Württembergische Landesbühne Esslingen (WLB)


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Theaterfreunde,

einhundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs zeigen wir Jérôme Savarys Revue „Weihnachten an der Front“. Premiere ist am 11. Dezember; Regie führt Klaus Hemmerle. In dem Stück mischen sich Tanzeinlagen und Lieder mit Szenen von der Heimatfront und ergeben in der Bearbeitung für die Esslinger Bühne eine überraschende, gleichsam paradoxe wie freche Mischung aus lokaler Geschichte und Weltgeschichte, aus Satire, Detail, Panorama und Musik. Der Autor und Sprachexperte Rolf-Bernhard Essig – ein Enkel des „Glückskuh“-Autors Hermann Essig – ist am 12. Dezember an der WLB zu Gast. „Von pfeifenden Schweinen und Fisimatenten“ lautet der Titel des Abends, an dem er auf äußerst unterhaltsame Art und Weise erzählen und erklären wird, was hinter so manchen Redensarten und Sprichwörtern steckt. Direkt im Anschluss heißt es „Empört euch mit Stephanie Biesolt“. Die WLB-Schauspielerin fasst zusammen, was so alles schief lief in Politik und Gesellschaft: die Aufreger der letzten Zeit, musikalisch begleitet von Oliver Krämer. Am 14. Dezember findet die Lese-Reihe „Schlump“ mit dem ehemaligen Intendanten Achim Thorwald ihre Fortsetzung. Thorwalds Vortragskunst macht Lust auf mehr und bietet Hans Herbert Grimms erst kürzlich wiederentdecktem Anti-Kriegs-Roman ein wunderbares Forum. Wer den ersten Teil verpasst hat, sollte sich die nachfolgenden Lesungen auf keinen Fall entgehen lassen. Den Kult-Abend „Theatersport“ gibt es im Dezember gleich im Doppelpack: Zwei Schauspieler-Mannschaften treffen am 28. und 29. Dezember aufeinander und messen sich in der Kunst des Improvisierens. Abschied nehmen heißt es am 30. Dezember von Heiner Kondschaks Dylan-Abend. Und wie könnte man das besser als mit einem Abschiedskonzert, das noch einmal die größten Hits von Bob Dylan auf die Bühne bringt. Wer sich mit einem Theaterbesuch auf den Jahreswechsel einstimmen möchte, hat die Wahl zwischen Robert Paul Westons fantasievoll skurriler Geschichte „Zorgamazoo“ - für Zuschauer ab 9 Jahren - oder Büchners „Woyzeck“ mit der Musik von Tom Waits. Darüber hinaus haben wir für Groß und Klein rund um Weihnachten und Silvester wieder ein vielfältiges Festtagsprogramm zusammen gestellt, das hoffentlich keine Wünsche offen lässt. Außerdem gastiert gleich zu Beginn des neuen Jahres Petra Afonin am 2. Januar mit einem Chanson- und Theaterabend zum Thema Demenz. Ein Programm rund um das Abschiednehmen von Gewohntem, um Gestaltung der Gegenwart, um das Jasagen zum Jetzt.

Was Sie darüber hinaus im Dezember bei uns erwartet, erfahren Sie im aktuellen Newsletter.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre
Württembergische Landesbühne Esslingen


WLB Interaktiv
Verfolgen Sie unsere Aktivitäten auch auf Facebook oder lassen Sie sich einstimmen auf unsere Produktionen mit den Videotrailern auf unserem Youtube-Kanal. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Kartentelefon (0711) 3512 3044
www.wlb-esslingen.de

 

Inhalt

[1] PREMIERE im Dezember
[2] MATINEE
[3] VON PFEIFENDEN SCHWEINEN UND FISIMATENTEN
[4] EMPÖRT EUCH MIT STEPHANIE BIESOLT
[5] SCHLUMP - 2. Teil der Lesung mit Achim Thorwald
[6] THEATER AM SONNTAG-NACHMITTAG
[7] ABSCHIEDSKONZERT: Dylan - The Times They Are A-Changin'
[8] FESTTAGS- und SILVESTER-PROGRAMM
[9] GASTSPIEL von und mit Petra Afonin
[10] VORSCHAU Januar

[1] PREMIERE im Dezember

Jérôme Savary / Helmut Ruge (Text)
Christian Hillion / Joachim Kuntzsch (Musik)
WEIHNACHTEN AN DER FRONT
Premiere: Donnerstag, 11. Dezember, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen in Esslingen: 16.12., 17.12., 9.1., 16.1., 17.1.
Inszenierung: Klaus Hemmerle
Ausstattung: Frank Chamier
Musikalische Leitung: Oliver Krämer
Choreografie: Pavel Mikulastik

Den Krieg auf der Bühne zu zeigen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Aber was ist, wenn man einen kleinen Frieden im großen Krieg zeigt? Im ersten Kriegsjahr schweigen im unerbittlichen Grabenkampf an Heilig Abend plötzlich die Waffen. Die Soldaten steigen aus den Schützengräben und das Unglaubliche wird wahr: Die „Feinde“ feiern gemeinsam Weihnachten. Jérôme Savary hat diese Geschichte bereits vor 33 Jahren in Form einer musikalisch-szenischen Revue auf die Bühne gebracht. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges findet „Weihnachten an der Front“ den Weg auf die Bühne der WLB.

