Inhalt

+++ SONDERAUSSTELLUNG +++
+++ VERANSTALTUNGEN +++
+++ VORSCHAU +++

+++ SONDERAUSSTELLUNG +++

GOLDSTEINS TRAUM

Bis zum 13. Oktober 2019 präsentiert die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf  die große Fotoausstellung „Goldsteins Traum. Von Düsseldorf ins gelobte Land“. Der 1898 im damaligen Russland geborene Arzt Dr. Georg Goldstein ist gerade einmal fünf Jahre deutscher Staatsbürger, als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Seine Einbürgerung und seine Zulassung als praktizierender Arzt – seine Praxis befindet sich auf der Pempelforter Straße 11 in Düsseldorf - werden zurückgezogen. Als Zionist blickt er nun nach Palästina.

Zunächst als Reisender, dann als Bewohner dokumentiert er das Leben und den Alltag im gelobten Land bis zur Gründung des Staates Israel. Doch die politische Entwicklung macht ihn nicht glücklich.

1953 kehrt er nach Düsseldorf zurück, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1980 lebt. Seine Fotosammlung mit 11.000 Negativen schenkt seine Frau Ilse dem Steinheim-Institut in Essen. Nun werden zahlreiche dieser beeindruckenden Bilder erstmals öffentlich ausgestellt.

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in Kooperation mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2019.

Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: So, Di bis Fr: 11 bis 17 Uhr, Sa: 13 bis 17 Uhr. Montag geschlossen.

+++ VERANSTALTUNGEN +++

GEDENKEN AN DIE DEPORTATION DER DÜSSELDORFER SINTI

Am Donnerstag, 16. Mai 2019, 17 Uhr erinnern wir an die Deporation Düsseldiorfer Sinti. Die Veranstaltung beginnt im Forum der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29.

Vor 79 Jahren, am 16. Mai 1940, wurden 130 Düsseldorfer Sinti in das Sammellager Köln-Deutz und von dort in Ghettos im besetzten Polen deportiert. Zur Erinnerung an diesen Tag präsentiert die stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums Köln, Dr. Karola Fings, neueste Forschungen zum Sammellager Köln Deutz. Was passierte im Sammellager in der Messe Köln-Deutz, das als KZ-Außenlager mitten in der Stadt fungierte?

Rigoletto Mettbach von der SINTI Union spricht Worte des Gedenkens. Die Musik des Danietto-Winterstein-Quartetts sowie Lebensaussagen von Sintizas ermöglichen zudem Begegnung und Gespräche im Rahmen dieser Gedenkveranstaltung.

Eine gemeinsame Veranstaltung der SINTI Union Düsseldorf e. V. und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

 

GOLDSTEIN FÜR DIE MITTAGSPAUSE

Am Freitag, 17. Mai 2019; um 13 Uhr bieten wir einen 30-minütigen Impulsvortrag zu Dr. Georg Goldstein und seinem Fotonachlass an. Wie kam es zu der Ausstellung? Und welche Perspektiven eröffnen Goldsteins Aufnahmen auf Palästina und den entstehenden Staat Israel?

Der Eintritt ist frei.

 

KREATIVE ZUSAMMEN-ARBEIT IN LEICHTER SPRACHE

Am Sonntag, 19. Mai 2019, von 11 bis 14 Uhr findet in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, ein Workshop für Menschen mit Behinderung statt.

Julo Levin hat viel gemalt. Er war Künstler.
Ab 1933 durfte Julo Levin nicht mehr malen.
Die Nazis haben gesagt: Juden sind schlecht.
Und: Julo Levin ist Jude.
Ab 1935 hat Julo Levin Kindern malen beigebracht.
Das war in einer Schule. Die Schule hieß:
jüdische Volks-Schule.

Zusammen schauen wir uns das Gemalte an.
Wir fragen uns:
Wer waren diese Kinder?
Wir arbeiten in Leichter Sprache.
Das kann jeder gut verstehen.
Und wir werden selber malen.

Du magst Geschichte?
Du malst gerne?
Dann mach mit!
Dafür musst Du dich anmelden.
Hier kannst Du dich anmelden:

Telefon-Nummer: 0211 899 620 5
E-Mail: isabel.muecke@duesseldorf.de

Dies ist ein barrierearmes Angebot im Rahmen des Internationalen Museumstages.
Leichte Sprache ist keine kindgerechte Sprache.

 

GOLDSTEIN AM INTERNATIONALEN MUSEUMSTAG

Am Sonntag, 19. Mai 2019, um 15 Uhr bieten wir anlässlich des Internationalen Museumstages eine Impulsführung durch unsere Sonderausstellung „Goldsteins Traum“ an. Wer war der Arzt Dr. Georg Goldstein? Und was erzählen seine Fotos über die Gründungsphase des Staates Israel?

