der Workshops und die anderen Künstler_innen inspirierten Owiti, so dass er Ölgemälde in kräftigen Farben ähnlich denen der anderen Teilnehmer_innen schuf. Seine erste Ausstellung lief 1965 in der legendären Mbari Mbayo Gallery in Lagos (Nigeria).


Der Lame Beggar ist ein hochformatiges Ölgemälde, das von den Farben Orange, Rot und Blau dominiert wird. Der gelbliche, die Leinwand umgebende Holzrahmen wirkt, als würde er den Bettler langsam von Kopf bis Fuß zusammendrücken. Der auf Achselkrücken gestützte Mann, bekleidet mit kurzen Hosen und zerrissenem Shirt, hat seinen Kopf auf die rechte Schulter gelegt und schaut den Betrachter mit leicht hängenden Augenlidern an. Sein linkes Bein ist unter dem Knie amputiert, sein rechtes Bein sowie sein rechter Arm deuten offene, entzündete, tellergroße Wunden an. Obwohl seine restliche Erscheinung jämmerlich wirkt, verzieht der Mann keine Miene, sein Mund ist in neutraler Mimik geschlossen, was seinem Ausdruck ein Gefühl von Sachlichkeit verleiht.


Sarah Böllinger
2017


Literatur:


Agthe, Johanna: Wegzeichen – Kunst aus Ostafrika 1974 – 89. Frankfurt am Main: Museum für Völkerkunde.


Beier, Ulli: Contemporary Art in Africa. London: Mall Press, 1968.


Kennedy, Jean: Between the Natural and Supernatural, in: New currents, ancient rivers: contemporary African artists in a generation of change. Washington: Smithsonian Institution Press, 1992. S. 143 – 154.
Okeke-Agulu, Chika: Art and Decolonization in twentieth-century Nigeria. Durham: Duke Press.

 

ENGLISH


 

Winter Exhibitions

Winter Exhibitions

This winter four different exhibitions will be presented at the Iwalewahaus. The opening of the first exhibitions takes place on the 10th of November 2017 with Lieblingsstücke - 36 Objects of the Month and Was sein wird. Erwachsen werden in Westafrika und in der Schweiz (What will be. Growing up in West Africa and in Switzerland). 

On the 29th of November 2017, the exhibition Exodus Stations # 2 opens. It is part of a research project that also involves the Iwalewhaus collection.

The South Africa-based artist, and winner of the Iwalewa Art Award, Kitso Lynn Lelliott, will also produce a new project during her residence, that also opens on the 10th of November 2017. 

Look forward to our diverse program! Further information on the individual exhibitions can be found in the following text.

 


Lieblingsstücke – 36 Objects of the Month

11.11.2017 – 04.03.2018

Exhibition Opening: 10.11.2017 // 19h

Foyer, Iwalewahaus

© Prelude to the Microcron No.14 by Owusu-Ankomah

Since the reopening of the Iwalewahaus in May 2015, one object of the collection has been exhibited every month. In the exhibition Lieblingsstücke they will be exhibited together for the first time. The 36 objects offer an intimate look into the collection of modern and contemporary art and popular culture of artists from Africa, Asia, the Pacific and the Diaspora. For the first time, the graphics, paintings, sculptures, textiles and photographs from the unique collection are presented omnisensorically for the first time. We invite you to see, hear, feel and smell the treasures of the Iwalewahaus. The exhibition is a collaboration of the research project „African Art History and the Formation of a Modern Aesthetic“ and BayFink (Bavarian Research and Information Center – Inclusive Universities and Cultural Institutions).

Team: Bastian Beekes, Sarah Böllinger, Katharina Fink,Lukas Heger, Lena Naumann, Philipp Schramm, Nadine Siegert


The Bayreuth Academy of Advanced African Studies presents:

Was Werden Wird.

Erwachsen werden in Westafrika und in der Schweiz.

