Liebe Freunde und Interessenten des Stadttheaters Ingolstadt,

das Stadttheater Ingolstadt steht kurz vor der 17. Premiere der Spielzeit 2011/2012 und wir freuen uns, eine in Ingolstadt bis jetzt selten gespielte Autorin auf die Große Bühne bringen zu können: Elfriede Jelineks »Winterreise« wird am kommenden Samstag zum ersten Mal zu sehen sein. Und im Anschluss laden wir Sie herzlich zu unserer Premierenfeier ein!
Aber auch unsere »Zugaben!« erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Mit der »mini Hausmusik« und der »Kleinen Hausmusik« setzen wir am Sonntag zwei Konzertreihen fort: einmal für die kleinen Besucher ab 4 Jahren mit »Canto dei Sass«, einmal für die etwas älteren Musikliebhaber, die mit »Dota Kehr und ein Stadtpirat« eine berliner Songwriterin entdecken können, die mit klugen, poetischen Texten und einer großen stilistischen Vielfalt begeistert.
Und ab Donnerstag wird die junge Tanzcompagnie »Gauthier Dance/Dance Company Theaterhaus Stuttgart« mit einer ausgezeichneten Choreografie zu Gast sein: »POPPEA//POPPEA« nach der Oper von Claudio Monteverdi in der Choreografie von Christian Spuck, der in der kommenden Spielzeit das renommierte Züricher Ballett übernehmen wird. Seien Sie neugierig und schauen Sie vorbei!

Ihr Stadttheater Ingolstadt

So erreichen Sie die Theaterkasse:
Tel.: (0841) 305 47 200
Fax: (08 41) 305 47 209
theaterkasse@ingolstadt.de
www.theater.ingolstadt.de

Inhalt

Premiere »Winterreise« am 4. Februar
mini Hausmusik No 2: »Canto dei Sass« am 5. Februar
Kleine Hausmusik No 4: »Dota Kehr & ein Stadtpirat« am 5. Februar
Es wird getanzt: Gastspiel Poppea//Poppea vom 9.-12. Februar im Stadttheater
Es wird laut: Soundcheck No 1 – Konzert der Musikwerkstatt mit »Ludwig Two«, »Wir und die Anderen« und »Fünfklang«
Presseschau: »Eisenstein«
Es wird voll: Wiedereinmal ausverkaufte Vorstellungen am Wochenende
Comic-Zeichner gesucht

Premiere »Winterreise« am 4. Februar

Schonungslos analysiert die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek in ihrem Stück »Winterreise« die Abgründe ihres eigenen Lebens. Aber nicht nur biografisches wird aufgearbeitet: Die Grundlage ihres Stückes ist die »Winterreise«, der berühmte Liederzyklus von Franz Schubert. In 24 Liedern wird die Geschichte eines Deserteurs erzählt, der im Frühling in ein Dorf kommt, sich verliebt. Es folgt ein Sommer voller Glück, im Herbst verlässt ihn die junge Frau. Der Mann begibt sich auf eine einsame und gefährliche Reise durch Eis und Schnee, in die Einsamkeit, die Heimatlosigkeit.
Elfriede Jelinek, die seit ihrem sechsten Lebensjahr Klavier spielte, sagte einmal, dass kein Werk der Kunst ihr mehr bedeutet habe, als diese »Winterreise«. In diese Geschichte baut Jelinek aktuelles Geschehen ein, politische Ereignisse, Versuche im Internet einen Partner zu finden, bis hin zu sehr persönlichen Geschichten über ihre Eltern. Die Mutter lässt den Vater in ein Pflegeheim einweisen, wo er dement vor sich hin dämmert.
Die Winterreise der Elfriede Jelinek ist eine Reise in den Stillstand, in das Verdämmern. »Seltsam im Nebel zu wandern«, heißt es in einem Hesse-Gedicht, und das gilt auch für die Wanderer in Simons stummen Bilderbogen. An die 20 gesichtslose Figuren schälen sich zu Beginn des Abends aus Nebel und Dunkelheit und stellen Motive aus Jelineks Schubert-Überschreibung nach: Einsamkeit und Heimatlosigkeit, Verirrung, Verwirrung und Vergessen, Scheitern im Schneegestöber.

Michael Simon, der Regisseur der Inszenierung wirkt weltweit als Regisseur und Bühnenbildner im Bereich Schauspiel, Oper und Ballett. Äußerst vielseitig machte er dabei ebenso mit eigenen Klassiker-Bearbeitungen wie Uraufführungen zeitgenössischer Werke Furore, wobei die Stücke Shakespeares und Elfriede Jelineks einen besonderen Raum einnehmen.

