Neues aus der Gedenkstätte
+++ AKTUELLES +++
SOMMERFERIEN-WORKSHOP: NOCH PLÄTZE FREI
Für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren bietet die Mahn-
und Gedenkstätte Düsseldorf
von Dienstag, 27. Juli, bis Donnerstag,
29. Juli 2010 einen Workshop an. Titel :
"Fremd in der eigenen Stadt".
Wir erforschen die Lebensgeschichten von Kindern und Jugendlichen
aus Düsseldorf, die in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945)
ausgegrenzt wurden. Viele mussten ihre Heimatstadt und ihre Eltern
verlassen, andere flüchteten oder wanderten mit ihrer Familie aus. Was
war Düsseldorf für sie? Welche Erinnerungen haben sie an die Stadt?
Außerdem werden wir fragen, wie wir Düsseldorf heute erleben. Ist die
Stadt unsere Heimat? Und wann fühlen wir uns fremd in der eigenen
Stadt? Neben Collagen werden auch Texte und Spielszenen entstehen,
die zum Abschluss am Donnerstag, 29.7., nachmittags aufgeführt werden.
Der dreitägige Workshop findet statt in der Mahn- und Gedenkstätte
Düsseldorf, Mühlenstraße 29, jeweils von 10 bis 16 Uhr, inklusive Pausen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 25 €, inklusive gemeinsamem Mittagessen.
Es gibt einen Geschwisterrabatt von 25%. Anmeldung ab sofort bei
Nicole Merten, Telefon: 0211 - 89-96205,
E-Mail:
nicole.merten@duesseldorf.de
Weitere Informationen:
Astrid Wolters, Telefon: 0211 - 89-96192,
LESUNG IM LITERARISCHEN SOMMER
Am
Donnerstag, 5. August, um 19.30 Uhr findet am
Friedensort
Bunkerkirche, Pastor-Klinkhammer-Platz, eine Lesung aus dem Roman
"Julia" von Otto de Kat (dt. von Andreas Ecke) statt.
Im Jahre 1938 begegnet der Niederländer Chris Dudok in Lübeck Julia, der
Liebe seines Lebens. Er ist fasziniert von dem Mut und der Entschlossenheit,
mit denen die junge Deutsche ihre Ablehnung der nationalsozialistischen
Herrschaft vertritt. Besorgt um die eigene Sicherheit muss er aber aus
Deutschland fliehen. Fast ein halbes Jahrhundert später begeht Dudok
Selbstmord. Auf seinem Schreibtisch: Eine vergilbte Zeitung mit der
Auflistung der Opfer des verheerenden Luftangriffes auf Lübeck, markiert
ist der Name Julia Bender.
Der niederländische Autor Otto de Kat lässt seinen Protagonisten Rückschau
halten auf die Ereignisse, die das ganze weitere Leben Dudoks geprägt haben.
Er erzählt von Zwängen und Schuld, von Ohnmacht, großem Mut und fehlender
Zivilcourage. Moderation: Maren Jungclaus
Eine Veranstaltung des Literaturbüros NRW e.V. im Rahmen des deutsch-
niederländischen Literaturfestivals "Literarischer Sommer / Zomerlezen 2010"
in Zusammenarbeit mit der Initiative Friedensort Bunkerkirche und der Mahn-
und Gedenkstätte Düsseldorf.
Eintritt: 6,-/3,- € oder Festivalkarte Literarischer Sommer
Weitere Informationen:
www.literarischer-sommer.eu
BEGEGNUNGSCAFÉ
Der Bundesverband für NS-Verfolgte lädt gemeinsam mit der Mahn-
und Gedenkstätte und weiteren Düsseldorfer Verbänden und Initiativen
zum ersten Düsseldorfer Begegnungscafé für NS-Verfolgte ein.
Das Treffen soll dazu dienen, Verfolgten und Opfern des NS-Regimes
die Möglichkeit zu geben, von ihren Erlebnissen und Erinnerungen zu
berichten. Die Begegnung wird moderiert und von ehrenamtlichen
Kräften unterstützt.