11.11.2017 – 04.03.2018

Exhibition Opening: 10.11.2017 // 19h

Foyer, Iwalewahaus

© Zoumana Sidibé 

"What will happen when I grow up?" A question that many young people around the world have to face. Growing up is a challenging, sometimes scary, sometimes miraculous process and the question of shaping one's own future is always in the balance between the planned and the “Just do it”. The communication project Longing for the Future by the Center for African Studies of the University of Basel tries to find out how young West African university graduates cope with the process of growing up. The project does not emphasize the differences, but emphasizes similarities between young people around the world who shape their future. The exhibition is based on works created during the communication project. It shows the photographs and the accompanying biographies in an audio-visual, multi-dimensional scenic installation.
In the exhibition, pictures and sounds work together to create an all-embracing experience that shows the audience what it means to grow up and to create a future. The exhibition thus takes up the research topic of an ethnological subproject of the Bayreuth Academy of Advanced African Studies.

Concept and realization: Noemi Steuer (Center of African Studies, Basel), Clemens Bechtel, Till Kuhnert


Exodus Stations #2

30.11.2017 – 04.03.2018

Exhibition opening:  29.11.2017 // 19h

Foyer, Iwalewahaus

 © Ulli Beier Nachlass. CBCIU, Iwalewahaus

On November 29th the exhibition, Exodus Stations #2 opens at Iwalewahaus, University of Bayreuth. This exhibition is part of a larger research and curatorial project by curator Marta Jecu (Lisbon, Paris). Iwalewahaus is one of several European museums that are involved in the project.

The project aims at a critical engagement with the archives of the respective museums. Residencies of contemporary artists form an important part of the project. The artists are invited to elaborate a critical and interpretative view on the history of the objects and the meanings with which they have been invested according to fluctuating ideologies. Strategies of self-representation of the institution, of the collectors and founding histories, as well as practices of differentiation between artistic and ethnologic material, are under focus in particular.

Exodus Stations #2 at Iwalewahaus invited the artists Tatiana Macedo (Lisbon, Berlin) and Raphaël Denis (Paris, Brussels). During their residencies, both artists worked with the estate of Ulli Beier, the founder of Iwalewahaus. The exhibition proposes an incursion into archival material concerning the art promoting activities of Ulli Beier together with his first and second wife Susanne Wenger and Georgina Beier in Nigeria. The works presented have emerged from the artists’ involvement with the diverse photo, film and sound material from the estate of the Beiers.

Curatorial team: Marta Jecu, Felicia Nitsche, Nadine Siegert

Project management: Felicia Nitsche (Iwalewahaus)


Opening hours:

Wed - Sun, 13h-17h

Entry 5 €/ 3 € (reduced)

Free entry at the exhibition opening and every first sunday in a month

Guided tours through the exhibition every third sunday a month at 14h

 7 € p.P. (Entry fee included)

Freundeskreis Iwalewahaus e.V.: Meet the Artist

Meet the Artist

Kitso Lynn Lelliott (Johannesburg)

Wed. 01.11.2017 // 19h

Foyer, Iwalewahaus

Language: English

© Kitso Lynn Lelliott

In our popular series the Freundeskreis Iwalewahaus e.V. invites to meet the winner of this year's Iwalewa Art Award: Kitso Lynn Lelliott.

Iwalewa Art Award

Official ceremony for the Iwalewa Art Award

Fri. 10.11.2017 // 19h

Foyer, Iwalewahaus

On 10th November 2017, the University of Bayreuth will award the Iwalewa Art Award for the second time. The award is given to young, aspiring artists for outstanding artistic achievements. This year, the Johannesburg-based artist Kitso Lynn Lelliott with her project Alzire of Bayreuth was selected for the prize. The award ceremony will take place in the foyer of the Iwalewahaus with the opening of the exhibitions Lieblingsstücke - 36 Objekte des Monats and Was Werden Wird. The video installation Alzire of Bayreuth was created in 2015 as a part of the exhibition FAVT: Future Africa Visions in Time. In her work Kitso Lynn Lelliott deals with the memory of the transatlantic slave trade. The research on this subject led her to the court of Wilhelmine in Bayreuth, where the Surinam-born slave girl Alzire worked in the 18th century. As an award for her artistic engagement with the history of the city of Bayreuth, Kitso Lynn Lelliott is now invited to Bayreuth to recieve the Iwalewa Art Award.
The award ceremony is framed with an artist‘s residence at the Iwalewahaus and an exhibition sponsored by the International Office and the University of Bayreuth. The new exhibition will be in the Iwalewahaus from November.
 
