
Grafik ohne Grenzen - International Print Network 2010
Die neuesten und spannendsten Entwicklungen auf dem Gebiet der internationalen Druckgrafik werden im Frühjahr anhand von rund 200 ausgewählten Werken von Künstlern aus 36 Nationen im Horst-Janssen-Museum, im Stadtmuseum Oldenburg und in der Artothek Oldenburg vorgestellt.Die Internationale Grafik-Triennale, die in Krakau auf eine Tradition seit 1966 zurückblickt, zeichnet sich durch ein sehr demokratisches Auswahlverfahren aus: Künstler aus der ganzen Welt sind eingeladen, ihre aktuellsten druckgrafischen Werke wie Siebdrucke, Holzschnitte, Radierungen oder seit den frühen 90er Jahren auch am Computer generierten Arbeiten einzusenden, die dann juriert werden. Oldenburg, wie auch das Künstlerhaus Wien, der dritte Partner in diesem von der Europäischen Union geförderten Projekt, haben mit jeweils eigenen Jurys eine Auswahl aus den knapp 2000 Einsendungen getroffen, um die qualitativ herausragenden Werke zu zeigen.
Krakau bildete den Auftakt und zeigte im Bunkier Sztuki vom 17. Sept. bis 11. Okt. 2009 die polnische Auswahl, Oldenburg folgt im Zeitraum 28. Feb. bis 11. April 2010. Das Künstlerhaus Wien präsentiert seine Auswahl danach vom 6. Mai bis 13. Juni 2010 in Österreich.
Der Titel „Grafik ohne Grenzen“ bezieht sich in erster Linie auf die Internationalität des Projektes. Künstler aus allen Ländern waren eingeladen. Künstler und Künstlerinnen aus fast 200 Ländern haben sich beteiligt. Weiterhin gibt es für die erfolgreiche Teilnahme an der International Print Network keine Zugangsvoraussetzung: Die Ausbildung des jeweiligen Einsenders spielt zunächst keine Rolle. Für die Mehrzahl der Beteiligten jedoch gilt, dass sie ein Hochschulstudium absolviert haben, in den meisten Fällen auch selbst Dozenten sind. Dann spielt der Titel natürlich auf die potentielle Grenzenlosigkeit einer jeweiligen druckgrafischen Technik an.
Seit es die International Print Network bzw. Grafik-Triennale gibt, versuchen die Künstler die Grenzen der Techniken auszuloten, oder sie auch zu überschreiten. Holzschnitte, die so kleinteilig und virtuos gearbeitet sind, dass sie wie Fotografien wirken oder Digital Prints, die immer wieder den Pinselstrich, letzten Endes die Technik des Malens thematisieren.
Auch thematisch gibt es keine Vorgaben. Auffällig ist in diesem Jahr, dass das Bild des Menschen wieder sehr stark in den Mittelpunkt rückt. Nach Jahren und Jahrzehnten, in denen die technischen Möglichkeiten vor allem an informellen und konstruktiven Formen ausgereizt wurden, wird jetzt der Mensch als Geschöpf, der Mensch als gesellschaftliches Wesen oder auch der Mensch in seinem urbanen Umfeld gesehen. Ein Thema, das uns alle interessiert.
Kontakt
Am Stadtmuseum 4 - 8
26121 Oldenburg
info@horst-janssen-museum.dehttp://www.oldenburg.de/horst-janssen-museum
Telefon: (0441) 235 2891
Fax: (0441) 235 3350
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