Das erste Begegnungscafé findet am
Mittwoch, 1. September 2010, 15
bis 18 Uhr, im Zentrum Plus der Düsseldorfer AWO, Kasernenstraße 6
(Wilhelm-Marx-Haus), 1. Obergeschoss, statt. Der Raum ist barrierefrei
und mit einem Aufzug zu erreichen. Die nächstgelegene Haltestelle ist die
Heinrich-Heine-Allee.
Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 0211 - 89-96205.
Ihre Rückfragen beantworten gerne:
Bastian Fleermann, Telefon 0211 – 89-26202
Astrid Wolters, Telefon 0211 - 89-96192
EHRENAMTLICHE HELFER GESUCHT
Für die Begleitung und Betreuung von Verfolgten des NS-Regimes
während des ersten Begegnungscafés am 1. September 2010 um
15 Uhr im Zentrum Plus der Düsseldorfer AWO, Kasernenstraße 6,
werden noch ehrenamtliche Kräfte gesucht. Die Freiwilligen sind
sowohl in den organisatorischen Ablauf (Kaffeeausschank etc.) als
auch in die Gesprächsrunde eingebunden und sollten die Bereitschaft
mitbringen, sich aktiv einzubringen und den berichteten Erfahrungen
offen zuzuhören.
Anmeldungen unter Telefon 0211 - 89-96205
Weitere Informationen:
Bastian Fleermann, Telefon 0211 – 89-26202
Astrid Wolters, Telefon 0211 - 89-96192
+++ MELDUNGEN +++
EXKURSION ZUR WEWELSBURG
Am
Samstag, 9. Oktober 2010, lädt der Förderkreis der Mahn- und
Gedenkstätte Düsseldorf ein zu einer Exkursion zur Wewelsburg.
Die Wewelsburg wurde 1603–1609 im Stil der Weserrenaissance als
Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe erbaut. Das Dreiecks-
schloss erhebt sich hoch über dem Almetal auf einem Bergsporn im
Ortsteil Wewelsburg (Stadt Büren) im Kreis Paderborn.
Die Wewelsburg bietet sich als Erinnerungs- und Gedenkort in besonderer
Weise an. Durch die geplante Einrichtung eines ideologischen Zentrums
für die SS ist sie ein Ort der Täter, die Einrichtung eines Konzentrations-
lagers machte sie zu einem Ort der Opfer.
Die Geschichte der Wewelsburg im „Dritten Reich“ lässt sich nicht ohne
Rückgriff auf die allgemeine Geschichte der SS erklären. Lokale und
regionale Ereignisse waren eng mit den überregionalen und gesamt-
europäischen Entwicklungen während der NS-Herrschaft und des Zweiten
Weltkriegs verbunden. Aus diesem Grund wird in der neuen Daueraus-
stellung weltweit zum ersten Mal die Gesamtgeschichte der SS in großer
Breite museal präsentiert. Auf 850 qm Ausstellungsfläche wird die lokale
Geschichte der SS-Tätigkeiten und des örtlichen Konzentrationslagers in
eine umfangreiche Gesamtdarstellung der Schutzstaffel eingebettet.
Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 befindet
sich im ehemaligen SS-Wachgebäude am Burgvorplatz. Die Dauer-
ausstellung
"Ideologie und Terror der SS" wurde im April 2010 neu
eröffnet. Mehr Informationen zur Geschichte der Wewelsburg im Internet:
www.wewelsburg.de.
Die Teilnahmegebühr für die Exkursion beträgt 25 Euro pro Person.
Weitere Informationen:
Meik Breer, Telefon 0211 - 89-96144
UNSERE ÖFFNUNGSZEITEN
Sonntag, Dienstag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr,
Samstag 13 bis 17 Uhr, Montag geschlossen.
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Meik Breer, Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf
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