Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Rundfunkchores Berlin!

Inhalt

Rätsel und Märchen: Mahler und Strawinsky mit Vladimir Jurowski und den Berliner Philharmonikern
Grauen und Freude: Beethoven und Schönberg zum Abschluss der Ära Cambreling in Baden-Baden
Krieg und Frieden: Semyon Bychkov dirigiert Brittens War Requiem in Saint-Denis

Rätsel und Märchen: Mahler und Strawinsky mit Vladimir Jurowski und den Berliner Philharmonikern

Anfang Juni kommt Vladimir Jurowski mit einem ebenso anspruchsvollen wie faszinierenden Programm selten zu hörender Werke zu den Berliner Philharmonikern. In allen kommt dem Chor eine wichtige Rolle zu.

Im Mittelpunkt steht eine Komposition des 20-jährigen Gustav Mahlers, die erste, die er selbst als vollwertig akzeptierte: Das klagende Lied. Die Chorkantate nach Motiven aus Bechsteins Märchen wird in der dreisätzigen Urfassung zu hören sein. Kombiniert wird sie mit zwei hoch experimentellen Spätwerken Strawinskys: der Ausarbeitung der Orgelvariationen Johann Sebastian Bachs über „Vom Himmel hoch, da komm ich her" für Chor und Orchester, in denen Strawinsky 1955/56 die Rätselkanons des Thomaskantors zu lösen versuchte, und den Requiem Canticles, die er 1965/66 zum Gedenken an die amerikanische Mäzenin Helen Buchanan Seeger schrieb.

Der Rundfunkchor Berlin arbeitet zum ersten Mal mit dem musikalischen Leiter des Glyndebourne Festivals und des London Philharmonic Orchestra zusammen.

Philharmonie Berlin
Fr, 10. Juni 2011, 20 Uhr
Sa, 11. Juni 2011, 20 Uhr
So, 12. Juni 2011, 20 Uhr

19 Uhr Konzerteinführung

Igor Strawinsky Choral-Variationen über "Vom Himmel hoch" und Requiem canticles
Gustav Mahler Das klagende Lied

Christine Schäfer Sopran | Iris Vermillion Alt
Michael König Tenor | Markus Brück Bariton

Rundfunkchor Berlin | Simon Halsey Einstudierung
Berliner Philharmoniker

Vladimir Jurowski Dirigent

Tickets: + Nur noch wenige Restkarten erhältlich +
Tel. (030) 25 48 89 99
www.berliner-philharmoniker.de


Grauen und Freude: Beethoven und Schönberg zum Abschluss der Ära Cambreling in Baden-Baden

Seit 1999 leitet Sylvain Cambreling das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Zum Abschluss seiner Ära in diesem Sommer hat er Beethovens 9. Sinfonie gemeinsam mit Arnold Schönbergs Überlebenden aus Warschau auf das Programm gesetzt. Diese Koppelung ist auch als Hommage an seinen Amtsvorgänger Michael Gielen zu verstehen. Gielen gehörte zu den Ersten, die beide Werke dialektisch zu einander in Beziehung stellten. „Das wirklich Entsetzliche zu hören", so Gielens Begründung, „macht den Weg frei zum Verstehen, wie die Brüderlichkeit, mehr als die Freiheit oder die Gleichheit, hatte sein müssen, damit es nicht zu diesem Horror kommt." Der Rundfunkchor Berlin tritt im Festspielhaus Baden-Baden gemeinsam mit dem SWR Vokalensemble Stuttgart auf.

Festspielhaus Baden-Baden
So, 19. Juni 2011, 18 Uhr
17 Uhr Konzerteinführung

Arnold Schönberg Ein Überlebender aus Warschau op. 46

Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie d-Moll op. 125

Hillevi Martinpelto Sopran | Mihoko Fujimura Mezzosopran 
Robert Dean Smith Tenor | Franz-Josef Selig Bass

David Wilson-Johnson Sprecher 

Rundfunkchor Berlin und SWR Vokalensemble 
Stuttgart SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Sylvain Cambreling Dirigent 

Tickets: 45,- 77,- 99,- 123,- 150,-
Tel.(07221) 3013 101
www.festspielhaus.de


Krieg und Frieden: Semyon Bychkov dirigiert Brittens War Requiem in Saint-Denis

Nach der eindrucksvollen Aufführung des War Requiems von Benjamin Britten im Rahmen des Mitsingkonzertes singt der Rundfunkchor Berlin das Werk nun mit dem Orchestre National de France unter Semyon Bychkov in Saint-Denis bei Paris. Zur Vorbereitung seiner Interpretation hat sich der russische Dirigent in Aldeburgh in Brittens Originalmanuskript vertieft. Die Besetzung der Soli entspricht dem, was Britten ursprünglich vorgesehen hatte: eine russische Sopranistin, ein englischer Tenor, ein deutscher Bassbariton. Britten wollte 1962 die Solopartien mit Galina Wischnewskaja, Peter Pears und Dietrich Fischer-Dieskau besetzen, um symbolisch Vertreter der im Zweiten Weltkrieg schwer getroffenen und dann durch den Kalten Krieg getrennten Nationen zusammenzubringen. Doch Galina Wischnewskaja erhielt keine Ausreiseerlaubnis, bei der Uraufführung in Coventry sprang die Britin Heather Harper ein. Erst ein Jahr später konnte Britten das Werk in der Wunschbesetzung einspielen.

Basilique cathédrale de Saint-Denis
Do, 16. Juni 2011, 20.30 Uhr

Benjamin Britten War Requiem op. 66

Marina Poplawskaja Sopran | Toby Spence Tenor | Matthias Goerne Bass

Rundfunkchor Berlin | Simon Halsey Einstudierung
Orchestre National de France

Semyon Bychkov Dirigent

Tickets: 34,- 60,-
Tel. +33 (1) 48 13 06 07, reservations@festival-saint-denis.com
www.festival-saint-denis.com



Wir wünschen Ihnen eindrucksvolle Konzerte!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Boris Kehrmann

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