DAS BE im Februar 2012
BERLINER ENSEMBLE:
175. Todestag Büchners – Buchpremiere – Musik – Gespräche
ZUM 175. TODESTAG GEORG BÜCHNERS AM 19. FEBRUAR
JÜRGEN HOLTZ liest LENZ
von Georg Büchner
„Es war finster geworden, Himmel und Erde verschmolzen in eins. Es war, als ginge ihm was nach und als müsse ihn was Entsetzliches erreichen, etwas, das Menschen nicht ertragen können, als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm. Endlich hörte er Stimmen; er sah Lichter, es wurde ihm leichter. Man sagte ihm, er hätte noch eine halbe Stunde nach Waldbach..." Die wichtigste Quelle für Büchners Erzählung ist der Bericht des Pfarrers Johann Friedrich Oberlin über dessen Begegnung mit dem Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz. Nach langer Wanderung erscheint im Winter 1778 Lenz bei Oberlin in einem abgelegenen Vogesental mit allen Anzeichen einer psychotischen Erkrankung. Als Lenz’ Zustand sich dramatisch verschlechtert, lässt Oberlin den Dichter schließlich nach Straßburg bringen. Büchner entwirft eine faszinierende Innensicht auf die wahnhaften Bewusstseinszustände des „unglücklichen Poeten.“
Sonntag,19. Februar, 11.00 Uhr auf der Probebühne ● Tickets hier
DANTON’S TOD
von Georg Büchner
Büchners Abrechnung mit der Revolution…
Nach drei vom Publikum umjubelten Voraufführungen und einer von den Zeitungen weitgehend „verrissenen“ Premiere - von
„Danke für diese irretolle Aufführung! Eine grandiose Inszenierung, herzergreifend und professionell zugleich.“ (ein Zuschauer), über
„…, eine kollektive Werkstatt, kein Verharren in Psychologismen, ein schneller Seiltanz auf lauter Gewissens- und Gesinnungsnerven, die uns zur Mahnung blank liegen.“ (Neues Deutschland) bis
„…ein Trauerspiel der besonders muffigen und uninspirierten Sorte“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) war alles dabei - sehen Sie selbst... !
Sonntag,19. Februar, 19.30 Uhr ● Tickets hier
Weitere Aufführungen: Mo, 16. Januar; Sa, 21. Januar; Do, 2. Februar; Mi, 8. Februar; Sa, 25. Februar; Fr, 2. März
BUCHPREMIERE!
JUTTA HOFFMANN, SCHAUSPIELERIN
Mit: Jutta Hoffmann und Hermann Beil
Im Dezember präsentierte Eva Mattes auf einer proppenvollen Probebühne einem begeisterten Publikum ihre Autobiographie. Am 26. Februar stellt nun Hermann Beil die neue Biographie von Jutta Hoffmann vor.
Ob selbstbewusst-kämpferisch in „Karla“, schwärmerisch in „Lotte in Weimar“ oder naiv und trotzdem unabhängig in „Der Dritte“: Jutta Hoffmann begeistert mit ihrer enormen Vielseitigkeit und Ausdruckskraft das Filmpublikum seit über 50 Jahren. Auch am Theater brilliert sie in klassischen wie in modernen Rollen, als „Minna von Barnhelm“ oder Rosa Luxemburg in „Verratenes Volk“.
Nationale und internationale Preise belegen ihre Klasse ebenso wie die Wahl zur besten Schauspielerin der DDR in einer Kritiker-Umfrage.
Die Biographie „JUTTA HOFFMANN, SCHAUSPIELERIN“ erscheint Mitte Februar in DAS NEUE BERLIN.
Sonntag, 26. Februar, 11.00 Uhr im Foyer ● Tickets hier
CiceroFoyergespräch
NORBERT RÖTTGEN im Gespräch
mit Michael Naumann und Frank A. Meyer
In dieser Spielzeit präsentieren wir Ihnen bereits unser 4. Foyergespräch. Gäste wie Klaus Wowereit, Margot Käβmann oder Richard David Precht saßen schon im Kreuzverhör mit Cicero-Chefredakteur Michael Naumann und Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer.
Dieses Mal wird sich NORBERT RÖTTGEN, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, den kritischen Fragen seiner Gesprächspartner stellen:
Das heikle Thema der Energiefrage, dessen Dringlichkeit nach Fukishima noch einmal besonders deutlich wurde, wird Kernpunkt des Gesprächs sein. Energiewende oder Energieende?
