
KLASSIK in der ROMANFABRIK
Samstag 22. September 2007 / 20.30 UhrEnsemble Haféz
Sinnig zwischen beiden Welten
Der große persische Dichter Hafis (ca. 1320-1390) erreicht auch lange nach Goethe sowohl morgenländische als auch abendländische Komponisten. So gründeten der Bariton Holger Falk und der Pianist Stefan Geier zusammen mit den persischen MusikerInnen Maryam Akhondy (Gesang), Farshad Mohammadi (Santur) und Babak Massali (Tonbak, Daf) das Ensemble Haféz. Die in ihrer jeweiligen klassischen Musikkultur verwurzelten Musiker sehen im gemeinsamen Musizieren die Chance, dem in der Öffentlichkeit vorherrschenden Bewußtsein eines „Kampfes der Kulturen“ das einende Menschliche und Faszinierende dieser beiden Kunstwelten entgegenzuhalten. Einerseits stehen an diesem Abend das deutsche Kunstlied und klassische persische Gesänge, beide basierend auf Versen von Hafis, für sich. Andererseits entwickeln die Musiker durch Neukompositionen und Improvisation eine Verbindung, einen musikalischen Strom zwischen den beiden Kulturen.
Samstag 24. November 2007 / 20.30 Uhr
Esbjerg Ensemble - Streichquartett
Carl August Nielsen, Vagn Gylding Holmboe, Serge Prokofiev, Anton Dvorak
In diesem Konzert entführt uns das Ensemble in die Gefilde der beiden, bei uns kaum zu hörenden großen dänischen Komponisten Carl August Nielsen, und Vagn Gylding Holmboe.
Ihre vielschichtigen romantischen Werke, voll von skandinavischer Seele und Kolorit, Naturschilderungen und fröhlichen Szenen werden in der natürlichen und ergreifenden Interpretation des Esbjerg Ensembles lebendig. Ergänzend erklingen Streichquintette von Serge Prokofiev und Anton Dvorak. Das vor 40 Jahren auf Initiative des dänischen Kultusministeriums gegründete, international renommierte Esbjerg Ensemble ist Dänemarks erstes professionelles Kammermusikensemble.
Mit: Niels Christian Øllgaard, Sakari Tepponen (Violine), Michel Camille (Viola), Dmitry Tsirin (Cello), Peder Linneberg (Kontrabaß)
Samstag 26. Januar 2008 / 20.30 Uhr
Christoph von Weitzel
Joseph von Eichendorff im Lied
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort. (Joseph von Eichendorff)
Was Eichendorff hier ausspricht ist reiner Zauber. Diesem Zauber wollen wir uns an diesem Abend nähern. Eichendorffs Gedichte handeln vom täglichen Leben, großem Weltschmerz, skurrilen Situationen, von Waldes- und Meeresrauschen, sind beseelt von einer tiefen Natursehnsucht. In filigranen musikalischen Miniaturen bis hin zu großen lebendigen, musikalischen Szenen entfalten seine Gedichte durch die Musik sinnfällig ihren Gehalt.
Joseph von Eichendorff gehört, mit Wilhelm Müller (Winterreise), zu den romantischen Dichtern, die dank der Vertonungen bis heute weiterleben. Seine Gedichte haben Liedkomponisten über 5000 Mal inspiriert, einige Lieder sind Volksgut geworden. Die Gründe zu beleuchten, unternimmt an diesem Abend mit eingeschobenen Kommentaren der Literaturwissenschaftler Dr. Michael Hohmann.
Lieder von R. Schumann, H. Wolf, H. Pfitzner. Klavierbegleitung: Ulrich Pakusch.
Samstag 8. März 2008 / 20.30 Uhr
Jan Schulte-Bunert & Florian von Radowitz,Saxophon – Klavier
Eine Überraschung und ein faszinierendes Hörerlebnis bieten der Saxophonist Jan Schulte-Bunert (Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs) und der Pianist Florian von Radowitz: Sie spielen „klassische“ Werke für Saxophon von Frank Zabel, Jean Françaix, Pedro Iturralde u. a. Sie lassen aber auch ein Adagio und Allegro von Robert Schumann in einer Bearbeitung neu zur Wirkung kommen. Schulte-Bunert gewann schon mit 8 Jahren den ersten Preis auf Landesebene, beide exzellente Musiker sind Erste Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, von Radowitz war 2001 Bestplazierter beim „Concorso Internazionale Giovani Concertisi“ in Rom. Die jüngste gemeinsame CD Lets dance erschien 2007 bei Classic Concert Records. "Er ist ein unermüdlich suchender, ein lustvoll experimentierender, ein Mann der eleganten Leichtigkeit - der Saxophonist Jan Schulte-Bunert." (Deutschlandradio Kultur)
Samstag 17. Mai 2008 / 20.30 Uhr
Anna Zlotovskaia & Tatjana Kozlova
„Harmonie“ – Kemmerkonzert & musikalische Zeitreise
Für die Klassiker aus dem 17. Jahrhundert fällt uns als erstes der Begriff Harmonie ein: Das war noch die „gute, alte Klassik“... Doch bereits die Romantiker und später auch die Impressionisten brachten ihr eigenes Verständnis dafür. Im 20. Jahrhundert, galt es für die „Moderne Klassik“, auch in Sachen Harmonie völlig neue Wege zu gehen...Doch Anna Zlotovskaia und Olga Kozlova zeigen mit ihrem recht unkonventionellen Konzertprogramm aus dem Werk von A. Vivaldi, A. Schnittke A., F. Chopin, C. Saint-Saëns, bis A. L. Webber S. Joplin, Gene Roddenberry, Jerry Goldsmith und Astor Piazzolla, wie das klassisch-harmonische Erbe bis in den heutigen Tag die modernsten Kompositionen beeinflußt.
Die Violonistin Anna Zlotkovskaia war (1994-1997) erste Geige am Bolschoj-Theater, Moskau, Mitglied des Solistenensembles des Moskauer Konservatoriums unter Leitung von Natalja Gutman und Swjatoslaw Richter, Mitglied der russisch-amerikanischer und russisch-deutscher Orchester unter der Leitung von Mstislaw Rostropowitsch, Dmitrij Kitajenko, Walerij Gergiew, Leonard Slatkin, Helmut Rilling, Zubin Mezha und Pierre Boulez.
Tatjana Kozlova, Klavier, ist mehrfache internationale Preisträgerin.
Preis (Abo): 70,- Euro
Einzelne Konzerte: 18,- Euro
VERANSTALTUNGSORT/Veranstalter:
Romanfabrik e.V.
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt am Main
Tel.: 069 - 494 09 02
Fax: 069 - 43 89 98
E-Mail: info@romanfabrik.de
www.romanfabrik.de
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