KABALE UND LIEBE - wieder am Donnerstag, 18. März, im Großen Haus
Die Neuinszenierung von Schillers KABALE UND LIEBE wurde vom Publikum am vergangenen Wochenende mit Jubel aufgenommen. Die nächste Vorstellung von KABALE UND LIEBE ist bereits am Donnerstag, 18. März, um 19.30 Uhr im Großen Haus. Es gibt noch Karten!
PRESSESTIMMEN:
"Peter Rein schält in seiner Ingolstädter Inszenierung von Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" den eigentlichen Kern des Stücks heraus: den Diskurs über die Möglichkeit und Unmöglichkeit der Liebe. Was das Frühwerk des Klassikers zum "bürgerlichen Trauerspiel" macht, den Konflikt zwischen Adel und Bürgertum, bleibt, was es ist: historisch-soziologische Rahmenbedingung, als Katalysator der Handlung. Denn Hindernisse zwischen zwei Liebenden gibt es – jenseits der Standesproblematik – beinahe beliebig viele, zu allen Zeiten. Seien es sozialer Status, Bildung, kultureller Hintergrund oder Religion. Was neben der Liebes-Tragödie aber auch bleibt, das ist der Konflikt zwischen den Vätern, die die Beziehung verhindern wollen, und ihren Kindern." (DONAUKURIER, 15.03.10)
"Der Hausintendant hatte ja schon des Öfteren - mit seinem „Don Carlos“ vor drei Jahren zum Beispiel – bewiesen, dass er ein sicheres Gespür dafür hat, Klassiker behutsam zu bearbeiten und, ohne die ursprünglichen Intentionen zu sehr zu verändern und damit zu verletzen, für das heutige Publikum attraktiv aufzubereiten. Dies ist ihm auch jetzt, bei „Kabale und Liebe“, erneut ausgezeichnet gelungen. (...)
Der Hausintendant hatte ja schon des Öfteren - mit seinem „Don Carlos“ vor drei Jahren zum Beispiel – bewiesen, dass er ein sicheres Gespür dafür hat, Klassiker behutsam zu bearbeiten und, ohne die ursprünglichen Intentionen zu sehr zu verändern und damit zu verletzen, für das heutige Publikum attraktiv aufzubereiten. Dies ist ihm auch jetzt, bei „Kabale und Liebe“, erneut ausgezeichnet gelungen. (...)
Am Ende dann, nach drei recht kurzweiligen Stunden, viel respektvoller Beifall für diese gelungene Klassikeradaption."
(AUGSBURGER ALLGEMEINE - 15.03.10)
DER GOLDENE DRACHE - Deutsche Erstaufführung am Freitag, 19. März in der Werkstattbühne
Am Freitag, 19. März, um 20.00 Uhr, kommt Roland Schim-melpfennigs Schauspiel DER GOLDENE DRACHE als Deutsche Erstaufführung in der Werkstattbühne zur Premiere. Regie führt Alexander Schilling, die Ausstattung stammt von Valentina Crnkovic. Es spielen Adelheid Bräu, Ulrich Kielhorn, Nik Neureiter, Louise Nowitzki und Toni Schatz.