Sonntag,4. März, 11.00 Uhr im Foyer ● Tickets hier
DIE MATHEMATIK DER
ANNA DEPENBUSCH
IN SCHWARZ-WEISS
Anna Depenbusch solo am Klavier
Mit dem Album „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ etablierte sich die 34-jährige fast aus dem Stand als Pop-Chansonsängerin von Format, voller Esprit, Leichtigkeit und Tiefsinn. Texte und Musik hatte sie selbst geschrieben. „Die Mathematik“ war alles andere als arithmetisches Graubrot für die grauen Zellen.

Am Berliner Ensemble präsentiert sich Anna Depenbusch mit „Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß“ ganz pur - diesmal allein ihrer Stimme und ihrem Klavier vertrauend.
Mittwoch,14. März, 20.00 Uhr ● Tickets hier
HINTER DEN KULISSEN (FÜR INSIDER):
FAUST. FRAGMENT 1911 von Georg Heym bringt Manfred Karge am 16. Januar zur Uraufführung und am 27. Januar 2012 hat MISS SARA SAMPSON von Gotthold Ephraim Lessing in der Inszenierung von Günter Krämer Premiere.
Aber wissen Sie eigentlich, warum sich Schauspieler und Ensemblemitglieder vor der Premiere bespucken?
Dem Ausspruch
toi, toi, toi, den man sich gerne – nicht nur im Theater – als eine Art Daumendrücker zuruft, liegt ein Abwehrzauber gegen den Neid böser Geister zugrunde. Um sie durch einen Glückwunsch nicht herbeizurufen, war es bereits im 19. Jahrhundert üblich, die Formel „unberufen“ hinzuzufügen und durch dreimaliges Ausspucken, Klopfen auf Holz oder ähnliche Handlungen die Schutzwirkung zu bekräftigen. Es kommt als möglicher Ursprung des Ausrufs auch eine dreimalige, verkürzte Nennung des Teufels in Betracht. Das Schwäbische Wörterbuch führt eine Redensart auf: „No kommt mer in’s Teu-Teu-Teufelskuchen bey ihm“.
Am 16. Januar und am 27. Januar darf sich das BE-Ensemble also wieder über die Schulter spucken, und zwar über die Linke. Allerdings sollte man sich nicht dafür bedanken - weil dies, dem Theateraberglauben nach, Unglück bringen könnte.
DAS BONBON ZUM GUTEN SCHLUSS!
AUFGRUND DER GROSSEN NACHFRAGE SEHEN SIE NOCH EINMAL DIE ORIGINALE: CLAUS PEYMANN UND HERMANN BEIL IN
CLAUS PEYMANN KAUFT
SICH EINE HOSE UND GEHT
MIT MIR ESSEN
Thomas Bernhard widmete 1986/87 diese Dramolette realen Figuren und schuf gleichzeitig durch die komödiantische wie groteske Zuspitzung geradezu typische Prachtexemplare des allgemeinen und besonderen Theaterwahnsinns. Claus Peymann und Hermann Beil sind eine authentische Besetzung, wie sie nicht authentischer sein könnte.
„Prachtexemplar des Theaterwahnsinns“ B.Z.
Mit: Carmen Maja Antoni; Hermann Beil, Claus Peymann
Donnerstag, 9. Februar, 20.00 Uhr ● Tickets hier
PS.:
Rund um unsere Vorstellungen laden wir Sie immer wieder ein – im Februar/Anfang März zu: 10 Einführungen und 4 Publikumsgesprächen ein.
HELENE, MAX & CO. und FRÜHLINGS ERWACHEN spielen wir zum 50. Mal! und wieder einmal sind wir auf Gastspiel unterwegs mit WIR NEGATÍVEN in Espelkamp und mit CLAUS PEYMANN KAUFT SICH EINE HOSE… in Backnang und Brüssel.
Den Spielplan JANUAR können Sie
hier einsehen.
Zum FEBRUAR kommen Sie
hier.
Die ersten März-Termine sehen Sie
hier.
Sie können sich den FEBRUAR- Spielplan auch als
pdf-Datei herunterladen.
Unsere Theaterkasse in Berlin erreichen Sie unter:
Telefon: 030/28408 -155
Fax: 030/28408 -115
Montag bis Freitag: 8 - 18 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 11 - 18 Uhr
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