
McCartney-Ausstellung
Linda McCartney. Ihr fotografisches WerkSonderausstellung 10. April bis 17. Juni 2007
Der Himmel weiß, warum Linda McCartney, damals noch die völlig unbekannte Fotografin Linda Eastman, 1966 exklusiv zu den Rolling Stones, für eine Fotosession zugelassen wurde. Wie dem auch sei, ihr Bild von Brian Jones bedeutete ihren Durchbruch ebenso, wie den Beginn der beruflichen Leidenschaft Fotografie.
Ihr zurückhaltender Stil macht ihre Fotografien zu Zeitzeugen einer musikalischen Ära, die voller Hoffnung und mit schier unerschöpflichen Energien ausgestattet war. Aufgrund des frühen Todes vieler Porträtierter, von Jim Morrison über Jimmy Hendrix bis zu Janis Joplin, zeigen die Fotografien heute auf eine sentimentale, fast zärtliche Art, wie trügerisch die damaligen Ideale sein konnten.
Linda McCartneys Bilder sind ein beeindruckendes Stimmungsbild, oftmals abseits der Klischees von Sex, Drugs & Rock 'n Roll. Denn sie hat es stets verstanden, den Menschen hinter dem vergötterten Star zu belichten. Dabei spürt man bei vielen Fotografien die Erleichterung des Portraitierten, endlich der sein zu können, der er ist.
Das Vertrauen des Verstandenwerdens gibt den Fotografien eine unglaubliche Dynamik und Kraft, wobei die Ruhe immer in der Zurückhaltung der Künstlerin liegt.
Besonders intensiv sind die Bilder von Ehemann Paul McCartney. Der Beatles Star wird plötzlich zum liebevollen Vater, zum Urlaubsgefährten, zum Lebenspartner.
Paul McCartney hat sein spitzbübisches Lächeln bis heute und trotz des viel zu frühen Todes von Linda McCartney nicht verloren. Vielleicht auch deswegen, weil er ihre Fotos hat.
Linda Eastman kam aus gutem Hause. Nach der High School studiert sie an der Princeton University Kunst und Geschichte und heiratet einen Studenten. 1963 kam Tochter Heather zur Welt. Bald wieder geschieden, nimmt Linda einen Job als Fotografin bei einer New Yorker Zeitung an.
„Ich hab mich immer bloß für Tiere, Rockmusik und Fotografie interessiert“, sagt sie. Ihr Aufstieg in die Welt der Rockstars beginnt mit dem Auftrag, die Rolling Stones auf einer Privatjacht zu fotografieren. In der Popszene macht sich die Fotografin schnell einen Namen. Sie porträtiert Jim Morrison, Jimi Hendrix, Bob Dylan, die Doors und viele andere. Die Beatles fotografiert sie 1965 zum ersten Mal, bei Filmaufnahmen zu „Help“ in Österreich.
Während einer weiteren Fotoserie zu „Sergeant Pepper“ 1967 lernt sie in London Paul McCartney kennen, die beiden heiraten 1969. Ein Jahr später geben die Beatles ihre Trennung bekannt. Die Musikfamilie gab es nicht mehr, aber Paul war im Begriff, eine eigene zu gründen. Das Paar zieht sich nach Schottland und später nach East Sussex aufs Land zurück. Drei Kinder werden geboren, Mary (1969), Stella (1971) und James (1977). „Wir wollten“, sagte Paul einmal in einem Interview, „einfach normale Leute sein und unseren Kindern eine so normale Erziehung wie möglich geben. Unser größter Ehrgeiz – das sind unsere Kinder.”
Eine Ausstellung von „Reichelt und Brockmann Mannheim“.
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