Anfang Juni kommt Vladimir Jurowski mit einem ebenso anspruchsvollen wie faszinierenden Programm selten zu hörender Werke zu den Berliner Philharmonikern. In allen kommt dem Chor eine wichtige Rolle zu. Im Mittelpunkt steht eine Komposition des 20-jährigen Gustav Mahlers, die erste, die er selbst als vollwertig akzeptierte: Das klagende Lied. Die Chorkantate nach Motiven aus Bechsteins Märchen wird in der dreisätzigen Urfassung zu hören sein. Kombiniert wird sie mit zwei hoch experimentellen Spätwerken Strawinskys: der Ausarbeitung der Orgelvariationen Johann Sebastian Bachs über „Vom Himmel hoch, da komm ich her" für Chor und Orchester, in denen Strawinsky 1955/56 die Rätselkanons des Thomaskantors zu lösen versuchte, und den Requiem Canticles, die er 1965/66 zum Gedenken an die amerikanische Mäzenin Helen Buchanan Seeger schrieb.
Der Rundfunkchor Berlin arbeitet zum ersten Mal mit dem musikalischen Leiter des Glyndebourne Festivals und des London Philharmonic Orchestra zusammen.
Igor Strawinsky Choral-Variationen über "Vom Himmel hoch" und Requiem canticles
Gustav Mahler Das klagende Lied
Christine Schäfer Sopran | Iris Vermillion Alt
Michael König Tenor | Markus Brück Bariton
Rundfunkchor Berlin | Simon Halsey Einstudierung
Berliner Philharmoniker
Vladimir Jurowski Dirigent
Tickets: + Nur noch wenige Restkarten erhältlich +
Tel. (030) 25 48 89 99
www.berliner-philharmoniker.de
Seit 1999 leitet Sylvain Cambreling das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Zum Abschluss seiner Ära in diesem Sommer hat er Beethovens 9. Sinfonie gemeinsam mit Arnold Schönbergs Überlebenden aus Warschau auf das Programm gesetzt. Diese Koppelung ist auch als Hommage an seinen Amtsvorgänger Michael Gielen zu verstehen. Gielen gehörte zu den Ersten, die beide Werke dialektisch zu einander in Beziehung stellten. „Das wirklich Entsetzliche zu hören", so Gielens Begründung, „macht den Weg frei zum Verstehen, wie die Brüderlichkeit, mehr als die Freiheit oder die Gleichheit, hatte sein müssen, damit es nicht zu diesem Horror kommt." Der Rundfunkchor Berlin tritt im Festspielhaus Baden-Baden gemeinsam mit dem SWR Vokalensemble Stuttgart auf.Arnold Schönberg Ein Überlebender aus Warschau op. 46
Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie d-Moll op. 125
Hillevi Martinpelto Sopran | Mihoko Fujimura Mezzosopran
Robert Dean Smith Tenor | Franz-Josef Selig Bass
David Wilson-Johnson Sprecher
Rundfunkchor Berlin und SWR Vokalensemble
Stuttgart SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Sylvain Cambreling Dirigent
Tickets: 45,- 77,- 99,- 123,- 150,-
Tel.(07221) 3013 101
www.festspielhaus.de
Nach der eindrucksvollen Aufführung des War Requiems von Benjamin Britten im Rahmen des Mitsingkonzertes singt der Rundfunkchor Berlin das Werk nun mit dem Orchestre National de France unter Semyon Bychkov in Saint-Denis bei Paris. Zur Vorbereitung seiner Interpretation hat sich der russische Dirigent in Aldeburgh in Brittens Originalmanuskript vertieft. Die Besetzung der Soli entspricht dem, was Britten ursprünglich vorgesehen hatte: eine russische Sopranistin, ein englischer Tenor, ein deutscher Bassbariton. Britten wollte 1962 die Solopartien mit Galina Wischnewskaja, Peter Pears und Dietrich Fischer-Dieskau besetzen, um symbolisch Vertreter der im Zweiten Weltkrieg schwer getroffenen und dann durch den Kalten Krieg getrennten Nationen zusammenzubringen. Doch Galina Wischnewskaja erhielt keine Ausreiseerlaubnis, bei der Uraufführung in Coventry sprang die Britin Heather Harper ein. Erst ein Jahr später konnte Britten das Werk in der Wunschbesetzung einspielen.Benjamin Britten War Requiem op. 66
Marina Poplawskaja Sopran | Toby Spence Tenor | Matthias Goerne Bass
Rundfunkchor Berlin | Simon Halsey Einstudierung
Orchestre National de France
Semyon Bychkov Dirigent
Tickets: 34,- 60,-
Tel. +33 (1) 48 13 06 07, reservations@festival-saint-denis.com
www.festival-saint-denis.com