
Bayerisches Jazzweekend
Am 8. Juli bietet der Gewerbepark Regensburg den Jazzfreunden aus nah und fern einen besonders exklusiven Auftakt für das von der Stadt Regensburg veranstaltete 29. Bayerische Jazzweekend, und feiert so sein eigenes 30. Jubiläum gleich mit: Die in den USA von Fachmagazinen wie Publikum hoch geschätzte und mit Auszeichnungen überhäufte 18jährige Saxophonistin, Komponistin und Sängerin Grace Kelly legt auf ihrer Europatournee einen Zwischenstopp in Regensburg ein. Vater und Manager Bob Kelly war so vom Konzept des Festes angetan, das auf die Begegnung setzt, nachhaltige Jugendarbeit fördert und dank der sorgfältigen Planung auch für Qualität steht, dass er die Planung des Ausflugs in die Welterbestadt selbst in die Hand nahm: „Ich bin überzeugt davon, dass sich Grace und die Band hier sehr wohl fühlen werden.“Für musikalische Bandbreite ist schon an diesem ersten Abend gesorgt, denn das swingende Duo Mosïk aus Halle mit Klarinettistin Susann Stephan und Gitarrist Roman Scholz musiziert mit Freunden ab 17.30 Uhr unter dem Motto „Gipsy Jam & Chamber Jazz“, bevor die sieben Musiker der Hot Brownies aus Köln dem Publikum mit knackigem Hard Bop einheizen.
Musikalisch bunt geht es ab Freitag auch in der Altstadt weiter: 84 Konzerte und fünf Sessions laden das Publikum ein, die ganze Farbenpalette des Jazz live und kostenlos zu erleben. „Grace Kelly ist ein Ausnahmetalent, echte Hoffnungsträger des Jazz hat das Bayerische Jazzweekend aber noch mehr zu bieten: Die besten jungen Jazzer haben wieder eine Woche mit dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern in Alteglofsheim geprobt, bevor sie beim Auftakt in der Altstadt am Freitag ihr neues Programm auf der von der REWAG unterstützten Bühne am Bismarckplatz präsentieren. Aber auch junge Formationen wie das Offshore Quintett und Lucid, die beim Internationalen Startbahn Jazz Wettbewerb in Straubing auf sich aufmerksam machten, sind mit von der Partie,“ erklärt Richard Wiedamann, Leiter des Bayerischen Jazzinstituts und Gründungsvater des Bayerischen Jazzweekends. „Aber auch etablierte Formationen wie die Funny Valentines oder die Mc Singers nutzen das Bayerische Jazzweekend als Podium, um ihre neuen CDs vorzustellen.“
Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch das Publikum – die Musiker wissen die aufgeschlossenen Geister zu schätzen, auf die sie in den historischen Mauern der Altstadt treffen. Im letzten Jahr war erstmals die Les Artmann Group aus Baden-Württemberg dabei, sie treten dieses Jahr mit dem ungarischen Weltstar Tony Lakatos auf, und planen, die besondere Live-Atmosphäre und die enthusiastischen Publikumsreaktionen auf einem Live-Mitschnitt zu verewigen. Gleiches geschieht das ganze Wochenende über im Thon-Dittmer-Hof: Dort zeichnet der Bayerische Rundfunk für die Programme Bayern 2 und Bayern Klassik alle Konzerte auf. Roland Spiegel, engagierter Advokat des Jazz in der Rundfunkredaktion des BR, sieht das als wichtige Gelegenheit, neue Projekte und Ideen live und unverfälscht einzufangen.
„Ein Fest wie das unsere hat viel mit Vertrauen zu tun. Die Musiker wissen, dass bei uns keiner aus dem Organisationsteam auf ihre Kosten reich wird, oder ihre Musik als Mittel zum Zweck betrachtet, um Geld zu scheffeln.“ meint Richard Wiedamann, der als Einziger in der Jury wirklich jede CD komplett anhört. „Sie kommen nach Regensburg, weil sie spielen wollen, weil ihnen hier niemand Fesseln anlegt, was ihre Experimentierfreude angeht. Hier haben sie die Freiheit, auch mal Neues zu probieren. In der entspannten und freundlichen Atmosphäre lassen sich Fehlgriffe leichter verkraften und Höhenflüge ganz anderes genießen.“
Seine Stellvertreterin Sylke Merbold ergänzt: „Wir feiern auf den öffentlichen Plätzen, Innenhöfen, aber auch in Sälen in der ganzen Altstadt und im Andreasstadel in Stadtamhof ein Fest, das Bürger, Musiker und Gäste im musikalischen Erleben zusammenbringt. Neben der musikalischen Qualität der ausgewählten Bands, spielt ihre Fähigkeit eine Rolle, mit ihrer Musik Geschichten zu erzählen. Die dürfen wild, heiter, nachdenklich oder auch introvertiert sein – so kann jeder Konzerte aufspüren, die ihn emotional erreichen. Wenn eine Band authentisch ist, dann ist das schon die halbe Miete.“
Die Interaktion mit den Gästen der Stadt gehört zum festen Bestandteil des Konzepts. Seit ein paar Jahren lädt das Bayerische Jazzinstitut Musiker wie Besucher ein, auf Landkarten beim Infostand am Alten Rathaus ihre eigenen Spuren zu hinterlassen. In diesem Jahr können die Besucher außerdem im Internet über Twitter unter dem Hashtag #Jazzweekend Kurznachrichten hinterlassen, die auf der Homepage auf einer Twitterwall aufscheinen.
Von Dixieland bis zu experimentellen Klängen gibt es für jeden Klangforscher beim Streifzug durch die historischen Gassen Faszinierendes zu entdecken. Auf jedem Platz, aber auch zu jeder Tageszeit, ist Abwechslung geboten. Von Klarinette, Cello und Oboe, über Blues Harp bis hin zur Darburka gibt schon allein das Instrumentarium ein farbenfrohes Bild ab.
Das gesamte Programm des Bayerischen Jazzweekends ist unter www.bayerisches-jazzweekend.de abrufbar. Kleine Sneak-Previews twittert das Team schon jetzt unter www.twitter.com/bayernjazz
Kontakt
Stadt Regensburg
Haidplatz 8
93047 Regensburg
service@bayernjazz.dehttp://www.bayernjazz.de
Telefon: (0941) 507 1412
Fax: (0941) 507 2004
Haidplatz 8
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