Premiere am 4. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus (anschließend Premierenfeier in der Werkstatt/Junges Theater)
Weitere Vorstellungen: 05.02., 19.00 (18:30 Einführung), 13.02., 19.30 / 29.02., 19.30 (19.00 Einführung) / 03.03., 19.30 (19.00 Einführung, anschließend Publikumsgespräch) / 04.03., 19.00 (18.30 Einführung) / 06.03., 19.30 (19.00 Einführung) / 15.03., 19.30 (19.00 Einführung) / 13.04., 19.30 / 21.04., 19.30 / 22.04., 19.00

mini Hausmusik No 2: »Canto dei Sass« am 5. Februar

Sie haben einen ganz eigenen Zugang zu den Volksliedern der mediterranen Welt entwickelt und als sie im Oktober 2011 im Rahmen des Kinderfestes im Jungen Theater auftraten, spielten sie sich sofort in die Herzen und Ohren der kleinen und größeren Zuhörer: Zu Gast sind diesmal bei der mini Hausmusik, der Konzertreihe für Kinder (und natürlich auch Erwachsene) die Musiker Mathis Mayr und David Eschmann, auch bekannt als »Canto dei Sass«.
Den Kern ihres Repertoires bilden Lieder aus den verschiedenen Regionen Italiens, aus der Schweiz sowie aus der Tradition der Sefarden in Istanbul und Saloniki, meist traditionelle Volkstücke, die in diesen Regionen jedes Kind kennt. Auf deren Basis erspielen und improvisieren sich die beiden Musiker mit viel Gespür eine ganz eigene zauberhafte musikalische Welt. Die Arrangements der Stücke sind nämlich nicht schriftlich fixiert, sondern entwickeln sich jedesmal neu, bestimmt durch einen weiten musikalischen Horizont. Die beiden großartigen Musiker spielen und singen diese Lieder aus den Alpenregionen mit großem Witz und viel Herz. In ihrem Programm für Kinder verändern sie nicht ihr Repertoire sondern versuchen lediglich Musik und Sprache durch phantasievolle und einfühlsame Erklärungen den Kindern näher zu bringen.

Sonntag, 5. Februar, 16 Uhr, Werkstatt/Junges Theater
Eintritt: 7€/5€

Kleine Hausmusik No 4: »Dota Kehr & ein Stadtpirat« am 5. Februar

Sie ist eine Poetin mit Gitarre. Sie spricht aus, was sie, was ihre Generation fühlt und bewegt - und dabei ist sie richtig gut: Dota Kehr.
Dota Kehr macht Lieder, die, sobald sie auf diesem einen oder anderen Weg das Innere ihrer ZuhörerInnen erreicht haben, einen ungeahnten Zauber entfalten, der Herz und Hirn umfängt.

Sie gehört längst nicht mehr zu den Geheimtipps der Szene. Begeisterte Hundertschaften pilgern zu ihren Auftritten im gesamten deutschen Sprachraum. Ihre letzte CD »Bis auf den Grund« wurde von der »Liederbestenliste« prompt zum »Album des Monats« gekürt. Und im März 2011 erhielt sie den Förderpreis des Deutschen Kleinkunstpreises. Ihre Texte haben die poetische Kraft zeitloser Gegenwartsbeobachtungen. Gestochen scharf und auf den Punkt gebracht. Mal ironisch, lakonisch, leicht – dann wieder berührend melancholisch.

Am Sonntag ist sie zusammen mit dem Gitarristen Jan Rohrbach im Kleinen Haus zu Gast.

Sonntag, 5. Februar, 20 Uhr, Kleines Haus
Eintritt: 10€/8€

Es wird getanzt: Gastspiel Poppea//Poppea vom 9.-12. Februar im Stadttheater

Ein Tanzstück am Stadttheater Ingolstadt: Für seine aufsehenerregende Produktion hat sich Christian Spuck von der letzten Oper Claudio Monteverdis inspirieren lassen, »L'incoronazione di Poppea«. Die Geschichte der Hochzeit von Kaiser Nero und Poppaea Sabina frappiert bis heute durch ihren sezierenden Blick auf Machtgier und Liebeswahn am Hof des römischen Imperators. Am Schluss beugt sich alles der Urgewalt einer provozierend amoralisch verstandenen »Liebe«.