Im Mittelpunkt steht das China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant „Der goldene Drache“. Hier wird in der winzigen Küche zwischen zischenden Gaskochern einem jungen Chinesen ohne Aufenthaltsgenehmigung ein furchtbar schmerzender Schneidezahn mit einer Rohrzange gezogen. Und dieser Zahn gelangt auf dem Weg der Thai-Suppe, in der er aus Versehen landete, in den Mund einer Stewardess, Stammkundin im Schnellrestaurant, welches die Anwohner der Umgebung mit seinen asiatischen Schnellgerichten auch als Take-Away zu versorgen weiß. Dem jungen Liebespaar in der Dachwohnung des Hauses passiert etwas, das auf keinen Fall passieren sollte. Eine Etage tiefer verlässt eine Frau, die ihren Mann nie verlassen wollte, ihren Mann. Der benachbarte Lebensmittelhändler entdeckt ein ungeahnt lukratives Nebengeschäft. Und dann erzählt jemand von der hungrigen Grille, die im Winter zum Opfer der geschäftstüchtigen Ameise wird. Die den ganzen dunklen Winter von den anderen Ameisen missbraucht wird, ohne zu merken, dass längst Früh-ling ist. Und schmerzhaft vertraut erscheint das Schicksal der kleinen Asiatin, die beim Verlassen ihres dunklen Zimmerchens dem betrunkenen Kumpel des Lebensmittelhändlers in die Arme läuft. Der doch nur mal ein bisschen von ihrer Fremdheit kosten wollte. Leider etwas unachtsam. So was Zartes geht halt schnell kaputt. Und als der junge Chinese nach der Rohrzangenoperation verblutet, wickelt man ihn in einen großen Drachenteppich und wirft ihn in den Fluss. Von dort schwimmt er endlich wieder nach Hause, nach China, leider tot und leider ohne die Schwes-ter, die zu finden das erklärte Ziel seiner Reise war…
Als Fantasie auf die Fabel von der fleissigen Ameise und der lustigen, aber faulen Grille hat Roland Schimmelpfennig ein poetisches und berührendes Stück geschrieben. Mit minimalen theatralen Mitteln erzählt es von der Brutalität unserer globalisierten Zeit, in der die Grillen von den Ameisen auf ganze neue Art kolonialisiert werden.
Die Uraufführung von DER GOLDENE DRACHE fand im Herbst 2009 in der Regie des Autors am Wiener Burgtheater statt. Die Aufführung wurde zum Berliner Theatertreffen 2010 eingeladen.
DAS ROTE SOFA am Freitag, 19. März, 23.00 Uhr im Foyer
Am Freitag, 19. März, um 23.00 Uhr, lädt Chefdramaturg Matthias Grätz wieder auf sein „rotes Sofa“ ein. Zu Gast ist diesmal der Schauspieler Marcus Staab Poncet. Unter dem Titel „Ich merke mich nur im Chaos“ will Marcus Staab Poncet an den Dramatiker Thomas Brasch erinnern. (Dieser Abend war ursprünglich für den 08. Januar angekündigt, musste dann aber krankheitsbedingt verschoben werden!)
Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer, eine der markantesten Figuren der neuen deutschen Literatur, wurde 1945 in Westow/Yorkshire (England) als Sohn jüdischer Emigranten geboren.
Bis zu dem Jahr, in dem er die DDR verließ (1976), lebte er in Ostberlin. 1977 erschien sein bekanntestes Buch, der Erzählband „Vor den Vätern sterben die Söhne“. 2001 starb Brasch in Berlin.
Die deutschen Turbulenzen bilden einen wichtigen Erlebenshintergrund für Braschs Werk – sein Unbehagen erst auf der einen, dann auf der anderen Seite der Grenze. Aber Thomas Brasch war, auch wenn Deutschland für seine Arbeit eine Art Resonanzboden bedeutete, wesentlich Kosmopolit – ein Weltbürger. Auf der Suche nach neuen künstlerischen Konzepten setzte er dem Bestehenden etwas Eigenes entgegen. Er entwarf Gegenbilder.
Marcus Staab Poncet hat Gedichte, Geschichten und Aus-schnitte aus Stücken und Interviews zusammengestellt.
FRÜHLINGSERWACHEN - TALK TALK am Samstag, 20. März, im Kleinen Haus
Am Samstag, 20. März, um 20.00 Uhr, lädt das KLEINES HAUS EXTRA-Team zu einer weiteren Ausgabe der TALK TALK-Reihe:
Frühlingsgefühle zum Frühlingsanfang?
Vergessen Sie Maischberger. Kerner war gestern. Hier kommt die Talkrundenparodie, die wirklich ans Eingemachte geht. Drei Stühle, zwei Meinungen. Ein schleimiger Moderator, zwei abstruse Gäste. Gäste wie Dolly Buster, Biene Maja, die Frühlingswiese und Hildegard Knef stehen Rede und Antwort!
Mit: Olivia Wendt; Olaf Danner, Stefan Leonhardsberger und Sascha Römisch
Leitung: Julia Mayr, Falco Blome