Inhalt

Trio Parnassus mit besonderen, erlesenen Kompositionen

Trio Parnassus mit besonderen, erlesenen Kompositionen

 

Liebe  Freunde der Kammerkonzerte Klinikumskirche,

am Sonntag den 17.März um 17.30 Uhr spielt das Klaviertrio

 

Trio Parnassus

 

Violine Julia Galic´

Violoncello Michael Groß

Klavier Johann Blanchard

selten gespielte Werke von KomponistInnen

(z.T. in Jubiläumsjahren):

 

 

Bernhard Molique

Trio Nr.1 op.27

(150. Todestag)

(1802 – 1869) 

 

Cecile Chaminade

Trio Nr.2 op.34 

 (1857 – 1944) 

 

Clara Schumann

Trio op.17

(200.Geburtstag)

 (1819 – 1896)

 

Das Trio Parnassus ist nach dem Berg Parnass benannt, der in der griechischen Mythologie dem Gott Apollon geweiht und die Heimat der Musen ist. Schon ein paar Monate nach ihrer Gründung gewannen die drei jungen Künstler in anderer damaliger Besetzung den Ersten Preis beim Kammermusikwettbewerb in Colmar. Konzertverpflichtungen, Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen bei dem Label Musikproduktion Dabringhaus & Grimm folgten. Das Trio eroberte sich bald einen festen Platz im internationalen Konzertbetrieb. Dabei war es den drei Musikern immer wieder ein Anliegen, neben dem gängigen Repertoire auch weniger bekannte oder zu Unrecht vergessene Werke der Trioliteratur in ihre Konzertprogramme aufzunehmen. 1989 kam Chia Chou als neuer Pianist zum Trio; 2005 übernahm Yu Yamei das Pult der Violine.

Das Trio Parnassus meidet im Unterschied zu anderen Ensembles das in den 70er Jahren in Mode gekommene Historisieren, hat aber unter Verwendung moderner Instrumente eine eigene, ganz unverwechselbare Klangidentität entwickelt.

Die Gesamteinspielung der Mozartschen Klaviertrios wurde von der BBC als definitive Interpretation auf modernem Instrumentarium gerühmt. Nicht minder gelungen sind die Aufnahmen sämtlicher Trios von BeethovenBrahms und Schumann sowie eines guten Dutzends weiterer Komponisten, wozu unter anderem als Ersteinspielungen die Werke von Édouard LaloJoseph RheinbergerPhilipp Scharwenka und Woldemar Bargiel gehören. Eine besondere Entdeckung war die Kammermusik von Prinz Louis Ferdinand von Preußen, zu der das Trio Parnassus drei CDs veröffentlicht hat.

2001 erhielt das Trio Parnassus für seine vollständige Einspielung der Klaviertrios von Robert Schumann den Echo Klassik der Deutschen Phono-Akademie, die das Ensemble 2008 erneut auszeichnete – dieses Mal für die Interpretation des Klaviertrios D-dur op. 1 und der Suite op. 23 von Erich Wolfgang Korngold.

Das Trio konzertiert in ganz Europa sowie in Amerika, wo es im Oktober 1996 u. a. als Gast der Great Performers Series im New Yorker Lincoln Center aufgetreten ist. Das Trio ist häufig Gast bei deutschen Rundfunkanstalten, weil es immer wieder neue und unbekannte Stücke in seine Programme integriert und dadurch schon viele Meisterwerke wiederbelebt hat. 1999 wurde das Trio Parnassus von dem britischen Magazin Classic CD zu einem der beiden führenden Klaviertrios der Gegenwart gewählt.

Zu Beginn des Jahres 2013 wurde der Pianist Chia Chou durch seinen finnischen Kollegen Henri Sigfridsson abgelöst. Seit 2016 spielt das Trio Parnassus in der Besetzung mit Johann Blanchard, Julia Galić und Michael Groß. Auch die neue Formation hat bereits eine erste CD aufgenommen.

 