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

STADTRUNDGANG: „MACHT UND PRACHT“

Am Mittwoch, 22. Mai 2019, um 17.30 Uhr bieten wir einen rund 90-minütigen historischen Stadtrundgang über die Königsalle an.

„Every time I was in Düsseldorf, I would go on the Königsallee and I did buy not clothes, but I bought a beautiful – the very first time I went back – beautiful set of china, beautiful, […] I bought it in a store in Königsallee, Franzen.“

So erinnert sich Charlotte Cohen, geborene Katzenstein, die 1939 in die USA fliehen konnte. Bei ihrem ersten Nachkriegsbesuch führte sie ihr Weg direkt zu Franzen. Nur eine von vielen Geschichten, die zeigt, welche Bedeutung die „Kö“ für die vertriebenen, geflohenen und deportierten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer hatte.

Düsseldorfs Prachtstraße ist nicht nur Flaniermeile, sondern auch Schauplatz der Geschichte. Begleiten Sie uns auf diesem 90-minütigen Rundgang zu unserem Band 8 der kleinen Schriftenreihe „Macht und Pracht. Die Königsallee im Nationalsozialismus“. Erfahren Sie unter anderem mehr zur längst verschwundenen Lichtburg, zur Schokolade von Hemesath oder der „Kugelspielerin“ im Kö-Gärtchen.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Treffpunkt ist um 17:30 Uhr am Bergischen Löwen, Königsallee.

 

WORKSHOP: UNANGEPASST, VERLOTTERT, ASOZIAL?
Am Samstag, 25., und Sonntag, 26. Mai 2019, jeweils von 11 bis 17 Uhr findet im zakk, Fichtenstraße 40, ein Workshop für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren statt. Astrid Hirsch (Mahn- und Gedenkstätte) und Christine Brinkmann (zakk) möchten zusammen mit Euch und der Edelweißpiraten Crew eine Ausstellung entwickeln, die fragt, ob die im Nationalsozialismus angeprangerten und verfolgten Jugendlichen unangepasst, verlottert, asozial oder vielleicht einfach nur anders waren.

Im kommenden September gibt es wieder das Edelweißpiratenfestival im zakk und vorher brauchen wir Euch! Wir wollen gemeinsam eine Ausstellung konzipieren, die die „unangepassten“ Jugendlichen in den Fokus rückt. Ob Kittelbachpirat, katholischer Widerstand, politischer Widerstand oder einfach „nicht dafür“ - wir möchten diesen Jugendlichen ein Gesicht geben und zeigen, dass auch die Jugend eine Stimme und Meinung hatte und hat.

Die im Workshop erstellte Ausstellung wird im Rahmen des Festivals im zakk ausgestellt und den Blick in die historische Vergangenheit mit dem Jetzt verbinden. Wir freuen uns auf euch!
Um eine Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: brinkmann@zakk.de

 

SONNTAGSFÜHRUNG DURCH DIE DAUERAUSSTELLUNG

Am Sonntag, 26. Mai 2019, um 15 Uhr bieten wir erneut eine öffentliche Führung durch unsere Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ an.

„Ich denke, anders zu sein als andere Leute und seinen Überzeugungen treu zu sein, das muss man üben, das muss man lernen, das kann man eigentlich auch gar nicht früh genug lernen – und für diese Einübung bin ich mein Leben lang dankbar gewesen.“

Das sagt Dieter Linz, der als Kind so sehr von der Marine beeindruckt war, dass er sich nichts sehnlicher wünschte als der Marine-Hitlerjugend beizutreten. Doch sein Vater Friedrich Linz, Pfarrer der evangelischen Bekennenden Kirche, verbot ihm den Beitritt. Dieter lernte, dass sein eigener christlicher Glaube mit der Ideologie des Nationalsozialismus nicht vereinbar war. Trotz aller Drangsalierung in der Schule verweigerte er sich dem Beitritt zur Hitlerjugend.

Dies ist nur eine von vielen Geschichten, die in unserer Dauerausstellung erzählt werden. In der circa einstündigen Führung erfahren Sie mehr.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

 

FÜHRUNG ÜBER DEN ALTEN JÜDISCHEN FRIEDHOF

Am Sonntag, 2. Juni 2019, um 15 Uhr findet eine Besichtigung des alten jüdischen Friedhofs auf der Ulmenstraße statt. Treffpunkt ist auf der Ulmenstraße, Ecke Möhlaustraße.