Der designierte Leiter des Zürcher Ballett ließ sich durch diese außerordentliche Opernhandlung zu einer bezwingenden choreographischen Versuchsanordnung inspirieren, die auch mit filmischen und gesprochenen Elementen arbeitet. In einem minimalistischen, aber starke Akzente setzenden Bühnenbild von Emma Ryott konzentriert sich Spuck ganz auf die Interaktion zwischen den neun Tänzern sowie die wechselhaften Beziehungen und Machtverhältnisse ihrer Figuren. Rasch verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Aus dem Spiel mit dem Spiel wird blutiger Ernst, sobald das explosive Gemisch der Emotionen seine fatale Wirkung entfaltet. Die wundervolle Musik Monteverdis wird Zitat und begleitet die fabelhaften Tänzer des Theaterhaus-Tanzensembles Gauthier Dance durch ein Vexierspiel von Liebe und Verrat, Sex, Mord und unbedingtem Herrschaftswillen.

Im November 2011 erhielt Christian Spuck für »POPPEA//POPPEA« den renommierten Deutschen Theaterpreis »Der Faust« für die beste Choreografie und damit eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschsprachigen Theaterlandschaft.


9. (19.30)/10. (19.30)/11. (18.30)/ 12. (19.00) Februar, Großes Haus

Es wird laut: Soundcheck No 1 – Konzert der Musikwerkstatt mit »Ludwig Two«, »Wir und die Anderen« und »Fünfklang«

Ein Konzert von Jugendliche für Jugendliche.
Einige Schüler des Reuchlin-Gymnasiums haben sich in der »Musikwerkstatt« zusammengefunden, um Ingolstadt mit Musik zu bereichern. Es ist zu leise hier, finden sie. Das soll geändert werden. Deshalb organisieren die Schüler in Kooperation mit dem Jungen Theater des Stadttheaters Ingolstadt die Konzertreihe »Soundcheck« für Jugendliche, die am 11. Februar 2012 ihr Debüt feiert.

Durch die große stilistische Vielfalt der Darbietungen ist beim »Soundcheck No 1« für jeden Geschmack etwas dabei. Anfangs sorgt das Ensemble »Fünfklang« mit funkig-jazzigen Tönen für Stimmung. Weiter geht es mit »Wir und die Anderen«, die mit Akustik-HipHop begeistern. Als Topact des Abends tritt die Alternativ-Rockband »Ludwig Two« auf, die unter dem Namen »The Excess« bekannt wurde und bereits als Vorband für »La Brass Banda« und »Roxette« auftrat. Die Band, die ihre Musik selbst als bunt und abwechslungsreich beschreibt, veröffentlicht 2012 ihr siebtes Album.

Der »Soundcheck« findet ab jetzt regelmäßig statt: Also Ohren und Augen offen halten und zu Musik aus der Region in der Werkstatt feiern!


11. Februar, 20.00 Uhr, Werkstatt/Junges Theater
Eintritt 10 €

Presseschau: »Eisenstein«

Am 21. Januar hatte Christoph Nußbaumeders Familiensaga »Eisenstein« im Großen Haus Premiere und das Publikum war begeistert von der Aufführung unter der Regie von Donald Berkenhoff. Auch die Pressestimmen waren durchweg positiv, hier eine kleine Zusammenstellung:

»(...) Berkenhoffs Regiesprache ist von großer Ruhe und Behutsamkeit bestimmt, er kann wunderbar poetische Bilder evozieren (sogar die Übergänge sind bis ins Detail sorgfältig und mit viel Fantasie inszeniert), mit klugem Wechsel von kleinen und großen Räumen (Bühne: Haitger M. Böken) und minimalem Einsatz von Geräusch und Klang eindringlich Atmosphäre schaffen – und vor allem kann er Schauspieler führen.
Wieder einmal sieht man hier ein Ensemble in höchster Konzentration agieren. Im Zentrum Julia Maronde und Richard Putzinger als Gerlinde und Georg, die sich von der ersten glücklichen Verliebtheit bis zum letzten tragischen Kampf durch alle Stadien einer höchst komplizierten Beziehung spielen, sich entblößen, sich wundreiben, aneinander kaputtgehen. Intensiv, anrührend, verstörend. Ihnen gilt nach knapp drei Stunden zu Recht der größte Applaus. (...)« (Anja Witzke, Donaukurier)

»Nußbaumeder ergründet die Gegend, aus der er kommt, und findet dabei die Menschen. Die anderen Menschen, die denen, die Nußbaumeder gefunden hat, dann beim Sprechen zuschauen, die freuen sich über dessen Funde. So sehr, dass es höchst erstaunlich ist, dass er erst jetzt zum ersten Mal – sieht man von einer Fleißer-Romanbearbeitung für Ingolstadt ab – in Bayern aufgeführt wird. (...)
Ein pralles, wundervolles Gespinst, knarzend und schroff, wild und ungestüm. Nußbaumeder braucht meist nur wenige Sätze, um eine Situation und die Menschen darin lebendig werden zu lassen. Schreiben kann, Fantasie hat er. (...)« (Egbert Tholl, Florian Welle, Süddeutsche Zeitung)