Der Pianist Johann Blanchard wurde 1988 in Romans-sur-Isère geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Im Alter von sechs Jahren erhielt er von Sigrid Lehmstedt seinen ersten Klavierunterricht, den er 1998 am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar fortführte. In dieser Zeit spielte er seine ersten Konzerte im Solo- und Kammermusikbereich sowie mit Orchester und erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen. 2006 führte ihn der Weg nach Rostock, wo er an der Hochschule für Musik und Theater in der Klasse von Matthias Kirschnereit und Karl Heinz Will sein Studium mit Auszeichnung abschloss. Parallel studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von Stefan Arnold. Weitere Anregungen erhielt er u. a. von Abdel Rahman El Bacha, Michel Béroff, Bernd Goetzke, Pavel GililovElisabeth Leonskaja, Bernard Ringeissen und Claudius Tanski. Während seiner Studienzeit war er u. a. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen in Internationalen Wettbewerben (u. a. Piano Campus in Pontoise/Paris, Palma D’Oro in Italien, Ferrol in Spanien und Unisa in Südafrika). Johann Blanchard konzertierte bereits in ganz Europa (u. a. Konzerthaus BerlinWiener Musikverein, Paris, Prag), den USA (New York, Los Angeles), Südamerika (Asuncion, Buenos Aires), Südafrika (Johannesburg, Pretoria) und China. Als Solist trat er u. a. mit der Norddeutschen Philharmonie, der Polnischen Kammerphilharmonie und der Neuen Philharmonie Westfalen auf. Mehrmals war er im Rundfunk auf NDR KulturRadio France und ORF live zu hören. 2015 erhielt er den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Die Geigerin Julia Galić, geboren in Tübingen, begann ihr Violinstudium bei Dierick, Baynov und Agostini. Das künstlerische Aufbaustudium und die Solistenklasse schloss sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Ingolf Turban mit Auszeichnung ab. Sie besuchte Meisterkurse u. a. bei Valery Gradow, Yfrah Neaman und Igor Ozim. Als Kammermusikerin sammelte sie Erfahrung beim Melos-, Vermeer- und La Salle Quartett. Sie war Finalistin beim Deutschen Musikwettbewerb 1999. Als Solistin konzertierte sie u. a. mit dem Moskauer Kammerorchester Kremlin, den Zagreber Solisten, dem Litauischen und dem Polnischen Kammerorchester, dem Thailand Philharmonic Orchestra, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Tübinger Kammerorchester. Ihr Repertoire umfasst neben den traditionellen Solo- u. Kammermusikwerken auch selten gespielte Werke, die beim Südwestrundfunk sowie beim Bayerischen Rundfunk als Einspielungen vorliegen. Zum Wintersemester 2011/2012 wurde sie als Professorin an die Hochschule für Musik und Theater München berufen.

Michael Groß war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des deutschen Musikrates. Seinem Studium bei Ludwig Hoelscher und Antonio Janigro an der Staatlichen Musikhochschule Stuttgart sowie bei Pierre Fournier in Genf folgten Preise beim internationalen Kammermusikwettbewerb Maria Canals von Barcelona, beim Wettbewerb der deutschen Musikhochschulen und der erste Platz beim Florentiner Premio Vittorio Gui 1980. Michael Groß ist seit 1979 Solocellist der Stuttgarter Staatsoper und gehörte 1983 zu den Gründungsmitgliedern des Trio Parnassus, mit dem er in ganz Europa, in Kanada und in Nordamerika aufgetreten ist. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter der Parnassus Akademie, die bislang Werke von Erwin SchulhoffVincent d’Indy und Frank Bridge sowie eine CD mit Werken von Max Reger eingespielt hat.

 

Bernard Molique

wurde 1802 als Sohn des elsässischen Fagottisten und Violinisten Christian Molique geboren, der ihn zunächst auch unterrichtete. Bereits als Sechsjähriger trat er öffentlich auf. Während eines Gastspiels in Nürnberg erteilte ihm Louis SpohrGeigenunterricht. Später studierte er Violine bei Pietro Rovelli (1793–1838) in München und erhielt anschließend eine Anstellung am Theater an der Wien. 1820 wurde er Nachfolger Rovellis in der Hofkapelle München. Im gleichen Orchester spielte auch der Flötist Theobald Böhm, mit dem er Freundschaft schloss.

1825 heiratete Molique; in der Ehe wurden vier Töchter geboren. 1826 wurde er nach Stuttgart an das dortige Hoftheater berufen. Dort wirkte er fast 23 Jahre als Königlicher Musikdirektor und Konzertmeister. Mehrere Konzertreisen führten Molique unter anderem nach Russland und England, und von 1849 bis 1866 wirkte er in London als Interpret, Komponist und Lehrer. 1861 erhielt er eine Professur für Komposition an der Royal Academy of Music. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er wieder in Cannstatt bei Stuttgart, heute Stuttgart-Bad Cannstatt. Seine sterblichen Überreste liegen dort auf dem Friedhof Uff-Kirchhof begraben.

Molique war als Komponist offenbar weitgehend Autodidakt. In seiner Musik zeigen sich Einflüsse von BeethovenMozartMendelssohn und besonders von Spohr. Die Entwicklungen von Berlioz, der sich lobend über sein Violinspiel äußerte, und der Neudeutschen Schule griff er nicht auf.

Molique komponierte unter anderem eine Sinfonie, sechs Violinkonzerte (die Nr. 5 wurde von Joseph Joachim gerühmt), ein seinerzeit sehr geschätztes Cellokonzert, ein noch heute viel gespieltes Oboenkonzert und ein Flötenkonzert. Außerdem schuf er Kammermusik und Vokalwerke, darunter zwei Messen und zahlreiche Lieder.