Die Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Düsseldorf reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Einer der wenigen, sehr gut erhaltenen „Schätze“ ist der Friedhof an der Ulmenstraße. Ein sonst verschlossener Ort, den wir Ihnen an diesem Tag zugänglich machen. Ihnen werden Personen begegnen wie Rabbiner Löb Aron Scheuer, Landesrabbiner der Herzogtümer Jülich und Berg mit Sitz in Düsseldorf. Scheuer galt als „ein Korb voller Bücher“, wie es in seiner Grabinschrift zu lesen ist, und war 42 Jahre lang im Amt. Neben den Gräbern bekannter Rabbiner bietet dieser Friedhof aber auch kunsthistorische Besonderheiten. Der Düsseldorfer Bildhauer Leopold Fleischacker (1882–1946) wurde von vielen Familien mit der Gestaltung ihrer Grabsteine beauftragt.

Zugleich möchten wir Ihnen einen Einblick in die jüdischen Trauerriten geben und die besonderen Traditionen der Beerdigung erläutern.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten bis zum 30. Mai 2019, telefonisch unter (0211) 89 96205 oder per E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de.

 

AM ABEND

Am Dienstag, 4. Juni 2019, um 19 Uhr bieten die Kuratorinnen einen Rundgang durch unsere Sonderausstellung „Goldsteins Traum“ an. Wer war Dr. Georg Goldstein? Warum wanderte er nach Palästina aus und was erlebte er dort? Wovon zeugen seine Fotografien?

 

VORTRAG: JUSTIZ IM NATIONALSOZIALISMUS

Am Dienstag, 11. Juni 2019, um 19 Uhr referiert Bastian Fleermann in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29, über die Justiz im nationalsozialistischen Düsseldorf.

In einem historischen Überblick werden nicht nur das Oberlandesgericht oder das Amts- und Landgericht als Teil der „Ordentlichen Gerichtsbarkeit“ vorgestellt, sondern auch die Sondergerichte, die Staatsanwaltschaft sowie der Strafvollzug in den Blick genommen. Deutlich wird dabei, dass in ausnahmslos allen Kammern, die es zwischen 1933 und 1945 in der Stadt gab, Unrecht gesprochen wurde – und dies „im Namen des Volkes“. Der Vortrag lehnt sich an Band 9 der Kleinen Schriftenreihe an, der im Herbst 2018 vorgestellt wurde.

HINWEIS: Dieser Termin war ursprünglich im Februar angekündigt und musste seinerzeit abgesagt werden. Der neue Termin ist daher nicht in unserem Halbjahresprogramm verzeichnet.

Der Eintritt ist frei.

 

FORTBILDUNG: „MEMORY BOXEN“

Am Donnerstag, 13. Juni 2019, von 15.30 bis 17 Uhr bieten wir für Lehrerinnen und Lehrer aller weiterführenden Schulen eine Fortbildung in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, an.

Thema sind die „Memory Boxen“ als didaktisches  Angebot der Gedenkstätte. Anhand verschiedener Materialien und Objekte ermöglichen diese Boxen den Schülerinnen und Schülern, sich mit den in der Dauerausstellung präsentierten Kinder- und Jugendbiografien auseinanderzusetzen und sich so den Lebenswelten der NS-Zeit anzunähern. Die Museumspädagogin Anna Schlieck stellt die „Memory Boxen“ exemplarisch vor, eröretert die methodisch-didaktischen Hintergründe und präsentiert praxisnah den Einsatz mit verschiedenen Zielgruppen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten bis zum 12. Juni 2019, telefonisch unter (0211) 8996205 oder per E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de.

+++ VORSCHAU +++

STOLPERSTEIN-STADTTOUR

Am Sonntag, 16. Juni 2019, ab 15 Uhr bieten wir einen Rundgang zu ausgewählten Stolpersteinen an, der diesmal erstmals durch Benrath führt.

Die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnern an Männer, Frauen und Kinder, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Hinter den Erinnerungszeichen im Straßenpflaster verbergen sich individuelle Biografien. Diese Lebensgeschichten werden anhand von Dokumenten und Fotos aus der Sammlung der Mahn- und Gedenkstätte erläutert.

Erfahren Sie mehr über die Lebensgeschichten der Familien Eichenwald und Blumenfeld und anderer Menschen, die in Benrath wohnten.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Treffpunkt ist um 15 Uhr in Benrath auf der Hauptstraße 12, vor der Pfarrkirche St. Cäcilia.

 

+++ IMPRESSUM +++

Redaktion des Newsletters:
Meik Breer, Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf
Haben Sie Fragen, Anregungen, Wünsche zu unserem Newsletter?
Dann schicken Sie eine E-Mail an: michael.breer@duesseldorf.de.
Besuchen Sie uns auch im Internet: www.gedenk-dus.de
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