Project coordination: Emilie Köhler (Iwalewahaus)

 

BayFinK Lecture: Shawn Constant (Johannesburg), One City

Lecture: One city. Creating inclusive

environments by means of community

driven design and architecture

Shawn Constant (Local Studio,  Johannesburg)

Wed. 15.11.2017 // 19h

Language: English, translation into German possible

Guided Depot Tour

Guided Depot Tour 

Fri. 17.11.2017 // 16 h
Fri. 19.01.2018 // 16h

Iwalewahaus
Language: German

© J. Sultan Ali, Daitya Kali. Undated, oil on canvas.

The Iwalewahaus opens its depot rooms for a guided tour and invites you to take a look behind the scenes. Since only a limited number of visitors are possible in the depots (max. 15 persons), a binding registration is requested at iwalewa@uni-bayreuth.de.
Guided tour: Sigrid Horsch-Albert (Collection Curator, Iwalewahaus)

Bayreuth Academy of Advanced African Studies Lecture: Henriette Gunkel (Goldsmiths College London), Hauntology and the Future-as-difference

Lecture: Hauntology and the
 
Future-as-difference
 
Henriette Gunkel (Goldsmiths College, London)

Thu. 30.11.2017 // 19h
Foyer, Iwalewahaus
Language: English
 
This presentation takes as a starting point Mark Fisher’s conceptualization of hauntology in the context of capitalist realism to think through some artistic practices that point us to the concept of future-as-difference, or as Franco Bifo Berard puts it, the possibility of futurability.

 

Object of the Month

Object of the Month

#36

Lame Beggar by Hezbon Owiti


1966. Oil on canvas.


"The career of Hezbon Owiti (...) is full of promise.", wrote Ulli Beier in 1968. Owiti was born in Central Nyanza / Kenya in 1946. He worked at the University of Ibadan, received a scholarship from the Fairfield Foundation, New York / USA in 1965 and was a resident of Sussex University / England in 1968. Owiti is an autodidact,
who taught  himself artistic work with watercolour, pencil and clay. Like many others, the young Owiti could not live from his art. When he worked in Nairobi as a caretaker at the Chemichemi Cultural Center, he was discovered by
Es'kia Mphalele. 

Mphalele was a South African writer living in Nigerian exile, who founded, together with Ulli Beier, Chinua Achebe, Wole Soyinka and others, the first Mbari Club in Ibadan. Mphalele obtained a  Fairfield scholarship for Owiti that enabled him to travel to Nigeria. During his time in Oshogbo he produced prints and oil paintings, including the 1966 dated Lame Beggar. The atmosphere of the workshops and the other artists inspired Owiti, so he made oil paintings in vivid colors similar to those of others participants. His first exhibition ran in 1965 in the legendary Mbari Mbayo Gallery in Lagos, Nigeria. 

The Lame Beggar is a high-format oil painting of the colors orange, red and blue. The yellowish frame surrounding the canvas seems as if he is slowly squeezing the beggar from head to toe. The man, who is supported on armpits, clothed with shorts and a torn shirt, has his head placed on the right shoulder and looks at the viewer with slightly hanging eyelids. His left leg is amputated under his knee. His right leg, as well as his right arm, indicate open, inflamed wounds. Although his remaining appearance is miserable, the man does not distort. His mouth is closed in neutral facial expression, which gives his expression a sense of practicality.


Sarah Böllinger
2017


Literature
Agthe, Johanna: Wegzeichen – Kunst aus Ostafrika 1974 – 89. Frankfurt am Main: Museum für Völkerkunde.


Beier, Ulli: Contemporary Art in Africa. London: Mall Press, 1968.


Kennedy, Jean: Between the Natural and Supernatural, in: New currents, ancient rivers: contemporary African artists in ageneration of change. Washington: Smithsonian Institution Press, 1992. S. 143 – 154.
Okeke-Agulu, Chika: Art and Decolonization in twentieth-century Nigeria. Durham: Duke Press.

Iwalewahaus
Universität Bayreuth
Wölfelstrasse 2
95444 Bayreuth
Tel.: +49 921 554500
Email: iwalewa@uni-bayreuth.de

http://www.iwalewa.uni-bayreuth.de