»Tatsächlich, es gibt sie also noch: moderne, ehrliche neue Heimatstücke, fernab verlogener Bauerntheater-Volkstümelei. ›Eisenstein‹ von Christoph Nußbaumeder ist so eines. (...) Knapp drei Stunden lang, dabei aber zu keinem Zeitpunkt ermüdend, läuft da auf der von Haitger M. Böken minimalistisch-klug gebauten Bühne (Kostüme: Andrea Fisser) eine sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckende Familiensaga ab – mit allem, was so dazugehört: Liebe und Hass, Schuld und Verzweiflung, Lüge und Verrat.
(...) Fazit: ›Eisenstein‹ in Ingolstadt – packendes, pralles Volkstheater im besten Sinne des Wortes. (Peter Skodawessely, Augsburger Allgemeine)

»Einfühlsam und eindrucksvoll inszeniert von Donald Berkenhoff, der auch Chefdramaturg im neuen Team des Ingolstädter Stadttheaters ist. (...) Getragen wird die Aufführung auch von glänzenden schauspielerischen Leistungen und genau gearbeiteten Situationen und Figuren. (...) Es sind Menschen, die jeder kennen könnte, in Donald Berkenhoffs genauer Inszenierung einfühlsam und eindringlich auf die Bühne gebracht. ›Eisenstein‹ ist ein eindrucksvoller Theaterabend.« (Isabella Kreim, Kulturkanal)

»(...) Für Regisseur Berkenhoff und sein Ensemble eine große Herausforderung: 14 Schauspieler, darunter Manuela Brugger, Ralf Lichtenberg, Richard Putzinger und Julia Maronde, agieren in fünf verschiedenen Räumen. In knapp drei Stunden erzählt Donald Berkenhoff eine atmosphärisch dichte Familien-geschichte. Beeindruckend und authentisch. Denn Eisenstein ist überall.« (Sabine Roelen, intv)

Es wird voll: Wiedereinmal ausverkaufte Vorstellungen am Wochenende

Ein Traum für jedes Theater: Volle Sitzreihen, gut besuchte Vorstellungen. Die Oper »Pimpinone oder Die ungleiche Heirat« (3.2.) sowie »Der Messias« (3./4.2.) und »Metamorphosen« (4.2) sind ausverkauft.
Karten gibt es noch für das neue Stück am Ingolstädter Stadttheater »Winterreise« (Premiere am 4.2. und Vorstellung am 5.2.). Auch für die Konzerte »mini Hausmusik: Canto dei Sass« und »Kleine Hausmusik: Dota Kehr & ein Stadtpirat« am 5.2. sind noch Tickets zu haben.
Ebenso gibt es noch Karten für die Tanztheater-Gastspiele »Poppea//Poppea« am 9., 10., 11. und 12. Februar. Und auch für »Eisenstein« von Christoph Nußbaumeder gibt es für die Vorstellung am 7.2. noch ein paar Karten.

Wir freuen uns auf Sie!


Hier können Sie online Ihre Karten buchen und finden die Öffnungszeiten und Kontaktdaten unserer Theaterkasse!

Comic-Zeichner gesucht

Das Stadttheater Ingolstadt, Metropoltheater München und das Stadttheater Fürth produzieren in der Regie von Jochen Schölch und mit der Musik von Martyn Jacques (»The Tiger Lillies«) die Uraufführung des Stückes »Pinocchio« nach Carlo Collodi. Wir suchen eine/n Comic-Zeichner/in, der/die: Den Alptraum des Erwachsenwerdens begreift, die Geschichte, die auf der Bühne und in der Musik stattfindet, verdichtet, kommentiert und ästhetisch auf den zynischen Punkt bringt und zeichnerisch erfasst.
Geld gibt es wenig, Ruhm und Ehre im Ernstfall viel!

Bei Interesse können Sie sich bei Annabelle Köhler, Tel. (0841) 305 47 101 oder info.theater@ingolstadt.de melden.
Hinweise der Sponsoren dieses Newsletters:


Schubertiade 2011

Liederabend mit Werken von Carl Loewe, Robert Schumann, Johannes Brahms, Ludwig van Beethoven, Hugo Wolf und Franz Schubert
Gerald Finley, Bariton; Julius Drake, Klavier
Aufnahme vom 1.9.11 in Schwarzenberg
Festspiel-Panorama
Do, 09.02.2012 - 21:05 Uhr Deutschlandfunk


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Gesellschaftliche Utopien der sozialen Medien
Von Frank Kaspar
Zeitreisen
Mi, 08.02.2012 - 19:30 Uhr Deutschlandradio Kultur
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