[2] MATINEE

Sonntag, 7. Dezember, 11 Uhr, Podium 1
Vor der Premiere von WEIHNACHTEN AN DER FRONT stellen Ihnen der Regisseur Klaus Hemmerel und der Dramaturg Marcus Grube gemeinsam mit dem künstlerischen Team und beteiligten SchauspielerInnen Hintergründe zum Stück und das Konzept der Inszenierung vor.
Der Eintritt ist frei.

[3] VON PFEIFENDEN SCHWEINEN UND FISIMATENTEN

Freitag, 12. Dezember, 20 Uhr, Podium 1
Sehr seltsam, was wir den lieben langen Tag so sagen! Warum ist die Leberwurst beleidigt, wieso hat man Schwein, weshalb werden Hunde in Pfannen verrückt, wo holt Barthel denn nun den Most, und warum sind wir vernagelt, wenn wir Bahnhof verstehen. Auf äußerst unterhaltsame Art und Weise erzählt und erklärt Rolf-Bernhard Essig, der „Indiana Jones der Sprachschätze“, was hinter so manchen Redensarten und Sprichwörtern steckt. Und wer Lust hat darf den Sprichwortexperten bei seinem Besuch in der WLB auch nach Herzenslust löchern.
Kartenpreis: 8 Euro (keine Ermäßigung)

[4] EMPÖRT EUCH MIT STEPHANIE BIESOLT

Freitag, 12. Dezember, 22 Uhr, Podium 1
Die Aufreger der letzten Zeit?! Die WLB-Schauspielerin Stephanie Biesolt fasst zusammen, was so alles schief lief in Politik und Gesellschaft. Vom Alkoholverbot für Paviane bis zu Joggern, die Staatsmänner nur fast über den Haufen laufen, empört sie sich – mit musikalischer Begleitung von Oliver Krämer.

[5] SCHLUMP - 2. Teil der Lesung mit Achim Thorwald

Sonntag, 14. November, 11 Uhr, Podium 1
Karenpreis: 8 Euro (keine Ermäßigung)
Den Abschluss findet die kleine Lese-Reihe am 11. Januar.

Es wird ernst für Emil Schulz – genannt Schlump. Nach schönen Tagen in der französischen Etappe, wo der Krieg vor allem Donnergrollen zu hören war, muss er doch noch an die Front. Was für eine Schande! Denn kommen nicht nur die Dummen zur Infanterie …? Doch auch im zweiten Teil des Buches schafft es Hans Herbert Grimm, dem Grauen des Krieges Humor entgegenzusetzen. Die Lesung mit dem ehemaligen WLB-Intendanten Achim Thorwald ist auch für all jene geeignet, die den ersten Teil verpasst haben. Denn "Hans Herbert Grimms Text lebt von einer einfachen Sprache", wie der Rezensent der Eßlinger Zeitung schreibt, "die keine Metaphern benötigt, um Bilder zu erzeugen. Dennoch haben seine Zeilen eine eigene Melodie, und es bedarf wohl eines Vortragskünstlers wie Achim Thorwald, um sie zum Klingen zu bringen."

[6] THEATER AM SONNTAG-NACHMITTAG

DER UNTERTAN am 14. Dezember, 16 Uhr, Schauspielhaus
Diederich Heßling unterwirft sich lustvoll der Ordnung und verwechselt Obrigkeitshörigkeit mit eigener Macht. Heinrich Mann persifliert in seinem Roman den Prototyp des deutschen Bürgers in der wilhelminischen Gesellschaft. Aber auch hundert Jahre später erfordert eigenes Denken Mut.

Weitere Vorstellungen:
WEIHNACHTEN AN DER FRONT am 1. Februar
DIE GLÜCKSKUH am 1. März

[7] ABSCHIEDSKONZERT: Dylan - The Times They Are A-Changin'

Dienstag, 30. Dezember, 20 Uhr, Schauspielhaus
Nach fast 50 ausverkauften Vorstellungen heißt es nun Abschied nehmen von Heiner Kondschaks Erfolgsabend rund um Bob Dylan. Und wie könnte man das besser als mit einem großen Abschiedskonzert, das noch einmal die größten Hits von Bob Dylan auf die Bühne des Schauspielhauses bringt. Erleben Sie die hochkarätige Band und lassen Sie sich mitreißen von den Melodien, die Generationen begeistern.

