
John Smith, BLIGHT
Mit seinen seit den 1970er Jahren entstehenden Experimental- und Kurzfilmen wurde John Smith (geb. 1952 in London) zu einem Wegbereiter der Videokunst. Ein Wohnviertel im Londoner Osten wird für den Bau einer Schnellstraße abgerissen. Zwischen den ächzenden Balken und den Staubwolken heruntergerissener Ziegel treten Worte, Bilder, Erinnerungen zutage. Das Verschwinden des Viertels aus dem Londoner Stadtplan, darunter jener Häuserzeile, in der John Smith wohnte, wird aus der Nahsicht der Kamera auf die Abrissdetails an einem Gebäude dokumentiert. Immer wieder lösen sich die Stimmen ehemaliger Anwohner aus dem emotional getragenen Klangteppich des Films, der die montierten Bildsequenzen in einen zeitlupenartigen Abgesang kleidet. Der lange zurückliegende Ruf einer Frauenstimme, „Kill the spiders“, scheint sich in seinen unablässigen Wiederholungen gegen das geplante Autobahnnetz der Stadt zu richten. Aber mit den Häusern verschwinden die Erinnerungen, der Strom der am Bauzaun vorüberfahrenden Autos überdeckt stiller werdenden Protest. „I don’t really remember.“Kontakt
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Regierungsstr. 4-6
39104 Magdeburg
http://www.kunstmuseum-magdeburg.de
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