Cécile Louise Stéphanie Chaminade

 (* 8. August 1857 in Paris; † 13. April 1944 in Monte Carlo) war eine französische Komponistin und Pianistin.

wurde am Fuß des Montmartre geboren und entstammte einer Familie von Offizieren und Seeleuten. Unter ihren Vorfahren findet sich der französische Priester Guillaume-Joseph Chaminade, der 1817 die Kongregation der Marianistengründete. Cécile Chaminade wurde zunächst von ihrer Mutter unterrichtet (einer Pianistin), dann von Félix Le Couppey (Klavier), Augustin Savart, Martin Pierre Joseph Marsick und Benjamin Godard, allerdings nur inoffiziell, denn ihr Vater – Leiter einer Versicherungsgesellschaft – missbilligte ihre musikalische Ausbildung.

Ihre ersten Kompositionsversuche datieren bereits aus der frühen Kindheit, und im Alter von 8 Jahren spielte sie Georges Bizet, der von ihrem Talent sehr beeindruckt war, eigene Werke vor. Im Alter von 18 Jahren gab sie ihr erstes Konzert, am 3. Mai 1877 debütierte sie in der Salle Pleyel als Pianistin in einem Klaviertrio von Charles-Marie Widor. Ab dieser Zeit erlangte ihr kompositorisches Werk zunehmende Beliebtheit. Sie schrieb hauptsächlich Charakterstücke für Klavier und Salonlieder, die zumeist auch veröffentlicht wurden. 1882 wurde ihre einaktige komische Oper La Sévillane op. 10 uraufgeführt.

In den früheren Jahren unternahm Chaminade mehrere Konzertreisen durch Frankreich, die Schweiz, Belgien und Holland. 1892 hatte sie ihr Debüt in England, das sie anschließend mehrfach bereiste. Ihr Schaffen wurde dort sehr populär. Queen Victoria lud sie ein, einige Zeit in Windsor Castle zu verbringen.

Chaminade heiratete 1901 einen zwanzig Jahre älteren Musikverleger aus Marseille, Louis-Mathieu Carbonel; wegen seines vorgerückten Alters ging das Gerücht um, es sei eine reine Zweckehe. Er starb 1907, und Chaminade heiratete nicht wieder.

Weitere Konzertreisen führten sie nach Griechenland, in die Türkei, nach Kanada und 1908 in die USA, wo ihr zahlreiche Bewunderer einen warmherzigen Empfang bereiteten. Ihre Kompositionen waren bei den amerikanischen Zuhörern äußerst erfolgreich, und Stücke wie der Scarf dance oder das Ballet No. 1 wurden fester Bestandteil des Repertoires von Liebhabern der Klaviermusik. Sie komponierte ein Konzertstück op. 40 für Klavier und Orchester, eine Ballettmusik zu Callirhoé und weitere Orchesterwerke, darunter auch die groß angelegte Symphonie lyrique Les Amazones für Chor und Orchester. Ihre Lieder, etwa The Silver Ring und Ritournellewurden ebenfalls populär. Der französische Komponist und Schriftsteller Ambroise Thomas sagte über Chaminade: „Dies ist keine komponierende Frau, sondern ein Komponist, der eine Frau ist.“

1913 wurde sie als erste Komponistin Mitglied der Ehrenlegion im Rang eines Chevaliers.[1] 1914 reiste sie erneut nach England, wo sie wiederum Triumphe feiern konnte. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges, im Alter von 57 Jahren, übernahm sie die Leitung eines Krankenhauses. Vor und nach dem Ersten Weltkrieg nahm Chaminade zahlreiche Klavierrollen auf. Mit zunehmendem Alter ging krankheitsbedingt – ihr musste ein Fuß amputiert werden – die Schaffenskraft zurück. 1936 ließ sie sich in Monte Carlo nieder, wo sie 1944 starb.

Chaminade geriet mit ihren Klavierstücken und Liedern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend in Vergessenheit, lediglich ihr Concertino für Flöte und Orchester op. 107, das 1902 Wettbewerbsstück am Pariser Konservatorium war, wird bis heute regelmäßig gespielt. Auch ihre Messe für Sopran, Alt und Orgel ist noch gelegentlich zu hören. In den letzten beiden Jahrzehnten ist aber deutlich geworden, welchen Wert ihre Kompositionen haben, und eine regelrechte Chaminade-Renaissance setzte ein.

Clara Schumann 1878/1879,
Pastell von Franz von Lenbach

Clara Josephine Schumann (* 13. September 1819 in Leipzig; † 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main

das ist zu lang zum Abdrucken.....;) siehe wikipedia...

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 



 

Hinweise der Sponsoren dieses Newsletters:


NEU: Tongo Zirkus - Musik-App für Kinder


Die neue Musik-App für Kinder.

„Tongo Zirkus“ - für Smartphone und Tablet




Mehr lesen