[8] FESTTAGS- und SILVESTER-PROGRAMM

Rund um Weihnachten und Silvester haben wir wieder ein vielfältiges Theaterprogramm zusammengestellt:
„Alte Liebe“ (20.12., 27.12.), „Theatersport“ mit dem Harlekin Theater Tübingen (28.12., 29.12.), zum letzten Mal als konzertante Version „Dylan – The Times They Are A-Changin’“ (30.12.) sowie „Ich bin das noch“, ein Theater- und Chansonabend von und mit Petra Afonin (2.1.). Theater für die ganze Familie steht ebenfalls auf dem Programm: Puppenspiel in Verbindung mit Schauspiel lässt nicht nur „Die drei Räuber“ (21.12., 26.12., 6.1.) sondern auch „Die Glücksfee“ (3.1.) auf vergnügliche Weise lebendig werden. Außerdem kann man eine abenteuerliche Reise zur „Schatzinsel“ (20.12.) unternehmen, der einfühlsam erzählten „Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ (28.12.) folgen, „Don Quixotes“ (29.12.) „ver-rückte“ Welt kennen lernen oder staunen sowohl über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen „Herrn Bohm und dem Hering“ (30.12.) als auch über die Bemühungen der „Kleinen Hexe“ (4.1.), eine gute Hexe zu sein. Zur Einstimmung auf den Jahreswechsel zeigen wir am 31. Dezember um 16 Uhr für Familien mit Kindern ab 9 Jahren die fantasievoll skurrile Geschichte „Zorgamazoo“ und um 18 und 21 Uhr Büchners „Woyzeck“ als Schauspiel mit der Musik von Tom Waits.

[9] GASTSPIEL von und mit Petra Afonin

ICH BIN DAS NOCH
Ein Theater- / Chansonabend zum Thema Demenz
Freitag, 2. Januar, 20 Uhr, Podium 1
Inszenierung: Sybille Broll-Pape / Mit: Petra Afonin und Susanne Hinkelbein (Musik)

„Ich werde ja wohl am besten wissen, was ich vergesse“ sagt die 75-jährige Gundel, eine der Figuren, in deren Rollen Petra Afonin virtuos schlüpft. „Ich bin das noch“ gingen ausgiebige Recherchen voraus – in Senioreneinrichtungen, Beratungsstellen und in Privathaushalten hat Petra Afonin mit professionell Pflegenden und vor allem auch mit vielen pflegenden Angehörigen gesprochen. Herausgekommen ist ein Theaterabend, der sich weniger mit den Defiziten als mit dem, was bleibt, auseinandersetzt. Das Publikum hört dabei Gundels innere Melodie – ein Kunstgriff, den die Komponistin Susanne Hinkelbein benutzt, um uns Einblick in Gundels Gefühlswelt zu geben. Sie hat zu den Texten eine sensible, ausdrucksstarke Musik komponiert, Chansons und Texte wechseln sich ab. Ein Programm rund um das Abschiednehmen von Gewohntem, um Gestaltung der Gegenwart, um das Jasagen zum Jetzt.

[10] VORSCHAU Januar

Live-Hörspiel - Folge (1)
DER FRAUENARZT VON BISCHOFSBRÜCK
von Alfred Marquardt / Herbert Borlinghaus
15. Januar, Podium 2
Regie: Christine Gnann

Gastspiel des Esslinger Vereins "Kultur am Rande"
DIE MINDERLEISTER von Peter Turrini
16. und 17. Januar, Theater am Zollberg

Franz Xaver Ott
HOIMETABERAU
Eine schwäbische Tüftlersonate
Esslinger Premiere: 22. Januar (Übernahme vom Theater tri-bühne, Stuttgart)
Inszenierung: Christine Gnann

Gastspiel der Badischen Landesbühne Bruchsal (BLB)
HOMO FABER von Max Frisch
28. Januar, Schauspielhaus

Gastspiel des Zimmertheaters Tübingen
MORGEN SPRICHT VON MIR DIE GANZE WELT (UA)
100 Jahre Distanz: Der Amoklauf von Mühlhausen 1913
von Axel Krauße/ Peter Sindlinger
30. Januar, Podium 1


Hinweise der Sponsoren dieses Newsletters:


Dieser Newsletter wird versandt über den kulturkurier
Mehr lesen